Der weibliche Weg – Raus aus den alten Strukturen und Systemen

Damit alte, rigide Strukturen und Systemen sich wandeln, braucht es manchmal einen Schock, sowohl im persönlichen Bereich, als auch im Kollektiv einer Gesellschaft. Die Art und Weise, wie solch ein Schock geartet sein muss, um diese aufzubrechen, ist sehr unterschiedlich, je nach Grad der Verdichtung oder besser gesagt der Verhärtung. Der männliche Weg über Revolution, Krieg und Vernichtung kann hier nicht förderlich sein. Hat doch bereits Einstein gesagt, dass ein Problem nicht auf die gleiche Weise gelöst werden kann, wodurch es auch entstanden ist.

Orientieren wir daher vielmehr an der Schöpfung, an der Natur, von der wir selbst ein Teil sind. Solange ein Baum stark verwurzelt  und gesund ist wird ihm ein Sturm nichts anhaben können, ist er alt, oder krank, so wird ihn dieser Sturm schädigen, vielleicht sogar zum Fallen bringen. Genauso ist verhält es sich auch in jedem persönlichen Leben und auch in einer Gemeinschaft.

 

Der Sturm in der Menschheit – individuell und kollektiv

Der evolutionäre Sturm, der derzeit durch die Menschheit als Kollektiv fährt, erschüttert all jene Strukturen und Systeme, die die Menschheit nicht mehr nähren und ihrer Weiterentwicklung nicht mehr dienen. Systeme, die Ausbeutung zugunsten einiger Individuen gefördert haben, sind dem Zeitlichen gesegnet. Um diese endgültig zum Einstürzen zu bringen, braucht es Menschen, die anders als bisher agieren, ohne dass dies sofort als dienlich erkannt wird. Denn es geht zuerst einmal darum die alten Strukturen aufzuweichen und unkonventionell vorzugehen, anders als bisher gewohnt, abgerückt von der bisherigen Norm. Nicht immer wird es daher als förderlich erkannt. Diese Zeit empfinden wir als chaotisch und vielen fehlt es an Orientierung und vor allem an der gewohnten Sicherheit. Doch genau das ist auch die große Chance in diesem evolutionären Wandel. Die Menschen sind auf sich selbst zurück geworfen, genauer gesagt auf ihr Inneres, weil auf das Äußere kein Verlass mehr ist. Und genau hier beginnt der weibliche Weg.

Die Schritte in die Neuordnung und Harmonisierung folgen erst später und bis dahin haben die Menschen mehr vom Guten, Schönen und Wahren in sich selbst entdeckt und tragen es durch ihr authentisches Sein und Handeln in die Welt.

 

Raum schaffen für das weibliche Prinzip

Die alten Strukturen und Systeme haben uns geprägt und bereits im Mutterleib haben sich die Gefühle unserer Mütter, Großmütter und Urgroßmütter eingeprägt, einem Stempel gleich. Wir alle, egal ob Mann oder Frau, haben die Gefühle des Weiblichen in uns aufgenommen. Dieses weibliche Sein, dessen Qualitäten über mehrere Jahrtausende hinweg gering geschätzt, unterdrückt und verleugnet wurde. Und so vertrauen sowohl Männer, wie auch Frauen, sich zu wenig dem weiblichen Prinzip an.

Der derzeitige evolutionäre Shift, der jetzt das Kollektiv Menschheit erfasst, schafft Raum für das weibliche Prinzip, für einen weiblichen Weg,  sowohl in den Frauen als auch in den Männern. Die alten patriarchalen Strukturen, die über eine langen Zeitraum etabliert worden sind, beginnen sich zu verändern. In der Gesellschaft hat das in kleinen Gruppen bereits vor mehreren Jahrzehnten begonnen. Jetzt hat es auch die großen Systeme im Bereich Wirtschaft und Politik erreicht.

 

Erweiterung des Selbstbildes

Der Ruf nach Gleichberechtigung und Gleichstellung der Frau im Außen  nützt wenig, wenn die Frauen in Führungspositionen versuchen sich den alten Strukturen anzupassen, um wiederum persönliche Macht zu erlangen. Vielmehr braucht es die weibliche Qualität des Führens, sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern.

Damit sich das weibliche Prinzip in der äußeren Welt verwirklichen kann, muss es vom Individuum im Inneren zuerst gelebt werden. Es braucht vermehrt ein Fühlen dessen was ist, das über das rein Kognitive hinaus geht. Das Wissen muss gefühlt und gelebt werden, damit es in Weisheit gipfeln kann. Es braucht vermehrt die Kompetenz der Intuition, die unsere Handlungen führt aus der inneren Autorität heraus. Es braucht ein Herzensbewusstsein, aus dem heraus wir mitfühlen und wertschätzen. Und es  braucht eine Erweiterung unseres Selbstbildes. Statt sich lediglich über den Körper und vor allem das Gehirn zu definieren, gilt es einverstanden zu sein mit dem Teil von uns, der unsichtbar und doch soviel größer ist, als unsere physische Erscheinung.

Dies zu erkennen und zu erfahren gelingt auf dem weiblichen Weg. Es bedeutet Hingabe an das eigene Sein, an den Urgrund des Seins, aus dem alles entsteht. Indem wir uns diesem Urgrund vermehrt anvertrauen entsteht Urvertrauen und wir fühlen uns verbunden und eingebettet in das große Ganze. Im Bewusstsein dieser Kraft, die uns in jedem Moment atmet und unser Herz schlagen lässt, entsteht der Raum, indem das, was sich jeder Mensch zutiefst in seinem Herzen wünscht, auftauchen kann.

 

Gleichstellung auf natürliche Weise

Wir alle tragen in uns eine große Sehnsucht nach tiefem Frieden und Erfüllung. Das ist der große Traum. Was die wenigsten wissen ist, dass wir diese Schätze bereits in uns tragen, ebenso wie wahre Freude und auch Freiheit. Diese Seinsqualitäten werden fühl- und erfahrbar, wenn wir aufhören uns weiterhin lediglich mit unserer physische Form, unserem Körper und den Fähigkeiten unseres  Gehirns zu identifizieren.

Erst wenn wir uns aus dieser Identifikation lösen, werden wir uns hinein entfalten in das, was bereits in uns ist. Es wird in uns erblühen und mehr und mehr Raum einnehmen. Mit jedem Atemzug, indem wir den Strom des Lebens in uns bewusst aufnehmen und uns durchlässig dafür machen, erfahren wir uns als das Leben selbst – grenzenlos frei, ewig während, in tief empfundener Freude und im Frieden mit dem was ist. Der Impuls zur Handlung geschieht spontan aus unserem Wesen heraus, ohne Berechnung eines persönlichen Vorteils, vielmehr aus der Liebe des Lebens zu sich selbst.

Wagen wir uns, Männer wie Frauen, uns auf den Weg, den weiblichen Weg, zu machen. Entspannen wir uns vermehrt in unser Sein hinein und vertrauen wir uns ihm an.  Würdigen wir dieses Sein so, wie das Werden, und kreieren wir auf natürliche Weise die Gleichstellung des Weiblichen mit dem Männlichen in uns selbst und damit auch in der Welt. So gelangen wir in Einklang mit dem Schöpfungsprozess des Universums. In sich ewig  fortsetzenden Zyklen vereint sich die weibliche mit der männlichen Kraft, kreiert  neues Leben in all seiner Vielfalt und dehnt sich dabei aus ins Unendliche.

Gelingt uns diese innere Gleichstellung,  haben wir die nächste Entwicklungsebene als Menschheit erreicht. Wir sind den alten Rollen von Oper und Täter entwachsen und sind Mitschöpfer im großen göttlichen Plan für das Gute, das Schöne und das Wahre.

 

Inspiration findest du auch in diesen verwandten Artikeln

Selbstsicherheit, Selbstbestimmung und die Annäherung der Völker
Die großen Chancen im derzeitigen Wandel

Das Selbst im Kontext der neuen Zeit
Die 5 wichtigsten Schritte vom Überlebensmodus zum Schöpfermodus
(Artikel befindet sich im Blogarchiv, deshalb runterrollen bis zum 2. Artikel

 

 Noch ein Tipp: Nimm dir mehrmals am Tag eine kleine Atempause. Übe dich  immer mehr in dein Sein zu gelangen. Je regelmäßiger desto wirkungsvoller und tiefer werden deine Erfahrungen.
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