Die Sippe als weitere Quelle der Kraft und Weisheit

 

„Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt, der froh von ihren Taten, ihrer Größe den Hörer unterhält und, sich freuend, ans Ende dieser schönen Reihe sich geschlossen sieht.“  (Johann Wolfgang von Goethe, Iphigenie)

 

Im ersten Teil dieser Artikelserie ging es mir darum aufzuzeigen, dass wir über unsere Herkunft eine starke Anbindung an das Lebendige erfahren. Insbesondere sind es Vater und Mutter, die den Kraftfluss unserer Seele nähren. Ihre Kraftlinien verbinden sich in uns, leben in uns und werden auch durch uns weitergegeben an unsere Kinder. Sollten Sie den ersten Teil „Das Lebendige zwischen den Polen Männlich und Weiblich – Vater und Mutter“ verpasst haben, können Sie ihn hier nachlesen.

Im zweiten Teil möchte ich nun aufzeigen, dass auch die größere Familie unserer Herkunft, unsere Sippe, zum einen eine Quelle der Kraft und Weisheit ist und zum anderen jedoch auch Last und Bürde mit sich bringt, die oftmals von Generation zu Generation weitergegeben werden. Da sich die Menschen im Westen gerade auf dem Weg der Individuation befinden, bedeutet dies, dass wir uns von den Ahnenverstrickungen lösen müssen, um in unser Potenzial zu gelangen und unseren ganz individuellen Weg gehen zu können.

 

Viele Menschen in der modernen Zeit sind von ihren Wurzeln abgeschnitten. Manche haben ein Leben lang das Gefühl, nicht richtig in ihre Kraft zu kommen und ihr Leben zu leben. Sie fühlen sich wie ein Baum, den der nächste Sturm umweht. Wenn Teile der Wurzeln fehlen fühlt der Mensch eine innere Leere. Dabei ist eine liebevolle Verbindung zur Herkunft, zu den Eltern und Ahnen eine wesentliche Quelle für Kraft und Weisheit im Alltag. Damit gewinnt der Mensch an innerer Sicherheit, an Schaffenskraft und auch an Mut den Herausforderungen in seinem Leben zu begegnen. Ganz aktuell zeigt sich ein Trend auf breiter Masse – die Individualisierung. Auf diesem Weg kommen wir nicht daran vorbei uns mit unseren Wurzeln und unserer Herkunft zu beschäftigen und uns von dem zu lösen, das uns hindert unsere Individualität und unser Potenzial zu leben.

Wenn wir uns in der Natur umsehen und einen Baum betrachten, so erkennen wir, wie wichtig die Verbindung zu den Wurzeln ist. Der Baum bezieht darüber seine Nahrung und die Wurzeln geben ihm Halt, so dass er sich in seiner ganzen Pracht und Größe entfalten kann. Fehlt es ihm hingegen an starkem Wurzelwerk bleibt sein Wachstum begrenzt. Ebenso verhält es sich beim Menschen.

Unsere Familie und unsere Sippe sind, ob uns das passt oder nicht, eine Quelle der Kraft. Unsere Geschwister, unsere Eltern und Großeltern und unsere Ahnen sind jene Kraftlinien, die sich in uns verbinden, die in uns leben und die durch uns auch weiter gegeben werden.

 

Traumatische Erfahrungen werden über Generationen weiter gegeben

Die DNA als Träger der Erbinformation liefert mit den Genen den Bauplan für alle Zellen des Körpers. In der Epigenetik, ein neues Forschungsgebiet der Biologie, wird untersucht, wie die Aktivität eines Gens gesteuert und seine Funktion eingestellt werden kann und welche Auswirkungen das auf unser Leben hat. Bisherige Erkenntnisse zeigen: Wie wir leben und was wir erleben, wirkt sich auf unsere Gene aus – und sogar auf die unserer Kinder und Enkel.

Dabei sind Ernährung und Umwelt oft entscheidende Faktoren. Aber auch Stress kann epigenetische Spuren hinterlassen. So zeigte eine Studie von Forschern der Universität Konstanz, dass die Babys von Frauen, die in der Schwangerschaft misshandelt wurden, noch in ihren Teenagerjahren epigenetische Veränderungen zeigten. Durchlittene Entbehrungen, Misshandlungen, aber auch Zeiten des Überflusses prägen nicht nur einen Menschen. Solche Erfahrungen können auch über Generationen weitergegeben werden.

Die freie Journalistin Sabine Bode, beschreibt dies sehr gut in ihrem lesenswertem Buch „Kriegsenkel: Die Erben der vergessenen Generation“. Sie schreibt: „Als Friedenskinder sind sie in den Zeiten des Wohlstands aufgewachsen. Es hat ihnen an nichts gefehlt, oder doch? Die Generation der zwischen 1960 und 1975 Geborenen hat mehr Fragen als Antworten: Wieso haben so viele das Gefühl, nicht genau zu wissen, wer man ist, und wohin man will? Wo liegen die Ursachen für diese diffuse Angst vor der Zukunft?“

Die tiefen Gefühle der Entwurzelung enden nicht mit der nachfolgenden Generation. Vielmehr dauert es teilweise bis zu vier Generationen, bis sie sich auflösen. Bis dahin trägt einer aus der aktuellen Familie dieses Gefühl, gespeichert auf der Zellebene, in sich.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind in uns durch eine innere Kraftquelle miteinander verwoben. Wir sind mit unserer Ahnenreihe, unsere Sippe nicht nur genetisch, sondern auch energetisch verbunden, ob uns das passt oder nicht. So wie ein Baum seine Wurzeln hat um damit Halt zu finden in der Erde, so erben wir von unseren Vorfahren sowohl deren Schmerz, als auch ihre Kräfte und Potenziale in Form der Ahnengaben. 

 

Fehlende Verbindung zwischen den Generationen

Unsere sozialen Gefüge haben sich in den letzten zwei Jahrhunderten drastisch verändert. Sippe und Großfamilien schrumpften auf die Kleinfamilien zusammen. Jetzt fehlt die enge Verbindung zwischen den Generationen.

Die moderne westliche Gesellschaft hat diesbezüglich keinerlei Kultur mehr. Obwohl in den ländlichen Regionen der sonntägliche Besuch am Friedhof noch Brauch ist, hört die Verbindung zu den Ahnen doch spätestens bei den Großeltern auf. Auch der Herrgottswinkel ist aus den Häusern verschwunden. Dort standen nach dem Ableben immer noch die Fotos oder sonstige Andenken an die Verstorbenen und somit wurde eine gewisse Verbindung mit ihnen aufrechterhalten.

In vielen Familie gibt es keinerlei familiären Zusammenhalt mehr, da ist es mehr als verständlich, dass die Ahnen auch nicht mehr bewusst relevant sind. Vielmehr werden sie oft einfach ignoriert, weil die eigenen, schwierigen Erfahrungen im Elternhaus nicht gerade dazu animieren, sich mit den eigenen Ahnen näher zu beschäftigen. Die Situation ist alarmierend und erschreckend zugleich. Die Verdrängung der eigenen Ahnenreihe und Geschichte ist allerdings kein besonders brauchbarer und gangbarer Weg. Denn wenn wir nicht wissen, wo wir herkommen, werden wir auch nicht wissen, wo wir hingehen.

 

[bctt tweet=”Wer seine Herkunft nicht ehrt verliert seine Zukunft” username=”Biankamaria”]

 

Gründe dafür, dass Menschen sich von ihren Wurzeln abgeschnitten fühlen

Zum einen, wie  schon erwähnt, haben sich die sozialen Gefüge sehr stark verändert. Der fehlende Halt in der Familie bringt junge Leute dazu, sich in Gruppen zusammenzuschließen. Hier verbinden die gemeinsamen Ideale und schaffen so oftmals eine neue geistige Heimat, die Halt gibt, wenn die Gesinnung der Gruppe lebensförderlich ist. Nicht immer gelingt dies.

Zum anderen entsteht ein tiefes Gefühl von Entwurzelung zum Beispiel bei den sogenannten Findel- oder Klappenbabies. Hierbei handelt es sich um inzwischen längst Erwachsene, die von ihrer Mutter verlassen, bzw. in einer Babyklappe abgegeben und somit von anderen Menschen adoptiert wurden. Diese Menschen können später selten eine eigene, stabile Identität entwickeln. Auch eine territoriale Vertreibung oder Flucht, die zum Beispiel aus dem ersten oder zweiten Weltkrieg resultieren, können eine Entwurzelung beim Menschen bewirken. Wichtig zu wissen ist, dass diese tiefen Empfindungen nicht mit der nachfolgenden Generation enden. Vielmehr dauert es teilweise bis zu vier Generationen, bis sich diese Gefühle wieder auflösen. Bis dahin trägt einer aus der aktuellen Familie dieses Gefühl der Entwurzelung in sich, gespeichert auf der Zellebene.

 

Weitere Ursachen für das Fehlen gesunder Wurzeln

  • der frühe Verlust eines oder beider Elternteile, vor allem in sehr jungen Jahren (Prägephasen)
  • der Verlust von Geschwistern bei Abgang, Abtreibung oder Todgeburt
  • wenn das Kind unerwünscht war
  • wenn das Kind abgetrieben werden sollte
  • wenn das Kind ein Kuckuckskind war – wissentlich oder unwissentlich nicht das leibliche Kind des vermeintlichen Vaters
  • Tod der Mutter im Kindbett bis in die 7. Ahnenreihe zurück
  • Vertreibung, Flucht, Auswanderung direkter Vorfahren bis in die 7. Ahnenreihe
  • Verlust von Generationenerbe (Bauernhof, Fabrik, Weingut…)
  • ein Kind oder direkte Ahnen sind aus einer Vergewaltigung hervorgegangen

 

Typische Verhaltensweisen und Gefühle entwurzelter Menschen

Menschen, die eine schwache bis keine Verwurzelung verspüren, fühlen sich nie oder selten zugehörig, gleich zu welchen Gruppen. Selbst in einer Partnerschaft fühlen sie sich mehr oder weniger alleine und leer. Sie erleben ihre Kinder als Fremde, obwohl sie sie lieben.

Sie haben das Gefühl, ihr Leben von außen zu betrachten. So als würden sie neben ihrer Lebenspur laufen. Sie fühlen sich nirgends richtig zu Hause und haben womöglich schon viele Umzüge hinter sich. Menschen ohne Wurzeln drehen sich wie ein Fähnchen im Wind, lassen sich sehr schnell von außen beeinflussen und zweifeln oft an sich selbst. Sie begeben sich gerne in Abhängigkeit, brauchen sie doch jemanden der ihnen sagt, wo es lang geht. Im Extremfall haben sie eine gewisse Tendenz sich zu unterwerfen.

Wenn Menschen sich entwurzelt fühlen, fehlt ihnen die Kraft für eine klare Aus- und Aufrichtung im Leben. Bevor ein Mensch seine Träume verwirklichen kann, muss er sich wieder mit seinen Wurzeln verbinden. Es geht um die Wiederanbindung an den Kraftstrom der Generationen, damit er daraus Kraft und Weisheit für sein Leben beziehen kann.

 

[bctt tweet=”Wer sich von seinen Wurzeln getrennt hat, treibt wie ein Segelschiff ohne Segeln” username=”Biankamaria”]

 

Klärung und Wiederanbindung an die Kraft unserer Herkunft

Ganz anders ist es da in Asien, wo die Ahnenverehrung der letzten sieben Generationen ein fester Bestandteil der Kultur ist. In China zum Beispiel wird der Tod als Schlaf angesehen, aus dem der Verstorbene wieder erwachen kann. Aus diesem Grund besitzt jedes gläubige Haus in China einen Hausaltar, den Ahnenaltar, der mit den Namen der verstorbenen Verwandten versehen ist und mithilfe dessen den Seelen der Toten auch Opfergaben angeboten werden. Auch nach der Bestattung ist es die Aufgabe der Hinterbliebenen, die Ehre der Ahnen aufrechtzuerhalten. Mit Opfergaben und Gebeten wird die Nähe zu den Ahnen bewahrt. Immer noch als Teil der Familie angesehen, sollen die Ahnen einen günstigen Einfluss auf bevorstehende Ereignisse ausüben, weshalb bei wichtigen Entscheidungen auch der Ahnenaltar hinzugezogen wird.

Auch in allen traditionellen schamanischen Kulturen sind die Ahnen wesentliche und nicht selten die wichtigsten Verbündeten des Schamanen. Hier finden wir eine sehr effektive Möglichkeit der Wiederanbindung an die Ahnen. Der Hilfesuchende kommt auf einer tiefen, dem Alltagsbewusstsein verborgenen, energetischen Ebene wieder in Kontakt mit seinen energetischen Wurzeln, zurück bis zur siebten Generation. Eine solche Aufstellung wirkt oft wochen- bis monatelang nach und meist ist dann ein Gefühl von größerer Ruhe und mehr Lebenskraft spürbar.

 

[bctt tweet=”Wenn wir nicht wissen wo wir herkommen, werden wir auch nicht wissen wohin wir gehen” username=”Biankamaria”]

Eine Klientin, die an einem Aufstellungsritual teilgenommen hat, schreibt später darüber wie folgt: „Seit der Aufstellung kann ich sagen, dass ich mich mit der Kraft und Lebensfreude meiner nicht gekannten Großmutter immer wieder verbinden kann und hieraus enorme Kraft und ein inneres Lächeln spüren kann. Das tut soooo gut! Mit meinen Eltern fühle ich mich von Tag zu Tag noch mehr im Frieden und spüre die Liebe, die endlich frei geworden ist und hier fließen kann. All das was in diesem Kontakt zu meinen Eltern immer so schwer für mich, war hat sich einfach aufgelöst, wie wenn es niemals existiert hätte. Ein Geschenk, dass meine Eltern noch am Leben sind und ich dieses noch mit ihnen zusammen erleben kann.“

Für Menschen, die ihre Wurzeln geklärt haben, öffnen sich oftmals neue Türen im Berufsleben, auch geschehen Heilungen, wenn die Krankheit von einem Sippenmitglied übernommen war. Und bei einem Großteil harmonisierten sich die Familienverhältnisse. Letztendlich tritt ein Frieden ein, der einher geht mit mehr Ruhe und mehr Kraft für den Alltag. Weitere Erfahrungen aus den Workshops und auch den Einzelaufstellungen lesen Sie hier.

 

Individuation – ein evolutionärer Impuls auf breiter Ebene

In der jetzigen Zeit des Bewusstseinswandels, in der ein evolutionärer Impuls die Individuation des Menschen auf breiter Ebene anstößt, ist es von großer Wichtigkeit die eigenen Wurzeln zu klären und sich von der Last und dem Leid aus der Ahnenreihe zu befreien, damit das eigene individuelle Potenzial entfaltet und gelebt werden kann.

Dabei spielt es keine Rolle, wie alt ein Mensch ist. Vielmehr gilt es die überholten Klischees zu überwinden, die einher gehen mit den Wörtern wie „man sollte“, „man müsste“, „man kann doch nicht“ etc.. Stattdessen ist  das individuelle Potenzial zu entfalten, wenn es an die Oberfläche des Bewusstseins drängt, weil vom Kraftfluss der Seele jetzt begünstigt.

Mögen die anderen denken, was sie wollen. Unsere Verantwortung liegt einzig und allein darin uns selbst treu zu sein, unser Potenzial und uns selbst zu verwirklichen, ohne die Grenzen der anderen zu beschneiden.

Meine eigens gemachten intensiven Erfahrungen auf diesem Gebiet sind ein wichtiger Grund, dafür, dass es mir ein großes Bedürfnis ist andere Menschen dabei zu unterstützen ganz in ihre Kraft zu gelangen. Als erfahrene Seelenmentorin lade ich Menschen in meinem Aufstellungsritual Der Ahnenfrieden dazu ein, sich von der Last ihrer Sippe zu befreien und stattdessen ihre Ahnen als große Quelle der Kraft und der Weisheit zu entdecken – auf ihrem Weg der Individuation hinein die Entfaltung ihres geistig-seelischen Potenzials.

 

About Bianka Maria Seidl

Spirituelle Mentorin, Integraler Coach, Autorin Als eine Verehrerin der Schöpfung begleite ich Menschen auf einem spirituellen Weg des inneren Wachstum. Dieser führt in eine größere innere Freiheit, wo sie ihr Leben in mehr Leichtigkeit, Lebensfreude und auch Fülle erfahren. Über die Klärung und Stärkung der Wurzeln und der Heilung des inneren Kindes finden sie in eine starke Zentrierung in der eigenen Mitte. Von hier aus gelangen sie in die Entfaltung ihrer schöpferischen Potenziale im Einklang mit dem Entwicklungsziel ihrer Seele, bis hin zur Verwirklichung eines großen Traums bzw. einer Lebensvision. Meine Blogbeiträge und Podcasts entstehen in der Absicht den Samen der Freiheit zu säen für ein neues Selbstbild und eine erweiterte Sicht der Welt.

Wie das Befrieden innerer Konflikte äußere Konflikte löst

Konflikte entstehen seit Anbeginn der Menschheit und immer treffen dabei unterschiedliche Interessen, Zielsetzungen und Wertvorstellungen von Personen, Organisationen oder auch Staaten aufeinander, die augenscheinlich nicht zu vereinen sind. Bei diesem Interessengegensatz  geht es um Sachen, um Gefühle, oder um Macht.  Die Beteiligten sind nicht immer auch die Betroffenen. Beispielsweise ist in einem Konflikt zwischen zwei Regierungen das Volk betroffen. Bei einem Konflikt zwischen den Eltern sind es die Kinder.

 

Innere Konflikte gehen den äußeren Konflikten voraus

Wenn in einem Menschen starke Ambivalenzen, Selbstkritik, Gewissensbisse oder auch Schuldgefühle vorherrschen entstehen innere Konflikte. Bei einem innerseelischen Konflikt stellt der Mensch an sich Anforderungen, unter deren Erfüllung er auf Dauer leidet.

Dabei stehen oft drei Anteile in Konflikt miteinander

  • der Antreiber, Kritiker oder Richter
  • das angepasste Kind
  • ein Teil, der sich entwickeln möchte, der Freiheit und Lebensfreude sucht

Werden diese Anteile in sich selbst nicht erkannt und angenommen und stattdessen ins Unbewusste verdrängt suchen sie sich ihren Weg über Projektionen nach außen. In dem Fall kommen dem Betreffenden die oben genannten Anteile als Personen im Außen entgegen und es entsteht das Opfer-Täter-Spiel.

Wenn ein Tropfen das Fass zum Überlaufen bringt, liegt häufig ein schleichender Prozess vor, der in einen Konflikt mündet. Es beginnt mit kleineren Unstimmigkeiten über die anfangs keiner spricht, die im Laufe der Zeit immer mehr an Gewicht gewinnen. Bis schließlich die kleinste Kleinigkeit zum Monster und als persönlicher Affront empfunden wird. Ein schwellender Konflikt ist eine Zeitbombe, die irgendwann einmal hochgeht. Bis dahin ist die Kommunikation gestört, man/frau unterstützt sich nicht mehr. Stattdessen findet ein Ausgrenzen und oftmals auch ein Behindern statt. Es wird sich verweigert und das Gegenüber auf Aufmerksamkeits- und somit Liebesentzug gesetzt. Im schlimmsten Fall geschieht Verachtung. All das soll einer Strafe gleichkommen. Schließlich will das Opfer Recht haben und damit hat das Gegenüber unrecht.

 

2 Wege der Kommunikation um Konflikte zu befrieden

Um einen Konflikt zu verhindern oder auch zu befrieden ist Kommunikation das Wichtigste. Dabei gibt es die Möglichkeit der Kommunikation im Außen und der Kommunikation im eigenen Inneren.

Bei der Kommunikation im Außen ist das frühzeitige Ansprechen von Unstimmigkeiten daher eine gute Möglichkeit, um einen Konflikt erst gar nicht entstehen zu lassen. Folgende Fragen können helfen, der Ursache auf den Grund zu gehen, das Konfliktpotenzial zu entschärfen und die Angelegenheit zu befrieden.

  • Worum geht es im Grunde eigentlich?
  • Wer will recht haben?
  • Falls ich es bin, warum will ich unbedingt recht haben?
  • Wie fühle ich mich, wenn ich nicht recht habe?
  • Welche Gefühle herrschen vor?
    Wut
    Neid
    Angst
    Ohnmacht
    Minderwert
    Geiz

Bei der Kommunikation im Inneren frage ich mich selbst

  • Warum rege ich mich über diese Sache so auf?
  • Was klingt da in mir an?
  • Welche Gefühle herrschen vor?
    Wut
    Neid
    Angst
    Ohnmacht
    Minderwert
    Geiz
  • Welchen vielleicht unbewusst Anteil meiner selbst spiegelt mir mein Gegenüber?
  • Warum bekämpfe ich diesen Anteil?

 

Eine althergebrachte hawaiianisch-schamanische Heilungsmethode, das Hooponopono, ist ein komplexer Kommunikationprozess zur Auflösung von Konflikten und Fehlverhalten in Familien und auch Gruppen.

Ho’oponopono bedeutet, “etwas richtig zu stellen”, “etwas in Ordnung zu bringen”, “Fehler wieder gutmachen”.

Die Philosophie von Ho’oponopono sieht die Welt als verbundene Ganzheit. Infolge dieser Verbundenheit geschieht nichts in der Welt, das nicht auch in Resonanz zum Selbst des Betrachters steht. Probleme im Außen lassen sich ändern, wenn man seine innere Resonanz dazu auflöst.

 

Der hawaiianische Therapeut Dr. phil. Ihaleakala Hew Len, der geisteskranke Menschen heilt, ohne sie je persönlich empfangen zu haben, ist für mich der Inbegriff eines Friedenstifters. In seinem Büro studierte er die Akten der Insassen der psychiatrischen Klink, deren Leitung er innehatte. Dabei arbeitete er an sich selbst, mit dem Effekt, dass die Patienten zu gesunden begannen.
Auf die Frage „Wie er an sich gearbeitet hat, dass solch’ eine Veränderung in diesen Menschen ausgelöst wurde“, antwortete er, dass er einfach den Teil in sich geheilt hat, der sie geschaffen hat.

Nach Dr. Len bedeutet vollständige Verantwortung für alles Verantwortung zu übernehmen, was im Leben eines Menschen auftaucht. Die Welt, so wie wir sie wahrnehmen, ist im wahrsten Sinne des Wortes unsere Schöpfung.

 

Wir sind verantwortlich für alles, was sich in unserem Leben zeigt

Genau genommen heißt das, dass wir verantwortlich sind, für das, was wir fühlen, denken, sprechen und tun und darüber hinaus auch für das, was andere in meinem Leben sagen und tun – weil sie eben in meinem Leben sind. Natürlich ist es viel einfacher einem anderen die Schuld zuzuweisen, als voll und ganz die Verantwortung zu übernehmen für das, was gerade ist.

Im Grunde existiert im Außen nichts, außer als Projektionen aus dem eigenen Inneren. Probleme sind nicht im Außen, sie sind Themen, die uns bewegen und uns herausfordern aus unserer Komfortzone. Um diese Herausforderungen zu meistern, kommen wir nicht umhin uns selbst zu meistern und unsere unbewussten Projektionen im Außen zurück zunehmen und sie in unserem Inneren zu heilen.

 

Will ich recht haben oder glücklich sein?

Zum Schluss möchte ich auch noch auf eine höchst einfache Methode hinweien, um einen Konflikt zu entschärfen. Ich stelle mir die Frage „Will ich recht haben oder glücklich sein? Bei dieser Frage ist es wichtig, dass ich mir bewusst mache, wie wichtig das Streitthema mir wirklich ist. Geht es um etwas Grundlegendes oder eher um eine Bagatelle? Bei einer Bagatelle wäre mir mein Glücklichsein wichtiger als mein Rechthabenwollen.

Es geht in dem Moment darum eine gesunde Form von Gelassenheit zu entwickeln und manche Dinge gar nicht erst so wichtig zu nehmen.

 

Ein kleiner Beitrag mit großer Wirkung

Jeder Konflikt im Außen hat seine Ursache in unserem Inneren. Diese Konflikte wirbeln viel Staub auf, so dass der innerer Himmel grau verhangen ist. Die Folge davon ist Unklarheit, Desorientierung und größere Unbewusstheit. Bei Streitereien sind wir oftmals außer uns, sie kosten uns viel Anstrengung, Lebenskraft, Lebenszeit und Geld.
Daher ist es in Konfliktsituationen ratsam sich erstmal Raum und Zeit zu nehmen und tief durch zu atmen. Dann gilt es den Fokus nach innen zu wenden und hier die Ursachen zu erforschen, sodass das Verdrängte erhört, erkannt und erlöst werden kann. Auf diese Weise wird der äußere Konflikt im eigenen Inneren befriedet und die Projektion zurück genommen. Wenn wir diesen Frieden in uns selbst schaffen verändert dies unsere Umgebung und auch die Welt. Es ist ein kleiner Beitrag mit ganz großer Wirkung – der Weg vom Streithahn zum Friedensstifter.

 

Diesen Beitrag schreibe ich im Rahmen der Blogparade von Christina Wenz – Mediation. Gerne habe ich diese Offerte angenommen und bedanke mich hiermit auch nochmals herzlich für diese Möglichkeit.

Wenn Ihnen dieser Beitrag gefallen hat, oder Sie Fragen und Anliegen haben, freue ich mich über Ihren Kommentar im Kommentarfeld. Vielen Dank.

 

 

About Bianka Maria Seidl

Spirituelle Mentorin, Integraler Coach, Autorin Als eine Verehrerin der Schöpfung begleite ich Menschen auf einem spirituellen Weg des inneren Wachstum. Dieser führt in eine größere innere Freiheit, wo sie ihr Leben in mehr Leichtigkeit, Lebensfreude und auch Fülle erfahren. Über die Klärung und Stärkung der Wurzeln und der Heilung des inneren Kindes finden sie in eine starke Zentrierung in der eigenen Mitte. Von hier aus gelangen sie in die Entfaltung ihrer schöpferischen Potenziale im Einklang mit dem Entwicklungsziel ihrer Seele, bis hin zur Verwirklichung eines großen Traums bzw. einer Lebensvision. Meine Blogbeiträge und Podcasts entstehen in der Absicht den Samen der Freiheit zu säen für ein neues Selbstbild und eine erweiterte Sicht der Welt.

Das Lebendige zwischen den Polen – männlich und weiblich

 

Bereits in der vergangenen Artikelserie „Die Renaissance der weiblichen Kraft“ habe ich die Störung im Energiekreislauf zwischen Mann und Frau beschrieben und auch Lösungswege aufgezeigt, um den weiblichen Pol wieder zu stärken und seine Qualitäten in Form von Werten vermehrt in unser individuelles und auch gesellschaftliches Leben zu integrieren und zu leben. Hierbei habe ich sowohl die augenscheinlichen als auch die energetischen Vorgänge angesprochen.

Mit dieser neuen Artikelserie nehme ich Sie mit auf eine viel tiefer gelegene Ebene, die sich den meisten Menschen im normalen Tagesbewusstsein entzieht. Begleiten Sie mich in einer offenen Haltung und lassen Sie sich berühren. Sicherlich nicht von allem. Nehmen Sie das mit, was bei Ihnen anklingt. Den Rest lassen Sie einfach liegen, so wie in einem Ladengeschäft. Sie haben immer die freie Wahl.

 

Im heutigen ersten Teil dieser Artikelserie möchte ich Ihnen nahebringen, inwieweit das Lebendige in uns beeinflusst wird durch Faktoren, die zwar äußerst simpel klingen, dennoch nicht so leicht zum Erfassen sind, da wir uns dazu in die innere Welt, die Welt unserer Seele, begeben müssen. Zugegeben wir haben viele Messgeräte, um die äußere, die materielle Welt zu erfassen, doch wir haben kein einziges Instrument für die innere Welt, die Welt der Seele. Um die Lebenskraft, die Lebensenergie, die uns täglich durchströmt und auch nährt, (stark oder schwach) hat sich die Wissenschaft bisher kaum bemüht.

Das Wissen und die Weisheit um die Existenz und Wirkweise einer Lebensenergie, die die ganze Schöpfung durchpulst und bewegt, war jedoch in früheren Kulturen über den ganzen Erdball verbreitet. Die Menschen haben damals im Einklang mit der Kraft und ihrer Funktion gelebt.

Dieses Wissen ist nicht einfach verloren gegangen, vielmehr wurde es durch einige Jahrtausende hindurch ausgerottet, bis es fast völlig in Vergessenheit geraten war. Die über Jahrhunderte andauernden Hexenverbrennungen in Europa sind nur ein historisches Beispiel für diesen Vernichtungsfeldzug. Doch jetzt in Zeiten der Vernetzung der Welt gelangt immer mehr Wissen aus anderen Kulturkreisen, wo es weiterhin gehütet wurde, zu uns.

Wie einige Leser vielleicht wissen, bin ich seit mehr als zwanzig Jahren mit der Lebensenergie beschäftigt. Ich experimentiere und forsche damit im Auftrag meiner eigenen Befreiung von all den Konditionierungen, die meine Lebenskraft gebremst, gehemmt, ja sogar blockiert haben. Das Wissen darum fand ich in Asien im Taoismus, in den Lehren der Akupunktur der chinesischen Medizin und im Feng Shui. In den vergangenen zwanzig Jahren habe ich auf diesem Gebiet viele Ausbildungen gemacht und das Wissen für meine Kunden nutzbringend in ihrer äußeren Welt für ihr inneres Wohlbefinden eingesetzt. Dabei habe wurden deren Räume so gestaltet, dass mehr Vitalität und ein größeres Wohlbefinden entstanden ist.

Aufgrund meiner eigenen Entwicklung habe ich mich im Laufe der Jahre immer mehr der inneren Welt, der Welt der Seele, zugewandt. Dabei fand ich heraus, dass ich hierfür eine große Gabe mitbringe, die ich früher nur unbewusst genutzt hatte – die Fähigkeit tief ins Unterbewusstsein zu reisen und dort die Ursache für ganz viele Probleme in der Außenwelt aufdecken und auch lösen zu können.  Das hat im Laufe der Jahre dazu geführt, dass ich mich immer mehr befreien konnte von den Fesseln der karmischen und auch der familiären Verstrickungen innerhalb meiner Sippe. Heute lebe ich mich selbst und es steht soviel mehr Energie zur Verfügung steht.

Diesen Beitrag schreibe ich aus dem Reichtum meiner eigenen Erfahrungen heraus und möchte Sie, werte Leserin, werter Leser, daran teilhaben lassen.

 

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind durch eine innere Kraftquelle miteinander verwoben

Unsere Familie und unsere Sippe sind, ob uns das passt oder nicht, eine Quelle der Kraft. Unsere Geschwister, unsere Eltern und Großeltern und unsere Ahnen sind jene Kraftlinien, die sich in uns verbinden, die in uns leben und die durch uns auch weiter gegeben werden. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind auf diese Weise durch eine innere Kraftquelle miteinander verwoben. Fließt diese Quelle, fallen viele Probleme, mitunter auch Krankheiten, einfach von uns ab.

Doch bei vielen Menschen ist diese Quelle nicht mehr frei zugänglich. Statt sich auf die eigene Quelle der Kraft in ihrem Inneren zu besinnen und die Schwellen, die den Kraftfluss behindern zu beseitigen, suchen viele im Außen danach. Dies hat vielfältige Erscheinungsformen. Die einen reisen auf andere Kontinente, um dort Kraftplätze aufzusuchen, wieder andere  überqueren, so wie ich auch, den Atlantik, unbewusst auf der Suche nach den eigenen Wurzeln. Andere wandern von Partnerschaft zu Partnerschaft ohne sich bewusst zu sein, dass sie in jedem Partner die Verbindung zu ihrer Kraftquelle suchen und folglich immer wieder enttäuscht werden. Wieder andere betreiben intensiv Ahnenforschung und versuchen auf der intellektuellen Ebene die Annäherung.

 

Den Kraftfluss der Seele speisen

Unseren Körper nähren wir mittels Nahrung, Bewegung und Schlaf sowie dem Wechsel zwischen Aktion und Ruhe. Auf der geistig-seelischen Ebene braucht es andere Energieeinheiten, um wieder aufzutanken. Nehmen wir hierfür das Bild einer Batterie. Sie wird aufgeladen, indem sie an zwei Pole, einen Plus- und einen Minus-Pol, angeschlossen wird. Dazwischen existiert ein hohes Spannungsgefälle. Aus diesem Gefälle heraus erwächst die Kraft. Gemäß dem Gesetz der Entsprechung – wie im Kleinen, so auch im Großen – ist es auch bei unserer Seele so, nur dass hier der Pluspol männlich und der Minus-Pol weiblich ist. Schließlich hat auch unser Körper eine Polarität – rechte und linke Körperhälfte.

Bei der Batterie fließen im Ladevorgang elektrisch geladene Teilchen (Ionen) von der einen zur anderen Seite. Ebenso verhält es sich im menschlichen Körper und auch auf der Ebene der Seele. Als der Psychoanalytiker Sigmund Freud sich diesem seelischen Energiefluss näherte, nannte er ihn „Libido“. Nehmen wir also mal an die Libido ist dieser seelische Energiefluss, dann gibt es darin kleine Teilchen, wie die Ionen, die hier fließen. Nennen wir sie der Einfachheit halber „Seelionen – ein Arbeitstitel.

Jetzt stellen wir uns folgende Fragen:

  • Gibt es bei den Seelen unterschiedliche Energiegefälle und -potenziale?
  • Kann die Energie der Seele sich erschöpfen, wie auch beim Körper?
  • Wenn ja, wie geschieht das ? Welche Ereignisse führen dazu?
  • Gibt es Lademöglichkeiten, die sie wieder auffüllen?

 

Die Kraft, die auf der Packung steht, leben

Ab der Geburt hat jeder Mensch ein gewisses Grundreservoir an Energie zur Verfügung. Dies ist das Energieniveau seiner Seele, welches nicht erhöht werden kann. Aber der Mensch kann sehr wohl unter seinem Energieniveau leben. Vergleichen wir dies wieder mit einer Batterie. Eine 3-Volt-Batterie wird keine 6 Volt liefern, vielmehr sind die 3 Volt die 100% der Energie. Jedoch ist es möglich mit einer 3 Volt-Batterie lediglich eine 1,5 Volt Spannung zu erzeugen. Ebenso verhält es sich beim Menschen. Die meisten von uns leben nicht die Kraft, die auf ihrer Packung steht. Ihr Ladezustand ist meist wesentlich niedriger. Kehren wir zu den “Seelionen“ zurück dann haben ein Großteil davon ihr Ziel verfehlt und die Seele konnte nicht richtig geladen werden. Damit läuft sie auf Reserve im Zustand der Erschöpfung.

Jetzt tauchen natürlich weitere Fragen auf:
• Wer oder was ist das Ladegerät für unsere Seele?
• Woher kommt der Fluss der „Seelionen“?

Nun, es sind Vater und Mutter – die Repräsentanten des Männlichen und Weiblichen – die als  Energiewesen mit dieser Ladung das Fundament für die Lebenskraft eines jeden Menschen schaffen und das auch über ihren Tod hinaus.

 

[bctt tweet=”Vater und Mutter speisen als Plus- und Minus-Pol den Kraftfluss der Seele” username=”Biankamaria”]

 

Eltern sind als Energiegeber in der Lage die Lebensbatterie ihrer Kinder mit genügend Lebenskraft zu versehen, jedoch liegt es auch am Energienehmer, ob er bereit ist die Verbindung zur Ladestation aufrecht zuhalten und ob er die Energie, die er bekommt auch willkommen heißt.

Als ich vor einigen Jahren in Indien bei einem Schweigeretreat war, habe ich Interessantes in puncto  seelische Ladestation „Eltern“ erfahren. In den Vedischen Schriften steht, dass wenn die Mutterbeziehung eines Menschen gestört ist, er oftmals Krankheiten und viele andere Widrigkeiten in seinem Leben vorfindet. Ist hingegen die Vaterbeziehung gestört, bedeutet dies oft, dass der Erfolg im Leben ausbleibt. Die schöpferische, männliche Energiezufuhr ist blockiert. Es herrschen Selbstzweifel und Missmut und es fehlt an Vitalkraft. Diese Störung in der Beziehung kann auf vielfältige Art und Weise entstanden sein. Fest steht jedoch, dass der Austausch gestört ist – das kann zum einen das Geben oder auch das Nehmen betreffen.

 

[bctt tweet=”Wenn die Vaterbeziehung gestört ist bleibt der Erfolg im Leben aus” username=”Biankamaria”]

 

Doch wir müssen noch weiter ausholen, denn auch Vater und Mutter waren einmal Energienehmer und auch die Großeltern und hier ergeben sich bereits Verwicklungen und Schwachstellen im Kraftfluss der Seele. Es kann also sein, dass eine heutige Störung ihre Ursache bereits durch die Generationen hindurch innerhalb der Sippe vorgezeichnet ist. Hier finden wir das Phänomen des „Generationen-Symptoms“.

 

Der Generationenstrom

 

Die seelischen Energien werden ununterbrochen durch die Generationen hindurch weitergegeben und damit auch die Verwicklungen und Verknotungen, die auftreten, wenn entweder das Geben oder auch das Nehmen nicht auf natürliche Weise geschieht und stattdessen Widerstände den natürlichen Energiefluss verzerren, hemmen und ihn sogar blockieren.

Diese Energieprobleme zeigen sich in Form eines lebensverneinenden Geistes, als dunkle Flecken in Energiefeld des Menschen. Und immer dort, wo sich ein Nein in der Seele befindet ist das ein Widerstand gegen etwas und jemanden, der den Energiefluss bremst und dabei einen Großteil der Lebenskraft aufzerrt. Diese negativen, geistigen Elementale innerhalb einer Sippe suchen sich bei nachfolgenden Generationen einen Träger, eine Trägerin, die von solch einem Ausgangsproblem nicht die leiseste Ahnung hat, geschweige denn, dass sie davon weiß. Denn die Ursache liegt einige Stockwerke tiefer. Zum Glück geht nie etwas verloren und im Unterbewusstsein ist alles gespeichert. Hier kann der Zugang zur Ursache gefunden und auch gelöst werden.

 

[bctt tweet=”Eine gestörte Mutterbeziehung bedingt oftmals Krankheit und Widrigkeiten im Leben” username=”Biankamaria”]

 

Anselm Grün, der deutsche Benediktinerpater und Schriftsteller sagt zum Beispiel: „Seinen Platz im Leben zu finden, sich geborgen zu fühlen und seiner Selbst bewusst sein. Wer seine Wurzeln kennt, der weiß, was sein Lebensbaum braucht, um in seine ganz eigene Gestalt hinein zu wachsen. Wer jedoch ziel- und planlos umherirrt, kann in sich auch nichts entwickeln. Er wird überall etwas anfangen, jedoch nichts zu Ende bringen. Er wird überall nippen, aber nicht wirklich trinken“.

Doch das tut der Psyche nicht gut und früher oder später meldet sich von tief innen ein Gefühl der Unzufriedenheit und des Unerfülltseins. Menschen, die von ihren Wurzeln abgeschnitten sind, fehlt etwas im Leben und sie finden nicht in die Kraft, die erforderlich ist, um ihre Träume zu verwirklichen und damit erfolgreich im Leben zu sein.

 

[bctt tweet=”Ohne Wurzeln keine Flügeln – chines. Sprichwort” username=”Biankamaria”]

 

Jetzt am Ende dieses Beitrag halten Sie kurz inne und fragen Sie sich

  • Wie ist das bei mir?
  • Wie empfinde ich die Verbindung zu meinem Vater, meiner Mutter.
  • Wieviel meiner potenziell vorhandenen Lebenskraft lebe ich?
  • Welche Schwellen verhindern, dass ich mein volles Kraftpotenzial lebe?
  • Was kann ich tun, um diese Schwellen zu beseitigen?

Gehen Sie mit diesen Fragen ein paar Tage schwanger und vertrauen Sie darauf, dass diese Fragen Ihr Inneres anzustoßen vermögen, so dass in Ihnen die Antworten aufsteigen.

 

Ich hoffe dieser Beitrag war für Sie interessant. Gerne lese ich dazu Ihre Gedanken und Fragen im Kommentarfeld. Ich freue mich auf den Austausch.

In herzlicher Verbundenheit
Ihre Bianka Maria Seidl

 

Lesen Sie im zweiten Teil

Die Sippe – unsere Vorfahren als weitere Quelle von Kraft und Weisheit

  • Das Generationensyndrom – Wie traumatische Erfahrungen über Generationen weiter gegeben werden
  • Weitere Ursachen für das Fehlen gesunder Wurzeln
  • Typische Verhaltensweisen und Gefühle entwurzelter Menschen
  • Ahnenverehrung in anderen Kulturen
  • Wie eine Klärung und Wiederanbindung an die Ahnen gelingt

About Bianka Maria Seidl

Spirituelle Mentorin, Integraler Coach, Autorin Als eine Verehrerin der Schöpfung begleite ich Menschen auf einem spirituellen Weg des inneren Wachstum. Dieser führt in eine größere innere Freiheit, wo sie ihr Leben in mehr Leichtigkeit, Lebensfreude und auch Fülle erfahren. Über die Klärung und Stärkung der Wurzeln und der Heilung des inneren Kindes finden sie in eine starke Zentrierung in der eigenen Mitte. Von hier aus gelangen sie in die Entfaltung ihrer schöpferischen Potenziale im Einklang mit dem Entwicklungsziel ihrer Seele, bis hin zur Verwirklichung eines großen Traums bzw. einer Lebensvision. Meine Blogbeiträge und Podcasts entstehen in der Absicht den Samen der Freiheit zu säen für ein neues Selbstbild und eine erweiterte Sicht der Welt.