Warum es so wichtig ist die Polarität von der Dualität zu unterscheiden

Viele Menschen sind in der augenscheinlichen Komplexität des Lebens gefangen. Daher sehen viele den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Ein Ganzes besteht aus vielen Teilen und in jedem Teil ist die Information seiner individuellen Ausprägung gespeichert. Darüber hinaus enthält jeder Teil auch die Information des Ganzen in sich. Doch dieser Blick für das Ganze ist irgendwann im Laufe der Zeit abhanden gekommen und damit auch das Wissen um die Zusammenhänge der Gesetzmäßigkeiten des Lebens. 

„Jede Medaille hat zwei Seiten“ mit diesem Spruch besagt der Volksmund nichts anderes, als dass es immer zwei sich ergänzende Gegensätze braucht, um ein Ganzes zu schaffen.  Damit bezieht sich dieser Spruch auf eine Gesetzmäßigkeit des Lebens – auf das Gesetz der Polarität.

 

Licht – Bewegung – Polarität

Das Licht als Grundlage jeder Materie, so beweist es jetzt die moderne Physik, ist ein Schöpfungsprinzip.  Nehmen wir einmal das Licht der Sonne. Sie strahlt ihr Licht ununterbrochen in den Weltraum. Es wird nicht wirklich dunkler oder heller. Vielmehr ist es die Bewegung unserer Erde, die Tag und Nacht entstehen lässt. Ob wir hier auf der Erde den Tag oder die Nacht erleben ist eine Frage der Position. Befinden wir uns gerade auf der Seite, die von der Sonne abgewendet ist, ist bei uns Nacht und umgekehrt. Diese hier wirkende Gesetzmäßigkeit ist der Herz- oder auch Pulsschlag des Lebens. Der eine Pol bedingt den anderen. Wollte ich immer im Tageslicht sein, müsste ich ständig in Bewegung sein und um die Erde mit dem Sonnenlicht reisen. Auf Dauer wäre das ungesund, da die biologischen Wachstumsprozesse von diesem Rhythmus  abhängig sind.

Gehen wir einen Schritt weiter in der Betrachtung. Ein Pol kann ohne den anderen nicht in Erscheinung treten. Ohne Kalt gibt es kein Warm – ohne das Männliche gibt es das Weibliche nicht. Dabei geht es um Qualitäten, die erstmal wertfrei sind.

 

Interpretation und Bewertung schaffen die Dualität

Jetzt haben wir als Mensch einen freien Willen und das unterscheidet uns als Lebewesen von anderen Spezies wie zum Beispiel den Pflanzen und Tieren. Mittels unseres Bewusstseins selektieren und färben wir unsere Wahrnehmung. Wir interpretieren die Welt und geben ihr damit eine Bedeutung. Mit unserem Willen bewerten und entscheiden wir, ob diese Bedeutung positiv oder negativ für uns ist.

Bei diesem Schöpfungsakt, dessen sich viele nicht bewusst sind, entsteht die Dualität. Die meisten Menschen verwechseln sie mit der Polarität und werfen beide in einen Topf. Dabei ist die Dualität von uns Menschen geschaffen und erzeugt den Schleier der Illusion, die uns vom wahren Leben trennt, während die Polarität eine Gesetzmäßigkeit, der Pulsschlag des Lebens, ist.

 

[bctt tweet=”Das Verstandesdenken erzeugt den Schleier der Illusion des Getrenntseins”]

 

Dualität erzeugt den Schleier der Illusion vom Getrenntsein

Mit dieser erzeugten Dualität schaffen wir eine Scheinrealität, innerhalb derer wir unsere Erfahrungen machen und oftmals darin gefangen sind, weil wir uns als Schöpfer unserer Realität darin nicht erkennen. Mittels unserer Gedanken, die elektrischer Natur sind erzeugen wir entsprechende Gefühle, die magnetischer Natur sind. Auf diese Weise schaffen wir um uns herum ein  elektromagnetisches Feld, das ausstrahlt und in Resonanz zu ähnlichen Feldern geht. Hier findet der Kampf von Licht und Schatten statt. Solange uns kein Licht aufgeht, weil wir uns selbst nicht zu erkennen suchen, fühlen wir uns getrennt vom großen Ganzen und spielen das alte Opfer-Täter-Spiel.

Diese duale Welt, die wir uns erschaffen, weil wir Dinge ablehnen oder verneinen, oder auch bejahen und befürworten ist die Welt der Maya – der Illusion. Es ist die Welt, die unser kleines Ich erschafft, ohne sich mit dem großen Ganzen verbunden zu fühlen. Dennoch ist die Verbindung immer da, wenngleich sie überschattet wird von den dunklen Wolken am inneren Himmel, die das urteilende, Trennung erzeugende  Verstandesdenken bewirkt.

 

Das Herz ist der Schlüssel für die Rückbindung zum großen Ganzen

Wollen wir wieder mehr Licht und damit auch Freude, Fülle und auch Frieden in unser Leben bringen, gilt es zuerst unser Herz wieder zu öffnen für die Schönheit dieser Welt, für das Lebendige, die Schöpfung und alle Lebewesen. Wenn das Herz geöffnet ist, denken wir anders und das reine Verstandesdenken wandelt sich in Vernunft. Hierbei fließen Herz und Verstand in unsere Entscheidungen mit ein. Der Bezug zum größeren Ganzen geschieht über das Herz. Das Herz ist der Schlüssel zur Welt und zur Ganzwerdung. Erst von dieser Stufe aus ist der Zugang zu den nächst höherschwingenden Seineebenen möglich, wo wir uns als schöpferisches Wesen erfahren und uns immer mehr in unserer wahren Größe wahrnehmen.

[bctt tweet=”Das Herz ist der Schlüssel zur Welt – zur Verbindung mit dem großen Ganzen”]

 

Je mehr wir uns mit unserem  großen Ich – unserer Seele, verbinden und identifizieren , desto mehr richten wir uns auf.  Wir lichten den Schleier der Illusion, der uns bisher getrennt hat von unserer wahren Wesensnatur. Auf dieser Ebene begegnen erschaffen wir das Wahre, das Gute und das Schöne und wir erkennen und begegnen uns immer mehr in unserer Einzigartigkeit, von Herz zu Herz, von Seele zu Seele  –  eingebettet in den Seinsurgrund, getragen vom Urvertrauen, im Wissen um unsere Zugehörigkeit zum großen Ganzen, zur großen Weltenseele.

 

About Bianka Maria Seidl

Spirituelle Mentorin, Integraler Coach, Autorin Als eine Verehrerin der Schöpfung begleite ich Menschen auf einem spirituellen Weg des inneren Wachstum. Dieser führt in eine größere innere Freiheit, wo sie ihr Leben in mehr Leichtigkeit, Lebensfreude und auch Fülle erfahren. Über die Klärung und Stärkung der Wurzeln und der Heilung des inneren Kindes finden sie in eine starke Zentrierung in der eigenen Mitte. Von hier aus gelangen sie in die Entfaltung ihrer schöpferischen Potenziale im Einklang mit dem Entwicklungsziel ihrer Seele, bis hin zur Verwirklichung eines großen Traums bzw. einer Lebensvision. Meine Blogbeiträge und Podcasts entstehen in der Absicht den Samen der Freiheit zu säen für ein neues Selbstbild und eine erweiterte Sicht der Welt.