Die Leichtigkeit des Seins liegt jenseits der Mauern

Der Strom des Lebens vollzieht sich unaufhörlich. Er ist ohne Anfang und ohne Ende. Wir sind eingebettet in diesen Strom. Lassen wir uns von ihm tragen sind wir sicher geborgen. Wir fließen mit ihm, mit dem Leben, das sich uns in mannigfaltigen Arten und Formen zeigt.
Wir können staunend und bewundernd die Schönheit der Schöpfung erfahren und uns darin immer mehr erkennen.

Während dieser evolutionären Entwicklungsreise auf dem großen Strom des Lebens haben wir uns unsere eigene kleine Insel geschaffen. Manchen gelingt es, sich auf ihrer Insel wohl zu fühlen. Sie haben nur wenige Mauern errichtet und Gäste sind ihnen willkommen.

Andere wiederum leben auf ihrer Insel hinter hohen, dicken Mauern. Oft fühlen sie sich isoliert und einsam. Zu berohlich haben sie das empfunden, was der große Strom zu ihnen gebracht hat und so haben sie versucht sich vor den Unwägbarkeiten zu schützen, sich abzusichern.

Wir haben die Persönlichkeit stark gemacht wie eine Trutzburg. Unsere übermäßige Identifizierung mit unserem physichen Ausdruck, unserem Körper und mit den Gedanken und Gefühlen hat uns diesen Schutz aufbauen lassen. Zugleich trennt uns dieser übermächtige Schutz augenscheinlich von dem, was uns trägt und Existenz verleiht.

 

Die Persönlichkeit – Schutzschild und Gefängnis

Wir haben uns mit unserer Persönlichkeit ein Schutzschild geschaffen und zugleich auch ein Gefängnis. Je dichter das Gewebe gestrickt ist aus Gedanken und Gefühlen desto weniger erfahren wir die Leichtigkeit des Seins, den Urgrund des Lebens.

Die Gedanken, Empfindungen, Gefühle, Ideen und Vorstellungen der Persönlichkeit verändern sich fortwährend. Ein großes Netz, innerhalb dessen der Eindruck von Bewegung, Fortschritt und Wachstum entsteht, weil sich vieles erfahrbar über die Sinne verwirklicht. Doch all das ist vergänglich und unbeständig.

Es kostet viel Energie eine Persönlichkeit zu sein. Hingegen ist es leicht einfach zu sein. Es ist mühelos und dabei werden wir genährt. Doch es braucht Vertrauen in diesen Urgrund des Lebens. Es braucht ein Urvertrauen.

 

Die Leichtigkeit des Seins erfahren

Wollen wir uns wahrlich weiterentwickeln hinein in unsere wahre Natur gilt es sich wieder zu öffnen für den Strom des Lebens und die Mauern abzubauen. Das Übermaß an materiellem Ballast, an emotionalen Gepäck, an mentalen Konzepten und Konstrukten darf reduziert werden, um die Leichtigkeit des Seins als essenzielle Natur unseres Wesens wieder zu erfahren, so wie einst als Kind, jedoch jetzt mit der Weisheit unseres Herzens.

Das Sein, als Pol der Ergänzung zum Werden, ist essenziell wichtig auf unserem Weg der Ganzwerdung. Die Persönlichkeit tritt auf diesem Weg immer mehr zurück, entspannt sich in den Urgrund des Seins hinein, wird zum Gefäß für Wahrheit und Inspiration aus der Schöpfungsebene unseres wahren Selbst. Wir werden zum lebendigen, spontanen Ausdruck des Lebens selbst im gegenwärtigen Augenblick – ohne Anfang und ohne Ende.

 

Fragen wir uns daher wie es aussehen könnte, wenn wir uns wieder diesem unviversellen Urgrund anvertrauen könnten. Wie würde sich unser Zusammenleben als Menschheit verändern? Wie wäre es, würden wir uns im DU erkennen mit Licht und Schatten und uns angenommen und getragen fühlen vom großen Strom des Lebens hinein und hinauf auf die nächste Oktave der Schöpfung?

 

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About Bianka Maria Seidl

Spirituelle Mentorin, Integraler Coach, Autorin Als eine Verehrerin der Schöpfung begleite ich Menschen auf einem spirituellen Weg des inneren Wachstum. Dieser führt in eine größere innere Freiheit, wo sie ihr Leben in mehr Leichtigkeit, Lebensfreude und auch Fülle erfahren. Über die Klärung und Stärkung der Wurzeln und der Heilung des inneren Kindes finden sie in eine starke Zentrierung in der eigenen Mitte. Von hier aus gelangen sie in die Entfaltung ihrer schöpferischen Potenziale im Einklang mit dem Entwicklungsziel ihrer Seele, bis hin zur Verwirklichung eines großen Traums bzw. einer Lebensvision. Meine Blogbeiträge und Podcasts entstehen in der Absicht den Samen der Freiheit zu säen für ein neues Selbstbild und eine erweiterte Sicht der Welt.

Innere Freiheit Teil 1 – Die Schritte 1 bis 3

 

Freiheit ist ein kostbares Gut und für viele Menschen hat es einen hohen Stellenwert. So verschieden die Menschen sind, so verschieden sind ihre Vorstellungen von dem, was Freiheit für sie bedeutet und somit auch der Ausdruck dieser Freiheit. Doch immer handelt es sich dabei um die äußere Freiheit, um die Freiheit in der Welt.

Wer ein freies und selbstbestimmtes Leben führen will, kommt nicht umhin, sich auch mit seiner inneren Freiheit auseinander zu setzen. Denn die innere Freiheit geht der äußeren Freiheit voraus. Das Leben entsteht zuerst im Inneren.

Das Paradoxe daran ist, dass es gar nicht darum geht etwas für die innere Freiheit zu tun. Vielmehr geht es darum sie ans Licht treten zu lassen, weil sie schon immer da war und da ist. Es gilt somit diese Freiheit in sich selbst zu entdecken und all das, was sie verschleiert aufzudecken, die Schleier der Illusion zu lüften. Das klingt einfach, ist aber nicht leicht.

Denn diese Schleier wurden vor langer Zeit gewoben und unser freier Wesenskern ist in diesen Mustern eingewickelt. Ihn gilt es zu befreien, indem wir uns ent-wickeln und all das hinter uns lassen, was nicht unserer wahren Natur entspricht.

 

Die Schleier der Illusion lüften

Wir tragen Masken und fahren viele Vermeidungsstrategien. Dabei verleugnen wir unsere wahre Natur. . Wir machen uns kleiner als wir sind, aus Angst nicht gut genug zu sein. Wir sabotieren uns selbst aus Angst vor unserer Lebendigkeit. Wir kritisieren, verurteilen und bestrafen uns selbst, aus Angst, nicht wertvoll zu sein. Wir gieren nach allem was glänzt und Lust verspricht, doch innerlich haben wir Angst vor dem Mangel, Angst vor Wachstumsstillstand. Wir ziehen uns zurück in unser Schneckenhaus, schöpfen unsere Potenziale nicht aus, aus Angst davor uns zu zeigen und dabei zu riskieren verlacht, abgewiesen und verletzt zu werden. Wir sind getrieben, ungeduldig mit uns und anderen, tanzen auf vielen Hochzeiten und haben das Gefühl nie anzukommen, aus Angst davor etwas zu versäumen. All das geschieht in unserem Inneren und wenn wir nicht aufpassen, sind und bleiben wir gefangen in diesem Schleier der Illusion.

Wollen wir also wirklich frei sein, gilt es hinter die Masken zu schauen und sie abzulegen. Es gilt unsere Vermeidungsstrategien zu durchschauen und uns selbst neu zu er-finden.

Der wichtigste Part dabei ist, dass wir mit uns ins Reine kommen. Dass wir den Weg frei machen, so dass unserer Kern, unser wahres Wesen durch uns hindurch leuchten kann und wir unser Licht erstrahlen lassen und damit die Welt erhellen.

Ins Reine kommen mit sich selbst – die 7 wichtigsten Schritte

  1. SELBSTGEWAHRSEIN 
  2. SELBSTVERANTWORTUNG
  3. SELBSTEMPFINDUNG + SELBSTANNAHME
  4. SELBSTVERZEIHUNG 
  5. SELBSTACHTUNG 
  6. DANKBARKEIT
  7. SELBSTZEIT

 

1. Selbstgewahrsein

Sich seiner Selbst gewahr zu sein bedeutet, sich selbst Aufmerksamkeit zu schenken. Es bedeutet offen und empfänglich zu sein, sich berühren zu lassen von dem, was ist. In diesem Empfangen liegt entweder die Möglichkeit der Erweiterung oder der Verengung. Immer dann, wenn das, was wir empfangen uns augenscheinlich verletzt, ziehen wir uns zusammen. Manche Menschen nur ganz kurz, um dann anzugreifen und das, was sie verletzt, abzuwehren. Andere wiederum flüchten, ziehen sich noch tiefer in sich zurück, schließen die Schotten und sperren das Leben erneut aus.

Das Annehmen dessen, was uns verletzt, ohne uns zu verschließen, ist eine große Herausforderung und verlangt unsere ganze Aufmerksamkeit. Bereits Jesus ließ uns wissen, dass wir demjenigen, der uns auf die rechte Backe geschlagen hat, auch noch unsere linke Backe anbieten sollen. Er sprach nicht von Rückzug und Vergeltung.

Frage dich selbst:

  • Inwieweit bleibe ich in der Begegnung mit anderen Menschen offen für das, was ist und was geschieht? Oder Schenke ich dem anderen in der Begegnung Raum und Aufmerksamkeit?
  • Schenke ich mir selbst Aufmerksamkeit indem ich bei mir bleibe und wahrnehme, was in mir geschieht während dieser Begegnung?
  • Oder findet die Begegnung eher im Kopf statt, im Bewerten des anderen, oder ich bin damit beschäftigt was ich jetzt gleich sagen werde, ohne dem anderen wirklich zuzuhören und ihn wahrzunehmen?

Übung: 

Mach eine Projekttag und entscheide dich dafür anderen Menschen auf neue Art zu begegnen, indem du sie wahrnimmst, ihnen deine Aufmerksamkeit schenkst und trotzdem bei dir bleibst. Reflektiere am Abend über diese Art der Begegnung. Was hat sich verändert? Was kann dadurch entstehen?

 

2. Selbstverantwortung

Gelingt es uns offen zu bleiben und dabei unsere inneren Regungen, unsere Gefühle und unser Denken wahrzunehmen, gilt es im 2 Schritt die Verantwortung dafür zu übernehmen. Es sind unsere Gefühle, es ist unser Denken und wir sind es auch, die es wahrnehmen und auch verändern können. Übernehmen wir die Verantwortung für uns selbst, für unsere Gefühle, unser Denken, Sprechen und Handeln, so entkommen wir der Opferrolle. Wir beenden damit augenblicklich ein altes Spiel, das in der neuen Zeit nicht mehr angemessen ist. Denn das Leben ruft uns auf die nächste Ebene unserer evolutionären Entwicklung. Es ruft uns auf die Schöpferebene und Selbstverantwortung ist das Codewort für diese Ebene.

Dabei ist es auch wichtig die Verantwortung für das zu übernehmen, was bisher in unserem Leben gewesen ist, für unsere Herkunft, all unsere Herausforderungen und Schwierigkeiten verbunden mit Leid und Schmerz. All das hat uns zu dem gemacht, wer und was wir sind. Es ist sozusagen der Humus auf dem unser Glück gedeiht.

Frage dich selbst:

  • Inwieweit übernehme ich bereits die Verantwortung für mich selbst?
  • In welchen Lebensbereichen mache ich es noch nicht?
  • Bei welchen Gelegenheiten  gebe ich die Verantwortung an andere ab und welchen augenscheinlichen Vorteil habe ich daraus
  • Bei welchen Gelegenheiten beschuldige ich andere, statt die Verantwortung für das, was ist zu übernehmen?

Übung: 

Mach wieder ein kleines Projekt für einen Tag lang oder auch 3 Tage, wenn es dir schon leichter fällt. Übernimm an diesem Tag oder auch während der 3 Tage, die volle Verantwortung für das, was in deinem Alltag geschieht – egal, ob im Job, mit deinem Partner, deinen Kindern, mit Freunden.

Statt in den Widerstand zu gehen, akzeptiere, was sich dir zeigt und übernimm die Verantwortung dafür. Reflektiere in einem ruhigen Moment, warum es solch eine Situation in deinem Leben gibt. Was hat dazu geführt? Was gibt es daraus zu lernen?

 

3. Selbstempfindung und Selbstannahme

Die Entwicklung in den vergangenen Jahrhunderten hat dazu geführt, dass wir hier im Westen unsere kognitiven Fähigkeiten sehr stark entwickelt haben, jedoch auf Kosten unserer Fähigkeit zu fühlen. Wollen wir ins Reine kommen mit uns selbst, ist es wichtig uns  für uns und unsere Gefühle zu öffnen und uns wieder vermehrt zu empfinden. Denn das Fühlen ist der nächste Schritt in die größere Freiheit hinein. Als Kind haben wir die Welt uns in erster Linie über die Gefühle erfahren. Hier liegt daher der Schlüssel zu uns und den verborgenen Mustern im Unterbewusstsein. Erst wenn wir bereit sind uns selbst zu empfinden und diese, in früher Kindheit entstandenen Muster, zu fühlen, können wir sie annehmen, so dass sie sich auflösen. Indem wir uns bedingungslos in dem annehmen, was wir fühlen, wie wir uns fühlen, öffnen sich uns die Tore in die innere Freiheit mit jedem Mal mehr, wo es uns gelingt uns selbst anzunehmen und auszuhalten.

Frage dich selbst:

  • Inwieweit kann ich mich selbst gut fühlen?
  • Wie gehe ich mit unguten Gefühlen in mir um? Verdränge ich sie und lenke mich ab?
  • Wie gehe ich in schwierigen Situationen mit unguten Gefühlen des anderen um?

Übung: 

Leg wieder einen Projekttag ein. Diesmal entscheide dich, dass du mehrmals am Tag innehältst. Dabei frage dich, wie es dir gerade geht und nimm dein Befinden wahr, deine Gefühle. Nimm einfach wahr und vor allem nimm dich so an, wie du dich gerade fühlst.

Sage dir, dass du in Ordnung bist, so wie du dich gerade fühlst, so wie du gerade bist. Beobachte, wie sich dadurch dein Befinden verändert, ohne etwas dafür zu tun.

Teil 2 – Die Schritte 4 bis 7 folgen in 14 Tagen

 

Danke für deine Aufmerksamkeit.

 

In herzlicher Verbundenheit

Bianka Maria Seidl

 

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About Bianka Maria Seidl

Spirituelle Mentorin, Integraler Coach, Autorin Als eine Verehrerin der Schöpfung begleite ich Menschen auf einem spirituellen Weg des inneren Wachstum. Dieser führt in eine größere innere Freiheit, wo sie ihr Leben in mehr Leichtigkeit, Lebensfreude und auch Fülle erfahren. Über die Klärung und Stärkung der Wurzeln und der Heilung des inneren Kindes finden sie in eine starke Zentrierung in der eigenen Mitte. Von hier aus gelangen sie in die Entfaltung ihrer schöpferischen Potenziale im Einklang mit dem Entwicklungsziel ihrer Seele, bis hin zur Verwirklichung eines großen Traums bzw. einer Lebensvision. Meine Blogbeiträge und Podcasts entstehen in der Absicht den Samen der Freiheit zu säen für ein neues Selbstbild und eine erweiterte Sicht der Welt.

Wenn wir geboren werden in einem Körper sinkt das Bewusstsein immer tiefer in die Stofflichkeit des Irdischen und irgendwann haben wir vergessen wer wir wirklich sind und wo wir herkommen. Wir lernen, indem wir uns an unseren nächsten Bezugspersonen, unseren Eltern, orientieren und diese nachahmen. Je nach Geschlecht, als Mädchen mehr an der Mutter und ihrer Weiblichkeit und als Junge am Vater, an seiner Art Männlichkeit zu leben.

In dieser Identifikation werden wir groß und glauben so zu sein, ohne uns lange Zeit darüber Gedanken zu machen. Es gilt als normal, wenngleich es uns von unserer ursprünglichen Natürlichkeit zu trennen vermag. So übernehmen wir unbewusst die Ansichten und Einstellungen unserer Eltern. Manchmal gehen wir auch bewusst in die Opposition, ohne zu bemerken, dass wir damit immer noch nicht wir selbst sind.

Wir treiben lange im Strom des Lebens bis wir allmählich über viele Inkarnationen hinweg erwachen. Auf dieser Reise haben wir uns in den vergangenen Jahrtausenden überwiegend am Materiellen orientiert, uns daran gehängt und sind oftmals stecken geblieben in Abhängigkeit. Wir haben uns dabei verheddert und begrenzt mit unseren Einstellungen und Ansichten.

 

Der Ruf des Lebens

Eines Tages vernehmen wir tief in uns den Ruf des Lebens. Es beginnt oftmals mit einem Gefühl der Unzufriedenheit, das mit jedem Tag stärker wird. Jetzt, wo die Lebenssonne den Zenit überschritten hat, spürt wir, dass etwas in uns sich nach etwas sehnt, das wir bisher trotz all unserer Anstrengungen in der äußeren, materiellen Welt nicht gefunden haben. Es dämmert uns langsam, dass wir das, wonach es uns wirklich verlangt, auch in unseren Beziehungen nicht finden. Vor allem dann nicht, wenn wir darin vor allem eine emotionale Sicherheit zu finden glaubten.

Vielen fällt es schwer die gewohnte, alte Sichtweise auf das, was Sicherheit und Erfüllung zu schenken vermag, aufzugeben. So führt der Strom des Lebens uns hinein in seine Stromschnellen. Die Lebensreise wird chaotisch, alte Sicherheiten brechen weg, müssen losgelassen werden. In dieser Not findet oftmals die innere Wende statt. Unser Fokus dreht sich um 180° von außen nach innen und in der inneren Dämmerung eines neuen Morgens erwachen wir langsam in unsere wahre Natur, in unser Selbst hinein.

 

Befreiung inmitten der Stromschnellen

Dies geschieht gerade auf breiter Ebene im Kollektiv. Der Strom des Lebens hat das Kollektiv Menschheit mit zu den Stromschnellen genommen, die das, was bisher Sicherheit zu schenken vermochte, zerstört und auflöst. Die Menschen verlieren die Sicherheit im Außen und sind gezwungen ihre einstigen Stand- und Stützpunkte aufzugeben.
Viele fühlen sich dabei wie Treibholz, den großen nicht beherrschbaren Kräften ausgeliefert. Ihre Angst spiegelt ihnen auf ihrer Lebensleinwand Teufel und Bösewichte. Die Gefühle jedoch, die diese Dämonen auf die Lebensleinwand projizieren, schummern schon seit langer Zeit tief im Unterbewusstsein. Jetzt, geschüttelt und gebeutelt von der evolutionären Kraft des derzeitigen Wandels, gelangen sie ans Licht, offenbaren sich in der Außenwelt. Der unbewusste Mensch bekämpft sie, um nicht von ihnen beherrscht zu werden. In diesem Kampf gegen das augenscheinlich Böse, das seinen Ursprung in ihm selbst hat, ist der Mensch erneut gefangen und wird darin sogar untergehen.

 

Einem neuen Morgen entgegen

Wem es gelingt loszulassen vom äußeren Schein der Dinge und sich vertrauensvoll dem Strom des Lebens hinzugeben, den trägt der Lebensstrom schließlich durch die Stromschnellen hindurch zum großen Wasserfall.

Getragen von der evolutionären Kraft des Lebens gelangt die Menschheit auf eine neue Ebene, in ruhigere Gefilde. Hier kann das neue Wir, das neue Miteinander auf dem Urgrund von Vertrauen gedeihen. Und im erwachten Geist der bewussten Verbundenheit mit allem Lebendigen und dem Leben schöpft und kreiert die Menschheit eine neue Welt.

 

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Spirituelle Mentorin, Integraler Coach, Autorin Als eine Verehrerin der Schöpfung begleite ich Menschen auf einem spirituellen Weg des inneren Wachstum. Dieser führt in eine größere innere Freiheit, wo sie ihr Leben in mehr Leichtigkeit, Lebensfreude und auch Fülle erfahren. Über die Klärung und Stärkung der Wurzeln und der Heilung des inneren Kindes finden sie in eine starke Zentrierung in der eigenen Mitte. Von hier aus gelangen sie in die Entfaltung ihrer schöpferischen Potenziale im Einklang mit dem Entwicklungsziel ihrer Seele, bis hin zur Verwirklichung eines großen Traums bzw. einer Lebensvision. Meine Blogbeiträge und Podcasts entstehen in der Absicht den Samen der Freiheit zu säen für ein neues Selbstbild und eine erweiterte Sicht der Welt.

Der Kern unseres Wesens

Sich als Mensch in einem Körper in der irdischen Existenz zu erfahren ist für eine Seele eine ganz besondere Aufgabe. Es braucht viel Mut. Mut, sich aus einem größeren Seelenverbund zu lösen, sich vorübergehend zu trennen, um in einer physischen Form, einem menschlichen Körper geboren zu werden.

In dieser dichten, dreidimensionalen Welt lässt die Bewusstheit um den geistig-seelischen Ursprung nach wenige Jahren immer mehr nach und gerät in Vergessenheit. Die Seele sinkt sozusagen immer tiefer in die Stofflichkeit, bis sie sich ganz als Mensch wieder findet, als ein Individuum, das getrennt ist von der Schöpfung, seinem Schöpfer.

Ein winzig kleiner Kern bleibt erhalten, der sich tief verborgen im Herzensgrund befindet und nur durch einen manchmal mühsamen Weg der Selbsterkenntnis und der spirituellen Suche wieder entdeckt werden kann. Der Mensch, der in sich beginnt nach seiner Herkunft, seinem Ursprung in sich selbst zu suchen, wird ihn finden.

 

Das Herz – Heimat unseres Wesenskerns

In der Tiefe unseres Herzens finden wir unseren Wesenskern. Er lebt in der Gleichzeitigkeit, unbeeinflusst von den irdischen Gesetzmäßigkeiten die in Raum und Zeit herrschen. Deshalb ist unser Kern auch alterslos, also ewig während.

Diesen Kern in sich zu entdecken bedeutet, dass wir immer mehr aus unserem Herzen heraus leben. Denn das Herz erhält die Anweisungen vom Leben und gibt diese weiter an das Gehirn zur Ausführung, vorausgesetzt das Herz ist offen und empfänglich dafür.

Die Gehirnforschung wird eines Tages an diesen Punkt gelangen und  erkennen, dass das Herz das zentrale Steuerungsorgan für die Mensch-Seele ist. Das HeartMath-Institute in Amerika erforscht dies bereits seit vielen Jahren mit großartigen Ergebnissen. Das Kraftfeld des Herzens ist messbar wie auch das Feld des Gehirns und es ist um ein Vielfaches größer und stärker. Hier das Mission-Statement des HeartMath-Institutes (HMI)
“The mission of HeartMath Institute is to help people bring their physical, mental and emotional systems into balanced alignment with their heart’s intuitive guidance. This unfolds the path for becoming heart-empowered individuals who choose the way of love, which they demonstrate through compassionate care for the well-being of themselves, others and Planet Earth.”

Liebe ist der Treibstoff, der unsere Herzen schürt und als ein unsichtbares Energieband den Schöpfer mit seiner Schöpfung, seinen Geschöpfen verbindet. Diese Liebe fließt in unser Herz und entströmt dem Herzen. Das Herz ist sozusagen eine Verbindungsstation zwischen den Welten. Es hat die Fähigkeit zu vereinen, was für den Kopf, den Verstand, nicht zu einen ist.

 

Ur-laub – eine Möglichkeit zur Ursprünglichkeit zurück zu finden

Bereits in seinem Buch „Der kleine Prinz“ schreibt Antoine de Saint-Exupéry „Man sieht nur mit dem Herzen gut“. Wer mit dem Herzen schaut, sieht das Wesentliche. Mit den Augen des Herzens ist es uns möglich das Augenscheinliche zu durchschauen und den Lebenshintergrund zu erkennen, die Ursachen, die Urgründe, die Ursprünglichkeit.

Vielleicht ist deshalb Ur-laub so wichtig, wenn wir ihn denn auch wirklich als solchen nutzen und leben. Wenn wir uns eine Ur-erlaubnis geben uns selbst auszuspannen aus den vielen Aktivitäten und Verpflichtungen unserer Persönlichkeit. Wenn wir uns erlauben in dieser Entspannung unser Herz zu öffnen für die Schönheit der Umgebung und dabei unsere Seele baumeln lassen.

In solchen Momenten finden wir leichter Zugang zu unserem Wesen, unserem ewigen Kern in uns, der sich in einer gewissen Heiterkeit und Leichtigkeit erfahren lässt. In solchen Momenten entkommen wir der Dichte des irischen Daseins und erfahren die Leichtigkeit des Seins.

,Jetzt, in der Zeit des großen Bewusstseinswandels und der Veränderungen, die die technischen Entwicklungen mit sich bringen, wird es für viele Menschen auf breiter Ebene möglich, diesen Zustand des Ur-laubens auch in ihrem Alltag zu integrieren und dabei sich immer mehr als das Wesen zu erfahren, das sie sind.

Dazu braucht es eine andere, eine ganzheitlichere Lebensweise, die sowohl den Körper als auch den Geist und die Seele berücksichtigt und deren Bedürfnisse erkennt und erfüllt. Diese umfassendere Betrachtung unserer Selbst als Mensch und zugleich als geistig-seelisches Wesen bringt auch ein neues Miteinander hervor. Denn die Beziehungen von Mensch zu Mensch, von Herz zu Herz und damit von Seele zu Seele sind intensiver, berührender und verbundener, als wir es bisher kennen gelernt und erlebt haben.

 

Achtsamkeit – ein Weg zu uns selbst und zu einem neuen Wir

Die derzeitige Achtsamkeit-Bewegung  entspringt dem Zeitgeist. Achtsamkeit verhilft uns dazu, dass wir uns selbst und unserer Umgebung wach und aufmerksam begegnen, dass wir im Gegenüber ein Geschöpf, ein Wesen, das wie wir, auf seiner evolutionären Entwicklungsreise ist.
In Zukunft werden wir daher eine größere Resonanzfähigkeit als neue Kompetenz brauchen. Es gilt sich über die äußere Form hinaus als Wesen zu begegnen und sich gegenseitig im Kern zu berühren und sich berühren zu lassen.

Auf diese Weise entsteht etwas Neues. Es ist eine Neugeburt bei der sich Schöpfung vollzieht und wir sind an dieser Schöpfung mit beteiligt. Das schafft zugleich ein neues Wir-Bewusstsein.

Erfahren wir dies bewusst so erleben wir uns als Mitschöpfer und befinden uns auf der neuen Entwicklungsebene, wo uns das Leben alle hinführt in diesem großen Bewusstseinswandel, wenngleich dieser Prozess auf kollektiver Ebene einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Aber was macht das schon, wenn Zeit für unser Wesen keine Rolle spielt.

Entspannen wir uns also jeden Tag tief in unser Herz, in unser Wesen hinein. Erlauben wir uns öfters Urlaub, am besten jeden Tag für ein eine gewisse Zeit.

 

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Spirituelle Mentorin, Integraler Coach, Autorin Als eine Verehrerin der Schöpfung begleite ich Menschen auf einem spirituellen Weg des inneren Wachstum. Dieser führt in eine größere innere Freiheit, wo sie ihr Leben in mehr Leichtigkeit, Lebensfreude und auch Fülle erfahren. Über die Klärung und Stärkung der Wurzeln und der Heilung des inneren Kindes finden sie in eine starke Zentrierung in der eigenen Mitte. Von hier aus gelangen sie in die Entfaltung ihrer schöpferischen Potenziale im Einklang mit dem Entwicklungsziel ihrer Seele, bis hin zur Verwirklichung eines großen Traums bzw. einer Lebensvision. Meine Blogbeiträge und Podcasts entstehen in der Absicht den Samen der Freiheit zu säen für ein neues Selbstbild und eine erweiterte Sicht der Welt.

Schritt 1 – Erlauben

Ich erlaube mir heute die bestmögliche Version meiner Selbst zu sein, zu leben und zu erfahren. Ich entscheide mich dafür. Ich bin einverstanden mit mir Selbst. Ich bin einverstanden damit im Jetzt die bestmögliche Version meiner Selbst zu sein.
Ich bin der bestmögliche individuelle Ausdruck des Lebens. Nie vorher gab es eine bessere Version von mir. Ganz präsent im Jetzt zu sein bedeutet die bestmögliche Version meiner Selbst zu sein.

Schritt 2 – Fühlen

Ich fühle meine bestmögliche Version und erfahre mich als solche. Gelassenheit und tiefer Friede erfüllen mein Sein. Ich bin jetzt meine bestmögliche Version und hieraus lebe, gestalte und erfahre ich das Gewebe des Lebens.
Alle Zweifel an mir, an meinen Fähigkeiten an meiner Bestimmung lösen sich auf in diesem bewussten Sein meiner bestmöglichen Version in diesem Augenblick. Alle Gedanken wie „ich sollte, ich müsste“ verlieren ihre Macht. Der Verstand zieht sich bescheiden zurück und begrenzt sich auf seine ursprüngliche Aufgabe. Als Unterscheidungswerkzeug ist er mir jetzt ein hilfreicher Diener.

 

Schritt 3 – Sein

In meiner bestmöglichen Version bin ich mein Sein, meine Seele und das Leben, das durch mich hindurch fließt, mich wandelt von Moment zu Moment. Die beste Version meiner Selbst vertraut sich diesem Fluss an, diesem Bewegt werden von Augenblick zu Augenblick. Entscheidungen treffe ich intuitiv aus der Wahrheit des Augenblicks heraus – aus dem, was sich für mich echt, wahr und authentisch anfühlt.
Selbstzweifel und Selbstverleugnung waren die Schatten, die der Verstand immer wieder bekräftigt hat, als er noch der Herrscher in meinem Reich war. Jetzt ist er Diener und meine Seele waltet als Königin. Ich erkenne in der bestmöglichen Version meiner Selbst, dass ich eins bin mit ihr.

 

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