Heute geht es weiter mit den Schritten 3, 4 und 5 – mit dem Ziel mehr Freiräume für das Wesentliche zu schaffen – für Ihren authentischen Erfolg.

 

Ich schreibe heute von Lanzarote aus. Hier habe ich vor zwei Jahren begonnen mir ein kleines Sommerbüro einzurichten. Ich arbeite hier sehr entspannt täglich ca. 4 Stunden und die restliche Zeit verbringe ich mit den Dingen, die für mich wichtig und wesentlich sind.


Ich habe mich dazu entschieden, weil es tatsächlich etwas ist, was ich mir zutiefst von Innen heraus seit vielen Jahren gewünscht habe. Ich wollte immer Reisen und Arbeiten verbinden, das wusste ich schon während meiner Familienzeit. Doch damals gab es noch andere Prioritäten in meinem Leben.


Was ich Ihnen heute in diesem 2. Teil des Artikels verrate, habe ich über viele Jahre hinweg praktiziert und alleine dieser Tatsache, oder noch besser dieser „guten Gewohnheit“ verdanken ich es, dass ich heute so frei bin, dass ich mein Leben so führen kann wie es mir entspricht und dies ungeachtet äußerer Umstände, die nur zu gerne vorgeschoben werden, um das Leben nicht wagen zu müssen.


Hier eine kurze Wiederholung der wichtigsten Punkte aus dem 1.Teil des Beitrags.

Im 1. Schritt
haben Sie für sich persönlich das Wesentliche definiert, es nach Priorität geordnet und sich selbst dabei an die erste Stelle gesetzt. Vielleicht haben Sie dazu sogar mein Lebensbereiche Diagramm verwendet und es war Ihnen eine Hilfe.

Fall Sie es noch nicht gemacht haben, holen sie es einfach nach. Hier können Sie im 1. Teil dieses Blogartikels nochmals nachlesen und das Diagramm für Ihren Zweck downloaden.

Im 2. Schritt
haben Sie sich Ihre Motivation bewusst gemacht. Das Wozu und Warum – Ihr Antrieb. Sie haben jetzt hoffentlich Klarheit darüber, warum es für Sie so wichtig ist, dass Sie sich Freiräume schaffen. Sie haben es hoffentlich auch aufgeschrieben und somit Schwarz auf Weiß vor Augen, was die Vorteile und auch die Nachteile sind. Für manche Menschen funktioniert es besser, wenn sie sich die Nachteile ihrer Unterlassung bewusst machen.


Wenn Sie diese beiden Schritte getan haben, gilt es die nächsten Schritte bewusst zu machen. Von den Schritten 3, 4 und 5 handelt dieser zweite Teil meines Artikels

 

3. Schritt – Eine bewusste Entscheidung für Freiräume treffen 

Entscheiden Sie sich bewusst dafür Freiräume für das Wesentliche zu schaffen und dann handeln Sie täglich dem entsprechend. Wichtig ist: Respektieren Sie sich selbst und Ihren Wunsch nach dieser Veränderung. Treffen Sie daher eine Vereinbarung mit sich selbst. Schreiben Sie ein paar Zeilen, in denen Sie sich ihrem Wohl und Ihrer Entscheidung für mehr Freiräume verpflichten und setzen Sie das Datum und Ihre Unterschrift darunter. Legen Sie diese Vereinbarung auf ihren Nachttisch und lesen Sie sie abends vor dem Einschlafen – mindestens 90 Tage lang. Sie werden überrascht sein, dass es Ihnen dadurch viel leichter fällt, Ihre Entscheidung umzusetzen. Sie nutzen in dem Moment Ihren bewussten Verstand um Ihr Unterbewusstsein zu informieren und durch die regelmäßige, beherzte Wiederholung beginnt Ihr Unterbewusstsein Sie in Ihrem Vorhaben zu unterstützen. Wichtig dabe ist, dass Sie Ihren Beschluss in der Gegenwart formulieren und von Verneinungen absehen.

Hier ein Beispiel. Ich, (……… Ihr Name), entscheide mich ab jetzt dazu, mir regelmäßig ausreichend Freiräume für das Wesentliche zu schaffen.
1. für mich selbst
2. für ………………
3. für ……………..
(fügen Sie hier die ersten drei wichtigsten Punkte Ihrer Liste ein, die Sie für sich im 1. Teil des Beitrags erstellt haben.)

Ort, Datum ………………………..     Unterschrift ……………………………


Damit Freiräume entstehen können, gilt es im nächsten Schritt dafür Platz zu schaffen. Unser Leben als Selbständige ist gefüllt mit vielen Aufgaben aber auch mit vielen nutzlosen Tätigkeiten. Diese gilt es jetzt als Zeitfresser zu entlarven. Im besten Fall erkennen Sie die tiefer liegenden Motive hinter diesen Zeitvertreibereien.

 

4. Schritt – Zeitfresser entlarven und abstellen

Überprüfen Sie eine Woche lang Ihre Gewohnheiten im Hinblick auf Zeitfresser. Das kann das Surfen im Internet sein, genauso, wie das zu lange Telefonieren mit Freundinnen, Kolleginnen etc. Notieren Sie Ihre Beobachtungen. Entlarven Sie Zeitfresser und entlasse Sie diese aus ihrem Businessalltag.


Wenn Ihnen das auf Anhieb nicht gelingt, hinterfragen Sie Ihre Angewohnheit Ihre Energie zu zerstreuen und zwar in dem Moment, wo Sie sich dabei ertappen.

Fragen Sie sich:
• Was möchte ich wirklich?
• Was würde mich jetzt glücklich machen?

Achten Sie auf alles, was sich da an Gedanken und Gefühlen zeigt und nehmen Sie sich dessen an. Achten Sie sich und Ihre Bedürfnisse. Vielleicht braucht es eine Abwechslung in Form von Bewegung. Dann nehmen Sie sich kurz diese kleine Auszeit und gehen Sie an die frische Luft. Atmen Sie bewusst und bewegen Sie Ihren Körper. Spüren Sie, wie gut es ihm und damit Ihnen tut. Wieder an Ihrem Schreibtisch zurück, ist Ihr Kopf klarer und Sie sind Sie viel produktiver; sie erreichen mehr in kürzerer Zeit.


Vielleicht haben Sie auch gespürt, dass Sie keine richtige Lust zum Arbeiten haben. Dann folgen Sie dieser Lustlosigkeit nach innen und Sie werden recht bald auf Ihr inneres Kind stoßen. Es sitzt wahrscheinlich lustlos und vergessen in einer Ecke, weil Sie viel zu oft mit dem Ernst des Lebens, mit Arbeiten, beschäftigt sind. Freudiges Spiel und Spaß kommen während der Arbeit zu kurz. Doch genau hier liegt des Pudels Kern.
Diese lustlosen Zustände sind Stimmungen Ihres inneren Kindes und wenn es unbeachtet bleibt, hindert es Sie produktiv und erfolgreich zu arbeiten. Während Sie von diesem Gefühl weg wollen, beginnen Sie es zu vertreiben, indem Sie Ihre Aufmerksamkeit woanders hinlenken. Dabei zerstreuen Sie Ihre Energie ohne, dass die wirkliche Ursache behoben wird. Vielmehr haben Sie Ihre kostbare Zeit vergeudet und Sie stehen erneut unter Zeitdruck.


Der einzig richtige und befreiende Weg liegt darin, diese innere Lustlosigkeit anzunehmen und in Kontakt mit Ihrem inneren Kind zu treten. Spüren Sie in den Momenten in sich hinein und fragen Sie sich, was sich das Kind in Ihnen wünscht. Seien Sie dann wieder sehr achtsam und nehmen Sie die kleinen und feinen Regungen als Antworten wahr. Vielleicht sollten Sie öfter aus der Reihe tanzen und Ihren Arbeitsalltag kreativer gestalten. Vielleicht hilft es Ihnen auch ihre Arbeit spielerischer anzugehen, indem Sie sich vorstellen, dass Ihr inneres Kind mit dabei ist. Hier ein Film für Sie, der dieses Thema sehr schön zeigt.“Wer an Wunder glaubt“.


All diese Ablenkungsmanöver in unserem Business-Alltag, die unsere Zeit fressen, haben einen tieferen Grund. Wenn es uns gelingt diesen aufzudecken, können wir unsere wahren Bedürfnisse erfüllen und schaffen damit mehr Freude, mehr Abwechslung, mehr Produktivität und auch Effektivität in unserem Business-Alltag und in unserem Leben.


Anfangs gelingt es nicht immer sofort zu des Pudels Kern zu gelangen. Daher rate ich meinen Klientinnen immer dazu eine neue Kultur in ihrem Leben zu etablieren. Die Kultur sich regelmäßig Zeit und Raum für das Wesentlichste – für Sie selbst – zu nehmen.  Damit das Ganze den richtigen Stellenwert bekommt, ist der nächste Schritt von allergrößter Wichtigkeit.

 

5. Schritt – Muse wieder ins Leben integrieren 

Ulrich Schnabel hat ein komplettes Buch über die Muße geschrieben (“Muße. Vom Glück des Nichtstuns”). “Wir verlernen die Muße nicht. Aber wir gewöhnen sie uns ab”, sagt der Wissenschaftsredakteur der Wochenzeitung “Die Zeit” und nennt als Beispiel spielende Kinder, die schnell mal die Welt um sich herum vergessen können.
Ein Problem sei, dass sich die gesellschaftlichen Wertvorstellungen verschoben hätten. “Geprägt haben den Begriff die alten Griechen. Das Interessante: Muße-Zeiten waren damals die eigentlich wichtigen im Leben. Die Arbeit war untergeordnet, um diese Zeiten zu ermöglichen”, sagt Schnabel. “Heute ist es umgekehrt: Heute sind Muße die kleinen Erholungszeiten, die wir uns gestatten, um wieder möglichst viel leisten zu können.” Hier können Sie den ganzen Artikel lesen.

 

[bctt tweet=”Vereinbaren Sie Termine mit Ihnen selbst und seien Sie verbindlich.”]

 

Vor mehr als 15 Jahren hatte ich den Wunsch nach mehr innerer Ruhe und Gelassenheit. Ich wollte, dass die 10.000 Affen in meinem Kopf Ruhe geben und zwar dann, wenn ich es wollte. Ich wusste, dass ich dies über Meditation erreichen konnte. Daher wünschte ich mir, dass ich das Meditieren morgens so selbstverständlich praktizieren würde, wie das tägliche Zähne putzen. Es hat eine Weile gedauert, bis ich gemerkt habe, dass ich dieser Zeit eine besondere Wertigkeit schenken musste, um entsprechend Prioritäten in meinem Alltag setzen zu können.

Als ich das erkannte, habe ich mir diese Termine mit mir selbst immer in meinen Kalender eingetragen. Noch heute markiere ich diese Termine in Blau oder Grün und nenne diese Zeit „Selbstzeit“ oder „Seelenzeit-Naturzeit“. Hier ein Bildschirmfoto meines digitalen Kalenders.

 

Kalender-bianka

 

 

 


Ich empfehle Ihnen daher: Finden Sie den richtigen Zeitpunkt, der Ihnen entspricht – morgens vor dem Frühstück oder abends vor dem Schlafengehen. Fangen Sie mit 15 Minuten an und schaffen Sie sich eine Keimzelle und eine Keimzeit  aus denen später ein sich kontinuierlich ausdehnender Freiraum werden kann. Betreiben Sie diese Selbstzeit täglich zur selben Zeit und am selben Ort. Schaffen Sie sich einen Ort dafür, an dem Sie ungestört sind und wo Sie sich wohl fühlen. Wenn daraus eine gute Gewohnheit geworden ist, können Zeit und Ort variieren. Aber ich rate Ihnen dazu erst ab einem Zeitraum von 6 Monaten bis zu einem Jahr.

 

[bctt tweet=”Selbstzeit ist eine Form von Muse, die keinem äußeren Zweck, sondern nur Ihnen selbst dient”]

 

In der neuen Ausgabe des Magazins Impulse plädiert der Wirtschaftswissenschaftler Norbert Rohleder in dem Artikel „Die Rückkehr des Müßiggangs: Warum Nichtstun wieder in ist“  für die Rückkehr zu einem Prinzip, das früher als selbstverständlich galt. “Muße ist nichts Antiquiertes, obwohl das viele denken mögen. Man darf es allerdings nicht damit verwechseln, abends vor dem Fernsehen abzuhängen”, sagt er. “Es ist nicht Trägheit. Und es ist auch nicht nur Lebenskünstlern vorbehalten.” Muße bedeute, Zeit zu haben, über die man selbst Herr ist. Die keinem äußeren Zweck dient. So einfach und doch so schwer.


Im dritten und letzten Teil dieses Artikels erfahren Sie:

• Was Ihnen anfangs hilft, diese Zeit ohne schlechtes Gewissen mit Ihnen selbst zu verbringen
• Wie Sie Freiräume wörtlich genommen in Ihrem Büro schaffen
• Welche Auswirkungen dies auf Ihren Erfolg haben kann

All diejenigen, die wissen, dass es in ihrem Business an klarer Ausrichtung auf einen größeren Leitstern fehlt, sind herzlich zum Online-Coaching-Kurs „Den ureigensten Traum entdecken und leben – Authentisch erfolgreich sein!“eingeladen. Der Kurs startet am 10.07.2015 und geht über 14 Wochen. Er bietet eine große Chance einen kraftvollen Leitstern zu entdecken und so in eine erweiterte Version Ihres Business und Ihrer selbst zu gelangen. Hier finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung.

 

Ich freue mich, wenn Sie wieder mitlesen und ermuntere Sie jetzt dazu, mir Ihre Gedanken zu diesem Thema im Kommentarfeld mitzuteilen.

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Mit sonnigen Grüßen aus Lanzarote

Bianka Maria Seidl

 

About Bianka Maria Seidl

Spirituelle Mentorin, Integraler Coach, Autorin Als eine Verehrerin der Schöpfung begleite ich Menschen auf einem spirituellen Weg des inneren Wachstum. Dieser führt in eine größere innere Freiheit, wo sie ihr Leben in mehr Leichtigkeit, Lebensfreude und auch Fülle erfahren. Über die Klärung und Stärkung der Wurzeln und der Heilung des inneren Kindes finden sie in eine starke Zentrierung in der eigenen Mitte. Von hier aus gelangen sie in die Entfaltung ihrer schöpferischen Potenziale im Einklang mit dem Entwicklungsziel ihrer Seele, bis hin zur Verwirklichung eines großen Traums bzw. einer Lebensvision. Meine Blogbeiträge und Podcasts entstehen in der Absicht den Samen der Freiheit zu säen für ein neues Selbstbild und eine erweiterte Sicht der Welt.