Sich den neuen Luxus leisten und Zeit und Raum für´s Wesentliche finden

“Aufstehen, Straßenbahn, Büro,
Essen, Arbeit, Essen, Schlafen,
Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag,
immer derselbe Rhythmus
– das ist sehr lange ein bequemer Weg.
Eines Tages aber steht das Warum da,
und mit diesem Überdruss,
in den sich Erstaunen mischt, fängt alles an.”
Albert Camus, “Der Mythos von Sisyphos“

 

Eines Tages stellte sich der Schweizer Swissair-Manager Rolf Dobelli, er war gerade 35 geworden, eine einfache Frage: Was gefällt mir am besten an meinem Job? Er fand keine Antwort. Also änderte er die Frage: Was gefällt mir überhaupt an meinem Job? Worauf er zu dem Schluss kam: Nichts Spezielles. Eigentlich gar nichts. Dobelli setzte sich hin und schrieb zwei Sätze aufs Papier, die ihm gerade in den Sinn kamen und auf Anhieb einleuchtend und richtig erschienen: “Die meisten Menschen sind irgendwie und irgendwo in einen Beruf hineingefallen – wie auf einen dummen Scherz. Und nun finden sie ihn spannend oder nicht.“ 

Das war das Ende von Rolf Dobellis Angestelltenkarriere. Er kündigte seinen Job als Chef einer Swissair-Tochter und verwirklichte seinen Lebenstraum. Dabei stellte er das, was ihm schon immer wichtig war in den Mittelpunkt: Bücher. Er gründete das Unternehmen GetAbstract, ein Internet-Unternehmen, das Zusammenfassungen von Wirtschaftsbüchern vertreibt. So weit kann es kommen, wenn wir es uns erlauben essenzielle Fragen zu stellen und uns nicht davor scheuen, ehrliche Antworten darauf zu finden. Was erfüllt uns wirklich, wenn die gesellschaftlichen Anforderungen erfüllt sind und uns Geld und Status auf Dauer nicht wirklich glücklich machen?

Inspiration und etwas Großes braucht der Mensch

Gibt man bei Google die Frage “Was wünschen sich die Deutschen” als Suchbegriff ein, stehen ganz vorne Antworten wie “Der Großteil der Bevölkerung wünscht sich einen sicheren Arbeitsplatz und Gesundheit”, “Die Deutschen wünschen sich ein neues Auto” oder “einen größeren Flachbildschirm”. Das sagt alles.

Das Wirtschaftsmagazin brandeins verwies diesbezüglich bereits 2006 in seiner Dezemberausgabe in einem Artikel auf die Gebrüdern Grimm. In deren Märchen wird mit den Wunschlosen abgerechnet, hingegen werden Helden belohnt, die sich anderen gegenüber grosszügig verhalten, mitfühlend sind und in ihren Wünschen nicht nur daran denken, wie sie ihren eigenen Hals vollkriegen. Damit all diese nicht nur fromme Wünsche bleiben, müssen die Helden noch etwas können, das Allerwichtigste: Sie müssen wissen, was sie wollen. So geraten sie nach guten Taten an eine gute Fee. Die ist eine harte Richterin, der sich die Helden stellen müssen. Drei Wünsche, wenn ich bitten darf, und wenn´s geht, ein bisschen dalli! Was sagt man da? Noch ein Haus? Noch ein Auto? Eine Insel? Wäre man Grimms guter Fee mit so etwas gekommen, hätte sie wohl das Lexikon gezückt. Pass mal auf: Ein Wunsch, mein Lieber, ist “ein Begehren, oder Verlangen nach einer großen Sache oder einer Fähigkeit, ein Streben oder zumindest die Hoffnung auf eine Veränderung der Realität oder das Erreichen eines wichtigen Zieles für sich selbst oder für einen anderen”. Alles klar? Also los, noch mal. Wünsch dir was!

In Ermangelung an Erfüllung

Friede, Freude, Eierkuchen oder so? Nein ein wenig genauer muss das schon sein. Was wünschen wir uns tief in unseren Herzen? Wonach sehnen wir uns wirklich und wann raffen wir uns auf und überwinden unsere Bequemlichkeit und Trägheit? Sowohl Leid als auch Visionen und der innere Ruf sind Treibstoff für menschliche Entwicklung und Entfaltung. Wir haben die freie Wahl. Wenn wir den alten Kreisläufen weiterhin frönen, werden wir weiterhin das bekommen, was wir immer bekommen haben, ohne dass es uns erfüllt. Aus diesem Mangel an Erfüllung heraus schaffen wir neue Mangelwelten. Aus dem Zustand der Erfüllung heraus kreieren wir Fülle, wie es uns die Natur vormacht.

Deshalb: Lasst uns zur Besinnung kommen und dem Wahnsinn einer unerfüllten Hetze durch das Leben ein Ende setzten. Wir brauchen große Wünsche und Lebensträume, die uns aufrichten und uns und anderen Inspiration, Kraft und Zuversicht für außerordentliche Taten verleihen. Doch aufgepasst auf den Verstand! Visionen, Lebensträume und der innere Ruf sind nicht zu verwechseln mit großen, mentalen Zielen, die wiederum nur ein Konstrukt des rationalen Geistes sind und denen es deshalb an magnetischer Anziehungskraft und Inspiration fehlt. Einem Strohfeuer gleich ist deren Wirkung, wohingegen Visionen, Lebensträume und der innere Ruf einem Leuchtturm gleich Klarheit, Orientierung und Lebensfreude schenken.

Raus aus der Stress-Spirale 

In einer Zeit, in der die individuellen Entfaltungsmöglichkeiten so groß wie nie zuvor sind, können viele die Chancen nicht wahrnehmen, weil alte Programme, alte Verhaltensweisen und Konditionierungen sie in ihrer bisherigen Lebensweise festhalten. Schauen wir uns um bei erfolgreichen Erfindern und Wirtschaftsführern, so stellen wir fest, dass diese sich schon früh von solch begrenzenden Banden befreit und ihr kreatives, schöpferisches Potenzial entfaltet haben. Umfragen unter ihnen haben ergeben, dass sie ihre Visionen und das, was sie tief im Inneren ruft zum größten Teil in Phasen größter Entspannung, nicht durch Prozesse intensiven, logischen Nachdenkens und Planens, empfangen haben. Es geht daher darum die Stress-Spirale zu verlassen und in die Entspannung zu finden. 

Doch genau hier liegt die größte Hürde. Viele Führungskräfte und leitende Angestellte wollen nicht zur Ruhe kommen, weil sie sich dann auf sich selbst einlassen müssten und vor dieser Begegnung haben viele Angst. Gut versteckt hinter Show und Glamour herrscht in der Wirtschaft die Angst überwiegend unter den Männern. Der Grund? Die Rolle des Mannes ist stark im Wandel begriffen. Viele befürchten überflüssig zu sein, oder zu werden. Echtes Vertrauen in sich selbst fehlt. In der Ruhe werden diese “weggesteckten” Dinge spürbar. Doch genau hier liegt die große Chance, die Stressgeplagte aus der Sinnkrise führen kann.

Einkehren – leer werden und schöpfen

Während der Held in den Märchen auszieht, um sein Glück zu finden, kehrt der Held der neuen Zeit ein und tritt die Reise in seine Mitte an. Bei dieser Selbsterkundung trifft er auf Wegelagerer, Vampire und sonstige Schattengestalten, die seine begrenzenden Glaubenssätze, Muster und Programme darstellen. Sie hocken auf seinen inneren Schatztruhen und verhindern die Entfaltung seines Potenzials. Die unerlösten Angelegenheiten müssen also erkannt und integriert werden. Diesen inneren Weg bin ich vor einigen Jahren gegangen. Welchen Hindernissen und Herausforderungen, aber auch glückhaften Segnungen ich dabei begegnet bin, das beschreibe ich sehr ausführlich in meinem Erstlingswerk „Die Zeit ist reif …!“ 

Erst in einem völlig entspannten Sein ist es möglich eine Vision zu schöpfen, die weit über das hinausreicht, was sich der begrenzte Verstand ausdenken kann. Hans Jecklin, ein bekannter Schweizer Unternehmer, beschreibt dies in seinem Buch “Wirtschaft wozu?” so: „Aus einer inneren Leere an Vorstellungen, in der Fülle wunschlosen Seins, kann uns eine Vision “zufallen. Visionen schöpfen aus dem Bewusstsein der Unbegrenztheit, aus unserem Einssein mit allem was ist, aus einer Vollkommenheit, die nicht von uns selbst zu trennen ist.”

Im Kern unseres Seins sind wir schöpferisch und weise und wissen um die Verbundenheit mit allem. Die Reise nach innen anzutreten erfordert Mut. Mut, sich selbst in vielen Facetten zu begegnen. Der Lohn des neuen Helden ist Erfüllung bei seinem selbstbestimmten Tun, bei der Verwirklichung dessen, was ihn zutiefst im Inneren ruft.

Sich den neuen Luxus leisten

Im Wissenszeitalter, indem sich Zeit und Raum immer mehr verkürzen und wir mit einem Mausklick am anderen Ende der Welt sein können, besteht der neue Luxus darin, sich Zeit und Raum für das Wesentliche zu nehmen, die Aufmerksamkeit darauf zu richten und es in einem starken Fokus zu halten. Die Zeit ist reif dem inneren Ruf zu folgen und dabei Kraft und Inspiration frei zu setzen und in die Entfaltung unseres höchsten Potenzials zu gelangen. Leisten wir uns das.

 

Impuls

Nimm dir am Wochenende Zeit und stelle dir die nachfolgenden 13 Fragen. Beantworte diese Fragen schriftlich und notiere alles, was dir dazu einfällt. Lass deine Antworten für einige Tage ruhen und lies sie dann erneut. Streiche durch, was dir unstimmig erscheint und füge hinzu, was wichtig ist. Am Ende schreibe in positiver Form (keine Verneinungen, keine Un-Wörter) und in der Gegenwart deine Erkenntnisse und Antworten in Form eines Manifests mit Datum und Unterschrift.

Lese dein Manifest für drei Monate jeden Abend vor dem Einschlafen durch und leg es anschließend unter dein Kopfkissen – (nightlearing). Wenn du das machst,  beweist du damit, dass du einen Unterschied machst und hast bereits wichtige Schritte in Richtung Klarheit, Selbstbestimmung und Erfüllung getan. 

Hier die 13 Fragen

  • Was erfüllt mich wirklich? 
  • Was habe ich dieser Welt zu geben, das mir große Freude bereitet?
  • Wie sieht die höchste Vision von mir selbst aus?
  • Wer will ich sein? 
  • Wie fühlt sich das an? Wie riecht und schmeckt das? Was höre ich andere in dem Moment sagen, wenn ich es erreicht habe?
  • Bis wann werde ich es erreicht haben bzw. sein?
  • Was hat mich bisher davon abgehalten? – meine 5 stärksten Ausreden
  • Wer oder Was hält mich immer noch ab? … und ist das wahr?
  • Welchen Preis bin ich bereit zu bezahlen für ein erfülltes Leben? 
  • Wovon müsste ich Abstand nehmen oder es gänzlich loslassen? 
  • Was müsste ich in Angriff nehmen?
  • Wer sind meine Wegbegleiter, die mich auf dem neuen Weg ermutigen und bestärken, wenn ich mal schwach bin? 
  • Was kostet es mich, wenn ich nichts verändere und alles beim Alten bleibt? 

Wage es Zeit und Raum für dich selbst und das Wesentliche zu finden. Sei es dir wert auf diese essentiellen Fragen zu antworten und beginne dein Leben gemäß deinen tiefsten Sehnsüchten und Herzenswünschen zu gestalten.

 

Und es gehen die Menschen zu bestaunen die Gipfel der Berge
und die ungeheuren Fluten des Meeres und die weit dahinfließenden Ströme
und den Saum des Ozeans und die Kreisbahnen der Gestirne,
und haben nicht acht ihrer selbst.

Augustinus Aurelius (Bischof von Hippo, Philosoph)

 

Einfach sein 

Wenn du weiter daran interessiert bist noch mehr zu Besinnung zu gelangen und dich tiefer auf das Leben und das Wesentliche einzulassen, dann empfehle ich dir mein soeben erschienenes interaktives Buch „Einfach sein – 33 Impulse für Geist und Seele“ – für mehr Sinn und eine neue Balance im Alltag. 

Die großen Herausforderungen in dieser Zeit bringen immer mehr Menschen dazu nach dem Sinn zu fragen. Zugleich sehnen sich viele danach sich selbst zu sein, ihr Leben einfacher zu gestalten und wieder Zeit für das Wesentliche zu finden.

Doch wo sind die Haltebojen im reißenden Strom der Informationsflut und der äußeren Veränderungen? Wo findet der moderne Mensch wieder zu sich? Sicher ist: Wer auf der Überholspur des Lebens unterwegs ist, verpasst das Wesentliche und das Leben selbst und wird dabei immer ärmer. Arm an Empfindungen, Eingebungen, Inspiration und arm an Gefühlen für sich selbst und seine Mitmenschen. Am Ende steht derjenige ausgebrannt und isoliert vor einem Abgrund und schaut in seine leere Seele. 

Es lohnt sich daher wieder vermehrt ins Hier und Jetzt zu kommen und im Augenblick verweilend einfach zu sein. Nur wer präsent ist, kann die Präsente des Lebens empfangen und selbst ein Geschenk (Präsent) für die Welt sein. 33 starke Impulse, essentielle Fragen, Inspiration und vielfältige, praktische Übungen, sowie 33 Mandalas zum Ausmalen,  bringen den Leser, die Leserin zum Innehalten, zur Besinnung auf das Wesentliche und in eine größere Ruhe und Gelassenheit.

Alle weiteren Infos, sowie ein Blick ins Buch gibt es hier.

 

 

Danke für deine Zeit und Aufmerksamkeit, wenn du bis hierher gelesen hast. Für den Fall, dass du regelmäßig meine Beiträge erhalten willst, kannst du hier meinen kostenfreien Inspirations-Letter abonnieren. (Du kannst dich jederzeit wieder austragen.

 

About Bianka Maria Seidl

Spirituelle Mentorin, Integraler Coach, Autorin Als eine Verehrerin der Schöpfung begleite ich Menschen auf einem spirituellen Weg des inneren Wachstum. Dieser führt in eine größere innere Freiheit, wo sie ihr Leben in mehr Leichtigkeit, Lebensfreude und auch Fülle erfahren. Über die Klärung und Stärkung der Wurzeln und der Heilung des inneren Kindes finden sie in eine starke Zentrierung in der eigenen Mitte. Von hier aus gelangen sie in die Entfaltung ihrer schöpferischen Potenziale im Einklang mit dem Entwicklungsziel ihrer Seele, bis hin zur Verwirklichung eines großen Traums bzw. einer Lebensvision. Meine Blogbeiträge und Podcasts entstehen in der Absicht den Samen der Freiheit zu säen für ein neues Selbstbild und eine erweiterte Sicht der Welt.

Diesen Artikel schreibe ich als Beitrag zur Blogparade von Eva Lapas von der Akademie Schreiben lernen zum Thema „So schreibe ich“  auf die ich kürzlich aufmerksam geworden bin. Da ich mich gerade sehr mit mir als Autorin und dem Veröffentlichen meines zweiten Buches auseinander setze, ergreife ich diese Chance und zeige in diesem Beitrag meinen Weg zum Schreiben und zur Autorin.

“Schreiben ist eine Möglichkeit andere Menschen sehend und fühlend zu machen. Zugleich begegnet sich der Schreibende selbst auf einer tieferen Ebene und schöpft hieraus seinen Ausdruck”

Das Schreibpotenzial entfalten

Schüler, die schreiben, was ihnen wichtig ist, erleben, dass ihre Gedanken, Erfahrungen, Stimmungen, Haltungen, Meinungen und Interessen wertvoll sind. Sie setzen sich schreibend mit grundlegenden Fragen des Lebens auseinander. Sich mit dem eigenen Text zu präsentieren, heißt auch, Verantwortung für das Eigene zu übernehmen. Schreiberinnen und Schreiber, die erleben, welche Wirkung sie mit ihren Texten bei anderen erzielen können, nehmen diese Verantwortung wahr und entfalten sich – als Erzählende, als Tröstende, als Denkende, als Informierende, als Mahnende…

Bereits während meiner Schulzeit fiel auf, dass ich eine Vielschreiberin war. Meine Aufsätze waren lang, sehr lang und bei meiner Abschlussprüfung in Deutsch verfasste ich eine 15 DinA4 -Seiten lange Abhandlung, die gefiel und gut benotet wurde. Dennoch hielt ich es damals für nichts Besonderes. Nach der Schule drückte ich mich schreibend in Briefen aus. Dabei war mir ein gutes Schreibwerkzeug immer wichtig. Kugelschreiber mochte ich nicht, sie verschlechterten das Schriftbild. Ein Füllfederhalter hingegen, der gut in der Hand lag, war wunderbar. Damit konnte ich meinen ganzen Elan beim Schreiben zum Ausdruck bringen und so fiel ich durch meine Schrift bald auf. In dem französischen Restaurant, in dem ich jobbte, schrieb ich wöchentlich die Speisekarte mit der Hand und bald war ich immer dann gefragt, wenn es darum ging zu einem besonderen Anlass etwas Schönes handschriftlich mitzuteilen. 

Damals war ich mit der Form der Wörter befasst, weniger mit dem Inhalt. Das kam erst Jahre später, als ich viel auf Reisen war und begann die Philosophen zu lesen wie zum Beispiel Hegel, Kant und Nietzsche. Ich verschlang deren Gedankengut und machte mir in den Büchern immer Notizen, die mich später oftmals erstaunen ließen, nachdem ich sie nochmals gelesen hatte. Irgendwie konnte ich nicht glauben, dass ich diese Notizen geschrieben hatte. Wo kam das her? Wie kam ich auf solche Gedanken? 

“Unser Schreibzeug arbeitet mit an unseren Gedanken.“
Friedrich Nietzsche

Schreiben inmitten einer Krise

Es folgte die Familienzeit und da blieb in den ersten Jahren nicht viel Zeit zum Lesen und Schreiben. Erst als ich mit meiner kleinen Familie aufs Land zog, fand ich nach einer Weile in eine größere Ruhe und damit auch wieder Zeit für das Schreiben. Damals begann ich mit einem Coach zu arbeiten. So einiges aus meiner frühen Kindheit und Vergangenheit, das ich mit mir herum trug, war noch nicht geklärt. Während dieser Phase begann ich ein Tagebuch zu schreiben. Ich reflektierte über das, was in mir vorging, sowie über meine Erkenntnisse und das, was sich mir in dieser Zeit offenbarte. 

Damals half mir das Schreiben mit mir selbst tiefer in Kontakt zu kommen und diese unerlösten Dinge, angestoßen durch den Coach, zu reflektieren und zu verdauen. Diese Phase dauerte drei Jahre und irgendwann erhielt ich in einer Meditation die Anweisung meine nieder geschriebenen Erfahrungen mit anderen in Form eines Buches zu teilen. Der Titel wurde auch gleich mitgeliefert: Die Zeit ist reif!“

Dem inneren Aufruf folgen

Da stand ich nun mit dieser Aufforderung und hatte das Gefühl vor einem unüberwindlich großen Berg zu stehen. Ich sagte mir innerlich:“Ich, ein Buch schreiben? Ich kann das doch gar nicht. Mein Schreiben ist doch nicht gut genug, um daraus ein Buch zu machen und es zu veröffentlichen. Und dann noch das Finanzielle. So ein Buch kostet doch Geld. Wovon soll ich das bezahlen?“

Nun, kommt Zeit, kommt Rat, heißt es im Volksmund. Irgendwann begann ich meine Aufzeichnungen durch zu sehen, unter dem Aspekt daraus ein Buch zu kreieren. Und so entstand eine erste Ahnung für eine Gliederung. Im Laufe der Zeit gewann die Buchidee immer mehr Substanz, obwohl mich sorgende Gedanken wie etwas: Woher soll ich das Geld nehmen? Ist das denn wirklich gut genug?, immer wieder etwas ausbremsten, bis ich mich dann entschied erstmal in Erfahrung zu bringen, was Lektorat, Korrektorat und Druck letztendlich kosten sollten. Das war ein ganz wichtiger Schritt. Dadurch wurde es konkret, statt mir weiterhin von einer nebulösen Ahnungslosigkeit die Energie und den Mut rauben zu lassen.

Eine klare Entscheidung zugunsten der Fakten

Als die Fakten auf dem Tisch lagen und die Summe klar war, konnte ich mich auf etwas ausrichten und ich wusste, dass ich Summe X brauchte, ohne jedoch zu wissen, woher ich sie nehmen sollte. Zu dem Zeitpunkt war ich alleinerziehend mit zwei Kindern und selbständig und mein Einkommen reichte gerade so, dass wir über die Runden kamen. 

Irgendwann erwähnte ich bei einem Gespräch mit einem Kunden,  dass ich ein Buch geschrieben hatte, nun plante es zu veröffentlichen und dass ich mir derzeit Gedanken über die Finanzierung machte. Er fragte nach, wie hoch die Investition wäre und völlig unerwartet, aus heiterem Himmel, bot er mir ein kostenfreies Darlehen an, so dass ich mein Erstlings-Werk veröffentlichen konnte. Ich war überglücklich und wieder einmal mehr als erstaunt darüber, welch wundersame Wege das Leben oftmals nimmt und welche überraschenden Wendungen damit einher gehen, wenn wir erstmal den Mut aufbringen und den ersten Schritt tun. 

Geburt meines Erstlingswerkes “Die Zeit ist reif …!”


2004 brachte ich mein Buch im Eigenverlag heraus. Ich war damals sozusagen eine Vorreiterin des Selfpuplishings. Die Verlagssuche hatte ich mir damals, einem Bauchgefühl folgend, erspart. Vielleicht lag es auch daran, das ich es mir nicht vorstellen konnte, dass ein Verlag mein Buch verlegt. Wie dem auch sei! Ich bin froh, dass ich damals meiner Eingebung so konsequent gefolgt bin und das Buch veröffentlicht habe. Mittlerweile gibt es dazu auch ein Kartenset und es gibt das Buch als Hörbuch und als e-Book. 

Dem Schreiben bin ich seither treu geblieben. 2010 habe ich meinen Blog gestartet, in dem ich regelmäßig alle vierzehn Tage einen Artikel veröffentliche und diesen auch in den Socialmedias und auf verschiedenen Plattformen und in Foren teile. 

 

Gravierende Veränderungen im Leben und beim Schreiben 

Im Jahr 2016 veränderte sich mein Schreibstil. Meine Texte wurden kürzer und entsprangen mehr meinem intuitiven Geist. Diese Veränderung hatten mehrere schwierige Ereignisse herbei geführt. Zeitlich aufgereiht wie auf einer Perlenkette präsentierte mir das Leben diese schmerzvollen Erfahrungen. Es begann bereits in der Silvesternacht, als ich mir während eines Schwitzhüttenrituals, ich war im Wald barfuss unterwegs, einen Holzdorn so tief in die Ferse eintrat, dass ich daraufhin drei Monate lang nicht mehr gehen konnte. In dieser Zeit, in der ich zumeist bewegungsunfähig auf meinem Sofa saß, ereilte mich die Nachricht vom Tod einer guten Freundin. Es traf mich tief und ich konnte ihr nicht mal die letzte Ehre erweisen. Am gleichen Tag teilte meine Mutter mir mit, dass auch ihre Krebsuntersuchung positiv war. Wie vom Donner gerührt saß ich da und spürte plötzlich die Endlichkeit des Lebens nackt vor mir. Da ich mich nicht ablenken konnte, griff ich zur Tastatur und reflektierte schreibend über das Leben und über das, was mir zu der Zeit in den Sinn kam.

 In diesem Jahr entstanden viele Kurzbeiträge. Anfangs war ich unschlüssig, ob ich diese Texte, die doch so ganz anders waren, veröffentlichen sollte. So begann ich sie auf XING, einem Business-Portal,  in verschiedenen Gruppen zu posten und zu testen, ob und wie sie ankamen. Ich war sehr angenehm überrascht, als ich bemerkte, dass die Texte gelesen wurden und dass sie die Leser sichtlich berührten, was ich aus den positiven Kommentaren erkennen konnte, die ich dazu erhielt. Dadurch bestärkt, machte ich weiter mit dieser Form des Schreibens – intuitiv, in tiefer Verbindung mit mir selbst, mit dem Leben.

Mein Schreibstil – doppelt hält besser 

Ich schreibe intuitiv, schöpfe aus einem inneren Wissensfundus, dessen Herkunft ich oftmals nicht erklären kann. Das hatte mir als Kind große Probleme verursacht. Ich machte so die Erfahrung, dass ich nicht verstanden wurde. So bemühte ich mich über viele Jahre das, was ich sagen wollte, klarer und präziser zu formulieren. Hatte ich jemanden etwas erzählt, fragte ich am Schluss: „Weißt du, was ich meine?, um sicher zu gehen, dass ich verstanden wurde. 

Heute nach vielen Lehrjahren kann ich auf das Frage-Anhängsel verzichten. Ich wähle meine Worte meist sehr genau, drehe und wende sie in mir, bis mir ein stimmiges Gefühl grünes Licht gibt. Dann schreibe ich das Wort, oder auch den Satz, nieder, banne ihn auf´s Papier und setze im Nachhinein eine etwas abgewandelte Formulierung dazu, die das gleiche zum Ausdruck bringt. Die Lektorin, die das Manuskript meines Erstlingswerks „Die Zeit ist reif …!“ vor einigen Jahren bearbeitet hatte, erkannte dies als meinen unverkennbaren Schreibstil und seither bin ich damit auch im Frieden.

Sich erlauben Autorin zu sein

In diesem Sommer habe ich beschlossen aus den besten Kurzbeiträgen, die damals entstanden sind, ein interaktives Buch zu gestalten. Die Idee war: Es sollte ein Buch werden, dass den Leser, die Leserin, anstößt und zum Innehalten und Nachdenken einlädt. Zu jedem Kurztext sollten drei essentielle Fragen dazu führen, sich tiefer auf das Gelesene einzulassen und zugleich eine Verbindung zum eigenen Leben herzustellen. Zu jeder Frage sollte es ausreichen Platz für den Leser geben, um seine Antwort direkt ins Buch schreiben zu können. Ein weiterer Teil sollte Inspiration und Tipps geben, um die Erkenntnisse auch in die Erfahrung zu bringen, so dass aus Wissen Gewissheit und später einmal Weisheit werden konnte. Auch hier sollte wieder Platz für eigenen Notizen des Lesers sein. Am Ende dann ein Mandala, das beim Ausmalen in einen Zustand innerer Ruhe führt, wo das Gelesene und die daraus resultierenden Erkenntnisse und Erfahrungen nochmals verinnerlicht werden können. 

So habe ich die besten 33 Texte ausgewählt. Zu jedem Text habe ich drei Fragen gestellt, sowie Inspiration und Tipps dazu entwickelt und ein individuelles Mandala dazu kreiert. Zeitgleich besprach ich meine Idee mit meiner Grafikerin und machte mich auf die Suche nach Unterstützung für die Korrektur und das Lektorat des Buches. 

Anfangs Juli hatte ich mir einen straffen Zeitrahmen gesetzt, den ich auch nach außen Kund tat. So verhieß ich meinen Newsletter-Lesern, dass ich im Herbst mein zweites Buch herausbringen würde. Mit dieser Taktik verpflichtete ich mich selbst mein gesetztes Ziel auch zu erreichen. Schließlich hatte ich es ja angekündigt. Die Taktik hat ihren Zweck erfüllt.

Am 12. Oktober 2018 war es soweit . Mein neues Buch „Einfach sein – 33 Impulse für Geist und Seele” wurde von der Druckerei geliefert und seit dem 13.10.2018 steht es gelistet beim VLB — im Verzeichnis lieferbarer Bücher. Welch ein wundervoller Moment, wenn das Geschöpfte das Licht der Welt erblickt. Es ist wie die Geburt eines Babys. 

Allmählich beginne ich mich als Autorin zu sehen. Ich habe aufgehört mich an den großen Schriftstellern zu orientieren und mich in deren Schatten winzig und unbedeutend zu fühlen. Stattdessen erlebe ich tagtäglich, dass meine Worte berühren, Menschen bewegen und damit Wirkung zeigen und Wirklichkeit schaffen. 

Darum schreibe ich weiter, jeden Tag mehr. Ich teile meine Ideen, mein Wissen und meine Gedankenwelt mit anderen Menschen dort, wo sich eine Schnittmenge ergibt. Ich bin angreifbar in dieser Sichtbarkeit, doch ich bin bereit diesen Preis zu bezahlen. Denn Schreiben und Lesen verändert unser Denken, erweitert unseren Horizont, verbindet unsere Welten und tief im Urgrund erahnen wir die Einheit hinter allem. 

Jenseits der Worte – das Sein

Im stillen Kämmerlein sitze ich und versuche die Dinge auf den Punkt zu bringen. Zugleich spüre ich zwischen den Zeilen und zwischen meinen Atemzügen einen unbegrenzten Raum. Hier wird nicht geschrieben und nicht gedacht. Hier gibt es keine Worte, sondern nur das Sein. Für eine Weile tauche ich dort ein und verweile ohne Absicht. Einfach sein.

About Bianka Maria Seidl

Spirituelle Mentorin, Integraler Coach, Autorin Als eine Verehrerin der Schöpfung begleite ich Menschen auf einem spirituellen Weg des inneren Wachstum. Dieser führt in eine größere innere Freiheit, wo sie ihr Leben in mehr Leichtigkeit, Lebensfreude und auch Fülle erfahren. Über die Klärung und Stärkung der Wurzeln und der Heilung des inneren Kindes finden sie in eine starke Zentrierung in der eigenen Mitte. Von hier aus gelangen sie in die Entfaltung ihrer schöpferischen Potenziale im Einklang mit dem Entwicklungsziel ihrer Seele, bis hin zur Verwirklichung eines großen Traums bzw. einer Lebensvision. Meine Blogbeiträge und Podcasts entstehen in der Absicht den Samen der Freiheit zu säen für ein neues Selbstbild und eine erweiterte Sicht der Welt.

Die 5 wichtigsten Schritte auf dem Weg zur Berufung
Schritt 2 – Talente und Begabungen entdecken

Im ersten Beitrag dieser 5-teiligen Artikelserie habe ich darüber geschrieben, wie wichtig es ist, sich die eigene Unzufriedenheit einzugestehen und ihr zu lauschen. Sie ist der rote Faden, der uns zu unserer Berufung führt. Falls du den ersten Teil noch nicht gelesen hast, kannst du das hier nachholen.
In diesem zweiten Beitrag geht es darum unsere Gaben und Talente zu entdecken, die noch in uns schlummern und dabei unsere schöpferische Kraft zu entfalten. 

Um mehr Klarheit über uns und unsere zweite Lebenshälfte zu erlangen, tun wir gut daran uns selbst wichtige Fragen stellen, damit eine Weile schwanger zu gehen und auf die Antworten zu lauschen. 

Fragen wir uns

  • Welche Spuren will ich hinterlassen?
  • Welche neue Herausforderung lockt mich – z.B. in einer Selbständigkeit? 
  • Welche Interessen will ich vertiefen? Alleine oder mit Gleichgesinnten? 
  • Welche Möglichkeiten gibt es hier für mich? 
  • Welche besonderen Stärken, Neigungen und Herzenswünsche habe ich, die ich noch vermehrt ausbauen und umsetzen möchte
  • Was will ich noch bewirken, das mir so richtig wichtig ist?

 

Wonach sehnt sich dein Herz?

In dem Märchen Dornröschen entfernt ein Prinz die Dornenhecke, die um das Schloss gewuchert war und erweckt und befreit die Prinzessin aus ihrem Dornröschenschlaf. Symbolisch steht dieser Prinz in uns Frauen für unseren Animus, der um die Lebensmitte herum in der Frau erwacht und der Frau seine männlichen Qualitäten wie Struktur, Klarheit, Zielsetzung und Fokus verleiht. Der Bann der bösen Fee löst sich auf.

Als erwachte Frau schöpfen wir aus der eigenen Fülle. Beherzt und mutig reiten wir unter dem Banner unseres Herzens und lassen uns von der wahren Regentin unserer Seele führen und leiten. Indem wir unserem inneren Ruf folgen, finden wir wieder zu unserem Kern zurück und damit auch zu unserer ursprünglichen Freude am Dasein. Auf diese Weise formen wir auch das neue kollektiven Bild der Frau, die selbstbewusst, mutig, und kraftvoll ihren ganz eigenen Weg geht und auf diesem Weg sich selbst und ihre Herzensprojekte verwirklicht – einzigartig, zum Wohle aller, in tiefer Verbundenheit.

Wechseljahre – Übergang zur geistig-seelischen Fruchtbarkeit

Die Natur hat uns nach den Wechseljahren freigegeben. Jetzt gehören wir wieder ganz uns. Ähnlich wie damals, in der Zeit zwischen dem achten Lebensjahr und dem Beginn der Pubertät. Da waren wir sehr frei. Die Eltern hatten uns die Leinen bereits verlängert und in der Schule hatten wir Freunde gefunden, mit denen wir unsere Abenteuer erlebten. Mit dem Einsetzen der Pubertät begann die Natur uns mit einem Hormoncocktail darauf einzuschwören die Spezi zu erhalten und uns fruchtbar zu vermehren. Und von da an ging es für die meisten Frauen um die drei großen K´s – Kinder, Küche und K…, suche dir aus was für dich passt. :-).  Mit dem Einsetzen der Menopause, wandelt sich unsere körperliche Fruchtbarkeit in eine geistig-seelische Fruchtbarkeit und dies vermag uns eine neue Freiheit und neue Potenziale zu erschließen – endlich nähern wir uns wieder dem an, was wir immer im Kern waren, es jedoch lediglich adacta gelegt hatten. 

Zeit, die eigenen Talente aufzuspüren und ihnen nachzugehen

Die Forschungsergebnisse in der Psychologie zeigen, dass in Kindern die Begabungen und Talente bereits angelegt sind. Alles, was wir aus uns selbst heraus gerne tun und uns leicht fällt, das zeugt davon. Bei mir war es die Begabung mit Farben und Formen umzugehen und ein tiefer Wunsch alles zu verschönern und zu gestalten. So erinnere ich mich, dass ich als Sechsjährige bei der Nachbarin, die fünf Kinder und eine unordentliche Wohnung hatte, bei jedem Besuch die Dinge so ordnete und zurechtrückte, dass es hinterher schöner und harmonischer wirkte. Das machte mir große Freude, ebenso wie das Bauen von futuristischen Häusern aus Holz. Das Talent Lebensräume harmonisch zu gestalten war mir bereits in die Wiege gelegt . 25 Jahre später habe ich mich damit selbständig gemacht und seither führe ich sehr erfolgreich ein Büro für ganzheitliche Lebensraumentwicklung und -gestaltung. 

Wasser ist für den Fisch so normal, wie für dich deine Begabungen

Am besten du fragst einmal andere Menschen, was die an dir besonders schätzen. Auf diese Weise bekommst du erste Hinweise auf deine Talente und deine Begabungen. Es ist immer das, was dir leicht fällt, was du am besten kannst, und auch am liebsten tust. Doch es ist so normal für dich, dass es dir nicht bewusst ist. Du bist damit ja bereits geborgen worden. Das ist so, als würdest du einen Fisch nach dem Wasser fragen. Der würde unverständlich den Kopf schütteln und sagen: Welches Wasser? Daher kommst du auch nicht auf die Idee, dass du daraus einen Beruf machen könntest. In unserer Leistungsgesellschaft sind wir getrimmt auf das Spektakuläre, das ganz Große und Besondere. Doch das muss nicht immer so sein. Es kann, doch es muss nicht. 

Vielleicht triffst du immer den richtigen Stil, dekorierst mit Leidenschaft und verpackst Geschenke mit großer Phantasie und Freude. Vielleicht erhältst du Komplimente, wie gut deine Kuchen oder Plätzchen schmecken, oder wie schön es bei dir zuhause ist. Für dich ist das alles „normal“. Weil das deine angeborenen Talente sind, die dir leicht fallen – egal wo und für wen du sie tust.

Ein weiterer Fallstrick – Dich mit anderen vergleichen

Ein weiterer Fallstrick beim Herausfinden unserer Begabungen und Talente ist der Vergleich mit anderen. Erst durch den Vergleich gelangt jemand zu der Meinung nichts Besonderes zu können. Daher ist es wichtig, dass du mit anderen Menschen darüber sprichst und dir anhörst, was sie an dir bewundern. 

Vielleicht kannst du besonders gut auf eine bestimmte Art und Weise kommunizieren. Vielleicht verbindest du Menschen und es entstehen ganz wundervolle Beziehungen und Projekte. Vielleicht inspirierst du andere Menschen, richtest sie mit deinen Worten auf, wenn es ihnen nicht so gut geht. Vielleicht gelingt es dir auf ganz einfache Weise mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen und eine lockere Unterhaltung zu führen, vielleicht verschönerst du alles und bringst überall mehr Harmonie dorthin, wo vorher Chaos war. Vielleicht bist du eine großartige Prakmatikerin und dir fällt sofort immer etwas ein, wie du es ganz praktisch umsetzen kannst. Für dich ist dein Talent ganz normal und daher meist nicht erkennbar. 

Nimm dir Zeit und ein Blatt Papier und schreibe all die Tätigkeiten auf, die dir leicht von der Hand gehen, die du gerne tust und die andere bei dir bewundern. Lass dir dafür Zeit, vielleicht mehrere Wochen und füge immer wieder Neues dazu, wenn es dir in den Sinn kommt. So hast du nach einer Weile eine ergiebige Auflistung deiner Begabungen und Talente. Im Anschluss daran kannst du dir dann überlegen, was du aus deinen Talenten machen willst und wie du sie mit anderen teilen kannst.

Das tun, wozu du angetreten bist

Jeder Mensch trägt eine Sehnsucht oder eine Ahnung in sich, die ihn antreibt und zu der er sich zugleich hingezogen fühlt. Es ist etwas, dass ihn auch nach Niederlagen und schweren Enttäuschungen wieder aufstehen lässt. Es ist der innere Ruf, das in die Verwirklichung und Erfüllung zu bringen, wozu wir angetreten sind hier auf dieser Erde.

Sobald du dich entschieden hast, deine Begabungen zu entdecken und zu entfalten entsteht der weitere Weg im Gehen. Ganz allmählich formt sich dabei ein größeres, inneres Bild von dem Leben, das du führen willst und das im Einklang steht mit deiner Anlage und ihrer Entwicklung. Dieses innere Bild zündet deine Leidenschaft, treibt dich an und du brennst für das, was du tust. Zugleich gesellst sich der Mut zu dir. Denn wenn die Sehnsucht und der Antrieb größer sind als die Angst, entsteht Mut und dieser trägt dich zum Gelingen und in die Erfüllung. 

Während du dem inneren Ruf folgst, ernennst du dein geistig-seelisches Herz zur königlichen Beraterin. Hier ist der Sitz deiner Seele, der wahren Regentin auf deinem Entwicklungsweg. Orientierung und Führung auf die nächste Oktave deiner einzigartigen Lebensmelodie sind dein. Lass dich ein auf diese wundervolle Entwicklungsreise. 

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit und dein Interesse, wenn du bis hierher gelesen hast. Gerne schreib mir deine Gedanken dazu im Kommentarfeld. Ich antworte dir gerne. 

Im 3. Teil dieser Artikelserie, schreibe ich darüber, wie du deine Motivation klärst und herausfindest, was dich von tief innen her antreibt.

Bis dahin wünsch ich dir eine wundervolle Zeit.

Ganz aktuell: 

Info-Webinar „Der Ahnenfrieden – Kraft und Weisheit aus der Herkunft

Start: 01.10.2018

4 Wiederhol-Termine im Oktober – am besten gleich anmelden und dabei sein.

Alle weiteren Informationen und Anmeldung hier.

 

 

 

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Die Ahnen – eine Quelle von Kraft und Weisheit 

 

About Bianka Maria Seidl

Spirituelle Mentorin, Integraler Coach, Autorin Als eine Verehrerin der Schöpfung begleite ich Menschen auf einem spirituellen Weg des inneren Wachstum. Dieser führt in eine größere innere Freiheit, wo sie ihr Leben in mehr Leichtigkeit, Lebensfreude und auch Fülle erfahren. Über die Klärung und Stärkung der Wurzeln und der Heilung des inneren Kindes finden sie in eine starke Zentrierung in der eigenen Mitte. Von hier aus gelangen sie in die Entfaltung ihrer schöpferischen Potenziale im Einklang mit dem Entwicklungsziel ihrer Seele, bis hin zur Verwirklichung eines großen Traums bzw. einer Lebensvision. Meine Blogbeiträge und Podcasts entstehen in der Absicht den Samen der Freiheit zu säen für ein neues Selbstbild und eine erweiterte Sicht der Welt.