Kläre deine Wurzeln und du bist frei!

Wie wir über die Klärung unserer Herkunft in die Entfaltung unseres seelischen Potenzials gelangen

 

Teil 1 – Warum es in dieser Zeit so wichtig ist, die eigenen Wurzeln zu klären

Die Kräfte in der Natur ziehen sich allmählich wieder zurück nach innen. Auf den aktiven Zyklus des Wachstums folgt nun eine Zeit der Ruhe, der Regeneration, der Rekreation. Im Außen wandeln sich die Farben der Natur. Einem Feuerwerk gleich leuchten die Blätter der Bäume auf im Licht der milden Herbstsonne, bevor sie, getragen vom Herbstwind, zur Erde niedersinken. Hier gleichen sie sich im Farbton der Erde an, verschmelzen mit ihr, gehen ein in sie. Die Bäume stehen kahl in ihrer Struktur vor dem Hintergrund eines klaren spätherbstlichen Himmels. Jetzt sammeln sich die Kräfte im Inneren zur Regeneration. Alle aktiven, augenscheinlichen Wachtumsprozesse verlangsamen sich.

Herbst – Zeit für inneres Wachstum

Diese Zeit ist auch für uns Menschen eine Zeit des langsamen Rückzugs. Eine Zeit, in der wir die Ernte des Jahres feiern, bevor sich dann auch unsere Kräfte zurück ziehen und wir uns wieder vermehrt unserem inneren Wachstum zuwenden und in uns einkehren.

Doch diese Zeit bereitet vielen Menschen, die mit sich selbst nicht im Reinen sind, Schwierigkeiten. Im Herbst schnellt die Selbstmordrate in die Höhe. Das innere Unbehagen wird deutlicher spürbar. All das, was durch die Aktivitäten in der Sommerzeit nicht gefühlt werden musste, meldet sich jetzt, wenn der Mensch mehr zur Ruhe kommt, weil es die Natur einfordert. Die sommerliche Wärme weicht der Kälte des Winters und so sind wir mehr oder weniger gezwungen uns drinnen in den Häusern aufzuhalten.

Hier finden wir weniger Abwechslung, wenngleich die Medien wie Fernsehen, Smartphone und Tablet uns viele Schlupflöcher und Hintertürchen der Ablenkung bieten, durch die wir wieder vor uns selbst flüchten können. Wir flüchten vor dem, was in uns verdrängt, unerlöst und unerhört ist und dennoch im Unterbewusstsein schaltet und waltet und Stimmung erzeugt.

 

Die Generation der Kriegsenkel hatte keine Vorbilder für inneres Wohlbefinden

Doch wir, die Generation der Kriegsenkel, geboren zwischen 1960 und 1975, haben nicht gelernt mit dem, was in uns ist zu leben bzw. damit umzugehen. Wir hatten Eltern, die Kriegskinder waren und deren Aufgabe war es, das Land wieder aufzubauen. Da gab es keine Zeit für die inneren Belange, vielmehr war der Blick nach vorne gerichtet auf eine verheißungsvolle Zukunft, auf eine bessere Welt, die es zu errichten galt. Und so blieb vieles, von dem was den Menschen noch tief in den Knochen steckte, unbeachtet. Wenn es sich denn mal meldete, war dafür keine Zeit. Leistung war angesagt, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. So entstanden im Laufe der Zeit Systeme, in denen der Mensch immer mehr zum Diener der Systeme entartete und sich dabei immer mehr von sich selbst und seiner Natur entfremdete.

Bei all diesem künstlichen, an ein System angepasstes Streben und Werden, hat der Mensch seine Innenwelt und damit auch seine Herzensbedürfnisse und seine Seele vernachlässigt. Das Ergebnis davon spiegelt sich in den Statistiken über die derzeitig häufigsten Krankheiten. In Deutschland sind jedes Jahr etwa 27,8 % der erwachsenen Bevölkerung von einer psychischen Erkrankung betroffen. Das entspricht rund 17,8 Millionen betroffenen Personen. Zu den häufigsten Erkrankungen zählen Angststörungen (15,4 %), gefolgt von affektiven Störungen (9,8 %, unipolare Depression allein 8,2 %) und Störungen durch Alkohol- oder Medikamentenkonsum (5,7 %).

Psychische Erkrankungen zählen in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bösartigen Neubildungen und muskuloskelettalen Erkrankungen zu den vier wichtigsten Ursachen für den Verlust gesunder Lebensjahre. Die Gesundheitsberichterstattung der Krankenkassen zeigt, dass Krankschreibungen aufgrund psychischer Diagnosen vor allem seit dem Jahr 2006 kontinuierlich ansteigen: im Rahmen der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) hat die Zahl der Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen (AU-Fälle) bis 2015 um knapp 50 % und die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) um gut 70 % zugenommen.

 

Die Krise reißt den Menschen die Maske vom Gesicht

In der jetzigen Zeit, wo die alte Ordnung und die gewohnten Sicherheiten in der Außenwelt weg brechen, herrscht eine große Orientierungslosigkeit. Vor allem melden sich jetzt Ängste von tief innern her, die gar lange im Unbewussten lagerten, ausgegrenzt vom Leistungsprinzip. All diese weggesteckten und  verdrängten Gefühle drängen jetzt nach oben. In dieser unsicheren Zeit, wo die Schutzwälle der Komfortzonen von den großen Wogen der Evolution einfach hinweg gerissen und fortgespült werden.
Plötzlich stehen wir da, ohne die gewohnte Sicherheit. Wir sind zurück geworfen auf uns selbst, auf dieses Selbst, das wir so lange nicht mehr beachtet und uns deshalb auch davon entfremdet haben. Das ist die eigentliche Krise, in der sich derzeit viele Menschen befinden.

Diese Krise reißt die Maske vom Gesicht. Der entstehende Schmerz geht durch Mark und Bein und erweckt das, was lange nicht mehr gespürt wurde – das unterdrückte Leid. In dieser schmerzlichen Nacktheit werden wir wieder berührbar, wird spürbar, was noch in uns  lebt und sich danach sehnt ans Licht zu kommen und endlich erkannt, gefühlt und angenommen zu werden. All dieser Schmerz erweckt auch das Leben erneut in uns mit all seiner Lebendigkeit.

 

Im Angesicht der nackten Wahrheit wandelt sich die Krise zur Chance

In solchen Moment wandelt sich die Krise und schenkt uns das, was tief in ihr verborgen war – eine neue Chance. Wenn wir loslassen von den alten Vorstellungen über uns selbst und das Leben, ist es uns möglich, sie zu ergreifen.
Lassen wir uns wieder berühren von dem was erhört und erlöst werden will in uns, können diese vernachlässigten Anteile von uns integriert werden und wir gelangen langsam in einen Einklang, in eine Kohärenz mit dem, was größer ist als wir. Dann spüren wir wieder, dass unsere Herzen mit dem Pulsschlag des Lebens schlagen.

Doch wie können wir wieder Zugang zu uns selbst finden? Wie können wir das, was wir so lange ausgegrenzt hatten wieder in unser Bewusstsein und damit auch in unser Leben integrieren? Nun, um Antworten auf diese Fragen zu finden können wir uns wieder an der Natur orientieren. Ein Baum braucht gesunde, starke Wurzeln, um gut genährt zu werden und sich zu einem stattlichen Baum zu entfalten und reichlich Früchte zu tragen.

Genauso verhält es sich auch bei uns Menschen. Unsere Wurzeln sind unsere Herkunft, unsere Ahnen, unsere Sippe. Damit stehen wir in einer energetischen Verbindung, die 7 Generationen weit zurückreicht. Ob wir das wissen oder nicht, ob uns das passt oder nicht. Diese Wurzeln vermögen uns Halt zu schenken und uns auch Flügeln zu verleihen, wenn wir sie klären und damit ins Reine kommen. Wie das gelingen kann, darüber schreibe ich im 2. Teil dieser 3-teiligen Artikelserie in Kürze.

Danke, dass du bisher gelesen hast.

Ich wünsche dir eine genussvolle Herbstzeit und Dankbarkeit für all die Segnungen, mit denen wir täglich beschenkt werden.

 

In herzlicher Verbundenheit

Bianka

Inspiration findest du auch in diesen Artikeln

Folge deiner Freude – Finde zum Wasser des Lebens

Schöpfungsprinzipien erkennen und leben

 

P.S. Vielleicht interessiert dich das auch.

Einladung zum GRATIS-Webinar

 

Er-Finde dich neu! – Mit sich selbst ins Reine kommen

Die nächsten Termine 
02.11./16.11./30.11.2017 – immer donnerstags von 19 – 20 h

  • Du lernst du die Hintergründe für deine inneren Konflikte kennen
  • Du gewinnst tiefe Einsichten in die Zusammenhänge zwischen der äußeren und deiner inneren Welt
    und lernst wie du dich in Einklang bringst.
  • Dir wird bewusst, das du deine Vergangenheit bisher fortgeschrieben hast, kannst dies jedoch nach dem
    Webinar ändern und dich neu er-finden

Bei Interesse kannst du dich hier zum GRATIS-Webinar anmelden.

 

Bildnachweis:
Foto©Kevin Young – by Unsplash

 

 

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Newsletter abonnieren (Jederzeit wieder abbestellbar)