Kläre deine Wurzeln und du bist frei! – Teil 2

Die Ahnenverstrickung klären und frei werden für die Entfaltung unseres seelischen Potenzials 

 

„Solange wir nicht wissen, wo wir herkommen, werden wir nicht wissen, wohin wir gehen.“

 

Im ersten Teil dieser Artikelserie habe ich darüber geschrieben,warum es vor allem in der jetzigen Zeit so wichtig ist, seine eigene Herkunft, seine Wurzeln, zu klären. Falls du diesen Beitrag noch nachlesen willst, kannst du das hier tun. In diesem 2. Teil schildere ich einen Beispiel aus meiner Praxis, so dass du dir ein Bild davon machen kannst, wie diese Arbeit mit der Sippe aussehen kann.

 

Diejenigen, die vor uns da waren, haben den Weg für uns bereitet

Diejenigen, die vor uns da waren haben den Weg bereitet, auf dem wir jetzt gehen. Dies gilt es erstmal zu beachten, zu würdigen und zu ehren. In unserer modernen Welt ist dafür aber oftmals kein Platz und keine Zeit mehr. In alten Kulturen über den ganzen Erdball verteilt, hatten die Ahnen eine Platz im Haus. Ein Ort, der der Verehrung der Vorfahren gewidmet war. Hier haben sich die Menschen hingewandt, wann immer sie Rat und Weisung brauchten für die Herausforderungen, die sie zu meistern hatten. In unserem Kulturkreis finden wir gegebenenfalls noch Fotos von Eltern und Großeltern in unserem Zuhause. Jedoch auch nur, wenn wir uns bewusst sind, dass wir ihnen viel zu verdanken haben. So haben wir ihnen einen Platz bei uns eingeräumt und von Zeit zu Zeit wenden wir uns an sie in Gedanken und vielleicht auch in einem Gebet, indem wir sie um Hilfe und Unterstützung in schwierigen Zeiten bitten.

All jene Generationen, die weiter zurück liegen sind in Vergessenheit geraten und doch wirken sie tagein und tagaus auf unser Leben ein. Es sind insgesamt 7 Generationen mit denen wir über die Information in unseren Zellen verbunden sind. Das ist unsere Sippe und solange wir noch keine Nachkommen haben, sind wir es, die der Sippe voran stehen.

Wie in jeder Familie, so gibt es auch in jeder Sippe ein Thema, das von Generation zu Generation übertragen wird. Und meist sind es diejenigen, die neu in die Sippe herein kommen, die gewillt sind, das Thema zu lösen und die damit verbundene Last bis dahin zu tragen, ohne zu wissen, dass dies nicht möglich ist. Und so schleppen sich viele Menschen durch ihr Leben mit einer Last, die sie nicht zu verantworten haben. Eine Bürde, die sie daran hindert ihr individuelles Potenzial,   ihre Einzigartigkeit zu entfalten.

 

gültig bis zum 31.12.2017 – Auf das Foto klicken und ausführliche Infos lesen

 

Ein Beispiel aus der Praxis mit der Ahnenarbeit

Ein Beispiel, das ich in der Aufstellungsarbeit mit einer Klientin erlebt habe, möchte ich hier veranschaulichen. Die Klientin kam zu mir, weil sie das Gefühl hatte, dass sie innerlich von etwas zurück gehalten wurde. Vor allem immer dann, wenn sie die Absicht hatte in ihrem Leben eine Veränderung herbei zu führen. Sie beschrieb mir diesen Zustand so, als würde sie an einem Gummiband zurück gezogen werden, sobald sie einen größeren Schritt vorwärts gehen wollte. Es gingen ihr dabei immer die gleichen Gedanken durch den Kopf.
„Sei zufrieden mit dem was du hast. Dir geht es doch gut. Halte dich zurück. Es ist doch besser so, wie es ist, das weißt du was du hast.“ Zugleich hatte sie innere Bilder von Szenarien, wo sie sich scheitern sah mit ihrem Vorhaben, mit ihrem Wunsch nach Veränderung. Und diese inneren Bilder hatten eine starke Wirkung auf sie, so dass sie schließlich wieder alles beim Alten beließ.

Nachdem ihr das immer wieder so erging, fing sie an nach Hilfe und Unterstützung zu suchen. Sie machte daher mehrere systemische Familienaufstellungen, die zwar ein wenig Licht in die familiären Verhältnisse ihrer Herkunftsfamilie brachten, doch das innere Gummiband war weiterhin da und hielt sie zurück, und viele Chancen bleiben daher ungenutzt.

Sie war kurz davor zu resignieren, wollte sich fast schon ihrem „Schicksal“ überlassen, da hörte sie vom Einfluss der Ahnen, der Sippe auf das individuelle Leben. Sie beschloss dies auszuprobieren und sich selbst nochmals eine Chance zu geben. Sie begab sich auf die Suche und fand schließlich zu mir und meiner schamanischen Aufstellungsarbeit.

 

Andocken ans morphische Feld der Sippe

Ohne Vorwissen über ihre Herkunftsfamilie begannen wir mit der Aufstellung. Ich führte sie einzeln, beginnend bei der ersten Generation, ihren Eltern, in die energetisch-informative Verbindung über ihr Unterbewusstsein. Dabei werde ich immer wieder gefragt, wie das denn möglich sei. Nun jede Spezies ist über ein eigenes morphogenetisches oder auch morphisches Feld genannt, verbunden.  Auch bei uns Menschen ist das so.. Dabei gibt es große kollektive Feld der Menschheit, innerhalb dessen sich wiederum kleinere Felder befinden. Wie zum Beispiel das Informationsfeld einer Nation oder eines Stammes, in dem auch Zugang zur entsprechenden Volks- bzw. Stammes-Seele erlangt werden kann. Und so hat auch die Sippe eines Menschen ein morphogenetisches Feld, in dem alles gespeichert ist, was diese Sippe bislang erfahren und auch gelernt hat.

Meine Arbeit besteht darin, dieses Feld für meine Klienten zugänglich zu machen. So dass sie in Kontakt treten können und Zugang zu den Informationen und Energien erhalten. Wer sich mehr über morphogenetische, bzw. auch morphische Felder informieren will, findet bei Rupert Sheldrake, einem britischen Biologen und Pionierforscher auf diesem Gebiet einen wahren Fundus an interessanten Informationen. Hier ein weiterführender Link dazu.

 

Die Vorgehensweise bei der Ahnenaufstellung

Die Vorgehensweise folgt einen bestimmten Ablauf. Zuerst werden in der entsprechenden Verbindung körperliche Symptome wahrgenommen. Im Fall meiner Klientin verlief der Kontakt mit der ersten und auch der zweiten Generation ohne besondere Auffälligkeiten. Sie war im Reinen mit diesen Verbindungen. Erst ab der dritten Generation, den Urgroßeltern, verspürte sie plötzlich, dass ihr Hals wie zugeschnürt war, so als würde sie eine enge Halskrause tragen. Ihr Herz verengte sich und sie hatte das Gefühl, dass eine Last auf dem Herzen lag, die sie allerdings nicht auszusprechen wagte, da von irgendwo her Gefahr drohte, wenn sie es tun würde. Sie nahm zudem wahr, dass ihre Beine sich so schwer anfühlten, dass sie das Gefühl hatte festbetoniert zu sein.

Ich fragte sie dann, was dadurch nicht möglich ist im Moment. Sie erkannte, dass sie ihre Gefühle nicht mitteilen und sich nicht vorwärts bewegen konnte. Darauf hin ließ ich meine Klientin  für einen Moment in ihren Alltag switschen. Ich fragte sie, ob sie das auch in ihrem Alltag kennt. Dass sie nicht sagen kann, was sie auf dem Herzen trägt und sie sich nicht vorwärts bewegen kann. Sie erkannte sofort, dass dies ihrer Situation entsprach, der sie zu entkommen suchte. Ich erklärte ihr, dass diese Gefühle über die energetische Verbindung mit den Ahnen in ihr bisher gespeichert war. Das dies jedoch das Schicksal ihrer Urgroßeltern und nicht das ihrige ist.

Dann leitete ich sie an, sich zu entscheiden, ob sie fortan ohne diese Einschränkungen ihr Leben auf ihre ureigenste Weise führen will und nach einer Weile entschied sie sich dafür und wir konnten die Arbeit mit der Auflösung dieser energetischen Ahnenmuster fortsetzen. Im Anschluss daran, wies ich sie an, die Ahnengabe von ihren Urgroßeltern zu erbitten, die jetzt erst, nachdem die Verstrickung gelöst war, empfangen werden konnte.

Meine Klientin wurde beschenkt mit der Qualität der Hingabe. Diese Fähigkeit stand ihr ab jetzt in ihrem Leben zur Verfügung und sie konnte darauf zurück greifen, wann immer diese Qualität gefordert war. Zum Abschluss bedankte sie sich und würdigte ihre Ahnen der dritten Generation für ihren Weg, für all das, was sie erlitten, ertragen und erduldet hatten. Sie bedankte sich auch für ihre Stärken, die sie auf ihrem beschwerlichen Weg entwickelt  hatten.

Nach einer kurzen Pause, in der sie schreibend über ihre inneren Erfahrungen und Erkenntnisse reflektierte, ging es dann rückwärts zur 4. Generation, zu ihren Ururgroßeltern. Hier fand der gleiche Ablauf statt und auch hier war das Thema der Selbstverleugnung bei den weiblichen Ahnen zu finden, wenngleich in leicht veränderter Form. Die Ursache dafür fand meine Klientin schließlich erst in der sechsten Generation. Dort machte sie die Erfahrung, dass eine Ahnin dafür, dass sie sich geäußert hatte, schmerzlich bestraft wurde und sich damals geschworen hatte, nie wieder ihr inneres Wissen kund zu tun.
Erst an dieser Stelle konnte das Thema der weiblichen Ahninnen gelöst werden, das meine Klientin Zeit ihres Leben belastet hatte.

Nach einigen Monaten schrieb ich sie an, um mich nach ihrem Befinden zu erkundigen. Freudig teilte sie mir mit, dass sie sich mittlerweile selbständig gemacht hat und sie immer noch erstaunt sei, über ihren plötzlichen Mut und auch Elan, die ihr helfen, dass sie endlich das verwirklichen kann, wovon sie innerlich schon lange geträumt hatte.

 

4 wichtige Schritte in der Arbeit mit der Ahnenlinie

Zusammenfassend betrachtet besteht die Arbeit mit der Ahnenlinie aus vier wichtigen Schritten.

  1. Die geistig-energetische Verbindung in der jeweiligen Generation körperlich fühlen und spüren, ob aus dieser Verbindung Belastungen vorhanden sind, die den Alltag erschweren und ggf. die Weiterentwicklung des Hilfesuchenden behindern.
  2. Sobald die Belastung aufgespürt wurde geht es darum diese Verstrickung zu klären, die Lasten zu transformieren und so die Ahnenverbindung zu heilen.
  3. Im dritten Schritt geht es dann darum sich für die Ahnengabe zu öffnen und das in Empfang zu nehmen, was an guten Eigenschaften, Stärken und Visionen, im Feld der Sippe vorhanden ist, so dass auch die nachfolgenden Generationen, unsere Kinder, damit genährt werden.
  4. Und zum Abschluss gilt es die geklärte und geheilte Verbindung zu den Ahnen in der jeweiligen Generation zu segnen, damit der ursprüngliche Strom der Kraft wieder frei fließen kann.

 

Darüber hinaus gebe ich nach solch einer Aufstellungsarbeit noch praktische Tipps. Sie sollen zum einen dem Körper helfen, die alten Zellinformationen leichter auszuscheiden und zum anderen auch dafür, dass im Lebensraum ein entsprechender Platz geschaffen wird, wo dieses neugewonnene Bewusstsein über die stärkende Verbindung mit den Ahnen auch verankert und somit immer wieder ins Bewusstsein gebracht wird.

Dieser kleine Praxisbericht soll dir, liebe Leserin, lieber Leser, zeigen, dass wir nicht alleine sind. Vielmehr sind wir verbunden in einem Feld mit unseren Ahnen und sobald wir diese Verbindung geklärt haben, steht uns die Kraft und Weisheit unserer Ahnen für die Entfaltung unseres individuellen schöpferischen Potenzials zur Verfügung und wir können das, wovon wir schon lange träumen endlich verwirklichen.

 

Im nächsten Teil dieser Artikelserie erzähle ich, wie ich durch die Klärung meiner Wurzeln in meine schamanische Kraft gelangt bin und welch augenscheinliches „Wunder“ ich dabei erlebt habe. Du darfst gespannt sein.

In herzlicher Verbindung

Bianka Maria

HERBST-ANGEBOT: gültig bis zum 31.12.2017 – Auf das Foto klicken und ausführliche Infos lesen

 

2 Kommentare
  1. Andrea
    Andrea says:

    Liebe Bianka Maria
    Vielen Dank für das Teilen dieses wertvollen Praxisberichts. Sehr gut nachvollziehbar und er zeigt auf, dass es wichtig ist, bewusst zu machen, dass nicht alles zu einem selbst gehört, sondern vieles mit- und weitergetragen wird. Und natürlich auch aufgelöst werden kann.
    Herzliche Grüsse
    Andrea

    Antworten
    • BiankaMariaSeidl
      BiankaMariaSeidl says:

      Liebe Andrea,

      herzlichen Dank für deinen wertschätzenden Kommentar. Es freut mich zu lesen, dass der Praxisbericht gelungen und gut nachvollziehbar ist. Mir ist es wichtig
      dieses so wichtige Thema noch viel mehr ins Bewusstsein der Menschen zu bringen. Vor allem in dieser jetzigen Zeit, wo es für uns alle darum geht Ballast
      abzuwerfen und freier und authentischer zu leben.
      Sei herzlichst gegrüßt – alles Gute für dich! Bianka Maria

      Antworten

Trackbacks & Pingbacks

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Newsletter abonnieren (Jederzeit wieder abbestellbar)