Beiträge

Sich selbst sein und Selbstzweifel

Sich selbst sein, authentisch sein, Selbstbestimmung, Selbstwirksamkeit und Selbstermächtigung sind Worte, die uns in der modernen Bewegung des Bewusstseinswandels auf Schritt und Tritt begegnen. Das Nutzenversprechen bei vielen Seminaren und Workshops trifft den Nerv der Zeit und lockt Menschen an, die diese Sehnsucht nach mehr Selbstsein in sich bereits verspüren.

Doch anfangs sind es lediglich Wörter, die viel Interpretationsspielraum lassen und genau hier gilt es achtsam zu sein. Es ist gut zu wissen, dass jegliche Interpretation vom Verstand kommt, der von den höheren Ebenen des Seins keine Ahnung hat. Und mit jeder Interpretation entsteht eine Vorstellung, die das, was erfahren werden möchte, verstellt und die Erfahrung somit verhindert.

Der Verstand kann diese Bewusstseinsebenen nicht erfassen. Somit ist es wichtig, dass er ruht. Vielmehr braucht es hier die Kompetenz des Fühlens. Ich habe auf den Prozess der Bewusstseinsentwicklung bereits in einem anderen Beitrag von mir hingewiesen Wertschätzung im Lichte des Bewusstseinswandels  (Der Artikel befindet sich bereits im Blogarchiv und daher an zweiter Stelle auf der Seite. Bitte runterrollen)

Es ist das Fühlen, das uns die nächste Ebene unserer Entwicklung erschließt. Somit geht es vorrangig erstmal darum, dass ich mich selbst empfinde und fühle, mit allem, was im Moment in mir ist. Auf dem Weg hinein in ein erweitertes Selbstverständnis geht es in erster Linie um die Begegnung mit mir selbst.

 

Hier ein paar Fragen, die zum Nachdenken und Nachspüren anstoßen sollen:

  • Wie will ich Selbstbestimmung erlangen, wenn ich mir zu wenig Zeit und Raum nehme? Wie soll ich meinem Selbst vertrauen und aus ihm heraus bestimmen,
    – wenn ich mich selbst verleugne?
    – wenn ich mich selbst sabotiere?
    – wenn ich mich selbst verurteile, bestrafe und manchmal sogar hasse – bewusst oder unbewusst?
  • Wie soll ich Selbstwirksamkeit erlangen, wenn ich mich in einen Elfenbeinturm zurück gezogen habe, vor Angst, dass ich verletzt werden könnte?
  • Wie kann ich authentisch ich selbst sein, wenn ich mich selbst nicht angenommen habe mit all dem, was mich ausmacht? Mit meinen Licht- und Schattenseiten, mit meinen Schwächen und Stärken?
  • Und wie kann ich mein Potenzial aus mir selbst heraus entfalten und leben, wenn ich mich für andere mehr verantwortlich fühle als für mich selbst?

Die Antworten auf diese Fragen müssen nackt im Licht der Wahrheit stehen, damit sie uns befreien und das Tor öffnen, durch das wir auf unsere nächste Entwicklungsebene gelangen.

Im Nachfolgenden beschreibe ich in dieser 5-teiligen Beitragsserie

Die 5 größten Hindernisse auf dem Weg zum Sich-Selbst-Sein

1. Hindernis – Selbstzweifel

Wenn der Selbstzweifel in uns nagt stellen wir uns, unser Fühlen, Denken, Sprechen und Handeln  immer wieder erneut in Frage. Kaum haben wir eine Entscheidung getroffen, tauchen die Zweifel in Form von Gedanken auf und ziemlich schnell stellen sich dazu die entsprechenden Gefühle ein.

Jede Entscheidung, die wir treffen setzt eine Ursache, die eine Wirkung erzeugen und damit Wirklichkeit erschaffen soll. Dieser geistige Prozess braucht Zeit. Zweifel stören diesen Prozess. Der vorher klar ausgerichtete Fokus verliert an Kraft, die durch den Zweifel geteilt wird. Fragen wir uns woher der Zweifel kommt, so gelangen wir zu der Erkenntnis, dass es unsere Persönlichkeit in Verbindung mit dem Verstand ist, die zweifelt.

Die Persönlichkeit lebt in der Dualität, die vom Denken geschaffen wird. Innhalb dieser Dualität tanzen die Facetten unserer Persönlichkeit abwechselnd vom Plus- zum Minus-Pol, oder besser gesagt von der einen Seite zur anderen. Erheben sich Zweifel,  dreht sich der Verstand gerne im Kreis und stiftet nicht selten Verwirrung und Desorientierung, was wiederum in Niedergeschlagenheit und Erschöpfung mündet.

Der Zweifel an sich selbst entstammt der Persönlichkeit, die sehr wechselhaft ist, da sie von Gedanken und Gefühlen gesteuert wird. Wollen wir in eine Selbstsicherheit finden, gilt es, dass wir als Persönlichkeit einverstanden sind mit denjenigen Ebenen unserer Selbst, die im Unsichtbaren liegen, uns versorgen und unsere Existenz tragen.

Unbewusst haben wir uns diesem Teil bereits anvertraut. Wir werden geatmet und müssen darüber nicht nachdenken. Es geschieht einfach und dadurch hält es uns am Leben. Doch wer oder was  ist dieses ES? Kann es gesehen werden? Hat es eine Form? Kann es begriffen werden? Kommt es sporadisch? Oder ist es immer da? Und was heißt das dann?

Kann ich mich, meine Persönlichkeit, vielleicht sogar immer mehr in diesen Seinshintergrund hinein entspannen, um hier Heimat und Geborgenheit zu finden und zu erfahren? Schließlich hält mich dieser Urgrund hier im Körper, in der physischen Form meines Wesens, meiner Seele.

Zweifel entstehen innerhalb der Persönlichkeit durch das Denken

Es ist meine Persönlichkeit und das Denken, der Verstand, der zweifelt und die Einheit teilt in eine duale Welt. Zweifel ist das Gegenteil von Einsicht. Doch Einsicht geschieht im Inneren. Schauen meine zwei physischen Augen nach außen in die Welt, so sehen sie mal die rechte und dann wieder die linke Seite. Jedoch, um zur Einsicht zu gelangen, braucht es das dritte Auge, in dem sich die duale Sicht zu einer Einheit vereint und somit das Ganze wahrgenommen werden kann. Das dritte Auge erkennt die Einheit hinter den verschiedenen Erscheinungen in der äußeren Welt.

Solange wir uns überwiegend mit unserer konditionierten Persönlichkeit und mit unserer physischen Erscheinung, unserem Körper, identifizieren, sind wir dem ständigen Wechselspiel in der phänomenalen Welt, die wir mit unsern Gedanken und Gefühlen erzeugen ausgesetzt. Je unbewusster wir sind, desto mehr lassen wir uns hineinreissen,  in einen Strudel von Verwirrung und Verzweiflung – letztendlich ins Leid.

Einverstanden zu sein ist die Er-Lösung

Dafür braucht es keine Anstrengung, kein Tun, sondern ein sich Einlassen auf das eigene Sein. Zwischen Selbstzweifel und Selbstvertrauen liegt die Hingabe an den Seinshintergrund. Sie ist die Brücke, über die wir gehen müssen, um ins wahre Selbstvertrauen zu finden.

Wir alle sehnen uns zutiefst nach Frieden und Freiheit, nach Freude und Fülle. Diese Sehnsucht ist in jedem Menschen angelegt. Es ist der große Traum, den wir insgeheim alle tief in unserem Herzen tragen.

Solange wir jedoch glauben, diesen Traum, diese Seinsqualitäten im Außen über die Erfahrung der Persönlichkeit verwirklichen zu können, werden wir sie immer nur für kurze erfahren und dann doch wieder enttäuscht werden, ob ihrer Vergänglichkeit. Es ist ein vorübergehendes Glück, das nicht anhält, weil es nicht aus unserem Kern heraus gelebt wird, vielmehr aus den Vorstellungen der Persönlichkeit.

Hingabe ist der Schlüssel zum Selbstsein

Solange wir aus der Welt der Phänomene unser Glück beziehen wollen, werden wir immer wieder enttäuscht, weil das, wonach wir uns sehnen in der vergänglichen Welt der Phänomene nicht anhaltend gefunden werden kann.

Geben wir uns in stillen Moment hingegen unserem Seinsurgrund hin, entsteht langsam ein bewusstes und tiefes Vertrauen in unser Selbst, in den Nährboden, der uns am Leben erhält. Dieses Selbst, das alle lebenswichtigen Vorgänge im Körper steuert, ohne dass wir persönlich, also unsere Persönlichkeit, etwas dafür tun müsste, ist der wahre Chauffeur, der uns durch´s Leben führt.

Die Zweifel des Verstandes und somit der Persönlichkeit lösen sich in den Moment der Hingabe auf. Die Persönlichkeit ruht in sich selbst in einer allumfassenden tiefen Stille, die oft auch als Leere empfunden wird.

Diese Leere macht der Persönlichkeit, dem Verstand, dem Ego angst. Die Persönlichkeit fürchtet hier ihre Bedeutung zu verlieren und in ein Niemand-sein, ein Nichts-sein zu gleiten. Sie fürchtet den Boden zu verlieren auf dem ihre Standpunkte, Einstellungen und Ansichten gründen. Doch all das ist unbegründet. Vielmehr findet der Mensch hier zu sich Selbst, in die Leichtigkeit des Seins. In dieser Distanz zur Persona oder besser gesagt in dieser Durchlässigkeit erfahren wir das Wahre, Gute und Schöne. Je tiefer wir uns unserem Selbst hingeben, desto mehr erfahrenwir Freude und Fülle aus unserem Selbst heraus.

Selbstzweifel wandeln sich in Selbstvertrauen

Bei dieser Wandlung des Bewusstseinszustand der Persönlichkeit hin zum Sich-selbst-sein finden Einsicht und Erkenntnisse statt, die helfen, den anstehenden Herausforderungen im Leben entsprechend begegnen zu können. So fällt es uns leichter aus unseren alten Identifizierungen und Gewohnheiten heraus zu treten. Stattdessen erweitern wir unsere Lebenskreise, werden gelassener den äußeren Erscheinung der phänomenalen Welt gegenüber und genießen heiter und vergnügt uns selbst und unsere irdische Lebensreise. Die einstigen Zweifeln der Persönlichkeit haben sich gewandelt und münden in ein tiefes Vertrauen in die Existenz, in das Leben, ins Selbst.

Wagen wir es daher diesen Weg der Hingabe, der ein weiblicher Weg ist, zu beschreiten. Die Zeit ist reif dafür und dieser Weg ist der nächste bedeutende Schritt auf unserer evolutionären Reise. Dieser Weg führt uns hinein in unser umfassenderes Selbst, in unsere wahre Größe.

Danke, dass du bis hierher gelesen hast. Danke für deine Aufmerksamkeit und dein dich Einlassen auf diesen 1. Teil. Im nächsten Beitrag beschreibe ich das 2. große Hindernis – Das Mangelbewusstsein.

Welche Gedanken hast du beim Lesen meines Artikel? Was berührt dich? Gerne lese ich  deinen Kommentar dazu.

 

 

Inspiration findest du auch in diesen verwandten Artikeln

In herzlicher Verbundenheit

 

P.S. Vielleicht interessiert dich das auch.

Einladung zum kostenfreien Info-Webinar  “Ins Reine kommen mit sich selbst”

 

 

 

 

 

 

 

Das ist für dich dabei:

Du lernst du die Hintergründe für deine inneren Konflikte kennen

Du gewinnst tiefe Einsichten in die Zusammenhänge zwischen der äußeren und deiner inneren Welt und lernst wie du dich in Einklang bringst.

Dir wird bewusst, das du deine Vergangenheit bisher fortgeschrieben hast, kannst dies jedoch nach dem Webinar ändern und dich neu er-finden

Interessiert? Dann  kannst du dich hier zum Info-Webinar anmelden.

 

Nah-  statt fernsehen

Wie sehr strengen wir uns alltäglich an. Wir hetzen von Termin zu Termin und lassen uns und unsere wesentlichen Bedürfnisse dabei oftmals völlig außer acht. Hauptsache wir erledigen das und das und das noch. Abends sind wir erschöpft und geschafft und zumeist immer noch nicht zufrieden. Denn der Verstand richtet sich auf das, was nicht geschafft wurde und lässt das andere außer acht.

Das bringt uns um die Würdigung dessen, was wir geschafft haben. Statt es zu feiern, wie es in früheren Zeiten beim Feierabend üblich war, lässt sich der moderne Mensch auf´s Sofa fallen und entschwindet in eine virtuelle Welt innerhalb einer flachen, rechteckigen Scheibe. Er sieht fern, lässt sich unterhalten und schaltet dabei ab.

Dieses Fernsehen ist ein Wegschauen von sich selbst. Beim Fernsehen sucht der Mensch seinem eigenen Lebensfilm zu entkommen. Hier schlüpft er in die Rolle des Helden, erfährt sich hier stark und als Sieger über das Böse.

In seinem eigenen Lebensfilm hingegen stellt er sich seinen inneren Gegnern nicht. Diese kauern in den dunklen Räumen seines Unterbewusstseins, abgedrängt, verabscheut, verurteilt und geschmäht. Hier führen sie ein Schattenleben und schwingen machtvoll ihre Schwerter. Dabei verurteilt der Mensch seine Mitmenschen und vor allem sich selbst.

 

Sich den dunklen inneren Gesellen stellen

Würde er „nahsehen”, würde es ihm bewusst werden, dass diese inneren Gestalten nach Integration, nach Erlösung verlangen. Das nahe Hinschauen und Hinsehen gelingt am besten in einer Innenschau. Dabei schaltet der Mensch das Licht seiner Bewusstheit ein und kann so das, was im Dunkeln liegt und in ihm schaltet und waltet, erkennen. Hier liegt das wahre Heldentum der neuen Zeit.

Das Licht der Erkenntnis, der Selbsterkenntnis wirkt einem Laser gleich und holt dasjenige, das abgewandt vom Licht im Dunkeln existiert, ins Licht und damit auch in die Erlösung.

 

Den Dingen vertrauensvoll ihren Lauf lassen

Das Nahsehen erwirkt eine Nähe zu uns selbst und das hat viele Vorteile. Hier erfahren wir das, was uns wirklich unterhält während unserer Lebensreise und darüber hinaus. Eingebettet in das feine Gewebe Leben erfahren wir uns in unserer wahren Größe als Teil von etwas, das noch viel größer ist als wir.  Wir erfahren wahre Zugehörigkeit und vor allem Geborgenheit und Sicherheit.

In diesem umfassenderen Bewusstsein unserer Selbst erfahren wir unsere Lebensreise im Alltag gelassener. Wir vertrauen uns dem an, was uns trägt und hält im Bewusstsein, dass alles was uns widerfährt unserem Wachstum und unserem Wohl dient. Hier mündet alles in ein tiefes Einverstanden sein mit sich selbst und den Erscheinungen der Welt, so dass wir den Dingen ihren Lauf lassen und uns stattdessen hinein entspannen in die Fülle der Schöpfung.

Daher schauen wir nah bei uns selbst, statt fern in illusionären Welten. Erlauben wir uns die auferlegte Strenge zu lockern, statt uns weiterhin im engen Korsett der selbstauferlegten Pflichten und Verantwortungen anzustrengen. Vertrauen wir uns immer öfters der Kraft an, die uns atmet und unser Herz schlagen lässt und genießen wir in solchen Momenten unsere Lebensreise als staunender und bewundernder Beifahrer.

 

 

Inspiration findest du auch in diesen verwandten Artikeln


Noch ein Tipp: Nimm dir abends Zeit und betrachte deinen Film. Spule den Tag rückwärts und reflektiere über das, was du erfahren hast und wie du darauf re-agiert hast. Frag dich, was du in den Situationen hättest lassen können :-).


Wenn dir der Beitrag gefallen hat, kannst du ihn gerne teilen, danke!


In herzlicher Verbundenheit
Bianka


P.S. Kennst du schon den Mini-Ratgeber  
mit Fragen- und Übungsteil inspiriert dich dazu ins Reine mit dir selbst zu kommen.
Du bekommst ihn als Abonnent/in meines Newsletters geschenkt. Klick einfach  auf das Foto. Melde dich an und du bekommst den Link zum Download!


Innere Freiheit Teil 2 – Die Schritte 4 bis 7

Im ersten Teil dieses Artikels habe ich über die ersten 3 Schritte

  • Selbstgewahrsein
  • Selbstverantwortung
  • Selbstempfindung + -annahme

geschrieben. Falls du diesen Beitrag noch nicht gelesen hast, kann du dies hier nachholen.

In diesem Beitrag geht es heute um die Schritte 4 bis 7 mit den Themen

  • Selbstverzeihung
  • Selbstachtung + -würdigung
  • Dankbarkeit
  • Selbstzeit

4. Selbstverzeihung

Manche Erlebnisse und Erfahrungen wiegen schwer und belasten uns über lange Jahre hinweg. Wir halten oftmals unbewusst daran fest, weil wir anderen und vor allem auch uns selbst unsere Handlungen und Entscheidungen nicht verziehen haben. So tragen wir oftmals zentnerschwere Lasten mit uns herum und wundern uns, dass um uns so viele Menschen sind, die sich beschweren. Dabei spiegeln sie uns und das, was auf uns lastet.

Selbstannahme geht der Selbstverzeihung voraus oder zieht sie nach sich. Dabei liegt die Betonung darauf sich im ersten Schritt selbst zu verzeihen. Denn oftmals sind wir wütend über uns selbst, weil wir uns falsch verhalten haben und daher so leicht zu verletzen waren. Oder weil wir zu leichtgläubig, zu gutmütig, zu bescheiden, nicht schlagfertig genug, nicht schlau genug, etc. gewesen sind. Das gilt es sich selbst zu verzeihen, damit wir in den Frieden gelangen mit uns selbst. Erst im nächsten Schritt geht es dann darum auch dem oder der anderen zu verzeihen für das was längst vergangen ist. Auf diese Weise wird unser Herz wieder leichter und wir fühlen uns freier.

Frage dich selbst:

  • Wem habe ich noch nicht verziehen?
  • Was trage ich mir noch nach?
  • Wie schwer wiegt das?
  • Wie lange geht das schon?
  • Welchen Vorteil habe ich daraus, solange an dieser Situation festzuhalten?

Übung: 

Beginne mit dem Verzeihen bei dir selbst. Überlege dir, was du dir noch nicht verziehen hast. Dann spüre in dein Herzchakra und öffne es. Dies geschieht, indem du es beabsichtigst.

Lege deinen Groll dir selbst gegenüber in dein Herzchakra. Das geschieht, indem du spürst, wo im Körper dieser Groll sitzt und du dann mit jedem Ausatmen dein Herzchakra vergrößerst bis der Groll darin umfangen ist. Bleibe solange damit, bis sich der Groll aufgelöst hat und du frei bist von dieser Last.

 

5. Selbstachtung + Selbstwürdigung

Im 5. Schritt achte dich und würdige dein Sein. Dabei geht es weniger darum, was du alles tust und was du bereits erreicht hast. Vielmehr geht es darum, dass du dich dafür achtest und auch würdigst, dass du einfach bist – also für dein Sein.

Erst diese Würdigung deines Seins bewirkt, dass du dich umfassender erfährst. Dass du in Einklang kommst mit den unsichtbaren Ebenen deiner Selbst. Im Sein ist es leichter möglich deine Seele zu spüren, ebenso wie deine Anbindung an deine geistige Familie, deine wahre Herkunft – somit dein Höheres Selbst zu erfahren.

Da das Sein in unserer modernen Gesellschaft erst in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewinnt, ist es von großer Wichtigkeit im vermehrt in unserem Alltag Raum und Zeit zu schenken damit sich die Waagschalen von Sein und Werden gut die Balance halten.

Frage dich selbst:

  • Achte und beachte ich mich oder bin ich immer nur für die anderen da?
  • Würdige ich mich für mein Sein, oder muss ich etwas leisten um einen Wert zu haben?

Übung: 

Stelle dich vor einen Spiegel und betrachte dich darin. Dann sage folgende Worte zu dir:

„Ich achte und beachte mich. – Ich würdige mein Sein.“

Schau, wie es dir damit geht. Was ruft das in dir hervor? Wie fühlst du dich? Fällt es dir leicht oder kommen diese Worte schwer über deine Lippen?

Entscheide dich dafür dich tagsüber mehr zu beachten – deine Befindlichkeit, deine Gefühle, dein Denken, dein Sprechen und Handeln – jedoch ohne es zu bewerten.

 

6. Dankbarkeit

Dankbarkeit ist ein Schlüssel zur Fülle unseres Daseins. Dankbarkeit öffnet unser Herz. In diesem Zustand ist es uns nicht möglich zu bewerten und zu urteilen. Wir sind dankbar für das was wir in unserem Leben vorfinden, für das, was wir sind, was wir haben, für all die Herausforderungen die Möglichkeiten zu wachsen, die sich uns tagtäglich bieten.

Es gibt so vieles für das wir dankbar sein können, wenn wir die Brille der Selbstverständlichkeit ablegen. Wenn wir die Welt wieder staunend und unvoreingenommen betrachten dann entdecken wir dabei die Fülle unseres Daseins, die Fülle des Lebens, der Schöpfung, der Natur, die uns immer umgibt. Statt uns diese Fülle zu zer-denken, wie wir es als Kopffüssler gerne machen, können wir diese Fülle fühlend erfahren und sie genießen – von Augenblick zu Augenblick und sie dadurch mehren.

Frage dich selbst: 

  • Bin ich dankbar für das, was ich in meinem Leben habe?
  • Zer-denke ich mir die Fülle, die mich umgibt, statt sie wertzuschätzen und dafür dankbar zu sein?
  • Wofür bin ich dankbar?
  • Wie sieht mein Leben aus, wenn ich für alles, was ich vorfinde, dankbar bin – auch für die Herausforderungen?

 

7. Selbstzeit

Die meisten Menschen verbringen Zeit mit anderen Menschen. Zeit mit sich selbst zu verbringen löst bei vielen sofort eine Abwehr hervor. Es scheint als hätten wir vor dem Angst, was uns in unserem Inneren begegnen könnte. Daher scheuen und vermeiden viele Menschen diese Art der Selbstbegegnung und gehen damit auch an ihrem inneren Goldschatz unwissend vorbei. Denn die Antworten auf unsere wichtigsten Lebensfragen liegen in uns selbst. Das hatte von vor vielen Jahrhunderten Sokrates gesagt. Erinnern wir uns. In unserem Inneren finden wir auch unseren eingewickelten Wesenskern, der die Verbindung zu unseren höheren Ebenen hat.

Hier finden wir auch unsere schlummernden Potenziale und das Wissen und die Weisheit unserer Seele.

Stellen wir uns daher täglich einer spirituellen Praxis wie Meditation oder auch Yoga und erfahren wir die Wohltat in unserem Leben, die sich dadurch einstellt. Ähnlich einem Stein, der ins Wasser fällt und Wellen schlägt, wirkt sich die Selbstzeit wohltuend in unserem Alltag aus, so das wir gelassener sind und immer mehr Raum und Zeit zur Verfügung haben, um das Leben und unsere neu gewonnene innere Freiheit zu genießen.

Frage dich selbst:

  • Nehme ich mir ausreichend Zeit für eine Begegnung mit mir selbst?
  • Was hält mich davon ab?
  • Wie könnte ich mir so eine tägliche Selbstzeit einrichten?
  • Wie sähe mein Leben aus, wenn ich die Antworten auf meine wichtigen Fragen in mir selbst finden würde?

Übung: 

Nimm dir eine Woche lang morgens 10 Minuten Zeit für deine Selbstbegegnung. Setze dich an einen ruhigen Ort, wo du ungestört bist und dich wohl fühlst.

Sitze aufrecht, die Beine nebeneinander. Schließe die Augen und atme tief. Lass bei jedem Ausatmen Anspannung und Gedanken los. Schalte vom Denken in den Modus Fühlen und fühle dich selbst mit allem, was auftaucht. Lass geschehen, was geschehen mag und sinke immer tiefer in dein Sein. Nach 10 Minuten kehre wieder in dein Tagesbewusstsein zurück – Strecke und recke dich und starte dankbar in den neuen Tag.

 

Frei werden für unser inneres, strahlendes Wesen

Wenn wir uns von den Mustern unserer Konditionierung befreien, legen wir dabei Schicht für Schicht den Kern unseres Wesens frei, der in seiner Natur strahlend ist. Wir legen ein Korsett ab, das uns einst Halt und Sicherheit schenkte.

Darunter kommt unsere nackte Haut zum Vorschein, unser fühlendes Wesen, unsere Lebendigkeit. Hieraus antworten wir dem Leben, drücken es durch uns aus und bezeugen damit unsere Liebe zu uns selbst, zu allen Geschöpfen, zur Schöpfung und ihrer Quelle.

Nehmen wir daher die Kraft zu uns zurück. Kommen wir ins Reine mit uns selbst. Versöhnen wir uns mit unseren Projektionen und vergeben wir uns selbst für das, was wir als Täter und Opfer irgendwann in der Vergangenheit hervorgerufen haben.

So gelangen wir in einen tiefen Frieden und in eine innere Freiheit, von der wir bisher nicht einmal zu träumen gewagt haben.

~~~~~~~~~~~~~

Jetzt wünsche ich dir erhellende Momente beim Beantworten der Fragen und beim Ausprobieren der Übungen. Bleib am Ball, wenn du spürst, dass sich in dir dadurch etwas zum Positiven verändert.

 

Möchtest dich noch mehr mit deiner inneren Freiheit beschäftigen und innerlich noch freier werden? 

Natürlich lässt sich in so einem Blogbeitrag nur die Spitze des Eisbergs zeigen. Wenn du also daran interessiert bist tiefer in das Thema Innere Freiheit einzusteigen, dann braucht es schon mehr an Engagement und Hinwendung. Gerne unterstütze ich dich dabei. Nutze mein Angebot für ein kostenfreies 30-minütiges Erstgespräch zur Orientierung.

Schreib mir einfach eine Mail an [email protected] mit dem Betreff: kostenfreies Orientierungsgespräch.

Außerdem entsteht gerade ein neuer Online-Kurs, der im Herbst 2017 gelauncht wird. „Er-Finde dich neu! Mit sich selbst ins Reine kommen“

 

P.S. Alle wichtigen Informationen im Vorfeld teile ich dir  in meinem Newsletter mit, so dass du dich rechtzeitig anmelden kannst und auch den Bonus nutzen kannst.

Hier kannst du nochmals Teil 1 dieses Artikels nachlesen.

Sich dem eigenen Selbst hinzugeben bedeutet sich ins eigene Sein hinein zu entspannen. Dabei muss die Persona, die Persönlichkeit still werden und loslassen von allem Wollen und Streben.

Bei diesem Entspannen ins eigene Sein wird der Strom der Gedanken zum Rinsal und verebbt langsam in einer Präsenz, die jetzt gefühlt und wahrgenommen werden kann. Hier lösen sich die Sorgen und Probleme der Persönlichkeit, fallen ab als zentnerschwere Last. Im Körper lösen sich zeitgleich die Anspannungen.  Weit und frei wird der Raum, in dem sich das Bewusstsein befindet. Gedanken und Gefühle können so aus einer Distanz heraus wahrgenommen werden, ohne dass das Bewusstsein daran anhaftet.

 

Die Stille des Urgrunds erfahren

Der Raum weitet sich und mit ihm vertieft sich die Stille aus dem Urgrund des Seins . Die Persona ist jetzt durchlässig für die Präsenz des Selbst.

Zur grenzenlosen Freiheit gesellt sich das Feuer des ewigen Seins, das tief im Selbst ruht und brodelt und ganz allmählich aufsteigt in Form reiner Freude, die sich zuerst im Herzen ausbreitet und sich dann ausdehnt und überfließt, wie aus einem riesigen Kelch und sich in Wellen ausdehnt ins Grenzenlose. In diesem wahren Sein ist grenzenlose Freiheit, reine Freude und tiefer Frieden erfahrbar. Das Bewusstsein erfährt sich in seiner wahren Natur.

 

Die Schleier der Illusion werden durchlässiger

Nach solch einer Selbst-Erfahrung kehren wir durchlichtet und neu geordnet in unser Alltagsbewusstsein zurück, weiterhin spürbar getragen vom ewigen Seinsgrund. Unsere Sicht auf unsere Alltagsrealität ist milder geworden. Aus Mauern sind Schleier geworden, die uns jetzt bewusst sind.

Wir können uns täglich diesen Luxus gönnen und ein Bad im eigenen Selbst nehmen und uns auf diese Weise immer weniger mit der Persönlichkeit identifizieren. So gewinnen wir Abstand zu den Wirrungen, Problemen und Kämpfen, die die Persona anzettelt in ihrer Unbeständigkeit. Stattdessen vertrauen wir uns immer mehr unserem beständigen Selbst an und finden Lösung und Inspiration für unseren Alltag, wo vorher noch Verwirrung und Unüberwindbares war.

Genießen wir so unsere Lebensreise und staunen und bewundern wir das, was sich auf unserer Lebensleinwand im JETZT zeigt.

 

Inspiration findest du auch in diesen verwandten Artikeln

“Durch das Herz zum Kern unseres Wesens”

Die Leichtigkeit des Seins

3 Schritte in die bestmögliche Version deiner selbst

 

Noch ein Tipp: Nimm dir mehrmals eine kleine Atempause und gelange so ins Sein.

Wenn dir der Beitrag gefallen hat, kannst du ihn gerne teilen, danke!

 

 

Der Mini-Ratgeber
INNERE FREIHEIT
– die  ersten 7 wichtigsten Schritte

mit Fragen- und Übungsteil inspiriert dich dazu ins Reine
mit dir selbst zu kommen.

Du bekommst ihn als Abonnent/in meines Newsletters geschenkt. Klick einfach  auf das Foto. Melde dich an und du bekommst den Link zum Download!

Sich vom Ziel ziehen lassen,

ohne das Ziel zu kennen, braucht großes Vertrauen in die jenseitigen Kräfte, ins Transpersonale. Der menschliche Wille muss sich unterordnen und in Einklang gebracht werden mit den höheren Schöpfungsebenen.

Ich bin dabei das zu erlernen als Seele, die als Mensch verkörpert ist. Ich spüre, dass ich in dieser Inkarnation immer wieder auf mich und mein Selbst zurück geworfen bin, ohne dass ich als Persönlichkeit dieses Selbst genau zu fassen bekomme. Meine Seele spüre ich mal mehr mal weniger und auch die Verbindung mit den höheren geistigen Instanzen meiner Selbst  sind nicht immer gleich stark vorhanden. All das gilt es zu akzeptieren und anzunehmen so wie es ist. All das ist Rhythmen unterworfen, gegen die ich nicht zu widerstehen vermag.

 

Hingabe ermöglicht Präsenz

Ich kann mich ihnen jedoch hingeben. Ohne wenn und aber, ohne Widerstand und stattdessen dankbar sein, für das, wie ich mich bisher entwickelt habe, was ich bereits erlernt und trotzdem auch verwirklicht habe, ohne dass ich es in der Form bewusst gewollt hätte. Darüber freue ich mich und entscheide mich jetzt glücklich zu sein.

In jedem Augenblick habe ich Zugriff auf das, was ich brauche, um zu sein, die ich bin und um zu leben. Das ist schon eine große Erkenntnis. Je mehr ich in der Gegenwart lebe, desto erreichbarer bin ich für intuitive Weisungen und für Inspiration aus den höheren Ebenen meiner Selbst.

 

Intuition und Inspiration als Führungswerkzeuge

Wenn ich meiner Intuition folge und mich von höchster Quelle inspirieren lasse, folge ich dem Ruf meiner Seele und verwirkliche meinen Seelenplan, ohne dass ich all zuviel darüber wissen müsste. Das Wissen- und Erkennen wollen der Persönlichkeit entspringt lediglich einer Unsicherheit, die sie nicht fühlen will. Wenn ich weiß, fühle ich mich sicher. Wenn ich nicht weiß, muss ich mich dem, was mich trägt anvertrauen, ohne zu wissen, wohin es mich führen wird. Das ist wahrlich Selbst- und auch Gottvertrauen, das über viele verschieden Leben hinweg erlernt werden will, damit die Seele sich hin zu einer bedingungslosen Liebesfähigkeit entwickelt.

Daher fühle ich mich sehr mit Picasso und seinen Worten verbunden.

Suchen ist das Ausgehen von alten Beständen und das Finden-Wollen von bereits Bekanntem.
Finden, das ist das völlig Neue.
Alle Wege sind offen und was gefunden wird, ist unbekannt.
Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer.
Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen,
die im Ungeborgenen sich geborgen fühlen,
die in der Ungewissheit, der Führerlosigkeit geführt werden,
die sich vom Ziel ziehen lassen und nicht selbst das Ziel bestimmen.

Pablo Picasso

Wir gehen alle einer Zeit entgegen, wo wir uns als Individuum innerhalb der Gesellschaft dieser Führerlosigkeit und Ungewissheit stellen müssen. Auf diese Weise werden wir vermehrt Vertrauen in uns selbst entwickeln. Wir werden lernen uns in uns selbst geborgen zu fühlen, weil wir in uns Selbst die wahre Heimat finden.  So werden wir frei von Abhängigkeit und Manipulation. Wir überlassen vertrauensvoll das Lebensruder unserem höheren Selbst und genießen unsere Lebensreise als Beifahrer. Wir nehmen wertfrei wahr, was ist,  genießen und reisen weiter, wenn die Zeit reif ist. Den Gedanken an ein Ankommen gilt es loszulassen. Vielmehr braucht es ein Einlassen auf eine ständige Weiterentwicklung und Wandlung, bei der wir unterwegs sind im unendlich ewigen Hier und Jetzt.

 

Vielleicht auch interessant zu lesen “Lausche, erhöre und erlöse – dich selbst und die Welt”

 

Der Strom der Liebe ist die Bewegung des Lebens durch alle Zeiten und Dimensionen hindurch. In einem nie endenden spiralförmigen Tanz erschafft und kreiert das Bewusstsein neue Formen der Existenz. All das geschieht auch in unserem Körper, der ein Abbild des Makrokosmos ist.

Kraft unseres freien Willens steuern wir zu einem kleinen Teil diese Vorgänge bewusst. Das meiste jedoch wird von unserem Unterbewusstsein und von unserem höheren Selbst gesteuert, ohne dass wir dafür bewusst etwas tun müssten.
Den kleinen Bereich, indem die Persönlichkeit wirksam sein kann, halten die meisten für ihr Leben. Dabei ist das Leben nicht teil- und begrenzbar. Ist es doch ein großer, sich ständig verändernder Strom aus Licht, Information und Energie. Leben kann nicht geteilt werden. Leben ist immer während und ewig und erschafft sich in jedem Moment neu. 

 

Der Seele wieder Raum schenken

Jeder Versuch sich vom Leben abzugrenzen, sich abzusichern von dieser großen wandelnden Kraft, ist zum Scheitern verurteilt. Mag auch der menschliche Wille dazu genutzt werden für kurze Zeit Mauern zum Schutz der Persönlichkeit aufzubauen, so werden diese früher oder später eingerissen, um der Seele, unserer höchsten Zuflucht, wieder Raum zu schenken für ihre weitere Entwicklung.

Das Leben ist auf Ganzheit ausgerichtet in dem alles mit allem verbunden ist. Sich einzulassen auf diesen großen Strom heißt sich dem Moment hinzugeben, heißt einzutauchen in die Essenz des Lebens, die Liebe ist. Liebe durchwirkt alles Lebendige, alle Wesen und Dimensionen der Schöpfung – ohne wenn und aber, frei von Bedingungen. Es gilt unserer kleines Ich immer öfter aus den Augen zu verlieren, unser irdisches Selbst zu vergessen, um das wahre Selbst zu er-innern.

Öffnen wir uns für diese Realität in uns zu gewissen Zeiten. Öffnen wir unsere Herzen und bauen wir die vom Verstand errichteten Mauern unserer Lebensburgen wieder ab. So erfahren wir uns mit jedem Tag mehr als eins mit dem Leben und damit auch mit der Liebe, die in allem immer gegenwärtig ist.

 

Vielleicht auch interessant zu lesen “Vom Überlebenskampf zur Spielwiese des Lebens”

Wir sind Kinder dieser Zeit und derzeit erfahren wir das Ende des langen, dunklen Seelenwinters, der sich nochmals kräftig aufbäumt, bevor er weichen muss. In diesem zurückliegenden Entwicklungsabschnitt der Menschheit war keine Zeit für ein entspanntes Lebensspiel. Da galt alles dem Überlebenskampf. Viele führen ihr Leben immer noch in diesem Modus, obwohl das Licht und die Energie des seelischen Frühlings bereits allerorts gegenwärtig ist. Sie gehen noch gefangen in sich selbst, gefangen in Schuld-, Scham- und sonstigen dunklen Gefühlen aus alten Zeiten. Gebunden an Versprechen und an Gelübde.

Die neue Energie wirkt elektrisierend und verursacht, dass diese alten, tief in uns vergrabenen Bindungen in Bewegung kommen. Gefühle, die bisher im Unterbewusstsein lagerten, drängen jetzt ins Bewusstsein und zerren an den Nerven. Einige halten das nicht aus und es kommt zu Kurzschlusshandlungen und zu Amokläufen.

Das Verdrängen und Wegstecken funktioniert nicht mehr

Die alten Strategien des Verdrängens und des Wegsteckens greifen nicht mehr. Augenscheinlich sieht es danach aus, als würde sich der Überlebenskampf vieler Menschen verschärfen, statt überzugehen in ein Leben, das auf Wertschätzung, Dankbarkeit und Erfüllung ausgerichtet ist. Doch das, was sich gerade zeigt, hat schon lange im Unterbewusst gelauert und wird jetzt offensichtlich.

Zwei wichtige Dinge gilt es in diesem Punkt zu unterscheiden. Zum einen den gewohnheitsmäßig geführten Lebenskampf, den viele führen, weil sie ihren Fokus auf Mangel und Vergleich gerichtet haben. Zum anderen die inneren Kämpfe in uns, im inneren Schattentheater, mit den Meuterern, den Richtern und den Widerständlern. Wir sollten hinterfragen, ob nicht letztendlich diese inneren Bedrohungen, die sich immer wieder in uns aufbäumen, uns im Überlebenskampf-Modus halten.

 

Es gilt die Waffen niederzulegen

Egal, wie die Antwort ausfällt, in jedem Fall gilt es die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben. Ein Kampf mit den inneren Saboteuren kann nicht gewonnen werden. Diese Gegner sind unsichtbar. Ihre Waffen schwingen sie machtvoll in unserem Unterbewusstsein. Zu verspüren bekommen wir sie immer wieder, weil sie gehört und angenommen werden wollen, Weil das Leben evolutionäre nach Ganzheit strebt und zwar in jeder Spezi.

Dieser Überlebenskampf-Modus ist in unsern Zellen gespeichert. Mit jeder weiteren Anstrengung, die wir dagegen unternehmen, nähren wir sozusagen den bösen Wolf in uns. Aufhören ihn zu nähren bedeutet, die Waffen niederlegen und die Verantwortung für diese Schattenseiten in uns und die damit einhergehenden Gefühle zu übernehmen. Dann gilt es sich dem hinzugeben, es anzunehmen und auszuhalten, bis es sich in uns wandelt und damit integriert.

 

Mach den Doktor im Annehmen

Vertrauen wir darauf, dass das Leben uns weiterhin trägt, auch wenn wir nicht mehr kämpfen. Ja, dass es uns sogar noch mehr zu geben vermag, wenn wir uns öffnen für alles Umerlöste in uns und es lieben lernen. Wir können im Kleinen damit beginnen und uns täglich auf die Übungsmatte stellen mit Offenheit und der Bereitschaft das anzunehmen, was sich uns täglich zeigt.
Auf diese Weise beenden wir den Widerstand gegen das Leben, beenden wir den Kampf mit uns selbst, mit unseren Schattenanteilen. Gelingt die Integration setzt sich Lebensenergie frei, die vorher blockiert und gebunden war. Sie steht uns jetzt zur Verfügung und damit können wir den Fokus sofort auf das richten, was wir wirklich wollen, was wir uns zutiefst im Herzen ersehnen.

Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Fülle in unserem Leben. Dankbarkeit öffnet unser Herz und damit verändert sich unsere Ausstrahlung, die Schwingung unserer persönlichen energetischen Signatur. Es entsteht eine Kohärenz mit dem, was uns gesund und glücklich macht und so gehen wir allmählich in Resonanz zur neuen Energie und leben kohärent mit dem Leben, mit uns selbst.

 

Auf der bunten Wiese des Lebens spielerisch kreieren

Eine tägliche Praxis der Hinwendung an das, was noch der Erlösung bedarf und zugleich auf das, was gut, schön und wertvoll in unserem Leben ist, lässt uns allmählich in einen neuen Lebensmodus finden. Ein Modus, in dem wir das Leben wieder ursprünglich erfahren in seiner Schönheit mit all seiner Fülle und mit all seinen Geschenken für uns. Plötzlich erkennen wir, dass wir dem Schlachtfeld entkommen sind und stattdessen auf der bunten Wiese des Lebens spielen.

Hier spielen wir im Sonnenlicht, in aller Bewusstheit mit den anderen Geschöpfen, die wie wir, den Funken einer göttlichen Herkunft in sich tragen. Wir fühlen mit denjenigen, die noch im Kampf stehen und sich noch nicht befreien konnten.
Unser Mitgefühl vermag ihnen den Tag zu erhellen und im nächsten Augenblick staunen wir über das Wunder des Lebens, das sich uns in jedem Augenblick offenbart – im Öffnen einer Blüte, im Auge eines Tieres, in der Bewegung des Wassers über einen Stein.

Mit geöffnetem Herzen gehen wir bewundernd und staunend über die Spielwiese des Lebens. In dieser Leichtigkeit des Seins inspirieren uns Farben, Töne und Formen und der Spieltrieb lässt uns Neues ausprobieren. Er öffnet unserer Kreativität alle Türen. Das Schöpfungsspiel kann beginnen. Als kleine Schöpfungslehrlinge tun wir es dem Schöpfer gleich. Im Einklang mit unserer inneren Autorität sind wir uns bewusst, dass diese Kraft in jedem Menschen steckt, da diese Kraft unser Herz schlagen und uns atmen lässt.

Öffnen wir uns und unser Herz für diese nächste Ebene unserer Entwicklung. Verlassen wir das Opfer-Täter-Drama der alten Zeit und spielen wir authentisch, frei und schöpferisch auf der bunten Spielwiese des Lebens.

 

Lesen Sie hierzu auch “Stimmigkeit – den Dreiklang in uns wahren”