Solange zwei Herzen in der Brust schlagen, die in unterschiedliche Richtungen ziehen, gibt es kein richtiges Vorwärtskommen. Gefühlt wird dies als Entscheidungsschwäche. Es fällt uns schwer eine Entscheidung zu treffen, denn die rationale Seite kann sich mit der Gefühlsseite nicht einigen. Sie kommen auf keinen gemeinsamen grünen Zweig. Und so wiegt der Mensch ab und dabei geht es hin uns her zwischen den Waagschalen, ohne dass eine Entscheidung getroffen werden könnte. Dinge werden auf die lange Bank geschoben und irgendwann verkümmern die einst großen Ideen, und Sehnsüchte und Wünsche bleiben unerfüllt.  

Jede Entscheidung fordert eine Trennung, ein Opfer sozusagen. Entscheidungen, die das Alltägliche betreffen fallen uns weniger schwer, doch in dem Moment, wo es ums Wesentliche geht, zeigt es sich, inwieweit wir fähig sind unsere inneren Kräfte zu bündeln und zu einen. Dabei geht es immer um die weiblichen und männlichen Anteile in uns. Diese beiden Kräfte sind an jedem Schöpfungsprozess aus dem Neues entsteht, beteiligt.

Wenn das Lebensgespann in unterschiedliche Richtungen zieht

Doch woher kommt es, dass unser Lebensgespann,  unsere männlichen und weiblichen Kräfte, manchmal in so unterschiedliche Richtungen streben und dadurch ein richtiges Vorwärtskommen so erschwert ist? 

Hierfür gilt es den Blick rückwärts in die Kindheit zu richten und zu reflektieren. In welche männlichen und weiblichen Vorbilder, in dem Fall Vater und Mutter, haben wir geschaut?. Wie hat der Vater seine männliche Kraft gelebt und wie die Mutter ihre Kraft? Und am wichtigsten: Wie war ihr Miteinander? 

Haben wir in der Kindheit Eltern erlebt, die oft im Konflikt miteinander lagen, dann haben wir diese beiden Kräfte verinnerlicht. Als Erwachsene schalten und walten diese beiden Kräfte immer noch in uns. Sie reißen uns hin und her und wir sind entscheidungsschwach, weil wir nicht wissen, wie wir diese Kräfte einen können. Das hat uns niemand gezeigt. Und so leben viele Menschen mit  einem mehr oder weniger intensiven inneren Konflikt.

Bei manchen sind es stille, innere Schwellbrände, die die Lebensfreude deckeln und die Stimmung trüben. Bei anderen sind es heftige Konflikte, die sich explosiv im außen entladen, wenn die Spannung zwischen den männlichen und weiblichen Kräften zu groß wird – es auf Biegen und Brechen  hinausläuft.

Die männlichen und weiblichen Kräfte in Harmonie bringen

Um die Kraft und Macht der Entscheidung für uns und unsere Entwicklung nutzen zu können, gilt es sich des eigenen Kräftegemischs bewusst zu werden und es in eine harmonische Verbindung zu bringen. Immer braucht es eine Aussöhnung zwischen unseren weiblichen und männlichen Kräften. Doch wer soll das herbeiführen und wie kann das gelingen? 

Solange sich diese inneren Kräfte gegenseitig behindern, erleben wir einen sich ewig wiederholenden Kreislauf, der uns im Laufe der Zeit immer mehr ermüdet und erschöpft. Erst wenn wir beginnen uns dessen bewusst zu werden, können wir es ändern und uns an eine zentrale innere Instanz wenden. Diese Instanz ist unser geistig-seelisches Herz in der Mitte unserer Brust. Es ist das mystische Herz in dem die Vereinigung der scheinbar gegensätzlichen Kräfte stattfindet. Das Herz wirkt wie eine Relais-Station. Es verbindet unsere niederen mit unseren höheren Ebenen unseren Seins. Es schenkt unseren  Ideen das Feuer und in Verbindung mit unserer tiefsten Sehnsucht entstehen daraus Lebensträume und Visionen. 

Entscheiden aus ganzem Herzen

Das mystische Herz eint die gegensätzlichen Kräfte in uns zu einem harmonischen Ganzen. Diese gebündelte Kraft wirkt wie ein Laserschwert, wenn wir damit unsere Entscheidungen treffen. 

Statt halbherzig entscheiden wir aus ganzem Herzen und damit richten wir uns auf Wachstum und Entfaltung aus. Unser Lebensgespann zieht jetzt kraftvoll vorwärts, unserer bestmöglichen Version und Vision entgegen. 

Wagen wir es, uns ganz unserem Herzen anzuvertrauen und hieraus unsere Entscheidungen zu treffen.

 

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Bildnachweis: Photo by Thomas AE on Unsplash

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