Freiräume schaffen für das Wesentliche – In 7 Schritten zum Kern – Teil 3

In Teil 1 dieser Artikelserie ging es darum Freiräume im Kopf zu schaffen – Hier können Sie den ersten Teil nochmals nachlesenTeil 2 handelte dann von den Freiräumen in Ihrem Terminkalender und auch davon, wie wichtig es ist Termine mit Ihnen selbst zu vereinbaren – diesen Teil können Sie hier nochmals nachlesen.

Heute, im 3. und letzten Teil dieser Artikelserie geht es mit den Schritten 6 und 7 darum, diese gewonnene freie Zeit sinnvoll zu nutzen und Freiräume auch in Ihrem Büro zu schaffen.

 

Hier kommt Schritt 6.

6. Schritt – die Selbstzeit sinnvoll nutzen

Notieren Sie sich, wozu Sie ihre Keimzeit/Selbstzeit nutzen wollen und begründen Sie jeweils Ihre Punkte. Zu einem späteren Zeitpunkt, dann wenn Ihr Verstand versucht, Ihnen Ihre neue Gewohnheit, Ihre Begegnung mit sich selbst, madig zu machen, können Sie sofort Gegenargumente liefern und ihn so im Laufe der Zeit, mit Geduld entmächtigen.

Hier ein Beispiel, wie Steven Spielberg, der amerikanische Filmemacher,  seine Selbstzeit nutzt. In einem Interview hatte er einmal erzählt, dass er morgens, meist gegen 4 h, seine Morgenseiten schreibt. Er nennt es „den Speicher leeren“. Dabei schreibt er alles auf, was ihm gerade in den Sinn kommt. So manche der Inhalte seiner Filme kamen auf diese Weise zustande. Ich habe es vor einigen Jahren auch ausprobiert und es war sehr erstaunlich, welche Perlen es da aus der Tiefe meines Unterbewusstseins an die Oberfläche gespült hatte. Das Gedicht „Einem neuen Morgen entgegen“, das am Ende meines Buches „Die Zeit ist reif ..!“ steht, ist auf diese Weise in einem einzigen Fluss entstanden.

 

[bctt tweet=“Den Speicher von Zeit zu Zeit leeren, denn ein volles Gefäß kann nichts schöpfen“]

 

Hier noch ein paar weitere Beispiele für eine sinnvolle Gestaltung der Selbstzeit. 

  • Reflektieren über die vielen Geschenke des Lebens
  • Wertschätzen dieser Geschenke – damit öffnen Sie das Tor zur Fülle und es werden mit jedem Tag mehr
  • Nach innen lauschen und hinspüren: Was will werden? Wofür ist die Zeit reif? Wovon soll ich Abschied nehmen und es loslassen? Wo will ich hin – persönlich und mit meinem Business? – Was würde mich sehr glücklich machen? Welche tieferen Bedürfnisse habe ich noch?
  • Ihrer Gesundheit zuliebe – z.B. Spaziergang in der Natur
  • für die Balance – z.B. Yoga und/oder Meditation
  • Tagebuchschreiben
  • einfach Sein und Gedanken frei schweifen lassen – ohne ich müsste, ich sollte, etc.

 

Hier noch ein Tipp:
Sollten sie bemerken, dass Ihr Verstand Ihnen immer wieder dazwischen plappert mit Kommentaren wie: „Das bringt doch nicht´s – du vergeudest deine Zeit – du hast soviel zu erledigen, stattdessen sitzt du hier rum“, etc., dann nehmen Sie diese Gedanken wahr und „entsorgen“ Sie sie in einem „Gedankentransformations-Gefäß“.

Dazu stellen Sie sich auf Ihrem geistigen inneren Bildschirm ein Desktop, einen PC-Schreibtisch, vor. Installieren Sie jetzt ein „Gedankentransformations-Gefäß“ in der linken unteren Ecke. Das ist Ihr Mülleimer für geistigenUnrat. Immer dann, wenn Ihnen Ihr Verstand mit einem Kommentar kommt, der Sie bei Ihrer Selbstzeit stört, entsorgen Sie ihn in diesem Gefäß. Achten Sie darauf, dass es einen Deckel gibt, und Sie diesen Deckel jedes mal bewusst schließen.

Es wird vielleicht eine Weile dauern, bis Sie Ruhe geschaffen haben, doch Übung macht bekanntlich den Meister, die Meisterin. Irgendwann ist es Ihnen dann möglich zu denken, was Sie denken wollen und vor allem auch wann Sie denken wollen, statt fortwährend gedacht zu werden und das von ca. 60.000 Gedanken täglich.

 

7. Schritt – Ihr Büro entschlacken

Nachdem Sie nun hochmotiviert begonnen haben, Freiräume in ihrem Kopf und in ihrem Terminkalender zu schaffen, geht´s jetzt weiter im Außenraum – mit Ihrem Büro.

Setzen Sie sich dazu ganz entspannt in Ihren Schreibtischstuhl und schauen Sie sich einmal bewusst um in dem Raum, in dem Sie viele Stunden Ihres Lebens verbringen.

Stellen Sie sich jetzt folgende Fragen:

  • Spiegelt dieser Raum meine Einzigartigkeit – meine Werte – meine Vision?
  • Sieht mein Büro nach Erfolg aus?
  • Wie viel „Unwesentliches“ beherbergt mein Büro?
  • Unterstützt die Symbolik der Bilder im Raum meinen Erfolg, meine Werte, meine Vision?
  • Fühle ich mich hier richtig, richtig wohl?
  • Wenn nein, was fehlt? – Was ist zuviel? – Was ist unpassend?

Welche Erkenntnisse gewinnen Sie? Machen Sie sich Notizen dazu. Anschließend terminieren Sie den Zeitpunkt, an dem Sie Ihr Büro entschlacken, vielleicht sogar entrümpeln, falls erforderlich.

Besorgen Sie sich dazu 2 große blaue Müllsäcke oder auch 2 große Kartons. In den einen Karton legen Sie alles, wovon Sie sich sofort trennen können. In den anderen Karton oder Müllsack stecken Sie diejenigen Sachen, von denen Sie sich noch nicht sofort trennen können, es aber für möglich halten, dass diese Sachen überfällig sind. Diesen Karton stellen Sie in die Garage oder in den Keller oder auf den Dachboden. Jetzt machen Sie sich einen Vermerk zur Wiedervorlage in 6 Monaten in Ihrem Kalender. Wenn Sie die Dinge, die Sie noch aufgehoben haben, in den folgenden 6 Monaten nicht brauchen, entsorgen Sie auch diesen Karton ruhigen Gewissens.

 

[bctt tweet=“Machen Sie den Dr. im Loslassen und befreien Sie sich von allem, was Ihnen nicht mehr entspricht“]

 

Nach dieser Loslass-Aktion fühlen Sie sich bestimmt leichter und …. Sie haben ein Vakuum geschaffen, das danach trachtet sich wieder zu füllen. Achten Sie daher darauf, was Sie zu sich in Ihr Büro nehmen und stellen Sie sich dabei immer die Frage:

Spiegelt dieses Objekt meinen individuellen Lebensstil, meine Werte, meinen Erfolg, das, was ich anstrebe? 

Im nächsten Schritt fragen Sie sich:
Wie kann ich mein Büro verändern, so dass ich mich richtig wohl fühle, es mir zu 100% entspricht und es mich und mein Business stärkt?

Vielleicht müssen Sie Bilder abnehmen, die Ihnen längst nicht mehr entsprechen. Vielleicht einige Regale verschließen, damit weniger Unruhe und mehr Ruhe erzeugt wird. Vielleicht auch ein paar Gegenstände entfernen, die schon längst nicht mehr Ihr Herz haben. Stattdessen umgeben Sie sich mit solchen Dingen, die Ihren Werten entsprechen. Weniger ist hier mehr. Und vielleicht braucht es schon längst eine neue Farbe an einer einzelnen Wand oder auch als gestalterisches Element, das belebenden, frischen Schwung in Ihr Büro bringt.

[bctt tweet=“Zeit und Raum sind der neue Luxus – leisten wir ihn uns!“]

 

Wenn Sie erstmal auf den Geschmack gekommen sind und die positiven Auswirkungen der geschaffenen Freiräume im Kleinen für sich erfahren, werden Sie von sich aus mehr und mehr Zeitoasen und Freiräume für sich selbst und für das Wesentliche schaffen. Das geschieht auf natürliche Weise, denn Sie haben es geschafft, die Spirale umzudrehen – weg von schneller und immer weniger Zeit, hin zu langsamer und effizienter und mehr Zeit. Es geht aufwärts und Sie befinden sich in einer aufbauenden Wachstumsspirale. Sie haben eine förderliche, neue Gewohnheit geschaffen, die Sie im Laufe der Zeit für weitere Veränderungsprozesse wunderbar nutzen können, so wie ich es in den vergangenen Jahren gemacht habe.

Mittlerweile verbringe ich den zweiten Sommer auf Lanzarote, wo ich jedes Jahr die Wochen der Transformation veranstalte und zugleich für einige Wochen ein kleines Sommerbüro betreibe. Dass ich heute so frei bin und das tue, was mir entspricht, war nur möglich, weil ich mir diese Selbstzeit vor über 15 Jahren eingerichtet habe und sie auch heute noch regelmäßig nutze. Dabei habe ich mein Wesen, meine Bedürfnisse und auch meine Träume auf einer tiefen Ebene in mir sehr gut wahrgenommen und gestalte jetzt mein Leben dem entsprechend.

Ich wünsche Ihnen jetzt viel Freude beim Schaffen neuer Freiräume für Sie selbst und für das Wesentliche. Ich freue mich, wenn Sie wieder mitlesen und ermuntere Sie jetzt dazu, mir Ihre Gedanken und Fragen zu diesem Thema im Kommentarfeld mitzuteilen.

 

Herzlichst,

Bianka Maria Seidl

 

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4 Kommentare
  1. Monika Birkner
    Monika Birkner says:

    Liebe Bianka,

    ein krönender Abschluss deiner Serie. Man merkt, dass du aus Erfahrung schreibst. Denn diese Fragen, wie man die Selbstzeit sinnvoll nutzt, wie man mit dem schlechten Gewissen umgeht, wie man das Büro entschlackt und was das alles für Auswirkungen hat – das weiß nur jemand, der es auch praktiziert hat. Der Dr. im Loslassen gefällt mir besonders gut:-).

    Antworten
    • BiankaMariaSeidl
      BiankaMariaSeidl says:

      Liebe Monika,

      vielen Dank für deinen Beitrag, den ich sehr wertschätze. In der Tat lebe ich das, was ich anderen empfehle. Nur so bin ich authentisch und vor allem glaubwürdig. Die Zeit ist für uns alle reif, das, was wir wissen, erstmal selbst für uns umzusetzen und dann andere damit zu inspirieren. Unser Vorbild kann dann ansteckend wirken :-). I love it!

      Antworten

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