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Zu keiner Zeit waren die Herausforderungen und zugleich auch die Möglichkeiten so groß wie in dieser Zeit. Und weil das so ist, wird uns Menschen immer mehr bewusst: Wir haben es in der Hand. Das, worauf wir unseren Fokus richten, nähren wir.  Ob wir uns rückwärts orientieren aus Angst vor dem Neuen, oder ob wir in eine Zukunft flüchten, wo alles besser sein wird. Keines der beiden bringt uns in ein neues Gleichgewicht. Vielmehr gilt es sich  auszurichten auf das Hier und Jetzt – wach und präsent und dadurch endlich wieder ein Dasein haben. 

Aus dem Gegenwärtig-sein heraus zu handeln und die anstehenden Herausforderungen anzugehen, statt sie immer wieder auf´s Neue nur im Kopf hin und her zu bewegen, das ist  gefragt in der kommenden Zeit. Achtsamkeit ist einer der Schlüssel. Achtsam im Umgang miteinander, im Umgang mit der Natur und mit allem Lebendigen, letztendlich mit dem Leben selbst.

 

Wieder ein Dasein finden

Alles, was uns innehalten lässt, ist förderlich, um dieses einfache Sein wieder zu erinnern. Noch als Kind waren wir tief versunken im Spiel und haben mit allen Sinnen wahrgenommen. Da war kein störender Gedanken, kein ich müsste jetzt, ich sollte doch, vielmehr fühlten wir uns eins mit dem Augenblick, mit dem was was war.

Tiefes, bewusstes Atmen, Meditation, Kontemplation, Yoga und auch ein Spaziergang in der Natur, das Bewundern einer Blume, das Bestaunen eines Sonnenuntergangs, oder ein inniges Gebet, vermögen uns in unser Sein zu führen und damit zugleich auch in die Verbindung mit dem, was größer ist als wir.

Das bewusste Sein wieder zu erfahren, sich Zeiten des einfach  sein zu erlauben und zu kultivieren ist mit der beste Beitrag, den wir für uns selbst und zugleich für diese Welt erbringen können. Denn es braucht eine neue Balance zwischen dem Werden und dem Sein. Es braucht einen gesunden Ausgleich. Dann gelingt im nächsten Schritt die zweite große Herausforderung zu meistern – ein neues Miteinander und co-kreatives Zusammenwirken. Das lebt vom Austausch, vom Geben und Nehmen in gleicher Qualität, von einer Kommunikation auf Augenhöhe, im Respekt und in der Toleranz für Unterschiede und für die Einzigartigkeit eines jeden Menschen.

Im Spannungsfeld zwischen Einzigartigkeit und neuem Wir

Jeder und jede von uns ist einzigartig und hat einzigartige Anlagen, Talente und Gaben und damit verbunden auch Auf-Gaben. So, wie eine Leberzelle nicht die Aufgaben einer Lungenzelle übernehmen kann, so müssen wir Menschen aufhören uns zu vergleichen und Ziele und Werte anderer Menschen zu verfolgen.

Es ist daher wichtig, dass wir uns unserer Einzigartigkeit bewusst werden,  unsere individuellen Werte definieren und unsere Begabungen entfalten und sie in den Dienst der Menschheit stellen.  

Indem wir zu uns, unseren Werten und unserer inneren Wahrheit stehen und dementsprechend leben, sind wir authentisch. Dies sorgt für eine klare Kommunikation mit unserem Umfeld. Wir finden dorthin, wo wir die bestmögliche Version unserer selbst zum Ausdruck bringen und damit zugleich auch die Lösung für ein Problem dieser Welt bieten.

Indem jede Zelle in einem größeren Organismus ihre einzigartige Aufgabe erfüllt, trägt sie zu einem gesunden Gesamtorganismus bei. So, wie der kleine Finger nicht die kleine Zeh sein kann, leisten sowohl der kleine Finger, als auch der kleine Zeh an ihrem Platz den bestmöglichen Beitrag.

Und genauso lässt sich das vom Kleinen auf das Größere übertragen. Wir alle sind ein Teil eines größeren Ganzen und je klarer wir herausfinden, was unsere einzigartigen Gaben und Auf-Gaben sind und diese in die Entfaltung bringen und mit der Welt teilen, desto gesünder ist der Gesamtorganismus Menschheit.

Individuelle Werte definieren – zur inneren Wahrheit stehen

Sich seiner Einzigartigkeit bewusst zu sein und zugleich mitzuspielen in einem WIR, das größer ist als das Individuum, das ist das Neue. In der alten Zeit gab es den kollektiven Strom der Masse. Das was „man“ zu tun hatte und sollte, war Gebot. Lediglich ein paar wenigen war es möglich – meist Künstler, Erfinder, Wissenschaftler, etc.. Heute ist das anders.  Uns stehen so viele  Möglichkeiten zur Verfügung. Jedoch ohne zu wissen, was die eigene Einzigartigkeit ausmacht, können wir nicht wählen. Viele fühlen sich dadurch überfordert. Darum tun sie gut daran erstmal zur Ruhe zu kommen und sich essentielle Fragen zu stellen. wie etwa Was ist mir wirklich wichtig? Welche Ziele verfolge ich und erfüllt mich das? Auf welchen Werten gründet mein Leben? Und sind das tatsächlich meine Werte, oder habe ich sie lediglich übernommen? 

Wenn letzteres der Fall ist, dann gilt es genauer hinzuschauen und herauszufinden, welche individuellen Werte wirklich wichtig sind und diese entsprechend zu leben. Übernommene Werte bleiben oftmals nur leere Worthülsen, weil der Mensch sie nicht mir Leben füllt. Es kann sein, dass seine ganz individuellen Werte den übernommenen Werten teilweise oder auch gänzlich entgegenstehen. Das bewirkt einen inneren Konflikt, der viel Lebenskraft kostet und verhindert, dass Menschen in ihrem Leben Erfüllung erfahren.

Vertrauen in das größere Ganze

Die Herausforderungen in dieser Zeit fordern uns auf unseren alten Ansichten, Einstellungen und Haltungen heraus. Ein neuer Morgen bricht an und mit ihm neue Chancen für die Entfaltung unserer Einzigartigkeit und für ein lebendiges miteinander Sein und Wirken. All das im Bewusstsein der Verbundenheit mit einem größeren Ganzen, das uns trägt, uns nährt und mit jedem Tag zu unserem Bestmöglichen führt, wenn wir vertrauen – uns selbst, anderen und der Kraft die uns atmen und unser Herz schlagen lässt.

 

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Seit Juli 2018 bin ich Moderatorin in der Gruppe MENSCH im Wandel zusammen mit drei weiteren Moderatorinnen.

Es ist eine Gruppe für alle GleichgeSINNten, die mehr Achtsamkeit, Wertschätzung und Menschlichkeit leben und zugleich andere dazu inspirieren wollen.  In der Familie. Im Beruf. In der Gesellschaft.

Wir gestalten aktiv den Wandlungsprozess: Mit gegenseitiger Inspiration und einem respektvollen, offenen Dialog auf Augenhöhe. In den Foren  ist Raum für Austausch, Ideen, Inspiration und Dialog zu den Themen Wandel, Menschlichkeit, Achtsamkeit, Bewusstseinswandel und vieles mehr.

Falls du auf XING bist und dich angesprochen fühlst, dann bist Du herzlich willkommen! Hier geht´s zur Gruppe.

 

 

Teil 1

Die großen Chancen im derzeitigen Wandel

 

Die derzeitigen großen Veränderungen auf der Welt werden angetrieben von einer evolutionären Kraft, die uns ALLE aus unserer bisherigen Komfortzone herausfordert. Wir sind dazu angehalten unsere bisherigen Einstellungen und Verhaltensweisen zu hinterfragen, sowohl als Individuum als auch im Kollektiv, als Gesellschaft. Dabei gilt es die bisherigen Grenzen hinter uns zu lassen und aufzubrechen zu neuen Ufern und zu neuen Küsten unserer Selbst. Den Staub, den wir dabei aufwirbeln, sollen wir nicht fürchten und auch die Wellen, die hochschlagen, weil wir unsere Grenzen neu definieren und uns zu unserer individuellen Wahrheit bekennen, sollen uns nicht bekümmern. Vielmehr gilt es jetzt in der Zeit des aufkeimenden Weltenfrühlings ein neues, umfassenderes Selbst- und Weltbild zu formen, in dem das WIR im Sinne einer weltlichen Brüderlichkeit gänzlich neu erfahren wird.

 

Der große Wandel – getragen von den Rhythmen der Zeit

Schauen wir unser derzeitiges Leben genauer an, so sehen wir, dass sich vieles in Veränderung befindet. Genau genommen war das schon immer so, doch die Geschwindigkeit mit der sich die Dinge ändern, hat zugenommen. Je mehr Ballast und Unerledigtes der Einzelne mit sich herumträgt, desto belastender empfindet er die Anforderungen des Lebens und umso mehr fühlt er sich als Opfer der Umstände in die Veränderung hinein gezogen. Bei vielen macht sich daher Unmut, Orientierungslosigkeit und Ohnmacht breit.

Das Leben selbst zeigt sich davon wenig beeindruckt, weil es eins nicht kann – stillstehen. Das Leben ist Bewegung und ein ewig währender Prozess des Stirb und Werde. Altes vergeht und Neues entsteht. So wie die rot glühende Sonne am Horizont langsam versinkt, so vergehen Ären, Epochen, Kulturen, Weisheiten, Sitten und Bräuche. Was bleibt, ähnlich einem Fels in der Brandung, ist der Wandel, als das einzig Beständige, das getragen wird vom den Rhythmen der Zeit. So erleben wir einen kleinen Rhythmus zum Beispiel beim Aus- und Einatmen, einen größeren in den Gezeiten der Meere –bei Ebbe und Flut. In den gemäßigten Breitengraden finden wir den Rhythmus der vier Jahreszeiten und in der Bibel finden wir den Takt der 7 mageren und der 7 fetten Jahre. So wie der Rhythmus des Meeres von der Mondkraft genährt wird, so sind auch die vier Jahreszeiten das Ergebnis der Bewegung der Erde innerhalb unseres Sonnensystems. Große Zeitzyklen werden von großen Bewegungen der Erde innerhalb der Galaxis und deren Resonanz mit anderen Galaxien geschaffen.

So wie es diese kleinen und größeren Zeitzyklen gibt, gibt es einen sehr großen, der uns nicht im Bewusstsein ist. Astronomen ist diese große Bewegung bekannt unter dem Begriff der Präzession der Tagundnachtgleichen. 25920 Jahre dauert dieser große Zyklus und wird auch „Platonisches Jahr“ genannt. Den alten indischen Sanskritschriften zufolge fällt die Menschheit in den Schlaf, besser gesagt in die Unbewusstheit, wenn sich die Erde während dieser großen elliptischen Bewegung vom Zentrum der Galaxis weg bewegt. Sie erwacht, wenn sich der Planet wieder dem Zentrum nähert.

Das ist bereits viele Male mit der Menschheit geschehen. Es ist ein offenes Muster, denn wir bewegen uns ja durch das grenzenlose All. Nach jedem Versinken schlafen wir ein bisschen weniger und die Zeiten des Wachseins dauern länger. Ähnlich wie ein Mensch im Alter weniger Schlaf braucht, im Gegensatz zum Säugling. Die große Präzessionsbewegung unterteilt sich in 12 kleine Zeiträume von 2160 Jahren, die jeweils in Verbindung mit einem der zwölf astronomischen Sternbilder stehen. Aus dieser Sicht heraus haben wir gerade das Fischezeitalter verlassen und sind in das Wassermannzeitalter eingetreten. Die Tibeter und die Hindus nennen diese Zeitalter Yugas. Jedes Yuga hat eine Phase des Aufstiegs, eine Blütezeit und eine Phase des Abstiegs. An zwei bestimmten Zeitpunkten (A und C) auf der großen Ellipse der Präzession, gibt es umwälzende Veränderungen auf unserem Planeten. Siehe Skizze.

Päzession

 

Die Menschheit steht jetzt wieder am Punkt des Erwachens. Und so wie jeder Tag neue Chancen mit sich bringt, so wird diese Phase wieder die bewusste Weiterentwicklung für die Menschheit ermöglichen. Doch im Moment befinden wir uns mitten in einer Übergangsphase. Jeder hat solch eine Phase auch schon persönlich in seinem Leben erfahren und weiß daher, dass dies einher geht mit Unsicherheit, Disharmonie und auch Orientierungslosigkeit. Denn das Alte greift nicht mehr und das Neue hat noch keine greifbare Form und keine Struktur und vermag somit keine Sicherheit zu geben.

Wenn wir nun unsere individuelle Erfahrungen auf das derzeitige große, kosmische Geschehen übertragen, dann dürfte es eingängig sein, dass diese Zeit in einem viel größeren Maßstab und Umfang Chaos, Unsicherheit, Orientierungslosigkeit und bei vielen auch einen gewissen „Wahnsinn“ mit sich bringt.

 

Zeitalter der Bruder- und Schwesterliebe

Damit Neues entstehen kann, muss das Alte vergehen. Egal ob es sich dabei um Einstellungen, Ideologien oder Paradigmen handelt. Immer geht es darum, dass sich die damit verbundenen alten Systeme verändern müssen. Seit der Französischen Revolution ( 1789-1799 ) treten immer deutlicher und heroischer die Impulse des werdenden “Wassermann-Zeitalters” hervor. Der Rationalismus der letzten Jahrhunderte bildete den Übergang zur leidenschaftlichen Intellektualität des Wassermannzeichens. Das neue beginnende Zeitalter wird ein Doppelgesicht aufweisen. Zum einen die Begierde nach immer neuen Hochorginellem und Hochintuitiven und zugleich auch die Gebundenheit an Uraltes und an ein zäh beharrendes Denken, das den Menschentypen der neuen Zeit kennzeichnen wird.

Die derzeitigen evolutionären Kräfte bewirken, dass die alten Systeme und damit verbunden die alte Ordnung zerstört werden. Genau das erleben wir gerade. Natürlich bäumen sich da die alten Machtinhaber auf und bekämpfen das Aufkeimende, indem sie ihre alte Ordnung noch härter und mit noch mehr Kontrolle verteidigen. Ja, sie versuchen sogar sie mit Intrige, Betrug und Gewalt zu verhindern. Es ist dies vergleichbar mit dem Kampf zwischen den Kräften des sich langsam zurückziehenden Winters und des heran nahenden Frühlings, der letztendlich doch die Erneuerung des Lebens erwirkt und den Sieg davon trägt.

Ausgehend davon, dass der Weltenmonat im Sternbild Wassermann ca. 2.16o Jahre dauert, stehen wir derzeit ziemlich am Anfang und der neue Menschentyp dieser Zeit beginnt gerade in den Kinderschuhen sich selbst und die Gesellschaft zu formen. Der Wassermann gilt als Zeichen ausgleichender Brüderlichkeit, die charakterisiert wird durch die globale Annäherung der Völker im johanneischen Zeitalter der Bruderliebe. Die Zeiten werden “gesellige” sein. Im Johannes-Evangelium heißt es ( Johannes 13, 34-35 ):

 

“Ein neues inneres Weiheziel gebe Ich euch: Dass ihr einander liebet.
Wie Ich euch geliebt habe, sollt auch ihr einander lieben.
Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe zueinander habt.“

 

 

Auf breiter Ebene sind wir davon im Moment noch weit entfernt, wenngleich sich uns derzeit bereits ein großes Lernfeld mit unseren neuen Brüdern, den Flüchtlingen, auftut. Doch das, was da auf uns zukommt, macht vielen Menschen Angst. Sie fürchten sich vor den Fremden, vor deren Bedürftigkeit, vor deren Andersartigkeit im Hinblick auf deren kulturellen Hintergrund. Daher müssen wir uns alle fragen: Wie gehen wir mit dieser großen Herausforderung um?

 

Gesetzmäßigkeit statt Gesetzlichkeit leben

Es ist allgemein bekannt, dass, wenn wir in eine Krise gelangen, gerne zurück in archaische Verhaltensweisen fallen. Wir verlieren unserer Mitte und unser Unterbewusstsein schaltet um auf Überleben. Dann reagieren wir aus unserem alten Reptiliengehirn heraus und greifen an oder flüchten. So erleben gerade manche, dass die aufkeimende Angst ihre Gewaltbereitschaft schürt oder sie in die Gleichgültigkeit und Resignation treibt.

Vor allem Menschen, die ohnehin bisher ständig im Überlebensmodus und in einer gefühlten Bedürftigkeit gelebt haben, sind in dieser sich so gewaltig ändernden Zeit besonders anfällig für eine noch destruktivere Einstellung dem Leben gegenüber. Sie sehen in den fremden Flüchtlingen ins nackte Gesicht ihrer eigenen verdrängten, inneren Heimatlosigkeit, ihrer inneren Not.

 

Vielen Dank für dein Lesen bis hierher.

 

Im 2. Teil schreibe ich über

  • Gesetzmäßigkeit statt Gesetzlichkeit leben
  • Eine innere Autorität entwickeln
  • Wenn das Herz Regie führt
  • In die wahre Größe gelangen

Weiterlesen im Teil 2 

Ich freue mich, wenn ich dich mit meinen Beiträgen inspiriere und dazu beitrage, dass sich deine Sicht auf dich selbst und die Welt erweitert – zum Wohle deiner selbst und damit auch der Welt.

 

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