Teil 1

Die großen Chancen im derzeitigen Wandel

 

Die derzeitigen großen Veränderungen auf der Welt werden angetrieben von einer evolutionären Kraft, die uns ALLE aus unserer bisherigen Komfortzone herausfordert. Wir sind dazu angehalten unsere bisherigen Einstellungen und Verhaltensweisen zu hinterfragen, sowohl als Individuum als auch im Kollektiv, als Gesellschaft. Dabei gilt es die bisherigen Grenzen hinter uns zu lassen und aufzubrechen zu neuen Ufern und zu neuen Küsten unserer Selbst. Den Staub, den wir dabei aufwirbeln, sollen wir nicht fürchten und auch die Wellen, die hochschlagen, weil wir unsere Grenzen neu definieren und uns zu unserer individuellen Wahrheit bekennen, sollen uns nicht bekümmern. Vielmehr gilt es jetzt in der Zeit des aufkeimenden Weltenfrühlings ein neues, umfassenderes Selbst- und Weltbild zu formen, in dem das WIR im Sinne einer weltlichen Brüderlichkeit gänzlich neu erfahren wird.

 

Der große Wandel – getragen von den Rhythmen der Zeit

Schauen wir unser derzeitiges Leben genauer an, so sehen wir, dass sich vieles in Veränderung befindet. Genau genommen war das schon immer so, doch die Geschwindigkeit mit der sich die Dinge ändern, hat zugenommen. Je mehr Ballast und Unerledigtes der Einzelne mit sich herumträgt, desto belastender empfindet er die Anforderungen des Lebens und umso mehr fühlt er sich als Opfer der Umstände in die Veränderung hinein gezogen. Bei vielen macht sich daher Unmut, Orientierungslosigkeit und Ohnmacht breit.

Das Leben selbst zeigt sich davon wenig beeindruckt, weil es eins nicht kann – stillstehen. Das Leben ist Bewegung und ein ewig währender Prozess des Stirb und Werde. Altes vergeht und Neues entsteht. So wie die rot glühende Sonne am Horizont langsam versinkt, so vergehen Ären, Epochen, Kulturen, Weisheiten, Sitten und Bräuche. Was bleibt, ähnlich einem Fels in der Brandung, ist der Wandel, als das einzig Beständige, das getragen wird vom den Rhythmen der Zeit. So erleben wir einen kleinen Rhythmus zum Beispiel beim Aus- und Einatmen, einen größeren in den Gezeiten der Meere –bei Ebbe und Flut. In den gemäßigten Breitengraden finden wir den Rhythmus der vier Jahreszeiten und in der Bibel finden wir den Takt der 7 mageren und der 7 fetten Jahre. So wie der Rhythmus des Meeres von der Mondkraft genährt wird, so sind auch die vier Jahreszeiten das Ergebnis der Bewegung der Erde innerhalb unseres Sonnensystems. Große Zeitzyklen werden von großen Bewegungen der Erde innerhalb der Galaxis und deren Resonanz mit anderen Galaxien geschaffen.

So wie es diese kleinen und größeren Zeitzyklen gibt, gibt es einen sehr großen, der uns nicht im Bewusstsein ist. Astronomen ist diese große Bewegung bekannt unter dem Begriff der Präzession der Tagundnachtgleichen. 25920 Jahre dauert dieser große Zyklus und wird auch „Platonisches Jahr“ genannt. Den alten indischen Sanskritschriften zufolge fällt die Menschheit in den Schlaf, besser gesagt in die Unbewusstheit, wenn sich die Erde während dieser großen elliptischen Bewegung vom Zentrum der Galaxis weg bewegt. Sie erwacht, wenn sich der Planet wieder dem Zentrum nähert.

Das ist bereits viele Male mit der Menschheit geschehen. Es ist ein offenes Muster, denn wir bewegen uns ja durch das grenzenlose All. Nach jedem Versinken schlafen wir ein bisschen weniger und die Zeiten des Wachseins dauern länger. Ähnlich wie ein Mensch im Alter weniger Schlaf braucht, im Gegensatz zum Säugling. Die große Präzessionsbewegung unterteilt sich in 12 kleine Zeiträume von 2160 Jahren, die jeweils in Verbindung mit einem der zwölf astronomischen Sternbilder stehen. Aus dieser Sicht heraus haben wir gerade das Fischezeitalter verlassen und sind in das Wassermannzeitalter eingetreten. Die Tibeter und die Hindus nennen diese Zeitalter Yugas. Jedes Yuga hat eine Phase des Aufstiegs, eine Blütezeit und eine Phase des Abstiegs. An zwei bestimmten Zeitpunkten (A und C) auf der großen Ellipse der Präzession, gibt es umwälzende Veränderungen auf unserem Planeten. Siehe Skizze.

Päzession

 

Die Menschheit steht jetzt wieder am Punkt des Erwachens. Und so wie jeder Tag neue Chancen mit sich bringt, so wird diese Phase wieder die bewusste Weiterentwicklung für die Menschheit ermöglichen. Doch im Moment befinden wir uns mitten in einer Übergangsphase. Jeder hat solch eine Phase auch schon persönlich in seinem Leben erfahren und weiß daher, dass dies einher geht mit Unsicherheit, Disharmonie und auch Orientierungslosigkeit. Denn das Alte greift nicht mehr und das Neue hat noch keine greifbare Form und keine Struktur und vermag somit keine Sicherheit zu geben.

Wenn wir nun unsere individuelle Erfahrungen auf das derzeitige große, kosmische Geschehen übertragen, dann dürfte es eingängig sein, dass diese Zeit in einem viel größeren Maßstab und Umfang Chaos, Unsicherheit, Orientierungslosigkeit und bei vielen auch einen gewissen „Wahnsinn“ mit sich bringt.

 

Zeitalter der Bruder- und Schwesterliebe

Damit Neues entstehen kann, muss das Alte vergehen. Egal ob es sich dabei um Einstellungen, Ideologien oder Paradigmen handelt. Immer geht es darum, dass sich die damit verbundenen alten Systeme verändern müssen. Seit der Französischen Revolution ( 1789-1799 ) treten immer deutlicher und heroischer die Impulse des werdenden “Wassermann-Zeitalters” hervor. Der Rationalismus der letzten Jahrhunderte bildete den Übergang zur leidenschaftlichen Intellektualität des Wassermannzeichens. Das neue beginnende Zeitalter wird ein Doppelgesicht aufweisen. Zum einen die Begierde nach immer neuen Hochorginellem und Hochintuitiven und zugleich auch die Gebundenheit an Uraltes und an ein zäh beharrendes Denken, das den Menschentypen der neuen Zeit kennzeichnen wird.

Die derzeitigen evolutionären Kräfte bewirken, dass die alten Systeme und damit verbunden die alte Ordnung zerstört werden. Genau das erleben wir gerade. Natürlich bäumen sich da die alten Machtinhaber auf und bekämpfen das Aufkeimende, indem sie ihre alte Ordnung noch härter und mit noch mehr Kontrolle verteidigen. Ja, sie versuchen sogar sie mit Intrige, Betrug und Gewalt zu verhindern. Es ist dies vergleichbar mit dem Kampf zwischen den Kräften des sich langsam zurückziehenden Winters und des heran nahenden Frühlings, der letztendlich doch die Erneuerung des Lebens erwirkt und den Sieg davon trägt.

Ausgehend davon, dass der Weltenmonat im Sternbild Wassermann ca. 2.16o Jahre dauert, stehen wir derzeit ziemlich am Anfang und der neue Menschentyp dieser Zeit beginnt gerade in den Kinderschuhen sich selbst und die Gesellschaft zu formen. Der Wassermann gilt als Zeichen ausgleichender Brüderlichkeit, die charakterisiert wird durch die globale Annäherung der Völker im johanneischen Zeitalter der Bruderliebe. Die Zeiten werden “gesellige” sein. Im Johannes-Evangelium heißt es ( Johannes 13, 34-35 ):

 

“Ein neues inneres Weiheziel gebe Ich euch: Dass ihr einander liebet.
Wie Ich euch geliebt habe, sollt auch ihr einander lieben.
Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe zueinander habt.“

 

 

Auf breiter Ebene sind wir davon im Moment noch weit entfernt, wenngleich sich uns derzeit bereits ein großes Lernfeld mit unseren neuen Brüdern, den Flüchtlingen, auftut. Doch das, was da auf uns zukommt, macht vielen Menschen Angst. Sie fürchten sich vor den Fremden, vor deren Bedürftigkeit, vor deren Andersartigkeit im Hinblick auf deren kulturellen Hintergrund. Daher müssen wir uns alle fragen: Wie gehen wir mit dieser großen Herausforderung um?

 

Gesetzmäßigkeit statt Gesetzlichkeit leben

Es ist allgemein bekannt, dass, wenn wir in eine Krise gelangen, gerne zurück in archaische Verhaltensweisen fallen. Wir verlieren unserer Mitte und unser Unterbewusstsein schaltet um auf Überleben. Dann reagieren wir aus unserem alten Reptiliengehirn heraus und greifen an oder flüchten. So erleben gerade manche, dass die aufkeimende Angst ihre Gewaltbereitschaft schürt oder sie in die Gleichgültigkeit und Resignation treibt.

Vor allem Menschen, die ohnehin bisher ständig im Überlebensmodus und in einer gefühlten Bedürftigkeit gelebt haben, sind in dieser sich so gewaltig ändernden Zeit besonders anfällig für eine noch destruktivere Einstellung dem Leben gegenüber. Sie sehen in den fremden Flüchtlingen ins nackte Gesicht ihrer eigenen verdrängten, inneren Heimatlosigkeit, ihrer inneren Not.

 

Vielen Dank für dein Lesen bis hierher.

 

Im 2. Teil schreibe ich über

  • Gesetzmäßigkeit statt Gesetzlichkeit leben
  • Eine innere Autorität entwickeln
  • Wenn das Herz Regie führt
  • In die wahre Größe gelangen

Weiterlesen im Teil 2 

Ich freue mich, wenn ich dich mit meinen Beiträgen inspiriere und dazu beitrage, dass sich deine Sicht auf dich selbst und die Welt erweitert – zum Wohle deiner selbst und damit auch der Welt.

 

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About Bianka Maria Seidl

Spirituelle Mentorin, Integraler Coach, Autorin Als eine Verehrerin der Schöpfung begleite ich Menschen auf einem spirituellen Weg des inneren Wachstum. Dieser führt in eine größere innere Freiheit, wo sie ihr Leben in mehr Leichtigkeit, Lebensfreude und auch Fülle erfahren. Über die Klärung und Stärkung der Wurzeln und der Heilung des inneren Kindes finden sie in eine starke Zentrierung in der eigenen Mitte. Von hier aus gelangen sie in die Entfaltung ihrer schöpferischen Potenziale im Einklang mit dem Entwicklungsziel ihrer Seele, bis hin zur Verwirklichung eines großen Traums bzw. einer Lebensvision. Meine Blogbeiträge und Podcasts entstehen in der Absicht den Samen der Freiheit zu säen für ein neues Selbstbild und eine erweiterte Sicht der Welt.

Die 5 wichtigsten Schritte vom Überlebens- in den Schöpfermodus

 

Hier folgt der zweite Teil meines Blogbeitrags. Falls du den ersten Teil noch nicht gelesen hast, kannst du dies hier nachholen.

In diesem zweiten Teil erwarten dich nachfolgende Themen

  • Gesetzmäßigkeit leben – Verbundenheit erfahren
  • 5 wichtige Schritte vom Überlebens- in den Schöpfermodus

 

Gesetzmäßigkeit leben – Verbundenheit erfahren

Der im vorigen Jahr verstorbene Quantenpysiker Prof. Hans-Peter Dürr sagte: „Verbundenheit ist das natürlich Gegebene, die Trennung ist das von Menschen organisierte.“

Um wieder in die spürbare Verbundenheit zu gelangen gilt es zuerst die Polarität von der Dualität unterscheiden. Mittels unseres Bewusstseins können wir einen Pol erschaffen, indem wir einem Punkt eine Bedeutung verleihen. Unsere Aufmerksamkeit erschafft sodann einen Raum, in dem wir uns befinden und das Interpretierte erleben können.

Eine weitere Möglichkeit der Erschaffung eines Pols ist mittels Bewertung und Urteil. Auf diese Weise entsteht die Dualität, die oft mit der Polarität verwechselt, oder besser gesagt in einen Topf geworfen wird. Während die Polarität die Ergänzung zweier gegensätzlicher Kräfte zu einem harmonischen Ganzen darstellt, so wie es das YIN-YANG-Symbol im asiatischen Taoismus zeigt, bewirkt die Dualität eine  Spaltung mit magnetischer Kraft. Der Mensch, der sich durch Bejahen und Ablehnen von Dingen  definiert, geht mittels seiner Willenskraft eher egozentrisch durchs die Welt, getrennt vom Rest.

Wenn du Genaueres über das Thema Polarität und Dualität wissen willst, lies hierzu meinen Blogbeitrag Polarität – Pulsschlag des Lebens.

 

Menschen, die sich bereits verbunden fühlen, achten sowohl die Natur als auch andere Menschen in der Begegnung. Sie lassen sich vom Fluss des Leben tragen, statt das Leben ständig kontrollieren und absichern zu wollen. Sie treffen ihre Entscheidungen im Einklang mit den geistigen Gesetzmäßigkeiten  und erfahren dabei, dass sie von einer höheren Macht geführt sind.

Diese Lebenseinstellung führt hinein in die höheren Entwicklungsebenen der Seele. Hier können Talente und Potenziale entfaltet und damit letztendlich die höheren Werte wie Freude, Freiheit, Frieden und auch Fülle verwirklicht werden, die ich auf meiner Internetseite als die 4 großen F´s bezeichne.

Um zu einer biozentrischen und später in der Entwicklung zu einer theozentrischen Weltsicht zu gelangen, müssen wir unseren Pioniergeist wecken und begreifen, dass wir ganz am Anfang stehen und viele unerforschte Wege vor uns liegen. Damit wir sie beschreiten können, gilt es damit zu beginnen unser statisches Selbstbild in ein dynamisches Selbstbild zu verwandeln.

Förster & Kreuz schreiben in ihrem kürzlich erschienenen Blogartikel: „Menschen mit einem statischen Selbstbild glauben, dass sie mit bestimmten Fähigkeiten und Gaben zur Welt gekommen sind, die weitgehend unveränderlich sind. Ein Problem ist in ihren Augen ein Problem und bleibt ein Problem. Sie richten sich in den vorgefundenen Bedingungen ein, so gut es geht.

Menschen mit einem dynamischen Selbstbild dagegen glauben, dass Wachstum immer möglich ist, dass man durch Anstrengung und Übung Dinge erreichen kann. Probleme sind in ihren Augen grundsätzlich lösbar, Aufgaben können erledigt werden. Mit dieser Grundhaltung wird jede Fähigkeit und Eigenschaft als veränderbar angesehen. Es geht nicht darum, was ich bin, sondern was ich werden kann. Diese beiden Selbstbilder sind wie zwei Brillen, durch die man die Welt, sein Leben und seine Arbeit betrachtet und interpretiert.“
Ganzen Artikel hier weiterlesen …

 

Die 5 wichtigsten Schritte vom Überlebens- in den Schöpfermodus

 

“Die Größe des menschlichen Wesens liegt weniger darin, die Welt neu zu erfinden,
als darin, sich selbst neu zu erfinden.”
Mahatma Gandhi

 

1. Schritt –  Perspektivenwechsel

Um sich neu in einem Verbundensein erfahren zu können, braucht es einen Perspektivenwechsel auf der individuellen Ebene. Dabei geht es um eine radikale 180°-Drehung bei der der Fokus von außen abgezogen und vermehrt ins Innere gebracht wird, um in eine neue Balance von Werden und Sein zu finden.

Es geht darum, vermehrt ins Sein zu gelangen; dorthin, wo bereits alles als Möglichkeit vorhanden ist. Diesen Urgrund des Seins nennen die modernen Physiker das Null-Punkt-Feld. Hier im Feld des reinen Geistes befindet sich alles in seiner Potenzialität. Indem wir uns täglich in dieses Feld des reinen Potenzials begeben, bringen wir uns in Ordnung, in unsere ursprüngliche Struktur. Hier ist der Nährgrund für Körper, Geist und Seele.

Wir tun daher gut daran mindestens einmal pro Tag in unsere Mitte, in unser Sein, einzutauchen, um uns dort zu reformieren, um uns in unsere ursprüngliche Ordnung und Form zu bringen und dabei Kraft zu schöpfen für unseren Alltag.

Auf diese Weise werden wir immer mehr zu dem finden, was uns wirklich entspricht. Das bezieht sich auf Tätigkeiten, Lebensumstände und -situationen und auch auf Beziehungen, sowohl privat wie auch geschäftlich. Wir finden zu uns, zu unserer wahren Natur. Sind sowohl Mensch als auch geistig-seelisches Wesen.

 

“Aus Entweder-Oder wird jetzt in der neuen Zeit das Sowohl-als-auch.”
Bianka Maria Seidl 

 

2. Schritt – Verantwortung für sich selbst übernehmen

Damit wir das alte Opfer-Täter-Spiel verlassen können, braucht es die volle Verantwortung für das, was wir in unserem Leben vorfinden. Dies gilt sowohl im Privat- als auch im Geschäftsleben. Jetzt sagst du vielleicht „Wie, ich soll die Verantwortung dafür übernehmen, dass meine Kunden so schlecht zahlen, oder dass mir gestern der Auftrag wieder storniert wurde?”

Ja, genau das sollst du tun. Denn unbewusst hast du dir genau diese Umstände geschaffen. Spüre einmal genau hin in puncto Beziehung zu Geld. Ist dieses Verhältnis unbelastet? Hast du das Grundgefühl, dass immer ausreichend für dich und deine Bedürfnisse da ist? Falls nein, weist dies auf ein Mangelbewusstsein hin und aus diesem Bewusstsein heraus kommt der Geldfluss nur schwerlich in Gang. Nehmen wir das nächste Beispiel, den stornierten Auftrag und spüre wieder hinein in diese Sache. Kann es sein, dass du von vornherein nicht wirklich überzeugt warst von dieser Kooperation? Vielleicht wäre es zu schön, um wahr zu sein gewesen. Oder vielleicht hast du einige für dich wichtige Rahmenbedingungen großzügig übersehen, nur um an den Auftrag zu kommen, was soviel heißt wie, dass der Auftrag gar nicht zu dir gepasst hat.

Es gäbe sicherlich noch weitere Möglichkeiten, die als Hintergrundinformation das Ganze zum Kippen gebracht haben. Finde die Richtige heraus und übernimm ab jetzt die Verantwortung für das, was sich dir im Außen zeigt und vor allem, wie du darauf reagierst. Auf diese Weise erweiterst du dein Bewusstsein und du gelangst allmählich vom Überlebensmodus in den Schöpfermodus. Wenn es dir erstmals gelungen ist eine deiner unbewussten Schöpfungen zu enttarnen,  wächst damit proportional das Vertrauen in deine Schöpferfähigkeit und du kannst dann, statt “nur” deinen Lebensunterhalt zu verdienen, dir bewusst das Leben erschaffen, das dir tatsächlich entspricht. Ab dem Moment bist du  auf dem Weg wahrer Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit.

Es gilt die Verantwortung zu übernehmen für unser Denken und Fühlen, für unsere Worte und unsere Handlungen und sie zum Wohle für uns selbst und andere anzuwenden.

 

3. Schritt – Zeit für Reflexion – das Tagwerk in Ordnung bringen

Früher gab es den Feierabend und der wurde gemeinsam verbracht. Da wurde in der Gemeinschaft das Tagwerk besprochen. So konnte nochmals reflektiert werden über das, was gut lief und was weniger erfolgreich war. Doch auch über die Befindlichkeit konnte gesprochen werden und die Menschen unterstützten, bekräftigten und trösteten sich gegebenenfalls.

Diesen Feierabend gibt es in dieser Form nicht mehr. Daher tun wir gut daran diese Kultur für uns selbst wieder einzuführen, jedoch in einer anderen Form. Von den großen Denkern, Künstlern und Erfindern können wir lernen, dass es wichtig ist Zeiten für die Reflexion zu nutzen; am besten täglich abends. Hierbei können wir den Tag nochmals rückblickend betrachten hinsichtlich dessen, was gut und schön war und dafür zugleich auch Dankbarkeit bezeugen. Oftmals ist dafür während des Tages zu wenig Zeit. Auch die Dinge, die nicht so gut gelaufen sind, können wir uns rückblickend bewusst machen und das Geschehene „überschreiben“. Indem wir uns vorstellen, wie es besser und stimmiger gewesen wäre, gleichen wir das negativ Erlebte des Tages aus. Unser Unterbewusstsein kennt keine Zeit und kann daher nicht unterscheiden zwischen dem real Erlebten und einer Vorstellung davon. Wichtig ist dabei, dass wir emotional beteiligt sind, bei dem was wir uns vorstellen. Wir haben somit allabendlich die Gelegenheit unser Tagwerk in Ordnung zu bringen und dann entspannt und zufrieden in die wohlverdiente Nachtruhe einzutauchen und am nächsten Morgen ausgeruht und mit frischer Kraft in den neuen Tag zu starten.

 

4. Schritt – Vergebung und die Vergangenheit abschließen

In Wikipedia finden wir hierzu folgendes: „Großmut als Fähigkeit und Bereitschaft zur Vergebung gilt seit der Antike als Tugend von Herrschern und wird heute als ein Merkmal fortgeschrittener Zivilisation angesehen.“

Wer in seinem eigenen Leben bewusst regieren statt reagieren will, kommt an der Vergebung nicht vorbei. Dazu ist es wichtig zu wissen, dass das Vergeben einer Fremdschuld nur dann möglich ist, wenn wir uns vorher selbst vergeben haben. Das wurde in der Vergangenheit in der Form nicht gelehrt. Vielmehr galt es dem sogenannten „Täter“ im Außen zu vergeben. Doch oftmals hat sich das „Opfer“ für das, was es erfahren hatte selbst angeklagt und verurteilt, ohne sich dessen bewusst zu sein. Daher gilt jetzt: Wir können anderen nicht vergeben, wenn wir uns vorher nicht selbst vergeben, für das was wir als Opfer erfahren haben.

Vergebung ist ein Prozess und wir lernen Vergebung, indem wir Vergebung üben! Dafür gibt es verschiedene Ansätze wie zum Beispiel das hawaiianische Vergebungsritual Ho´oponopono, mit dessen Hilfe wir Beziehungsprobleme, Streit und Selbstvorwürfe auflösen und uns gleichzeitig wieder mit der Kraft unseres Herzens verbinden können. Weitere Informationen dazu finden Sie hier

 

“Vergebung ist ein Geschenk das wir uns selbst machen.”
Bianka Maria Seidl

 

Eine andere Möglichkeit bietet die Tipping-Methode der radikalen Vergebung. Die Radikale Vergebung ist eine einfache, in fünf Phasen gegliederte Methode, die es dem Anwender ermöglicht, Ereignisse, die mit starken Emotionen belastet sind, wie unüberwundene Krisen, Kummer, Schmerz, Wut, Scham, Schuld etc. zu verarbeiten und den inneren Frieden wieder herzustellen.
Weitere Infos finden Sie hier und auch hier in einem Artikel in der Zeit online.

Diese Methoden helfen zu Vergeben und damit die Last, die wir täglich mit uns durch das Leben schleppen, loszulassen. Fragen wir uns deshalb:

  • Was aus der Vergangenheit trage ich wem noch nach?
  • Wie lange geht das schon?
  • Wie schwer wiegt das?

Durch das Beantworten dieser Fragen machen wir uns die Last bewusst. Zugleich kann das eine Bereitschaft in uns herstellen das Unerledigte in unserer Vergangenheit abzuschließen zu wollen, indem wir vergeben – uns selbst und anderen. Letztendlich gilt es sich bewusst zu werden, dass alle Dinge, auch die scheinbar Negativen, ihr Gutes in sich tragen. Sie haben uns wachsen lassen, sie haben überhaupt erst jenen wunderbaren, kraftvollen Menschen entstehen lassen, der wir heute sind.

Vergebung ist das Fundament jeglicher Heilung. Vergebung unterstützt dabei, dass sich Blockaden auflösen. Vergebung befreit uns von versteckten Schuldgefühlen, ermöglicht uns inneren Frieden, heilt Schmerzen, Ängste und alte Wunden. Nutzen wir daher die wundervolle Gabe, um alles, was uns unvollkommen und mangelhaft erscheint, zu vergeben und loszulassen. Vergeben wir uns selbst! Vergeben wir anderen! Entlasse wir uns  und andere in die Freiheit.

 

 

5. Wertschätzung – die neue Währung

Vor dem Hintergrund unseres erweiterten Welt- und auch Selbstverständnisses verändert sich auch unser Umgang mit unseren Mitmenschen. Wo wir früher vielleicht schnell urteilten und damit Trennung erzeugten, bleiben wir jetzt in einer gewissen Offenheit dem DU gegenüber.  Um resonanzfähig zu sein, braucht es die Offenheit und es braucht das Fühlen, um sich aufeinander einzuschwingen. statt sich lediglich auf der kognitiven Ebene zu begegnen.

 

“Wenn du das Ende von dem erreichst was du wissen solltest,
stehst du am Anfang dessen, was du fühlen solltest.”
Khalil Gibran

 

Als Mensch, der seine wahre Natur immer mehr erfährt und auch lebt, sind wir uns bewusst, dass unser Gegenüber den gleichen Seinsurgrund hat wie wir. Lediglich die Ausformung seiner Persönlichkeit ist eine andere und das kann durchaus eine bereichernde Ergänzung in der Begegnung mit diesem Menschen sein. Das Wertschätzen des Wesens dieses Menschen, als auch seiner persönlichen Andersartigkeit, schafft über die Sympathie hinaus ein Fundament für Vertrauen und zukünftige Kooperationen. Wenn wir im beruflichen Kontext einen Kunden wertschätzen, dann schwingt diese Wertschätzung zu uns zurück und es entsteht ein Verhältnis getragen von Respekt, Wohlgesonnenheit, Freude und Wohlbefinden. Solche Geschäftsbeziehungen halten viele Jahre und von langfristigen Beziehungen haben alle den allergrößten Nutzen.

Wir können die Währung Wertschätzung überall einsetzen und der Einsatz verzinst sich mit einem hohen Prozentsatz, wenn die Wertschätzung echt ist und von Herzen kommt. Diese Währung ist auch nicht abhängig von irgendwelchen äußeren Umständen und somit ist sie krisensicher. Wo vorher abwertende Kritik, Ausgrenzung, Entmutigung, Verurteilung und Beschuldigung vorgeherrscht und das Klima zwischen den Menschen belastet haben, schafft Wertschätzung Werte wie Vertrauen, Freude, Mut zur Entfaltung und so entsteht echte Wertschöpfung.

 

Das Leben neu erfahren

Wenn wir die geistigen Gesetzmäßigkeiten verstehen und anwenden lernen, erfahren wir uns selbst und das Leben neu. Das bringt eine unermessliche Freiheit mit sich. Wir können unsere schöpferischen Fähigkeiten entdecken und sie verantwortungsvoll zum Wohle für uns selbst und auch für die Welt einsetzen. In einer täglichen spirituellen Praxis der Rückbindung zum Urgrund unseres Seins, erfahren wir uns als geistig-seelische Wesen, verbunden mit allem Lebendigen, mit dem Kraftstrom des Lebens. Gestärkt kehren wir zurück in unser menschliches, persönliches Sein in unserem Alltag. Dabei gewinnen wir mehr Abstand zu den Dingen, sind gelassener, getragen von einer inneren Gewissheit des Eingebettetseins in etwas Größeres, das ewig währt und ewig nährt.

 

Soweit für heute. Gerne nehme ich  deine Gedanken und Anregungen zum Thema entgegen. Schreibe mir unten im Kommentarfeld. Ich freue mich.

In herzlicher Verbundenheit
Bianka Maria Seidl

 

P.S. Vielleicht interessiert dich das:

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About Bianka Maria Seidl

Spirituelle Mentorin, Integraler Coach, Autorin Als eine Verehrerin der Schöpfung begleite ich Menschen auf einem spirituellen Weg des inneren Wachstum. Dieser führt in eine größere innere Freiheit, wo sie ihr Leben in mehr Leichtigkeit, Lebensfreude und auch Fülle erfahren. Über die Klärung und Stärkung der Wurzeln und der Heilung des inneren Kindes finden sie in eine starke Zentrierung in der eigenen Mitte. Von hier aus gelangen sie in die Entfaltung ihrer schöpferischen Potenziale im Einklang mit dem Entwicklungsziel ihrer Seele, bis hin zur Verwirklichung eines großen Traums bzw. einer Lebensvision. Meine Blogbeiträge und Podcasts entstehen in der Absicht den Samen der Freiheit zu säen für ein neues Selbstbild und eine erweiterte Sicht der Welt.

Die 5 wichtigsten Schritte vom Überlebensmodus zum Schöpfermodus

Teil 1 von 2

Bereits in meinem letzten Blogbeitrag habe ich über den derzeitig stattfindenden großen evolutionären Wandel geschrieben und dabe aufgezeigt, wie dieser von den größeren Rhythmen der Zeit getragen wird. Wir befinden uns gerade in einer Übergangszeit von einem Zeitalter ins nächste und das wird sowohl unsere Sicht auf die Welt als auch auf das Selbst revolutionieren. Denn es findet ein allmähliches Erwachen auf  kollektiver Ebene statt.

Doch damit das Neue entstehen kann, muss das Alte weichen und damit einher gehen Krisen, Umwälzungen Unsicherheit, Desorientierung und verschiedenste Ausprägungen von Angst, die es anfangs schwer machen das Entwicklungspotenzial  zu erkennen.

Falls du den Beitrag verpasst hast, kannst du den Artikel „Selbstsicherheit, Selbstbestimmung und die Annäherung der Völker“  hier nachträglich lesen.

 

Eine größere Dimension von Zeit und Raum

In meinem Vortrag „Erschaffe dich neu! – Vom Opfer der Umstände zum selbstbestimmten Gestalter“ zeige ich einleitend diese weiter gefasste Sicht auf eine weitaus größere Dimension von Zeit und Raum auf, in die wir eingebunden sind. Es ist mir ein großes Herzensanliegen den Menschen Mut zu machen in dem ich einen radikalen Perspektivenwechsel aufzeige, bei dem sich die augenscheinlichen Krisen als große Chancen entpuppen, die uns herausfordern aus unseren alten, begrenzenden Komfortzonen und Scheinsicherheiten. Denn es gilt neue Räume und Potenziale in uns selbst zu entdecken, die es im  im Außen zu verwirklichen gilt, und wir so eine neue Gesellschaft, eine neue Welt, erschaffen.

Angeregt durch das Feedback einer Zuhörerin schreibe ich in diesem heutigen Artikel detaillierter darüber, was jede/r Einzelne für sich praktisch in seinem Alltag tun kann, um sich dorthin zu entwickeln, wie es der Wandel von uns erfordert.

 

Wie sich der innere Himmel zu verdunkeln begann

Das gerade vergehende YUGA-Zeitalter (Dauer ca. 2400 Jahre) war, entsprechend den vedischen Schriften, das „Eiserne Zeitalter“ –  ein Zeitalter der Trennung und Spaltung. Zu dieser Zeit haben die Männer die Herrschaft übernommen und vermehrt für Schutz und Sicherheit gesorgt, da die Menschheit wieder einmal in den Schlaf gefallen war. Eine Grafik und auch Text zum besseren Verständnis findest du im oben erwähnten Blogbeitrag.

Im Laufe der Zeit führte diese Entwicklung zu einer patriarchalen Herrschaft über die Natur und auch über alle anderen Bereiche des Lebens. Angefangen bei den Religionen, bis hinein in den Alltag des menschlichen Zusammenlebens, hat diese Überbetonung des männlichen Pols zu einem Ungleichgewicht geführt.
Durch diese Entwicklung ist die Polarität – eine Gesetzmäßigkeit des Lebens – gekippt und die weiblichen Prinzipien, die sich auszeichnen durch Offenheit, Empfänglichkeit, Annehmen, Raum und Zeit gewähren, und Nähren, wurden durch eine Entwicklung hin zu den männlichen Qualitäten wie Schnelligkeit, Zielorientierung logisches und rationales Denken, Wettbewerb und Konkurrenzkampf, verdrängt und damit in den Schatten gestellt.

Auf diese Weise ist die Balance zwischen diesen beiden Polen verloren gegangen. Wo vorher Einheit und Verbundenheit war, herrschte jetzt Spaltung und Trennung und damit einhergehend Gefühle der Isolation, des Mutterseelenallein- und Gottverlassen-Seins.
Zweifel, Misstrauen, Missverständnisse und Missverhältnisse zwischen den Menschen und in den Gemeinschaften dauern bis heute an.

 

“Die Polaritäten sind eine Gesetzmäßigkeit und somit Herzschlag und Atem des Lebens”

 

Yin & Yang-Symbol

Im Yin & Yang-Symbol der östlichen Tradition, ist in der Dunkelheit der Lichtpunkt und im Licht der Punkt der Dunkelheit. Beide Punkte sind als Kreis dargestellt. Das zeigt uns, dass beide Pole die Ganzheit bilden (der Punkt ist das Symbol der Einheit, der Kreis ist der Punkt in den Raum ausgedehnt). Keiner von beiden kann ohne den anderen und sie sind gleichwertig.

Beispiele in denen die Polarität in unserer physischen Erfahrungswelt verkörpert ist:

  • Tag & Nacht
  • Licht & Schatten
  • Männlich & Weiblich
  • Aktiv &  Passiv
  • Kalt und Warm
  • Kurz und Lang
  • Schnell & Langsam
  • Plus & Minus

 

Ignoranz gegenüber den Gesetzmäßigkeiten des Lebens

Unserer heutigen Welt fehlt der weibliche Pol mit den Qualitäten wie Entspannung, Ruhe, Muße, das Verständnis des Lebens als Prozess, der sich ewig fortentwickelt und Vielfalt hervorbringt, statt Monokulturen, wie wir es derzeitig allerorts vorfinden. Der Mensch hat die Nacht zum Tag gemacht und auch hier wieder die Polaritäten übergangen. Diese Ignoranz den Gesetzmäßigkeiten des Lebens gegenüber hat ihren Preis. Die Krisen und auch Krankheiten dieser Zeit offenbaren ihn jetzt für uns.

Wir wollten, dass unser Leben praktischer, einfacher wird und daher haben wir viele Dinge entwickelt, von denen viele, so wie es sich jetzt herausstellt, unsinnig sind, da der Überfluss lediglich unsere Zeit und Aufmerksamkeit benötigt, uns  mehr zu Sklaven macht und zudem die Umwelt belastet.

Viele Systeme und Entwicklung in der Vergangenheit sind aus einem egozentrischen Bewusstsein der Spaltung und des Getrenntseins heraus geschaffen worden, ohne dass dabei die Konsequenzen und Folgen für Mensch und Natur bedacht wurden. Denken wir dabei nur kurz an Fassadenverkleidungen aus Asbest, all die Gifte, die eingesetzt werden, das ganze Verpackungsplastik, das jetzt unsere Weltmeere verschmutzt und auch die meisten Arzneimittel, die eingesetzt werden und dabei Folgeschäden im menschlichen Organismus hervorrufen. All diesen Produkten ist gemeinsam, dass sie sich nicht wieder in den natürlichen Kreislauf der Natur rückbinden lassen und stattdessen ihr Unwesen treiben und Mensch und Natur belasten.

Die derzeit herrschende Umweltkrise zeigt uns dies deutlich. Wir sind letztendlich alle aufgerufen unsere egozentrische Konsum- und Komfortzone zu verlassen und wieder das Leben und die Natur in den Mittelpunkt zu stellen. Wir tun gut daran unser Bewusstsein zu erweitern, indem wir zu einem neuen Selbst- und auch Weltbezug finden, bei dem alles mit allem verbunden ist, so wie es uns die moderne Physik bereits vermittelt.

 

Das neue Zeitalter – Verbundenheit statt Trennung

Der Begründer der Quantenphysik und Nobelpreisträger Max Planck hat dies vor hundert Jahren bereits bestätigt:
„Alle Materie entsteht und besteht aus nur einer Kraft.  … so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten, intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist das Urgrund aller Materie.“
Die moderne Physik formuliert heute das, was Mystiker, Menschen mit tiefen spirituellen Einsichten, vor vielen tausend Jahren bereits wussten. Die Quantenphysik hilft also, dass wir zum einen die spirituelle Dimension unserer Wirklichkeit und unseres Selbst besser verstehen lernen.

Dieses Selbstverständnis ist für einen echten Esoteriker nichts neues, da er sich als Teil des Ganzen und somit verbunden sieht, im Wissen dass es auch das Unerlöste, das Dunkle gibt, das es zu integrieren gilt als Mensch. Während der Pseudo-Esoteriker noch mehr Trennung erzeugt, in dem er sich nur dem Lichtvollen widmet und die Kräfte des Dunkels ausgrenzt. Dabei wird er oftmals vom verleugneten Pol überrascht und eingeholt.

Der Exoteriker hingegen sieht sich von der Welt getrennt. Sein Bewusstsein gibt es nur innerhalb seines Gehirns und sein Selbstbild ist begrenzt auf die physische Dimension. Für ihn gibt es weder Seele noch Geist. Vielmehr vertraut er seinem logischen Denkvermögen und seinen normalen fünf Sinnen.

 

“Der Exoteriker ist ein Auslaufmodell. Die moderne Physik bestätigt: Alles ist mit allem verbunden.”

 

 

Unsere materielle Realität spiegelt unsere geistige Wirklichkeit

Die moderne Quantenphysik lehrt uns mittlerweile etwas anderes: Wir sind nicht getrennt von der Welt, vielmehr leben wir in einer verbundenen Welt, die wir aktiv mit gestalten und das eher unbewusst als bewusst. Wir beeinflussen das, was wir beobachten und verändern damit das Ergebnis. Unser Bewusstsein ist somit schöpferischer Natur.

Wir erschaffen jeden Moment unseren Körper neu. Pro Sekunde sterben 10.000 Zellen ab und ebenso  viele bauen sich neu auf. Ein Großteil dieser Neuerschaffung wird von unserem Unterbewusstsein erledigt. Hinsichtlich unsere Alltagsrealität haben wir jedoch die freie Wahl und können in jedem Moment aus dem Feld der Potenzialität auswählen. Unsere materielle Realität, die wir derzeit vorfinden, spiegelt unsere geistige Wirklichkeit, denn Geist und Materie sind eins. Geist gerinnt und wird zur Materie.

Diese ungeheueren Erkenntnisse müssen wir erstmal verdauen, um zu verstehen, welche Auswirkungen sie für uns haben können, wenn wir bereit sind uns diesem neuen Welt- und Selbstbild zu öffnen. Erst dann können wir damit beginnen zu experimentieren, neue Erfahrungen zu sammeln und schließlich erkennen, dass wir vom Überlebensmodus in einen Schöpfermodus gelangt sind.

 

“Wir erkennen, dass wir selbst, die Welt und unsere Zukunft offen sind – voller Potenzial”

 

Diese fundamentalen Veränderungen im Verständnis unserer Beziehung zur Welt, zur Wirklichkeit und vor allem zu uns selbst, sowie der Macht unseres Bewusstseins, treffen uns im Kern. Wir erkennen, dass wir selbst, die Welt und unsere Zukunft offen sind –voller Potenzial. Dass wir kraft unseres Bewusstseins das, was wir auswählen in die materielle Realität bringen können. Unsere Möglichkeiten sind also unermesslich größer, je bewusster wir werden. Auf diese Weise überwinden wir die derzeitigen Begrenzungen Schritt für Schritt.

Krankhaftes Wirtschaftswachstum, angstvolles Konkurrenzverhalten und ein aus den Fugen geratenes Konsumverhalten sind nur ein kleiner, unbedeutender Teil, gemessen an unseren wahren Möglichkeiten. Der Atomforscher und Nobelpreisträger Prof. Dr. Carlo Rubbia hat eine Naturkonstante bewiesen, die besagt, dass etwa 1 Milliarde Energieeinheiten nötig sind, um 1 Materie-Einheit zu formen, d.h. Energie ist das übergeordnete Prinzip. Siglinda Oppelt formuliert es in ihrem Buch Quantensprung im Business so:

 

“Wer sich nur mit Materie beschäftigt, orientiert sich lediglich an einem Milliardstel der Wirklichkeit.”

Siglinda Oppelt

 

Das gleiche gilt natürlich, wenn wir uns nur mit unserem materiellen Selbst, unserem Körper identifizieren. Wie sieht hingegen eine Welt aus, in der die Menschen auf breiter Ebene beginnen im Bewusstsein der Verbundenheit die Macht ihres Geistes zum Wohle des Ganzen einzusetzen? Stelle dir einmal in einem ruhigen Moment diese Frage und lass dann deiner Vorstellungskraft freien Lauf.

 

Soweit für heute. In Teil 2 dieses Beitrags erwartet Sie dann im Mai folgende Themenpunkte.

  • Gesetzmäßigkeit leben – Verbundenheit erfahren
  • Den Schleier der Dualität lüften
  • 5 wichtige Schritte zu einem dynamischen, erweiterten Selbst

 

Ich hoffe ich konnte dich mit diesem Beitrag dazu inspirieren dich selbst und dein Leben einmal in diesen größeren Kontext von Zeit und Raum zu setzen und auch die Folgerichtigkeit des derzeitigen Wandeln zu begreifen. Dieses mehr an Verständnis und Klarheit kann dazu verhelfen sich ruhiger und gelassener auf den Strom des Lebens einzulassen und mit ihm zu fließen.

Gerne lese ich deine Gedanken zu meinem Betrag und freue mich auf einen Austausch.

 

Hier geht´s zu Teil 2 des Beitrages.

 

In herzlicher Verbundenheit

Bianka Maria Seidl

 

 

 

Bildnachweis: Yin and yang symbol, #82053089 | Urheber: Donets

About Bianka Maria Seidl

Spirituelle Mentorin, Integraler Coach, Autorin Als eine Verehrerin der Schöpfung begleite ich Menschen auf einem spirituellen Weg des inneren Wachstum. Dieser führt in eine größere innere Freiheit, wo sie ihr Leben in mehr Leichtigkeit, Lebensfreude und auch Fülle erfahren. Über die Klärung und Stärkung der Wurzeln und der Heilung des inneren Kindes finden sie in eine starke Zentrierung in der eigenen Mitte. Von hier aus gelangen sie in die Entfaltung ihrer schöpferischen Potenziale im Einklang mit dem Entwicklungsziel ihrer Seele, bis hin zur Verwirklichung eines großen Traums bzw. einer Lebensvision. Meine Blogbeiträge und Podcasts entstehen in der Absicht den Samen der Freiheit zu säen für ein neues Selbstbild und eine erweiterte Sicht der Welt.

Im Getümmel der Masse kann sich der einzelne Mensch weniger gut indiviualisieren. Zu stark sind die kollektiven, geistigen Fasern, die sein Korsett seit Eintritt in dieses Erdenleben schnüren. Dieses Korsett, das unsichtbar und dennoch wirksam ist, verhindert dass sich der Mensch tatsächlich in seinem Kern, in seinem Sein erfährt.
Doch ohne diesen Kern zu erfahren, wissen wir nicht wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir gehen. Stattdessen drehen wir uns im Kreis, tagein und tagaus. Wir wechseln dabei die Umgebung, streichen unsere Wände neu, geben uns eine neue Frisur und neue Kleider, doch all das berührt nicht das, wer wir wirklich sind.

 

Fehlende Gesetzmäßigkeit führt in ein Ungleichgewicht

Der Wunsch nach immer größer, weiter und schneller hat viele Menschen in einen Sog, in eine Abwärtsspirale getrieben, die den Verfall von Werten, Wertschätzung und Wertschöpfung nach sich zieht. Die Gesetzmäßigkeiten des Lebens werden ignoriert. Der Lebenslehrling Mensch entpuppt sich als Zauberlehrling, dem seine Schöpfungen und Kreationen völlig aus dem Ruder laufen. Gesetzlichkeit hat daher den Platz von Gesetzmäßigkeit eingenommen und davon braucht es immer mehr.

Die Unwissenheit und auch Ignoranz im Hinblick auf die Gesetzmäßigkeiten des Lebens haben dazu geführt, dass jetzt ein Übermaß erreicht ist, das uns alle betrifft und für alle spürbar ist. Die Ursache für dieses Ungleichgewicht ist die Trennung des Menschen in seinem Bewusstsein von der Schöpfung. Und diese Trennung wurde wiederum verursacht durch einen einseitig orientierten männlichen Geist, der das weibliche Schöpfungsprinzip außer acht lässt.

 

Alles entsteht aus einer männlichen und weiblichen Kraft

Jede Kreation entsteht aus einer männlichen und weiblichen Kraft – ähnlich der Pole einer Batterie zwischen denen Strom fließt. Wird das weibliche Prinzip verdrängt, so wie es in den vergangenen Jahrhunderten passiert ist, entsteht eine Einseitigkeit, die uns überall mittlerweile entgegenschlägt. Die Nacht wird zum Tag gemacht und Zeit wird gleichgesetzt mit einem Geldwert. Diese Gleichmachung bewirkt, dass wir den natürlichen Rhythmus ignorieren, ja völlig aus den Augen verlieren und damit nehmen unsere biologischen Systeme Schaden. Denn diese lassen sich nicht in ein Zeitschema pressen, nur weil es wirtschaftlicher ist. Wir bemerken das im Kleinen bereits alljährlich bei der künstlichen Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit.

Weil der Mensch in den modernen Industriestaaten den Bezug zu den natürlichen Rhythmen verloren hat, hat er auch den Bezug zu sich und seinen natürlichen Bedürfnissen verloren. Die Folgen sind überall sichtbar. Noch nie gab es soviele psychosamtische Krankheiten wie in dieser Zeit. Krankheit entsteht immer aus einem Ungleichgewicht im Bewusstsein.

 

Das Ungleichgewicht kippt – der Gesetzmäßigkeit folgend

Auch in der Landwirtschaft ist die Einseitigkeit sichtbar. Monokulturen verdrängen die Artenvielfalt. Die Ökosysteme nehmen Schaden und das wirkt sich wiederum auf den gesamten Planeten aus.
Alles ist mit allem verbunden. Wir atmen die Luft, die, um ein Beispiel zu nennen, bereits Johann W. v. Goethe geatmet hat. Wir trinken das Wasser, das Platon schon getrunken hat. Denn die elementaren Kreisläufe bestehen schon seit Milliarden von Jahren hier auf der Erde.
Jetzt sind wir an einem Punkt in der Entwicklung der Menschheit angekommen, wo das Ungleichgewicht, das durch eine Überbetonung des männlichen Prinzips herbei geführt wurde, kippt und in ein vorübergehendes Chaos führt. Die Kräfte müssen sich neu verteilen und auf einer neuen Entwicklungsebene in ihre ursprüngliche Ordnung finden. Dieser derzeit wirkende evolutionäre Impuls folgt lediglich der Gesetzmäßigkeit des Lebens, die wie im Kleinen auch im Großen wirkt.

 

Die Qualitäten des weiblichen Prinzips integrieren

Das weibliche Prinzip muss seinen gesetzmäßigen Platz im Schöpfungsprozess des Menschen wieder einnehmen dürfen. Damit einher gehen Qualitäten von Verbundenheit, Wertschätzung des Lebenendigen, der Kreatur und der Natur. Das Wissen und die Weisheit um die natürlichen Rhythmen, für den richtigen Zeitpunkt, aber auch für den guten Platz sind Qualitäten des weiblichen Prinzips.
Es braucht wieder ein Fühlen und Spüren von Qualitäten, die für das normale Auge unsichtbar sind. Für die feinen Stimmen und Laute in den Zwischenräumen des Atems, der Sprache, des Ausdrucks. Es braucht ein Lauschen auf die inneren Impulse, die innere Stimme, die Intuition und auch Inspiration.

All das darf in der kommenden Zeit, nach dem großen Umbruch, die Schöpfungsprozesse der Menschen bereichern und damit das Leben hier auf dieser Erde in eine neue Ära führen.

Eine Ära in der sich Menschen ihrer Verbundenheit mit der Schöpfung wieder bewusst sind. Eine Zeit, die ein neues Miteinander ermöglicht, weil das DU im Außen, so wie das ICH auch, als Teil eines umfassenderen großen Ganzen erkannt und gefühlt wird.

 

Vom Zauberlehrling zum Mitschöpfer

Auf dieser neuen Entwicklungsebene verbinden sich die Kräfte des männlichen und weiblichen Prinzips wieder vermehrt harmonisch und es entstehen daher auch Kreationen, die sowohl der Natur, als auch der universellen Schöpfung zuträglich sind.
Der Mensch wird zum Mitschöpfer im großen Plan, der gemäß den Gesetzmäßigkeiten des Lebens sein Umfeld gestaltet und verwaltet und dabei seine bestmögliche Version verwirklicht.

Fragen wir uns daher

  • Wie sieht es in meinem geschaffenen Leben aus hinsichtlich dieser zwei Prinzipien?
  • Wie sind die Kräfte verteilt?
  • Wo kommt das weibliche Prinzip zu kurz?
  • Welche Ungleichgewichte gibt es und wie kann ich diese wieder ins Lot bringen?
  • Was braucht es in meiner Lebensführung, um mich wieder vermehrt mit den
    natürlichen Rhythmen in Verbindung zu bringen und damit auch mit der Schöpfung?

Und dann ist es wichtig, dass wir unsere Antworten umsetzen und auch leben.

 

Jetzt ist die Zeit der großen Veränderung. Wir alle sind davon betroffen, ob es uns bewusst ist oder nicht, ob es uns passt oder nicht. Wagen wir es das Jetzt radikal neu zu gestalten und geben wir dem weiblichen Prinzip vermehrt Raum darin. Machen wir uns so als Individuum in Verbundenheit mit der Menschheit auf den Weg hinein in eine lebenswertere Zukunft.

 

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About Bianka Maria Seidl

Spirituelle Mentorin, Integraler Coach, Autorin Als eine Verehrerin der Schöpfung begleite ich Menschen auf einem spirituellen Weg des inneren Wachstum. Dieser führt in eine größere innere Freiheit, wo sie ihr Leben in mehr Leichtigkeit, Lebensfreude und auch Fülle erfahren. Über die Klärung und Stärkung der Wurzeln und der Heilung des inneren Kindes finden sie in eine starke Zentrierung in der eigenen Mitte. Von hier aus gelangen sie in die Entfaltung ihrer schöpferischen Potenziale im Einklang mit dem Entwicklungsziel ihrer Seele, bis hin zur Verwirklichung eines großen Traums bzw. einer Lebensvision. Meine Blogbeiträge und Podcasts entstehen in der Absicht den Samen der Freiheit zu säen für ein neues Selbstbild und eine erweiterte Sicht der Welt.