Abschied und Neubeginn

am Ufer des grünen, lebendigen Stroms des Lebens

Ich fühle mich geborgen in dir, meine Seele. Jetzt stehe ich am Ufer des großen, grünen Strom des Lebens. Noch vor einigen Jahren, in einem intensiven Traum, hat mir dieser lebendige Strom große Angst gemacht. Ich erinnere mich noch sehr gut daran. Damals versuchte ich ihm zu entfliehen, in der Hoffnung, in den alten Stätten des Wissens Zuflucht zu erlangen. Doch vergeblich, sie waren bereits zerstört. So kehrte ich im Traum zum großen grünen Strom zurück. Trotz meiner unsagbaren Angst davor, ergab ich mich ihm damals und erkannt in ihm die einzig wahre Zuflucht.

Heute spüre ich, dass ich jetzt am Ufer dieses Stroms mit wachem Bewusstsein stehe. Meine Füsse werden bereits von seinen Wassern umspült. Die Angst vor seiner großen Lebendigkeit ist einem Vertrauen und einer Zuversicht gewichen.

Ich spüre, hier am Ufer stehend, dass mein Herz sich danach sehnt, endlich in diesen Strom einzutauchen, mich tragen zu lassen, wo auch immer dieser Strom mich hinbringt.

Mein gewachsenes Selbstvertrauen lässt mich jetzt voller Neugier die noch nicht entdeckten Möglichkeiten erahnen. Ja, ich stehe hier noch eine kleine Weile. Verabschiede mich von Umständen und Menschen, die mir jetzt nicht mehr entsprechen, weil ich dadurch in alten, vertrauten, jedoch zu begrenzten Lebenskreisen verweilen und mich dabei nicht weiterentwickeln würde.

Ich mache jetzt den nächsten Schritt und gebe mich diesem großen Strom hin, im Vertrauen, dass er mich auf die nächste Ebene meiner persönlichen und vor allem meiner seelischen Entwicklung bringt. Ich ahne, dass mich das Leben weiter, freier, freudvoller und leichter empfangen wird. All das im Einklang mit der Weisheit meines Herzens und den Träumen meiner Seele.

Denjenigen, die ich zurücklasse, danke ich für die Zeit der gemeinsamen Erfahrungen. Denn jede dieser Erfahrungen hat dazu beigetragen, dass das, von dem ich meinte es zu sein, von mir abfiel, wie ein Schleier – die Schutzkokons genauso wie die Masken und die Krücken, auf denen ich mich gestützt hatte.

Mit jeder Enttäuschung, mit jedem Verlust wurde eine noch stumpfe Seite meines Seelenkristalls geschliffen, der mittlerweile geheimnisvoll aus der Tiefe meiner selbst funkelt. Die heilige Glut in mir verleiht ihm das Licht, das sich in seinen vielen geschliffenen Facetten bricht und ihn in einem dunklen Rotviolett leuchten lässt.

Ich bin im Frieden und im Einklang mit mir selbst, mit dir meiner geliebten Seele und mit deinem alten Seelenwissen. Gemeinsam, im Einklang, bringen wir das alte Wissen in einer modernen Form zu den Menschen, indem wir kommunizieren über Rede und Schrift.

Ich freue mich auf die vor uns liegende Zeit des Zusammenwirkens zu unserem und zum Wohle der Menschen, die unsere Botschaft vernehmen, sich davon berühren und bewegen lassen, so dass auch sie ihrem Herzen und dem Ruf ihrer Seele folgen – ihr Gesicht der Sonne zugewandt, getragen vom grünen, lebendigen Strom des Lebens.

 

 

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