Glücklich und erfüllt leben in der zweiten Lebenshälfte

Alles ändert sich, auch unsere Lebenserwartung. Was heißt das aber genau? Und was braucht es, um auch hier dem Wandel gerecht zu werden? In der westlichen Welt sind wir mit achtzehn Jahren volljährig. Aber sind wir mit achtzehn auch wirklich erwachsen? In den Vedischen Schriften heißt es, dass wir bei guter Lebensweise nach Yoga-Art und gesunder Ernährung leicht 120 Jahre alt werden können. Bei einer Einteilung in vier Lebensalter sieht es so aus:

  • Kindheit – bis 30 Jahre
  • Jugendzeit – bis 60 Jahre 
  • Erwachsenenalter – bis 90 Jahre
  • Greisenalter – bis 120 Jahre

Bis zum sechzigsten Lebensjahr sind wir demnach Jugendliche. Wenn ich so in die Welt hinaus sehe, dann scheint mir das sehr stimmig :-). Anschließend folgt eine dreißigjährige Phase des Erwachsenseins. Nur schade, dass da die meisten schon im Ruhestand und nur noch Verwalter ihres Besitzes sind. Mit 90 Jahren treten wir in die Weisheit des Alters ein, wo wir bis zu unserem Tod mit etwa einhundertzwanzig Jahren bei guter Gesundheit verweilen und unsere Weisheit und Lebenserfahrung teilen.

Das klingt jetzt für uns Europäer eher wie ein Witz, doch deckt sich diese Annahme in etwa auch mit dem anthroposophischen Weltbild von Rudolf Steiner. Darin ist das geistig-seelische Herz des Menschen erst um die dreißig vollständig erwacht. Dann kommen die Jahre bis sechzig, wo wir uns ausprobieren, uns kennenlernen und erfahren und unseren Platz in der Welt einnehmen.

 

Mit 60 Jahren endlich reif und erwachsen

Ab sechzig Jahren hat der Mensch eine Reife und einen gewissen Abstand zu sich selbst und zu den Dingen und findet so in eine größere Gelassenheit und Ruhe. Jetzt kann er mit sich selbst, seinen Stärken und Schwächen umgehen, wie es für einen Er-wach-sene stimmig ist. In der Phase der Altersweisheit können wir unsere Erfahrungen und Weisheit teilen und dann für eine Weile Tschüss sagen und  im Frieden gehen.

Ich habe in der dritten Klasse Volksschule einen kleinen Aufsatz darüber geschrieben, warum ich hundert Jahre alt werden will. Das kleine Schulheft habe ich immer noch pastedGraphic.png:-). Rückblickend gesehen war das Ansinnen einhundert Jahre zu werden zur damaligen Zeit ein sehr hoher Anspruch. Ich wusste als Kind nichts davon und dennoch war dieser Wunsch bereits in mir vorhanden. Heute ist die Überschreitung der hunderter Alterszone keine Seltenheit mehr.

Stelle dir jetzt einmal vor, du gehst von solch einer vierer Einteilung für deine Lebenszeit aus, und du richtest deine Einstellung dementsprechend aus. 

  • Wie glaubst du wird sich das auswirken, auf deinen Körper, deine Gesundheit, deine Schaffenskraft? 
  • Was verändert sich dadurch für dich? 
  • Wie fühlst du dann in deinem aktuellen Lebensalter, wenn du dir vorstellst, dass du dich ja erst in der Jugendzeit befindest, oder gerade mal zu Beginn des Erwachsenenalters? 
  • Was glaubst du passiert mit deiner Lebenskraft, wenn du deine Einstellung in diese Richtung veränderst?
  • Wie verändert das deine weitere Ausrichtung und Lebensplanung?

Ich für meinen Teil finde diese Einteilung und die damit verbundene Einstellung höchst attraktiv und vielleicht machst auch du mal dieses Experiment und stellst dir vor, dass du jetzt gerade erst am Ende deiner Jugendzeit, bzw. am Beginn deiner Erwachsenenzeit bist und noch so und so viele Jahre Lebenszeit vor dir hast.
Gerne lese ich deine Gedanken dazu auch im Kommentarfeld unter diesem Beitrag.

Unsere Einstellungen sind unser Ausblick auf das Leben und formen unsere Zukunft

Unsere Einstellungen sind unser Ausblick auf das Leben. Sie formen unsere Lebenssituation und auch unsere Zukunft. Sie entscheiden darüber, wieviel Energie wir zur Verfügung haben. Vor allem der kollektive Geist ist mächtig und prägend. Mag sein, dass die bisherige landläufige Sicht auf die Entwicklung der verschiedenen Lebensalter richtig war, doch wie alles im Leben unterliegt auch sie dem Wandel. Wir werden älter als bisher und darum braucht es auch eine Veränderung in unserer Einstellung. 

Es kann nicht sein, dass die Kindheit und Jugend nur 18 Jahre dauert, das Erwachsenenalter maximal 40 Jahre und wir dann über 40 Jahre lang die Alten sind. Das, was einstmals passend und richtig war, ist mittlerweile nicht mehr passend und somit braucht es eine Erweiterung unserer Einstellung, damit wir uns auch in der zweiten Lebenshälfte weiterentwickeln und wachsen. 

Ausgehend von dieser Vierer-Einteilung der Lebensphasen stellt sich natürlich die Frage wie will ich leben als Erwachsener in den kommenden dreißig Jahren. Ich stelle mir derzeit diese Frage, weil ich kurz davor bin diese Schwelle zu überschreiten. 

Die offizielle Lebenserwartung liegt derzeit bei achtzig Jahren – Tendenz steigend. Die Arbeitszeit soll daher um zweieinhalb Jahre verlängert werden. Doch viele, die “hart arbeiten” wehren sich dagegen. Warum ist das so? Ich denke, dass sich diese Menschen gegen weitere Jahre wehren, in denen sie keine Erfüllung durch ihren Job erfahren. 

Welchen Sinn hat ein längeres Leben ohne Erfüllung? 

Doch was schenkt Erfüllung? Was ist sinnvoll im Erwachsenenalter zwischen sechzig und neunzig Jahren? Und was  muss sich ändern, damit Menschen auch in späteren Jahren gerne ihre Zeit und Energie aufbringen, um das Leben mitzugestalten, statt frühzeitig pflegebedürftig, hilflos und einsam zu sein?

Das Leben ist ein Geschenk, das es auszupacken gilt, heißt es. Was ist damit gemeint? Wir alle kommen in dieses Leben vollgepackt mit Gaben, das sind unsere Begabungen. Spätestens in der Schule werden wir wie leere Körbe behandelt, die es zu füllen gilt mit Lee(h)rstoff. Wir werden zugestopft mit leblosen Wissen, das unsere Gaben überdeckt. Je nach innerem Antrieb und Erziehung gestaltet sich unser Lebensweg. Es braucht viel Mut sich dieser Füllstoffe, die uns unsere Eltern und auch Lehrer mitgegeben haben, zu entledigen und sich frei zu machen für das, was tatsächlich unser Schatz ist, den wir hier auf die Erde mitgebracht haben. Solange wir von diesem Schatz nichts wissen, hat er für uns keinen Wert.

Stattdessen haben wir uns im Außen orientiert, an dem was mann/frau so macht. Hieraus haben wir unsere Ziele definiert und sie verwirklicht. Oftmals haben wir dadurch aber keine Erfüllung erlangt. Warum ist das so? Wir haben doch alles was wir brauchen? Ist das wirklich so, oder haben wir das, was wir mitgebracht haben in dieses Leben, schlichtweg nicht ausgepackt und daher fehlt uns auch die Erfüllung. Stattdessen stopfen wir uns zu mit Konsumgütern, in der Meinung dass dies unseren inneren Hunger nach Erfüllung stillen könnte. Die Erfahrung lehrt uns, dass das nicht stimmt.

Des Lebens Ruf an uns endet nie

Doch das Leben ist immer auf Heil- und Ganzwerdung ausgerichtet und so ruft es uns zu bestimmten Zeiten von innen her. Vernehmen wir diesen inneren Ruf, bieten sich uns neue Möglichkeiten unseren inneren Schatz zu bergen und die noch schlummernden Gaben zu entfalten. So erfüllen wir  auch unsere Auf-Gabe und führen auch im Alter ein Sinn erfülltes Leben.

Der innere Ruf in der zweiten Lebenshälfte erreicht uns oftmals über ein Gefühl der tiefen Unzufriedenheit. Die Pfade in der Komfortzone sind ausgetreten, schenken keine Kraft mehr. Es fehlt uns an Schwung und Elan. Täglich grüßt das Murmeltier und der Alltag wird langsam immer eintöniger. Wir fragen uns: War das jetzt alles? Zugleich verspüren wir noch einen Hunger auf das Leben. Wir fühlen, dass da noch soviel mehr in uns gibt, das bisher nicht gelebt werden konnte. Doch wo und wie anfangen? 

An diesem Punkt angelangt stehen wir vor einer Weggabelung und müssen uns entscheiden, wie unser Leben in der zweiten Hälfte sein soll. Lassen wir alles beim Alten, werden wir an Lebenskraft, Lebensmut und Selbstachtung einbüßen. Wir verliert mehr und mehr unsere Freude am Dasein, jammern über den Verlust der Gesundheit und beklagen uns, dass die Welt immer unsicherer und schlechter wird. Dieser Weg ist ein Kreislauf in immer enger werdenden Schleifen dem Verfall entgegen.

Es ist nie zu spät für ein erfülltes Leben

Entscheiden wir uns hingegen für den anderen Weg, werden wir unsere Unzufriedenheit bis zu ihrer Ursache verfolgen. Dabei werden wir ehrlich zu uns selbst sein müssen, damit die Wahrheit ans Licht kommt, die uns schließlich frei macht. Aus freiem Herzen entscheiden wir uns dann für den Weg unserer geistig-seelischen Weiterentwicklung und folgen dem, was uns zutiefst von innen her ruft.

Wir werden dabei noch schlummernde Potenziale entdecken und entfalten und Lebenskraft bis ins sehr hohe Alter wird uns dadurch zufließen. Anstatt bedürftig und krank zu sein, leben wir unsere Gaben als unsere Aufgabe, unsere wahre Berufung. In dieser Erfüllung sind wir wie ein großer Baum, der seine Früchte hervorbringt und sie bedingungslos teilt. Jetzt sind wir im Einklang mit dem Kreislauf der Schöpfung. In dieser bewussten Verbundenheit fühlten wir uns als ein wichtiger Teil davon. Unser Beitrag erfährt die Wertschätzung, die wir uns selbst und unserem Leben entgegengebracht haben. Sinn erfüllt und in Würde geht es dann in die letzte Lebensphase. Hier sind wir ein Quell von Weisheit und zugleich ein Vorbild für ein wert- und würdevolles Altwerden.

 

Vielen Dank für deine Zeit und Aufmerksamkeit. Gerne lese ich deine Gedanken im Kommentarfeld und freue mich auf einen Austausch.

In herzlicher Verbundenheit

Bianka Maria Seidl

 

INTERVIEW-PARTNERINNEN gesucht – Frauen 45+!


Ich arbeite gerade an der Entwicklung eines neuen Angebots für Frauen in der Lebensmitte mit dem Thema: „Berufung finden und leben – für ein erfülltes Leben in der zweiten Lebenshälfte”. Ich will es optimieren und habe Fragen hinsichtlich Probleme, Wünsche, Träume etc..

Wenn du in dieser Lebensphase bist und dich derzeit auch neu orientierst, wären deine Antworten sehr hilfreich.
Unser Info-Gespräch würde ca. 20 Minuten dauern und würde mir sehr helfen.
Aus den Erfahrungen der letzten Gespräche weiß ich, dass du dir interessante Informationen zum Thema mitnimmst.
Bei Interesse sende mir bitte eine Mail an [email protected] – Danke schon einmal imVoraus.

 

 

 

 

About Bianka Maria Seidl

Spirituelle Mentorin, Integraler Coach, Autorin Als eine Verehrerin der Schöpfung begleite ich Menschen auf einem spirituellen Weg des inneren Wachstum. Dieser führt in eine größere innere Freiheit, wo sie ihr Leben in mehr Leichtigkeit, Lebensfreude und auch Fülle erfahren. Über die Klärung und Stärkung der Wurzeln und der Heilung des inneren Kindes finden sie in eine starke Zentrierung in der eigenen Mitte. Von hier aus gelangen sie in die Entfaltung ihrer schöpferischen Potenziale im Einklang mit dem Entwicklungsziel ihrer Seele, bis hin zur Verwirklichung eines großen Traums bzw. einer Lebensvision. Meine Blogbeiträge und Podcasts entstehen in der Absicht den Samen der Freiheit zu säen für ein neues Selbstbild und eine erweiterte Sicht der Welt.

Solange zwei Herzen in der Brust schlagen, die in unterschiedliche Richtungen ziehen, gibt es kein richtiges Vorwärtskommen. Gefühlt wird dies als Entscheidungsschwäche. Es fällt uns schwer eine Entscheidung zu treffen, denn die rationale Seite kann sich mit der Gefühlsseite nicht einigen. Sie kommen auf keinen gemeinsamen grünen Zweig. Und so wiegt der Mensch ab und dabei geht es hin uns her zwischen den Waagschalen, ohne dass eine Entscheidung getroffen werden könnte. Dinge werden auf die lange Bank geschoben und irgendwann verkümmern die einst großen Ideen, und Sehnsüchte und Wünsche bleiben unerfüllt.  

Jede Entscheidung fordert eine Trennung, ein Opfer sozusagen. Entscheidungen, die das Alltägliche betreffen fallen uns weniger schwer, doch in dem Moment, wo es ums Wesentliche geht, zeigt es sich, inwieweit wir fähig sind unsere inneren Kräfte zu bündeln und zu einen. Dabei geht es immer um die weiblichen und männlichen Anteile in uns. Diese beiden Kräfte sind an jedem Schöpfungsprozess aus dem Neues entsteht, beteiligt.

Wenn das Lebensgespann in unterschiedliche Richtungen zieht

Doch woher kommt es, dass unser Lebensgespann,  unsere männlichen und weiblichen Kräfte, manchmal in so unterschiedliche Richtungen streben und dadurch ein richtiges Vorwärtskommen so erschwert ist? 

Hierfür gilt es den Blick rückwärts in die Kindheit zu richten und zu reflektieren. In welche männlichen und weiblichen Vorbilder, in dem Fall Vater und Mutter, haben wir geschaut?. Wie hat der Vater seine männliche Kraft gelebt und wie die Mutter ihre Kraft? Und am wichtigsten: Wie war ihr Miteinander? 

Haben wir in der Kindheit Eltern erlebt, die oft im Konflikt miteinander lagen, dann haben wir diese beiden Kräfte verinnerlicht. Als Erwachsene schalten und walten diese beiden Kräfte immer noch in uns. Sie reißen uns hin und her und wir sind entscheidungsschwach, weil wir nicht wissen, wie wir diese Kräfte einen können. Das hat uns niemand gezeigt. Und so leben viele Menschen mit  einem mehr oder weniger intensiven inneren Konflikt.

Bei manchen sind es stille, innere Schwellbrände, die die Lebensfreude deckeln und die Stimmung trüben. Bei anderen sind es heftige Konflikte, die sich explosiv im außen entladen, wenn die Spannung zwischen den männlichen und weiblichen Kräften zu groß wird – es auf Biegen und Brechen  hinausläuft.

Die männlichen und weiblichen Kräfte in Harmonie bringen

Um die Kraft und Macht der Entscheidung für uns und unsere Entwicklung nutzen zu können, gilt es sich des eigenen Kräftegemischs bewusst zu werden und es in eine harmonische Verbindung zu bringen. Immer braucht es eine Aussöhnung zwischen unseren weiblichen und männlichen Kräften. Doch wer soll das herbeiführen und wie kann das gelingen? 

Solange sich diese inneren Kräfte gegenseitig behindern, erleben wir einen sich ewig wiederholenden Kreislauf, der uns im Laufe der Zeit immer mehr ermüdet und erschöpft. Erst wenn wir beginnen uns dessen bewusst zu werden, können wir es ändern und uns an eine zentrale innere Instanz wenden. Diese Instanz ist unser geistig-seelisches Herz in der Mitte unserer Brust. Es ist das mystische Herz in dem die Vereinigung der scheinbar gegensätzlichen Kräfte stattfindet. Das Herz wirkt wie eine Relais-Station. Es verbindet unsere niederen mit unseren höheren Ebenen unseren Seins. Es schenkt unseren  Ideen das Feuer und in Verbindung mit unserer tiefsten Sehnsucht entstehen daraus Lebensträume und Visionen. 

Entscheiden aus ganzem Herzen

Das mystische Herz eint die gegensätzlichen Kräfte in uns zu einem harmonischen Ganzen. Diese gebündelte Kraft wirkt wie ein Laserschwert, wenn wir damit unsere Entscheidungen treffen. 

Statt halbherzig entscheiden wir aus ganzem Herzen und damit richten wir uns auf Wachstum und Entfaltung aus. Unser Lebensgespann zieht jetzt kraftvoll vorwärts, unserer bestmöglichen Version und Vision entgegen. 

Wagen wir es, uns ganz unserem Herzen anzuvertrauen und hieraus unsere Entscheidungen zu treffen.

 

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Bildnachweis: Photo by Thomas AE on Unsplash

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Spirituelle Mentorin, Integraler Coach, Autorin Als eine Verehrerin der Schöpfung begleite ich Menschen auf einem spirituellen Weg des inneren Wachstum. Dieser führt in eine größere innere Freiheit, wo sie ihr Leben in mehr Leichtigkeit, Lebensfreude und auch Fülle erfahren. Über die Klärung und Stärkung der Wurzeln und der Heilung des inneren Kindes finden sie in eine starke Zentrierung in der eigenen Mitte. Von hier aus gelangen sie in die Entfaltung ihrer schöpferischen Potenziale im Einklang mit dem Entwicklungsziel ihrer Seele, bis hin zur Verwirklichung eines großen Traums bzw. einer Lebensvision. Meine Blogbeiträge und Podcasts entstehen in der Absicht den Samen der Freiheit zu säen für ein neues Selbstbild und eine erweiterte Sicht der Welt.

Warum es die Ermächtigung zum Gut-genug-sein braucht

Frauen verdienen im Durchschnitt immer noch weniger als Männer. Das liegt zum einen an den von Männern geschaffenen Strukturen und zum anderen auch an den Frauen selbst. Zulange schon währt der Minderwert. In manchen Kulturen ist das ganz offensichtlich. Bei uns, in der westlichen Welt, steckt dieser Minderwert tief in den Knochen der Frauen, wenngleich auch schön verpackt. Und so wagen es viele Frauen immer noch nicht die Chancen und Möglichkeiten zu ergreifen, die sich ihnen bieten.

Diejenigen, die mutig genug sind und sich selbständig machen, um ein freieres Leben zu führen, wissen oftmals nicht, was sie wert sind. Sie verkaufen Ihre Dienstleistung unter Wert und schüren damit die eigene Unzufriedenheit. Was braucht es, damit Frauen verdienen, was sie wert sind?

Endlich gut genug sein

Verdienen, was ich wert bin, setzt voraus, dass ich mich für gut genug befinde. Solange ich mir nicht sicher bin, dass ich gut genug bin, werde ich das, was mir das Leben an Gaben und Talenten geschenkt hat, der Welt nicht zeigen und somit diene ich damit nicht. Gestehe ich mir hingegen mein Gut-genug-sein zu, werde ich den Schatz, der im Kern meines Wesen verborgen liegt, bergen und ihn mit der Welt teilen. Dabei wertschätze ich meinen Beitrag und diene damit der Welt.

Folge ich hingegen einem strategischen Weg, wie es in der Businesswelt da draußen bislang vorgegeben war, verfolge ich oftmals falsche Ziele. Ich schmiede Businesspläne, die mich quälen, weil sie mir nicht liegen und zugleich bestärkt dies wiederum die Zweifel an mir und meinen Fähigkeiten, weil ich das, was man(n) eben tun muss, um erfolgreich zu sein und gut zu verdienen, nicht erbringen kann.

Ich gehe von einer Weiterbildung zur nächsten, immer in der Grundannahme, dass ich noch nicht gut genug bin. Ich horte das Wissen. Es liegt brach in mir und verstopft meine Kanäle. Es fehlen die entsprechenden Kunden. Oder ich habe Kunden, die nicht bereit sind, angemessen für meine Dienstleistung zu zahlen. Warum ist das bei so vielen der Fall?

Die eigenen Talente und Gaben wertschätzen

Solange ich aus einem falschen Antrieb heraus diene, werde ich nicht verdienen, was ich wert bin. Wahrlich diene ich mit meinen Gaben und Talenten. Dieses Verdienen geschieht mühelos, wenn ich das, was in  mir angelegt ist entfalte, es wertschätzt und mit der Welt teile.

Bei der Entfaltung meiner Talente werde ich Höhen und Tiefen erfahren und dabei Stärken entwickeln. Letztendlich stellt sich tiefe Freude, Zufriedenheit und Erfüllung ein. Diese Energie der Freude, der Zufriedenheit und Erfüllung ist es, die andere Menschen anzieht. Damit gehen sie in Resonanz. Das wollen sie auch für ihr Leben und dafür sind sie bereit angemessen zu bezahlen. Sicherlich nicht alle. Es ist auch gar nicht erstrebenswert. Vielmehr ziehe ich Menschen zu mir, die dafür bereit sind. Sie kaufen  mein Produkt, oder meine Dienstleistung, weil diese der Träger von Freude und Erfüllung ist. Das ist es, was die Herzen der Menschen bewegt und letztendlich ihre Entwicklung fördert.

Verdienen, was ich wert bin, setzt voraus, dass ich meine einzigartigen Talente und Gaben entdecke, sie entfalte und wertschätze. Auf diesem Weg werde ich  Fehler machen, weil ich mir unbekanntes Terrain erschließe. Doch das darf mich nicht aufhalten und den Zweifeln wieder Tür und Tor öffnen. Stattdessen widme ich mich weiter der Entfaltung meines Potenzials, bis ich schließlich nach all den Mühen in eine Leichtigkeit gelange und mir immer mehr Freude, Zufriedenheit und Erfüllung zufließt.

Sind diese Potenziale entfaltet gilt es daraus Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und sie auf den Markt zu bringen. Hier verdiene ich, was meine Freude, meine Erfüllung und  meine Zufriedenheit wert sind.

Das Warum ist wichtig

Die Motivation hinter dem, was ich tue ist sehr wichtig. Wieviel Freude, Erfüllung und Zufriedenheit sind in meinen Produkten oder in meiner Dienstleistung enthalten?
Kann ein Produkt, eine Dienstleistung, dienen, die aus Angst heraus entstanden sind? Welches Resonanzfeld erzeugt das wohl?

Eine weitere Frage drängst sich mir auf. Wie dienlich ist es mit der Angst der Menschen Geld zu verdienen? Welche Wertschöpfung sollte sich da einstellen, wenn kurzweilige, oberflächliche Befriedigung das Ergebnis ist und am Ende kein Wert geschöpft wurde?

Werte schätzen und Werte schöpfen

Das individuelle Potenzial in die Entfaltung gebracht, schafft neue Werte im eigenen Leben und im Leben anderer Menschen. Diese Werte, wie hier zum Beispiel Freude, Zufriedenheit und Erfüllung, gelangen in einen Schöpfungskreislauf, der, indem er geteilt wird, immer neue Werte hervorbringt.

So dürfen wir Frauen uns in diesem Bereich selbst ermächtigen und uns zugestehen, dass wir gut genug sind, um zu verdienen, was wir wert sind. Lasst uns daher unsere weiblichen Potenziale und Qualitäten vermehrt entdecken, entfalten und sie vor allem wertschätzend mit der Welt teilen.

Wir sind die, auf die wir gewartet haben. Jetzt ist die Zeit uns zu zeigen, weil wir gut genug sind und das verdienen, was wir wert sind.

 

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