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ein Essay von Bianka Maria Seidl 

Teil 1

Die Zeichen stehen auf Veränderung – besser gesagt auf Wandel und Transformation. Um den Übergang vom Industriezeitalter ins Wissenszeitalter erfolgreich vollziehen zu können, brauchen wir Energie und Zeit. Beides liegt in uns und wartet darauf freigesetzt und sinnvoll verwendet zu werden. Dann können wir in eine neue Zivilisationsphase eintreten, in der wir freier und selbstbestimmter unser Leben führen und uns selbst verwirklichen können. 

Alles dreht sich mit Energie um Energie. Doch die alten Energielieferanten stehen schon bald nicht mehr zur Verfügung. Die Suche nach dem Perpetuum Mobile blieb bisher erfolglos und so hat der Kampf um Energie und neue Ressourcen bereits begonnen. Bei all dem Erforschen und Erfinden auf diesem Gebiet wird oftmals das nahe Liegende – die eigene Lebensenergie – übersehen. Woher kommt sie? Welchen Gesetzmäßigkeiten folgt sie? Was blockiert und unterdrückt sie, wie und wozu setzen wir sie ein? 

Fest steht, dass unsere Gewohnheiten, das Verharren in unserer Komfortzone, die größten Energiefresser des Lebens sind. Tagein und tagaus auf den alten ausgetretenen Pfaden zu laufen macht müde und antriebslos. Wenn wir unsere Konstitution zum Beispiel mittels einer Ayurveda-Kur aufpeppen oder Lebensenergie in Büro und Heim mittels der Feng Shui-Lehre harmonisieren und ins Fließen bringen, verbirgt sich dahinter der Wunsch mehr Energie haben zu wollen, uns vitaler und kraftvoller zu fühlen. Schon die alten Griechen wussten Bescheid und Heraklit sprach: „Panda rhei“ – was soviel heißt wie: alles fließt. Ja, in der Tat, alles fließt. Doch der Lebensstrom hat an Tempo zugelegt und fließt rasant in diesen Tagen. 

Um Stress und Hektik entgegen zu wirken, ist es gut, Methoden und Techniken zum Entspannen erlernt zu haben und diese regelmäßig zu praktizieren. So können die Akkus wieder geladen werden. Doch wie gehen wir mit dieser zusätzlich gewonnenen Lebensenergie um? Setzen wir sie wieder ein, um das tote Pferd mit neuer Energie anzutreiben? Lassen wir sie wieder in die alten Kreisläufe zurück fließen und stehen nach ein paar Tagen und Wochen gestresst, müde und kraftlos dort, wo wir bereits waren? Reicht die Kompetenz zum Entspannen und temporären passiven Wohlfühlen aus, um den Übergang von der Industriegesellschaft zur Wissensgesellschaft erfolgreich zu vollziehen? Oder ist darüber hinaus ein Bewusstseinswandel einhergehend mit neuen Werten und entsprechenden Verhaltensweisen angesagt? 

Vom äußeren Wandel zur inneren Wandlung oder umgekehrt? 

Zwei große Wandlungsprozesse in der äußeren Welt fordern unsere Welt-, Wirklichkeits- und Selbstkonstruktionen heraus. Zum einen wird die Welt zu einem großen Dorf, in dem die verschiedenen Kulturen immer mehr in Austausch treten. Dabei sind wir gefordert unsere zementierten Vorurteile aufzudröseln und unsere Toleranzgrenzen weit hinaus zu schieben, um miteinander leben und arbeiten zu können. Hinzu kommt die Unsicherheit in der Arbeitswelt, bedingt durch die Globalisierung. Der lebenslange Arbeitsplatz ist passé. Vielmehr ist berufliches Engagement hintereinander angesagt. Da gibt es Zeiten, in denen wir weniger arbeiten und uns dafür mehr um die Familie kümmern. In anderen Zeiten nehmen wir uns eine längere Auszeit, verschaffen uns in der Ruhe und in der Distanz einen Überblick, um uns später mit revitalisierten Kräften erneut einem längeren Projekt zu widmen. Neben Flexibilität und Abenteuerlust zählt hier die Risikobereitschaft zu den größten Stärken. Doch was setzt diese Bereitschaft zum Risiko voraus? Welche Sicherheit brauche ich, um ein Risiko eingehen zu können und wo finde ich diese?

Den zweiten Wandlungsprozess generiert die alternde Gesellschaft. Der demographische Wandel erzeugt ein anderes Muster. Die Menschen werden älter und zugleich konfrontiert mit neuen Lebensphasen und -perspektiven. Beide Prozesse, wohl verstanden und richtig moderiert, können uns in eine neue Zivilisationsphase führen. So beschreibt es Matthias Horx in seiner Trendstudie “Der Selfness-Trend – was kommt nach Wellness?” Welche neuen Kompetenzen sind gefragt, um in einem bestimmten Alter mit dem Leben Schritt halten zu können oder besser gesagt mitzuschwingen und resonanzfähig zu sein?

Um hier zu einer aussagekräftigen Antwort zu gelangen, braucht es eine Standortbestimmung. 

  • In welcher Lebensphase befinde ich mich?                                                        
  • Habe ich beruflich erreicht was ich wollte?                                                             
  • Tue ich das, was mich wirklich erfüllt.                                                                           
  • Was will ich noch erreichen?                                                                                     
  • Was ruft mich?                                                                                                        
  • Was will ich wirklich?                                                                                               
  • Bin ich bereit dafür etwas aufzugeben?                                                          
  • Inwieweit verwirkliche ich mich selbst?                                                                    
  • Bin ich mir selbst treu?                                                                                              
  • Tue ich das, wozu ich berufen bin?                                                                            
  • Will ich Karriere um jeden Preis und bin ich bereit dafür meine Bedürfnisse zurückzustecken und zu verleugnen?                                                                      
  • Wie geht es mir körperlich, seelisch und geistig?                                                  
  • Wie möchte ich meinen nächsten Lebensabschnitt verbringen?                              
  • Wie viel Energie habe ich zur Verfügung?

Fragen über Fragen, die wichtig genug sind, um gestellt zu werden. Wenn wir den Mut aufbringen und uns diesen Fragen und Antworten stellen, öffnen sich uns neue Türen zu einer freieren und selbst bestimmteren Lebensweise. Doch vorher müssen wir uns einer inneren Wandlung unterziehen, die einem inneren Entrümpeln gleichkommt. Es gilt Abschied zu nehmen von vielen uns lieb gewordenen Verhaltensweisen, Einstellungen und Ansichten, die uns seit Jahrzehnten begleiten und die überholt und für uns nicht mehr zeit- und vor allem nicht wesensgemäß sind. 

Weiter geht´s in Teil 2 in der nächsten Woche. Danke für Ihre Zeit und Aufmerksamkeit.

 

Literaturtipps: 

 

Bianka Maria Seidl
Einfach sein
33 Impulse für Geist und Seele
Ein interaktives WorkPlay-Book
Sprache: Deutsch, 206 Seiten, O-Wire-Bindung 

 

 

Bianka Maria Seidl
Die Zeit ist reif …!
Sprache: Deutsch, 168 Seiten
Hardcover, in Farbe gedruckt mit Leseband
Weitere Infos und Bestellmöglichkeit findest du hier: 

In der Tiefe unseres Seins schlummert die Weisheit und das Wissen unserer Seele. Ihm gilt s sich zu öffnen. Der Schatz, der wir sind, wird so ans Licht gelangen und der Strom des Lebens kann frei durch uns fließen.

 

Den Strom des Lebens begrenzen

Das Leben aus einem begrenzten materiellen Selbstbild heraus offenbart sich uns in diesen Tagen immer mehr als das, was uns in den vergangenen Jahrhunderten in eine Einseitigkeit geführt hat, so dass viele das Leben nicht mehr als das wahrnehmen können, was es wirklich ist.

Sie erkennen auch sich selbst nicht, als das, was sie wirklich sind, ihrer wahren Natur entsprechend. Und so kämpfen sie um ihr Überleben. Doch wer da kämpft ist lediglich ein begrenzter Teil, der sich getrennt und nicht zugehörig fühlt zu dem, was größer ist als er.

Diese Selbstbegrenzung geht oft einher mit einer Selbstverleugnung. Da wird das Licht, das tief in jedem von uns angelegt ist, unter den Scheffel gestellt. Es wird dabei die eigene Lebendigkeit in Normen gepresst, so dass wir uns gut verhalten, uns anpassen, um dazu zugehören. Wir halten uns zurück und damit letztendlich auch die lebendigen Impulse des Lebens. Es ruft uns in jedem Moment, obwohl wir uns hinter den dicken Mauern unserer Komfortzone verschanzt haben, um den Unwägbarkeiten des Lebens nicht mehr ausgesetzt zu sein.

 

Das Ausgegrenzte einladen

Was wäre, wenn wir den Schatten, der sich jetzt in diesen Tagen im Außen zeigt, annehmen und ihm unser Herz öffnen würden? Der Schatten, von dem hier die Rede ist, ist all das, was wir derzeit im Außen bekämpfen. All das, was nicht sein darf, was wir für unannehmbar halten.

Wie sehr würde unser Herz sich dabei weiten müssen, um das umfangen zu können?
Wie sehr würden wir dabei wachsen und uns entfalten zu unserer wahren Größe?
Nutzen wir daher unsere schöpferische Bildekraft und beginnen wir uns das vor.zustellen.

Sich das Unvorstellbare vorstellen

Wir sprengen die Mauern unserer Trutzburgen und der Strom des Lebens reißt, einer Flut gleich, alles Alte und Überlebte mit sich fort. All unsere alten Einstellungen, Ansichten, Bedenken und Sorgen versinken in dieser Lebendigkeit. Zugleich zeigt sich uns die nackte Angst in all ihren vielen Facetten, die seit Jahrtausenden in den Knochen der Menschheit steckt.

Im Lichte unserer strahlenden Essenz, die jetzt zum Vorschein kommt, kann diese Angst jedoch nicht überleben. Stattdessen streckt sie sanft ihre einst mächtig geschwungenen Schwerter. Das, was zu uns gehört, kehrt zurück.

 

Wandlung erlauben

Die Ohnmacht und Macht des kleinen Ichs verwandelt sich in die Bestimmung durch das umfassendere ICH. Die Gier und der Neid kehren ein in die Fülle, die immer schon da war. Es gibt auch keinen Verlust, weil nichts verloren geht, was wesentlich ist. Auch die Armut wandelt sich, weil die Fülle danach strebt sich zu ergießen in eine noch größere Fülle. Am Ende bleibt das strahlende Sein, das sich auch im anderen erkennt und spiegelt. Es ist das, was immer da war und immer da sein wird, was jetzt durch uns leuchtet. Unbegrenzt und ewig, als Ausdruck der Liebe des Lebens zu sich selbst.

Entscheiden wir uns dafür! Lernen wir dieser Liebe wieder Ausdruck durch uns zu geben. Reißen wir unsere selbstgeschaffenen Mauern ein und entdecken wir uns neu in unserer bestmöglichen Version.

 

Lesen Sie dazu auch “Einverstanden sein” 

Wie die Last des Lebens mittels Vergebung in Leichtigkeit gewandeln wird

 

Die Last des Lebens, wer kennt sie nicht? Hier gleich zu Beginn eine Geschichte.

Wie viel wiegt das Leben?

Ein Schüler kam zu einem weisen Mann. „Herr“, sprach er mit schleppender Stimme. „Das Leben liegt wie eine Last auf meinen Schultern. Es drückt mich zu Boden und ich habe das Gefühl unter dem Gewicht zusammen zu brechen.“

„Mein Sohn“, sagte der Alte mit einem liebevollen Lächeln, „das Leben ist leicht wie einer Feder.“ 

„Herr, bei aller Demut, aber hier musst Du irren. Denn ich spüre mein Leben wie eine Last von tausend Pfunden auf mir. Sag, was kann ich tun?“

„Wir sind es selbst, die uns Last auf unsere Schultern laden,“ sagte de Alte, immer noch milde lächelnd.

„Aber…..“ wollte der Junge einwenden.

Der alte Mann hob die Hand: „Dieses „Aber“, mein Sohn, wiegt allein schon tausend Pfund.“

 

Die Last des Lebens entsteht zum einen aus einem Mangel an wahrem Selbstbewusstsein, weil wir nicht wissen wer wir sind, und  zum anderen durch den unbewussten Umgang mit den uns anvertrauten schöpferischen Kräften. Und letztendlich deshalb, weil wir von den geistigen Gesetzmäßigkeiten, gemäß denen das Leben aufgebaut ist, keine Ahnung haben, zumindest die meisten Menschen nicht. Erst wenn wir Licht ins Dunkle bringen oder auch wenn uns ein Licht aufgeht und wir erkennen, wodurch die Last entstanden ist, löst sie sich auf. Es werde Licht ist daher in dieser Zeit des Übergangs von einem Zeitalter in ein neues ein essentieller Aufruf.

 

Licht ist die Basis allen Lebens

Die Basis allen Lebens und aller Materie ist Licht, somit ist Licht auch unsere Basis. Die neue Physik kann dies mittlerweile nachweisen. Auch in der Biologie zeigen uns die Forschungen des Biophysikers Professor Fritz-Alfred Popp, dass in jeder unserer Zellen Licht ist. Er spricht dabei von den Biophotonen. Lichtprozesse steuern alle unsere Vorgänge im Körper. Licht ist der Träger für Information und Energie. Licht ist ein Schöpfungsimpuls. Mittels Lichtimpulse erhalten unsere Zellen die Aufforderung zur Erneuerung. Alle Stoffwechselprozesse in den Zellen werden mittels Lichtimpulsen gesteuert, so dass in einer Sekunde mehr als 100.000 Lichtimpulse in einer Zelle emittiert werden. Diese Übertragungsgeschwindigkeit von Information kann bisher nur Licht leisten. In der modernen Technik bei der Datenübertragung gehen wir damit tagtäglich um. Mittlerweile werden riesige Datenmengen in Sekundenschnelle, basierend auf Licht, übertragen.

 

Die Verdunkelung des inneren Himmels

Das Licht in uns ist kohärent, das heißt Wellental trifft auf Wellental und Wellenberg auf Wellenberg. Je größer die Kohärenz des Lichtes, desto stärker ist es. Unordnung und Chaos erzeugen dekohärentes Licht. Licht, das nicht gleichmäßig strahlt. Die Wellenbewegungen sind verschoben. Disharmonie und somit dekohärentes entsteht durch Verurteilung, Schuldzuweisung und jede Form von Angst. Indem das Individuum, aber auch ein Kollektiv, ein ganzes Land, über sich urteilt, sich verurteilt verdunkelt sich das Licht. Durch diese Verdunkelung entsteht eine gefühlte Trennung vom wahren Sein, von unserer lichtvollen, geistig-seelischen Natur.

Die größten Verdunkelungen werden durch Schuld, Scham und Angst erzeugt. Wie große dunkle Wolken, hängen sie jetzt schwer und bedrohlich am vormals lichten, unschuldigen Himmel. Schuldgefühle entstehen im Kontext einer Selbstverurteilung. Seit mehreren Jahrtausenden werden sie ins Dunkle verdrängt und die Menschen tragen sie unbewusst als Bürde und Last mit sich herum. Diese Last im Gepäck erschwert die Lebensreise. Um dem zu entkommen, sucht der Mensch im Außen nach einer Projektionsfläche, auf die er seine Last projizieren kann, um sie loszuwerden. Bei der nächstbesten Gelegenheit wird ein Schuldiger gesucht, auf den er seine innere Last übertragen kann. Doch das ist eine Illusion, das funktioniert nicht. Auch wenn der Mensch in Gebeten seinen Schöpfer darum bittet, dass er ihn von dieser Schuld befreit, wird er nicht erhört.  Er kann ihr nur entkommen, indem er sich ihrer bewusst wird. Und weil er sie selbst verhängt hat, kann er sie auch wieder lösen – und zwar nur er, niemand anders, nicht mal sein Schöpfer.

 

Licht ins Dunkle bringen

Hier ein anschauliches Beispiel aus meiner Coaching-Praxis. Ein Unternehmer, kommt zu mir in ein Power-Coaching einen ganzen Tag lang. Er füllt sich ausgepowert, hat körperlich ständig mit einer Nebenhöhlen-Entzündung zu kämpfen. Er merkt, dass er unkonzentriert und seine Energie zerstreut ist, trifft daher oftmals zu schnell Entscheidungen, die sich dann im Nachhinein als falsch erweisen. Er hat zuviel um die Ohren, versucht sich im Sport abzureagieren und von Zeit zu Zeit sich mit Alkohol zu betäuben. Dennoch löst das seine inneren Spannungsgefühle immer nur kurzfristig. Zwischendurch packt ihn eine abgrundtiefe Wut, die ihn dann mitreißt und die sich dann im Zusammensein mit Geschäftspartner und auch Angestellten entlädt. Im Nachhinein spürt er als Folge davon ein „ungutes“ Gefühl, er macht sich Vorwürfe und ist unzufrieden mit sich selbst. Die Probleme in der Firma häufen sich. Er kann sich schlecht abgrenzen, macht daher Zugeständnisse, die er hinterher bereut. Er hat das Gefühl helfen zu müssen, ohne dass er es wirklich aus seinem Herzen heraus empfindet.

Im Laufe des Coachings zeigt sich, dass das Energiezentrum in seinem Solarplexus, das zuständig ist für Austausch, für Geben und Nehmen, vollständig geschlossen, ja blockiert ist. Darum ist auch seine Herzensenergie schwach. Mittels einer Fragetechnik und meiner ausgeprägten Wahrnehmung führe ich ihn an einen Punkt, wo er erkennt, dass er tief in sich eine Ansammlung von Schuldgefühlen trägt. Er ist einverstanden sich zu stellen und diesem Teil seiner Selbst, der sich verurteilt und der auch andere verurteilt und mit jedem dieser Angriffe immer mehr Schuld auf sich lädt, zu begegnen.

 

[bctt tweet=”Wahre Integration beginnt im Inneren”]

Ich führe ihn in sein Unterbewusstsein. Es dauert eine Weile, bis er sich darauf einlassen kann. Doch dann steigen wir tief hinab und dort unten trifft er auf den „alten Krieger“ in sich, der ihn mit seelenentleerten Blick anschaut. Er wirkt müde, wenngleich noch eine Aura von großem Krieger um ihn zu spüren ist. Dieser Teil fühlt sich schuldig für all die geschlagenen Schlachten, die unzähligen Angriffe und verursachten Verletzungen, für all die vielen gefallenen Opfer. Er zeigt eine gewisse Reue, dennoch kann er nicht verstehen, warum das Kämpfen, das immer sein Leben bestimmt hat, jetzt keine Sinn mehr haben soll. Mittels Nachfragen gelangt er zu der noch tieferen Erkenntnis, dass er auch Angst davor hat nichts mehr wert zu sein, für nichts mehr gebraucht zu werden. Diese Schuld und zugleich die Angst, die das weiterhin Kämpfen am Leben erhält, kosten diesen Unternehmer tagtäglich viel Kraft und erzeugten zugleich Wut und Unfrieden und damit die Verdunkelung seines inneren Himmels. Mittels einer Vergebungstechnik gelingt es diesen Teil im Unterbewusstsein zur Entwaffnung und zum Ablegen der Rüstung zu  bewegen. Die inneren Bilder werden umgeschrieben und damit auch Emotionen gewandelt in echte Gefühle. Der unbewusste Teil wird integriert. Diese innere Integration geht einer Integration im Außen immer voraus. Mittels des Bewusstseins konnte Licht und damit auch Bewegung in  diese verdunkelte Situation der Psyche gelangen. Im nächsten Schritt habe ich meinen Klienten dazu angeleitet die Verbindung mit seiner Seele aufzunehmen und seine wahre Wesensnatur zu erfahren, um in Zukunft von hier aus auf die Geschicke seines Unternehmens zu schauen und wichtige Entscheidungen  im Einklang mit seiner übergeordneten Seelennatur zu treffen.

Im Nachgang findet eine weitere Begleitung statt, damit sich das neue Lebensgefühl in meinem Klienten setzen und in seinen Alltag vollständig integrieren kann. Zugleich formt sich dadurch auch ein neues Selbstbild und damit verbunden auch ein neues Weltbild. Die Welt ist nicht länger ein Schlachtfeld oder eine Kampfarena.

Das Beispiel zeigt wie wichtig Integration ist – daher benenne ich meinen Ansatz auch als Integrales Coaching.  Für die Integration, die in der Gesellschaft so schwer fällt, kann das Individuum durch das Integrieren seiner verdrängten Anteilen den bestmöglichen Beitrag leisten. Je mehr Menschen so bewusst leben, desto mehr verändert sich das Kollektiv und damit auch unsere Außenwelt – unsere Gesellschaft.

 

Aus Fehlern lernen, statt sich verurteilen

Das, was sich in den Jahren 1932 -1945 in Deutschland ereignete, konnte nur stattfinden, weil die Menschen den tiefen Wunsch in sich hatten das Reine, das Helle, das Wahre wieder zu erfahren. Das ist in uns allen angelegt. Danach streben wir, ob wir es wissen oder nicht. Derjenige, der damals in seinen kraftvollen Reden das Heil vermitteln wollte, hat dabei genau diese tiefe Sehnsucht der Menschen berührt und darum sind ihm die Menschen auch gefolgt.  Dass dies dadurch erreicht werden sollte, dass das vermeintlich „Unreine“ ausgeschlossen, ja, vernichtet werden sollte, war der falsche Weg. Es war ein Trugschuss, ein katastrophaler Fehler. Das wissen wir seitdem. Aber es war eben ein Fehler und aus Fehlern lernen wir. Fehler dürfen nicht mit Schuld und Verurteilung bestraft werden, weil dadurch noch mehr Verdunkelung entsteht und die damit verbundene Last oftmals das Lernen aus den Fehlern verhindert.

Doch Deutschland hat sich verurteilt und seither trägt die deutsche Volksseele und somit auch wir diese Last der aufgeladenen Schuld, die bis heute nie vergeben worden ist. Stattdessen werden Schulden im Außen gemacht, indem die Last der inneren Schuld nach außen verladen wird. Doch auch das funktioniert nicht, solange die Politik versucht Vergebung bei den „Opfern“ mittels finanzieller Entschädigung und dem Errichten von unzähligen Mahnmalen zu erwirken.

Auch die Handlungen des „Gutmenschen“, der hilft, um seine unbewusst Schuld zu tilgen, zeigt keine nachhaltige Wirkung mehr in der Befreiung von Schuld. Dies mag in den vorhergehenden Zeit noch ausgereicht haben für die Erlangung eines Seelenfriedens. Doch jetzt, wo es darum geht, dass wir in die Selbstbestimmung und auch Selbstermächtigung finden, müssen wir einen radikaleren Weg gehen. Wir müssen zur Wurzel der Ursache.

[bctt tweet=”Vergebung beginnt bei uns selbst – bei jedem einzelnen Individuum”]

Vergebung muss beim Täter, oder besser gesagt bei demjenigen beginnen, der den Fehler gemacht und sich dafür verurteilt hat. Es geht darum, sich den Fehler einzugestehen und zu erkennen, dass wir uns für Fehler nicht richten und damit auch nicht verurteilen müssen. Jedoch sollten wir daraus lernen.

Wie gehen wir um mit einem Kind, das einen großen Fehler gemacht hat indem es bei seinem Spiel mit dem Feuer ein Haus angezündet hat, indem infolge davon Menschen verbrannt sind? Verurteilen und knechten wir dieses Kind? Werfen wir es in einen dunklen Kerker, wohin kein Licht mehr gelangt? Wir alle sind hier um zu lernen und wir dürfen Fehler machen, das macht uns reicher an Erfahrungen und irgendwann reift so auch unsere Weisheit.

Die Volksseele Deutschland ist das kollektive Feld, mit dem wir energetisch verbunden sind, ob uns das bewusst ist oder nicht – ob es uns passt oder nicht. Hier befindet sich die gesamte Information aus der Geschichte Deutschlands. Wir alle zusammen und jede/r einzelne, als Individuum haben jetzt in dieser Zeit des großen evolutionären Wandels die Chance und Möglichkeit das Geschick unseres Landes zu formen. Beginnend bei uns selbst, indem wir uns als Individuum selbst neu formen und heraustreten aus den alten, ausgetretenen Pfaden unserer Konditionierungen, auch dem alten Erbe unserer Vorfahren, die von Generation zu Generation die Last der Schuld übertragen haben.

 

Wir haben alle den gleichen Migrationshintergrund

Wir sind aufgerufen uns neu zu definieren, wer wir wirklich sind und auch welchen Beitrag wir leisten wollen, um gemeinsam eine neue Gesellschaft zu formen, die gegründet ist auf einem Urvertrauen in das Leben, in die eigene wahre Natur und im Bewusstsein einer brüderlichen Gleichheit hinsichtlich des gleichen Migrationshintergrunds, wie es Sieglinda Oppelt in ihrem Buch „Das Licht in dir“ nennt.

 

Es wird Zeit, dass wir uns selbst aus der Knechtschaft der selbstverhängten Schuld entlassen und uns unsere fehlerhaften Taten eingestehen, als das, was sie eben sind – Fehler und dass wir daraus wirklich lernen. Dann ist es uns unmöglich Flüchtlinge auszugrenzen und wieder Mauern aufzuziehen. Vielmehr gelingt dann die Integration wirklich aus dem Herzen und der Vernunft. heraus, mit Mitgefühl, Güte und in einem gesunden Maß.

In dieser Liebe, in diesem Herzenslicht, erkennen wir auch unsere Brüder und Schwestern, die noch in der Dunkelheit ihrer Ängste gefangen sind . Der Blick in die Tiefe des Seins verrät, dass auch in Ihnen das alleine Licht schimmert, das uns alle durchströmt, trägt und nährt Wir alle haben den gleichen Migrationshintergrund.

Durch die Vergebung der auferlegten Schuld lösen sich die Verdunkelungen an unserm inneren Himmel und wir können das, was uns trägt und nährt, das ewige Licht unseres Seins wieder erfahren. Auf diese Weise werden wir zu Friedensstiftern und können das Leben als das erfahren, was es in seinem Ursprung immer war und auch immer sein wird – ein göttliches Geschenk, das uns durchströmt mit seiner bedingungs- und grenzenlosen Energie und Liebe. Ein Geschenk, das wir mittels unseres freien Willens selbstbestimmt gestalten und formen können zu unserem und zum Wohle aller.

Packen wir es an!

[bctt tweet=”Bekennen wir uns zu uns selbst und unserer wahren Natur!”]

 

 

Wieder ein Artikel, in dem ich einen größeren Bogen gespannt habe um auf das Wesentliche zu verweisen. Ich hoffe, es ist mir gelungen Sie zu berühren und zum Nachdenken und -spüren anzuregen.

Gerne lese ich Ihre Gedanken dazu. Schreiben Sie mir einen Kommentar unten und ich freue mich auf unseren Austausch.

Interessierte, die in Bayern leben und mehr über unsere Entwicklungschancen in der neuen Zeit hören wollen, lade ich zu meinem Vortrag „Erschaffe dich neu! – Vom Opfer der Umstände zum selbstbestimmten Gestalter“ ein.

Ausführlichere Informationen und die Termine und Veranstaltungsorte finden Sie hier.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, Ihre Zeit und Ihre Energie. Ich wünsche Ihnen eine Zeit voller Innigkeit mit Ihnen selbst.

In herzlicher Verbundenheit,

Ihre Bianka Maria Seidl