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“Sei die Wertschätzung, die du in der Welt sehen willst”

Der derzeitige Bewusstseinswandel erwirkt die Renaissance des weiblichen Prinzips und seiner Qualitäten und Werte auf der nächsten Ebene der Evolution. Darüber habe ich in meiner 3-teiligen Artikelserie „Die Renaissance der weiblichen Kraft“ ausführlich geschrieben.

Wenn wir uns wieder vermehrt nach Qualität statt Quantität (männliches Prinzip) ausrichten, entsteht dadurch ein neues Werte-Bewusstsein, das der Wertschätzung voraus geht. Denn erst wenn ich etwas einen Wert beimesse, kann ich diesen Wert auch schätzen.

Dem Wesen einen Wert beimessen

Einen Menschen wertschätze ich dann, wenn ich seinem Wesen einen Wert beimesse und zwar einfach für sein Sein. Das fällt schwer in einer Gesellschaft deren Werte überwiegend leistungsorientiert sind. Hier finden wir ausschließlich Anerkennung und Lob und daher verwechseln viele dies jetzt auch mit Wertschätzung.

Wertschätzung gründet auf einer inneren Haltung dem Leben gegenüber, das seinen Ausdruck in der Natur und in den Lebewesen findet. Der Mensch reiht sich hier ein – ob es im passt oder nicht. Daher beginnt Wertschätzung beim Leben selbst. Doch es braucht Zeit, bis diese alten, immer noch wirksamen Strukturen in der Gesellschaft sich wandeln.

Eine weitere Qualität des weiblichen Prinzips ist die Verbundenheit mit der Gemeinschaft, mit der Natur. Das Wesenhafte lässt sich nur sehr begrenzt rein kognitiv wahrnehmen. Vielmehr braucht es hier einen intuitiven Zugang, ein Hinspüren und Einfühlen.

3 Stufen im Bewusstwerdungsprozess

Die Qualität der Wertschätzung will erlernt werden in einem Bewusstwerdungsprozess, der in der Regel drei Stufen durchläuft. In der ersten Stufe geht es um das Verstehen, also die kognitive Ebene. In dieser Phase wird viel geschrieben und diskutiert über das Thema. So wie wir es gerade hier mittels dieser Blogparade tun.

In der zweiten Phase will das, was verstanden wurde, gefühlt werden, um ganzheitlich erfasst werden zu können. Es braucht hier ein Wahrnehmen auf der Gefühlsebene, um dem Wesen und damit verbunden dem Wesentlichen einen Wert beimessen und es wertschätzen zu können.

In der dritten und letzten Phase kann der Mensch dann das, was er versteht und auch fühlt, sein. Im Sinne von Mahatma Gandhi können wir sein Zitat „Du musst selbst die Veränderung sein, die du in der Welt sehen willst“ abwandeln in „Du musst selbst die Wertschätzung sein, die du in der Welt sehen willst“.

Selbstwert – Grundlage für Wertschätzung

Doch viele sind auch vom Verstehen wollen erstmals noch weit entfernt. Denn wer in seiner Kindheit für sein Wesen nicht geliebt und wertgeschätzt, stattdessen nur für Leistung gelobt und anerkannt wurde, dem mangelt es oftmals an einem gesunden Selbstwertgefühl und so verzieht sich dieser Mensch immer mehr in die Regionen seines Verstandes und erfährt hier die Welt rein kognitiv. In der Begegnung bewertet dann der Verstand das Augenscheinliche des Gegenübers, seine Leistungen, seine Kompetenz, seinen Status und verhindert dadurch ein echtes Anteilnehmen und Einlassen – eben eine Begegnung, die berührt und bereichert auf vielen Ebenen. Auf diese Weise wird das Wesen nicht wahrgenommen und somit auch nicht wertgeschätzt.

Wie oben schon erwähnt, beginnt Wertschätzung beim Leben, bei dem, was uns atmen und unser Herz schlagen lässt und dann bei uns selbst. Hierfür braucht es die Liebe zum Leben und zu sich selbst. Wir tun daher gut daran weniger auf die zu schauen, für die Wertschätzung noch eine Worthülse ist, die sie sich auf die Fahne schreiben, oder die sich gut in der Unternehmensbeschreibung macht, weil es gerade hipp ist.

Vielmehr sollten wir auf uns selbst schauen, darauf, dass wir fühlen, was wir bereits verstanden haben, damit wir es eines Tages auch wirklich sein können – damit wir dabei authentisch sind, wenn wir wertschätzend leben.

Wertschätzung – die neue krisensichere Währung

Bis es soweit ist, dass Wertschätzung auf kollektiver Ebene gelebt wird, werden noch einige Jahrzehnte vergehen. Dennoch sind wir auf dem richtigen Weg. Und dass dieser Begriff jetzt missbraucht wird, das sollte uns dennoch nicht davon abhalten unseren Weg unbeirrt weiter zu gehen und der Wertschätzung als neue, krisensichere Währung, zu einer festen Verankerung  im Bewusstsein der Gesellschaft zu verhelfen.

 

Dieser Artikel entstand als Beitrag zur Blogparade rund um die Thematik „Wertschätzung in der Wirtschaftswelt“ von  Martina Baehr im Jahr 2016.

Warum es die Ermächtigung zum Gut-genug-sein braucht

Frauen verdienen im Durchschnitt immer noch weniger als Männer. Das liegt zum einen an den von Männern geschaffenen Strukturen und zum anderen auch an den Frauen selbst. Zulange schon währt der Minderwert. In manchen Kulturen ist das ganz offensichtlich. Bei uns, in der westlichen Welt, steckt dieser Minderwert tief in den Knochen der Frauen, wenngleich auch schön verpackt. Und so wagen es viele Frauen immer noch nicht die Chancen und Möglichkeiten zu ergreifen, die sich ihnen bieten.

Diejenigen, die mutig genug sind und sich selbständig machen, um ein freieres Leben zu führen, wissen oftmals nicht, was sie wert sind. Sie verkaufen Ihre Dienstleistung unter Wert und schüren damit die eigene Unzufriedenheit. Was braucht es, damit Frauen verdienen, was sie wert sind?

Endlich gut genug sein

Verdienen, was ich wert bin, setzt voraus, dass ich mich für gut genug befinde. Solange ich mir nicht sicher bin, dass ich gut genug bin, werde ich das, was mir das Leben an Gaben und Talenten geschenkt hat, der Welt nicht zeigen und somit diene ich damit nicht. Gestehe ich mir hingegen mein Gut-genug-sein zu, werde ich den Schatz, der im Kern meines Wesen verborgen liegt, bergen und ihn mit der Welt teilen. Dabei wertschätze ich meinen Beitrag und diene damit der Welt.

Folge ich hingegen einem strategischen Weg, wie es in der Businesswelt da draußen bislang vorgegeben war, verfolge ich oftmals falsche Ziele. Ich schmiede Businesspläne, die mich quälen, weil sie mir nicht liegen und zugleich bestärkt dies wiederum die Zweifel an mir und meinen Fähigkeiten, weil ich das, was man(n) eben tun muss, um erfolgreich zu sein und gut zu verdienen, nicht erbringen kann.

Ich gehe von einer Weiterbildung zur nächsten, immer in der Grundannahme, dass ich noch nicht gut genug bin. Ich horte das Wissen. Es liegt brach in mir und verstopft meine Kanäle. Es fehlen die entsprechenden Kunden. Oder ich habe Kunden, die nicht bereit sind, angemessen für meine Dienstleistung zu zahlen. Warum ist das bei so vielen der Fall?

Die eigenen Talente und Gaben wertschätzen

Solange ich aus einem falschen Antrieb heraus diene, werde ich nicht verdienen, was ich wert bin. Wahrlich diene ich mit meinen Gaben und Talenten. Dieses Verdienen geschieht mühelos, wenn ich das, was in  mir angelegt ist entfalte, es wertschätzt und mit der Welt teile.

Bei der Entfaltung meiner Talente werde ich Höhen und Tiefen erfahren und dabei Stärken entwickeln. Letztendlich stellt sich tiefe Freude, Zufriedenheit und Erfüllung ein. Diese Energie der Freude, der Zufriedenheit und Erfüllung ist es, die andere Menschen anzieht. Damit gehen sie in Resonanz. Das wollen sie auch für ihr Leben und dafür sind sie bereit angemessen zu bezahlen. Sicherlich nicht alle. Es ist auch gar nicht erstrebenswert. Vielmehr ziehe ich Menschen zu mir, die dafür bereit sind. Sie kaufen  mein Produkt, oder meine Dienstleistung, weil diese der Träger von Freude und Erfüllung ist. Das ist es, was die Herzen der Menschen bewegt und letztendlich ihre Entwicklung fördert.

Verdienen, was ich wert bin, setzt voraus, dass ich meine einzigartigen Talente und Gaben entdecke, sie entfalte und wertschätze. Auf diesem Weg werde ich  Fehler machen, weil ich mir unbekanntes Terrain erschließe. Doch das darf mich nicht aufhalten und den Zweifeln wieder Tür und Tor öffnen. Stattdessen widme ich mich weiter der Entfaltung meines Potenzials, bis ich schließlich nach all den Mühen in eine Leichtigkeit gelange und mir immer mehr Freude, Zufriedenheit und Erfüllung zufließt.

Sind diese Potenziale entfaltet gilt es daraus Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und sie auf den Markt zu bringen. Hier verdiene ich, was meine Freude, meine Erfüllung und  meine Zufriedenheit wert sind.

Das Warum ist wichtig

Die Motivation hinter dem, was ich tue ist sehr wichtig. Wieviel Freude, Erfüllung und Zufriedenheit sind in meinen Produkten oder in meiner Dienstleistung enthalten?
Kann ein Produkt, eine Dienstleistung, dienen, die aus Angst heraus entstanden sind? Welches Resonanzfeld erzeugt das wohl?

Eine weitere Frage drängst sich mir auf. Wie dienlich ist es mit der Angst der Menschen Geld zu verdienen? Welche Wertschöpfung sollte sich da einstellen, wenn kurzweilige, oberflächliche Befriedigung das Ergebnis ist und am Ende kein Wert geschöpft wurde?

Werte schätzen und Werte schöpfen

Das individuelle Potenzial in die Entfaltung gebracht, schafft neue Werte im eigenen Leben und im Leben anderer Menschen. Diese Werte, wie hier zum Beispiel Freude, Zufriedenheit und Erfüllung, gelangen in einen Schöpfungskreislauf, der, indem er geteilt wird, immer neue Werte hervorbringt.

So dürfen wir Frauen uns in diesem Bereich selbst ermächtigen und uns zugestehen, dass wir gut genug sind, um zu verdienen, was wir wert sind. Lasst uns daher unsere weiblichen Potenziale und Qualitäten vermehrt entdecken, entfalten und sie vor allem wertschätzend mit der Welt teilen.

Wir sind die, auf die wir gewartet haben. Jetzt ist die Zeit uns zu zeigen, weil wir gut genug sind und das verdienen, was wir wert sind.

 

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Vergebung ist eine wichtige, menschliche Kompetenz, die im Zusammenspiel mit Achtsamkeit und Bewusstheit eine neue Wirklichkeit zu kreieren vermag. Wir sind hier als Mensch und als Seele, die sich in einen physischen Körper inkarniert hat, um gewisse Erfahrungen zu machen und damit die seelische Entwicklung voranzutreiben.
Auf diesem Weg, je nach Entwicklungsgrad der Seele, haben wir bereits viele Erfahrungen gemacht und Erkenntnisse gewonnen. Im besten Fall ist daraus Weisheit entstanden. Weisheit entsteht, wenn wir Wissen in die Erfahrung bringen und Erkenntnisse daraus gewinnen. Auf der evolutionären Entwicklungsreise der Seele verfeinert und vertieft sich unsere Wahrnehmung und  somit auch der Umgang mit dem Leben.

 

Unterschiedliche Reifegrade – verschiedene Werte

Je nach Entwicklungsstand verfolgt die Seele des Menschen unterschiedliche Entwicklungsziele. Was für eine reife oder alte Seele nicht mehr von Interesse ist,  ist für jüngere Seelen von essentieller Bedeutung und Wichtigkeit. Am Beispiel des derzeitigen Präsidenten der Vereinigten Staaten lässt sich sehr deutlich erkennen, dass das Erlangen von Reichtum, Macht und Ansehen bei dieser jungen Seele hoch im Kurs steht und auch mit den Anliegen reiferer Seelen kolidiert. Das Bewusstsein für die Verbundenheit mit allem Lebendigen ist hier noch nicht gegeben. Reifere Seelen sind sich dessen bereits bewusst und treten ein für Menschenrechte und den Schutz und Erhalt unserer Umwelt, um nur einige Bereiche zu nennen. 

Auch der derzeitig stattfindende Völkerwanderung, die es zu bestimmten Zeiten immer gegeben hat, sind reifere Seelen offener. Sie sehen vor allem die Herausforderung, vor der die Menschheit derzeit steht und für die sie vernünftige Lösungen finden wollen. Lösungen, bei denen Menschlichkeit und Würde als Wertmaßstab die Richtung vorgeben. Statt Schutzmaßnahmen wie Stachldraht und schärfere Gesetze einzuführen, richten sie ihren Fokus darauf, die Ursachen zu beheben.

Die Unterschiedlichkeit in den Reifegraden der Seelen geht einher mit einem differenzierten Wertekanon, den die Seelen für ihre Weiterentwicklung verfolgen. Die allerwenigsten Menschen sind sich dessen bewusst und so bewerten sie die äußeren Auswirkungen aus dieser Unbewusst- und Unwissenheit heraus.

 

Fehler und Bestrafung – Wie sinnvoll ist das noch?

Im zwischenmenschlichen Bereich gilt das gleiche. Menschen machen Fehler und irren aus ihrer Unbewusst- und Unwissenheit heraus. Dem Fehler folgt die Strafe, das haben wir alle bereits in unserer frühen Kindheit erfahren. So hat uns das Schulsystem gebildet. Fehler zogen schlechte Bewertungen und Noten nach sich. Zuhause in der Familie gab es Rüge, Tadel und manchmal auch Schläge. Letztendlich war es immer ein Entzug von Liebe. So entstanden das arme Opfer, der Schüler, und ein Täter, der Lehrer, oder die Eltern. Zu einer späteren Gelegenheit wurde das Opfer zum Täter und der Täter zu einem Opfer. Vergeltung hat immer eine Wirklichkeit kreiert, in der es unterm Strich nur Verlierer gibt. 

Fehler entstehen aus Unwissenheit, wenn Informationen fehlen, oder Unbewusst- und Unwissenheit vorherrschen. Im Laufe der vergangenen zwei Jahrtausende haben die Menschen eine Realität erschaffen, in der sie sich getrennt von der Schöpfung und vom Schöpfer sehen. Der Preis hierfür ist der Kampf um´s Überleben. In dieser angstgetriebenen Entwicklungsspirale sind Systeme entstanden, in denen die einen die Erfahrung persönliche Macht  und andere von Ohnmacht machen. 

 

Den alten Kreislauf überwinden zugunsten eines größeren Entwicklungssprungs auf die nächste Ebene

Über viele Leben und Erfahrungszeiträume hinweg hat die Seele Macht und Ohnmacht erlebt, mal als Opfer, mal als Täter. Ein Kreislauf, der irgendwann an einem  Punkt angelangt, wo es einen größeren Entwicklungssprung braucht, um ihn zu überwinden und auf die nächste Entwicklungsebene zu gelangen. Es braucht eine Kraft, eine Kompetenz, die derzeit von allen Menschen zu entwickeln ist. Es ist die Kraft der Vergebung. Menschen sind hier auf dieser Erde, um sich weiterzuentwickeln. Es liegt in der Natur der Sache, dass sie in neuen Erfahrungsbereichen Fehler machen. Bei großen Erfindern kam und kommt es vor, dass ein Fehler den Durchbruch zu etwas Neuem ermöglicht hat. Das Akzeptieren von Fehlern, bei sich selbst und anderen, ist der erste Schritt, um das alte Opfer-Täter-Spiel zu überwinden. Wenn wir  bereit sind dies anzuerkennen gibt es kein Opfer und keinen Täter mehr. 

 

Eine dritte Komponente – Vergebung

Erkenntnis und Akzeptanz reichen nicht aus. Es braucht eine dritte Komponente. Es braucht die Kraft der Vergebung, um all die Last und Bürde, die entstanden sind durch Schuldzuweisung und Verurteilung – meiner selbst und anderer – zu erlösen. Diese Erlösung ist der Heilsweg, der in der Innenwelt beschritten werden muss. Hierfür gilt es das geistig-seelsiche Herz, das sich in der Mitte der Brust befindet, zu öffnen. Vergebung löst alle Schuld durch Sühne. Es ist die göttliche Kraft des universelen Geistes, die durch das Herz derjenigen strahlt, die offen und bereit sind, die Waffen niederzulegen. Hieraus erwächst  eine neue Herzensqualität, von der der Dalai Lama als höchste menschliche Kompetenz spricht – das Mitgefühl. Vergeben wir uns selbst durch alle Zeiträume hinweg die Fehler, die wir selbst und auch andere aus Unbewusst- und Unwissenheit heraus gemacht haben. Öffnen wir uns stattdessen für ein Lernen und Wirken miteinander und akzeptieren wir Fehler als Lehrmeister, die unser Wachstum fördern.

Durch Vergebung öffnen sich die Tore hinein in den tausendjährigen Frieden, der vor der Menschheit liegt. Wagen wir es diesen Schlüssel anzuwenden und durch das Tor zu schreiten, in Würde, Selbstachtung und Mitgefühl für alles Lebendige in der Schöpfung. 

 

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Die 5 wichtigsten Schritte vom Überlebens- in den Schöpfermodus

 

Hier folgt der zweite Teil meines Blogbeitrags. Falls du den ersten Teil noch nicht gelesen hast, kannst du dies hier nachholen.

In diesem zweiten Teil erwarten dich nachfolgende Themen

  • Gesetzmäßigkeit leben – Verbundenheit erfahren
  • 5 wichtige Schritte vom Überlebens- in den Schöpfermodus

 

Gesetzmäßigkeit leben – Verbundenheit erfahren

Der im vorigen Jahr verstorbene Quantenpysiker Prof. Hans-Peter Dürr sagte: „Verbundenheit ist das natürlich Gegebene, die Trennung ist das von Menschen organisierte.“

Um wieder in die spürbare Verbundenheit zu gelangen gilt es zuerst die Polarität von der Dualität unterscheiden. Mittels unseres Bewusstseins können wir einen Pol erschaffen, indem wir einem Punkt eine Bedeutung verleihen. Unsere Aufmerksamkeit erschafft sodann einen Raum, in dem wir uns befinden und das Interpretierte erleben können.

Eine weitere Möglichkeit der Erschaffung eines Pols ist mittels Bewertung und Urteil. Auf diese Weise entsteht die Dualität, die oft mit der Polarität verwechselt, oder besser gesagt in einen Topf geworfen wird. Während die Polarität die Ergänzung zweier gegensätzlicher Kräfte zu einem harmonischen Ganzen darstellt, so wie es das YIN-YANG-Symbol im asiatischen Taoismus zeigt, bewirkt die Dualität eine  Spaltung mit magnetischer Kraft. Der Mensch, der sich durch Bejahen und Ablehnen von Dingen  definiert, geht mittels seiner Willenskraft eher egozentrisch durchs die Welt, getrennt vom Rest.

Wenn du Genaueres über das Thema Polarität und Dualität wissen willst, lies hierzu meinen Blogbeitrag Polarität – Pulsschlag des Lebens.

 

Menschen, die sich bereits verbunden fühlen, achten sowohl die Natur als auch andere Menschen in der Begegnung. Sie lassen sich vom Fluss des Leben tragen, statt das Leben ständig kontrollieren und absichern zu wollen. Sie treffen ihre Entscheidungen im Einklang mit den geistigen Gesetzmäßigkeiten  und erfahren dabei, dass sie von einer höheren Macht geführt sind.

Diese Lebenseinstellung führt hinein in die höheren Entwicklungsebenen der Seele. Hier können Talente und Potenziale entfaltet und damit letztendlich die höheren Werte wie Freude, Freiheit, Frieden und auch Fülle verwirklicht werden, die ich auf meiner Internetseite als die 4 großen F´s bezeichne.

Um zu einer biozentrischen und später in der Entwicklung zu einer theozentrischen Weltsicht zu gelangen, müssen wir unseren Pioniergeist wecken und begreifen, dass wir ganz am Anfang stehen und viele unerforschte Wege vor uns liegen. Damit wir sie beschreiten können, gilt es damit zu beginnen unser statisches Selbstbild in ein dynamisches Selbstbild zu verwandeln.

Förster & Kreuz schreiben in ihrem kürzlich erschienenen Blogartikel: „Menschen mit einem statischen Selbstbild glauben, dass sie mit bestimmten Fähigkeiten und Gaben zur Welt gekommen sind, die weitgehend unveränderlich sind. Ein Problem ist in ihren Augen ein Problem und bleibt ein Problem. Sie richten sich in den vorgefundenen Bedingungen ein, so gut es geht.

Menschen mit einem dynamischen Selbstbild dagegen glauben, dass Wachstum immer möglich ist, dass man durch Anstrengung und Übung Dinge erreichen kann. Probleme sind in ihren Augen grundsätzlich lösbar, Aufgaben können erledigt werden. Mit dieser Grundhaltung wird jede Fähigkeit und Eigenschaft als veränderbar angesehen. Es geht nicht darum, was ich bin, sondern was ich werden kann. Diese beiden Selbstbilder sind wie zwei Brillen, durch die man die Welt, sein Leben und seine Arbeit betrachtet und interpretiert.“
Ganzen Artikel hier weiterlesen …

 

Die 5 wichtigsten Schritte vom Überlebens- in den Schöpfermodus

 

“Die Größe des menschlichen Wesens liegt weniger darin, die Welt neu zu erfinden,
als darin, sich selbst neu zu erfinden.”
Mahatma Gandhi

 

1. Schritt –  Perspektivenwechsel

Um sich neu in einem Verbundensein erfahren zu können, braucht es einen Perspektivenwechsel auf der individuellen Ebene. Dabei geht es um eine radikale 180°-Drehung bei der der Fokus von außen abgezogen und vermehrt ins Innere gebracht wird, um in eine neue Balance von Werden und Sein zu finden.

Es geht darum, vermehrt ins Sein zu gelangen; dorthin, wo bereits alles als Möglichkeit vorhanden ist. Diesen Urgrund des Seins nennen die modernen Physiker das Null-Punkt-Feld. Hier im Feld des reinen Geistes befindet sich alles in seiner Potenzialität. Indem wir uns täglich in dieses Feld des reinen Potenzials begeben, bringen wir uns in Ordnung, in unsere ursprüngliche Struktur. Hier ist der Nährgrund für Körper, Geist und Seele.

Wir tun daher gut daran mindestens einmal pro Tag in unsere Mitte, in unser Sein, einzutauchen, um uns dort zu reformieren, um uns in unsere ursprüngliche Ordnung und Form zu bringen und dabei Kraft zu schöpfen für unseren Alltag.

Auf diese Weise werden wir immer mehr zu dem finden, was uns wirklich entspricht. Das bezieht sich auf Tätigkeiten, Lebensumstände und -situationen und auch auf Beziehungen, sowohl privat wie auch geschäftlich. Wir finden zu uns, zu unserer wahren Natur. Sind sowohl Mensch als auch geistig-seelisches Wesen.

 

“Aus Entweder-Oder wird jetzt in der neuen Zeit das Sowohl-als-auch.”
Bianka Maria Seidl 

 

2. Schritt – Verantwortung für sich selbst übernehmen

Damit wir das alte Opfer-Täter-Spiel verlassen können, braucht es die volle Verantwortung für das, was wir in unserem Leben vorfinden. Dies gilt sowohl im Privat- als auch im Geschäftsleben. Jetzt sagst du vielleicht „Wie, ich soll die Verantwortung dafür übernehmen, dass meine Kunden so schlecht zahlen, oder dass mir gestern der Auftrag wieder storniert wurde?”

Ja, genau das sollst du tun. Denn unbewusst hast du dir genau diese Umstände geschaffen. Spüre einmal genau hin in puncto Beziehung zu Geld. Ist dieses Verhältnis unbelastet? Hast du das Grundgefühl, dass immer ausreichend für dich und deine Bedürfnisse da ist? Falls nein, weist dies auf ein Mangelbewusstsein hin und aus diesem Bewusstsein heraus kommt der Geldfluss nur schwerlich in Gang. Nehmen wir das nächste Beispiel, den stornierten Auftrag und spüre wieder hinein in diese Sache. Kann es sein, dass du von vornherein nicht wirklich überzeugt warst von dieser Kooperation? Vielleicht wäre es zu schön, um wahr zu sein gewesen. Oder vielleicht hast du einige für dich wichtige Rahmenbedingungen großzügig übersehen, nur um an den Auftrag zu kommen, was soviel heißt wie, dass der Auftrag gar nicht zu dir gepasst hat.

Es gäbe sicherlich noch weitere Möglichkeiten, die als Hintergrundinformation das Ganze zum Kippen gebracht haben. Finde die Richtige heraus und übernimm ab jetzt die Verantwortung für das, was sich dir im Außen zeigt und vor allem, wie du darauf reagierst. Auf diese Weise erweiterst du dein Bewusstsein und du gelangst allmählich vom Überlebensmodus in den Schöpfermodus. Wenn es dir erstmals gelungen ist eine deiner unbewussten Schöpfungen zu enttarnen,  wächst damit proportional das Vertrauen in deine Schöpferfähigkeit und du kannst dann, statt “nur” deinen Lebensunterhalt zu verdienen, dir bewusst das Leben erschaffen, das dir tatsächlich entspricht. Ab dem Moment bist du  auf dem Weg wahrer Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit.

Es gilt die Verantwortung zu übernehmen für unser Denken und Fühlen, für unsere Worte und unsere Handlungen und sie zum Wohle für uns selbst und andere anzuwenden.

 

3. Schritt – Zeit für Reflexion – das Tagwerk in Ordnung bringen

Früher gab es den Feierabend und der wurde gemeinsam verbracht. Da wurde in der Gemeinschaft das Tagwerk besprochen. So konnte nochmals reflektiert werden über das, was gut lief und was weniger erfolgreich war. Doch auch über die Befindlichkeit konnte gesprochen werden und die Menschen unterstützten, bekräftigten und trösteten sich gegebenenfalls.

Diesen Feierabend gibt es in dieser Form nicht mehr. Daher tun wir gut daran diese Kultur für uns selbst wieder einzuführen, jedoch in einer anderen Form. Von den großen Denkern, Künstlern und Erfindern können wir lernen, dass es wichtig ist Zeiten für die Reflexion zu nutzen; am besten täglich abends. Hierbei können wir den Tag nochmals rückblickend betrachten hinsichtlich dessen, was gut und schön war und dafür zugleich auch Dankbarkeit bezeugen. Oftmals ist dafür während des Tages zu wenig Zeit. Auch die Dinge, die nicht so gut gelaufen sind, können wir uns rückblickend bewusst machen und das Geschehene „überschreiben“. Indem wir uns vorstellen, wie es besser und stimmiger gewesen wäre, gleichen wir das negativ Erlebte des Tages aus. Unser Unterbewusstsein kennt keine Zeit und kann daher nicht unterscheiden zwischen dem real Erlebten und einer Vorstellung davon. Wichtig ist dabei, dass wir emotional beteiligt sind, bei dem was wir uns vorstellen. Wir haben somit allabendlich die Gelegenheit unser Tagwerk in Ordnung zu bringen und dann entspannt und zufrieden in die wohlverdiente Nachtruhe einzutauchen und am nächsten Morgen ausgeruht und mit frischer Kraft in den neuen Tag zu starten.

 

4. Schritt – Vergebung und die Vergangenheit abschließen

In Wikipedia finden wir hierzu folgendes: „Großmut als Fähigkeit und Bereitschaft zur Vergebung gilt seit der Antike als Tugend von Herrschern und wird heute als ein Merkmal fortgeschrittener Zivilisation angesehen.“

Wer in seinem eigenen Leben bewusst regieren statt reagieren will, kommt an der Vergebung nicht vorbei. Dazu ist es wichtig zu wissen, dass das Vergeben einer Fremdschuld nur dann möglich ist, wenn wir uns vorher selbst vergeben haben. Das wurde in der Vergangenheit in der Form nicht gelehrt. Vielmehr galt es dem sogenannten „Täter“ im Außen zu vergeben. Doch oftmals hat sich das „Opfer“ für das, was es erfahren hatte selbst angeklagt und verurteilt, ohne sich dessen bewusst zu sein. Daher gilt jetzt: Wir können anderen nicht vergeben, wenn wir uns vorher nicht selbst vergeben, für das was wir als Opfer erfahren haben.

Vergebung ist ein Prozess und wir lernen Vergebung, indem wir Vergebung üben! Dafür gibt es verschiedene Ansätze wie zum Beispiel das hawaiianische Vergebungsritual Ho´oponopono, mit dessen Hilfe wir Beziehungsprobleme, Streit und Selbstvorwürfe auflösen und uns gleichzeitig wieder mit der Kraft unseres Herzens verbinden können. Weitere Informationen dazu finden Sie hier

 

“Vergebung ist ein Geschenk das wir uns selbst machen.”
Bianka Maria Seidl

 

Eine andere Möglichkeit bietet die Tipping-Methode der radikalen Vergebung. Die Radikale Vergebung ist eine einfache, in fünf Phasen gegliederte Methode, die es dem Anwender ermöglicht, Ereignisse, die mit starken Emotionen belastet sind, wie unüberwundene Krisen, Kummer, Schmerz, Wut, Scham, Schuld etc. zu verarbeiten und den inneren Frieden wieder herzustellen.
Weitere Infos finden Sie hier und auch hier in einem Artikel in der Zeit online.

Diese Methoden helfen zu Vergeben und damit die Last, die wir täglich mit uns durch das Leben schleppen, loszulassen. Fragen wir uns deshalb:

  • Was aus der Vergangenheit trage ich wem noch nach?
  • Wie lange geht das schon?
  • Wie schwer wiegt das?

Durch das Beantworten dieser Fragen machen wir uns die Last bewusst. Zugleich kann das eine Bereitschaft in uns herstellen das Unerledigte in unserer Vergangenheit abzuschließen zu wollen, indem wir vergeben – uns selbst und anderen. Letztendlich gilt es sich bewusst zu werden, dass alle Dinge, auch die scheinbar Negativen, ihr Gutes in sich tragen. Sie haben uns wachsen lassen, sie haben überhaupt erst jenen wunderbaren, kraftvollen Menschen entstehen lassen, der wir heute sind.

Vergebung ist das Fundament jeglicher Heilung. Vergebung unterstützt dabei, dass sich Blockaden auflösen. Vergebung befreit uns von versteckten Schuldgefühlen, ermöglicht uns inneren Frieden, heilt Schmerzen, Ängste und alte Wunden. Nutzen wir daher die wundervolle Gabe, um alles, was uns unvollkommen und mangelhaft erscheint, zu vergeben und loszulassen. Vergeben wir uns selbst! Vergeben wir anderen! Entlasse wir uns  und andere in die Freiheit.

 

 

5. Wertschätzung – die neue Währung

Vor dem Hintergrund unseres erweiterten Welt- und auch Selbstverständnisses verändert sich auch unser Umgang mit unseren Mitmenschen. Wo wir früher vielleicht schnell urteilten und damit Trennung erzeugten, bleiben wir jetzt in einer gewissen Offenheit dem DU gegenüber.  Um resonanzfähig zu sein, braucht es die Offenheit und es braucht das Fühlen, um sich aufeinander einzuschwingen. statt sich lediglich auf der kognitiven Ebene zu begegnen.

 

“Wenn du das Ende von dem erreichst was du wissen solltest,
stehst du am Anfang dessen, was du fühlen solltest.”
Khalil Gibran

 

Als Mensch, der seine wahre Natur immer mehr erfährt und auch lebt, sind wir uns bewusst, dass unser Gegenüber den gleichen Seinsurgrund hat wie wir. Lediglich die Ausformung seiner Persönlichkeit ist eine andere und das kann durchaus eine bereichernde Ergänzung in der Begegnung mit diesem Menschen sein. Das Wertschätzen des Wesens dieses Menschen, als auch seiner persönlichen Andersartigkeit, schafft über die Sympathie hinaus ein Fundament für Vertrauen und zukünftige Kooperationen. Wenn wir im beruflichen Kontext einen Kunden wertschätzen, dann schwingt diese Wertschätzung zu uns zurück und es entsteht ein Verhältnis getragen von Respekt, Wohlgesonnenheit, Freude und Wohlbefinden. Solche Geschäftsbeziehungen halten viele Jahre und von langfristigen Beziehungen haben alle den allergrößten Nutzen.

Wir können die Währung Wertschätzung überall einsetzen und der Einsatz verzinst sich mit einem hohen Prozentsatz, wenn die Wertschätzung echt ist und von Herzen kommt. Diese Währung ist auch nicht abhängig von irgendwelchen äußeren Umständen und somit ist sie krisensicher. Wo vorher abwertende Kritik, Ausgrenzung, Entmutigung, Verurteilung und Beschuldigung vorgeherrscht und das Klima zwischen den Menschen belastet haben, schafft Wertschätzung Werte wie Vertrauen, Freude, Mut zur Entfaltung und so entsteht echte Wertschöpfung.

 

Das Leben neu erfahren

Wenn wir die geistigen Gesetzmäßigkeiten verstehen und anwenden lernen, erfahren wir uns selbst und das Leben neu. Das bringt eine unermessliche Freiheit mit sich. Wir können unsere schöpferischen Fähigkeiten entdecken und sie verantwortungsvoll zum Wohle für uns selbst und auch für die Welt einsetzen. In einer täglichen spirituellen Praxis der Rückbindung zum Urgrund unseres Seins, erfahren wir uns als geistig-seelische Wesen, verbunden mit allem Lebendigen, mit dem Kraftstrom des Lebens. Gestärkt kehren wir zurück in unser menschliches, persönliches Sein in unserem Alltag. Dabei gewinnen wir mehr Abstand zu den Dingen, sind gelassener, getragen von einer inneren Gewissheit des Eingebettetseins in etwas Größeres, das ewig währt und ewig nährt.

 

Soweit für heute. Gerne nehme ich  deine Gedanken und Anregungen zum Thema entgegen. Schreibe mir unten im Kommentarfeld. Ich freue mich.

In herzlicher Verbundenheit
Bianka Maria Seidl

 

P.S. Vielleicht interessiert dich das:

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Der heutige Beitrag ist der zweite Teil einer Artikelserie “Die 5 größten Hindernisse auf dem Weg zum Sich-selbst-sein” – Im ersten Beitrag ging es um die Selbstzweifel. Falls du diesen Beitrag noch nicht gelesen hast, kann du das hier nachholen. Im heutigen Beitrag geht es um das zweite Hindernis – das Mangelbewusstsein.

 

5 wichtige Tipps, um vom Mangel in die Fülle zu gelangen

Wir sind ständig umgeben von Fülle und dennoch leben viele von uns im Mangel. Es mangelt oft am Geld, an Zeit, an Energie, an Anerkennung, an Lebensfreude und Leichtigkeit. Ohne dass uns dies immer bewusst ist, befinden wir uns in einem beschleunigen, lebensabbauenden Zustand, der oftmals in Depression und Krankheit mündet und hier erst als solcher erkannt wird. Aus der Not heraus findet eine Wende statt und damit gelangen sowohl unsere Energie und auch unser Leben in eine sich aufwärtsbewegende lebensfördernde Entwicklungsspirale. Nachfolgend die 5 wichtigsten Tipps, um vom Mangel in die Fülle zu gelangen.

 

1. Die freie Wahl erkennen und nutzen

Wer im Mangel lebt, hat in erster Linie ein Bewusstsein des Mangels. Er hat seinen Fokus auf das gerichtet, was er nicht ist und was er nicht hat. Dieser Tunnelblick lässt ihn die Fülle, die ihn ständig umgibt, nicht wahrnehmen. Innerhalb dieses Tunnels turnt der Verstand in den ewig gleichen Gedankenschleifen. Der Mensch erschöpft sich dabei, weil er sein schöpferisches Potenzial nicht nutzt und sich lediglich von seinem Mangeldenken und den dadurch erzeugten schweren Gefühlen leiten lässt.

Er ist sich nicht bewusst, dass er in jedem Moment die freie Wahl hat aus diesem Mangelbewusstsein auszusteigen. Und daher ist das Bewusstsein für die freie Wahl, das uns so sehr von anderen Spezies unterscheidet, der erste wichtigste Schritt heraus aus selbstbegrenzenden Bewusstseinszuständen.

 

2. Die vorhandene Fülle wahrnehmen und wertschätzen

Im Bewusstsein der freien Wahl kann ich mich neu entscheiden und meinen Fokus auf das richten, was ich mir zutiefst wünsche – auf Fülle. Ich entscheide mich für Fülle und lenke meine Aufmerksamkeit auf die Fülle, die mich bereits ausmacht und umgibt.

Ich mache mir bewusst, was ich bisher bereits alles erreicht und geschafft habe. Welche Hindernisse und Schwierigkeiten ich gemeistert und welche Fähigkeiten und Stärken ich dadurch entwickelt habe. Am besten schreibe ich das auf, so dass ich in Momenten, wo ich wieder der Illusion des Mangels verfalle, darauf zurück greifen kann.

Des weiteren mache ich mir das Schöne, das mich umgibt, bewusst und wertschätze es. Das muss nicht groß sein. Wichtig ist, dass es mein Herz erfreut. Ich geh in die Natur und lasse das Denken zuhause. Vielmehr erfreue ich mich an der Schönheit und an der Fülle der Natur, an der ich immerzu teilhaben und sie genießen kann und das kostenfrei.

 

3. Dankbarkeit – ein Schlüssel zu weiterer Fülle

Abends reflektiere ich schreibend über den Tag und bedanke mich für all die vielen Geschenke, die ich erhalten habe. Sei es, dass mich ein Fremder in der Bahn angelächelt hat, sei es das Wolkenspiel am Himmel in der Mittagspause, oder ein Kinderlachen, das für einen kurzen Moment mein Herz berührt hat.

Ich bin auch dankbar, wenn mir etwas gelungen ist, das bisher für mich eher schwierig war. Ich bin dankbar, dass ich jetzt meinen Fokus auf die Fülle des Lebens richte. Ich bin dankbar, dass mich das Leben ruft und mir Herausforderungen schickt, damit ich heraustrete aus meiner alten Komfortzonen und mich weiter wachse und meine Potenziale entfalte.

 

In dem 7-teiligen Online-Kurs                                                                                            
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4. Die Fülle mit anderen teilen

Es ist ein geistiges Gesetz, dass wir das, was wir wollen, erstmal selbst geben müssen. Daher ist es auch wichtig die Fülle, die bereits im Leben vorhanden ist zu teilen, so wie es uns die Natur vormacht. Das, was in Hülle und Fülle bereits in unserem Leben ist, das gilt es zu teilen. Teilen wir unser Glück, unsere Freude, unser Lachen und unsere Wertschätzung und all das wird sich mehren und auf vielfältigste Art und Weise zu uns zurück kehren.

Das Leben kann nicht anders als sich zu verströmen. Je mehr wir im Einklang mit uns selbst und dem Leben sind, desto mehr Fülle empfangen und kreieren wir in den Bereichen, in denen wir es uns wünschen. Reichtum, Gesundheit, Kreativität und Lebensfreude  sind natürlich und wir haben ein Geburtsrecht darauf.

 

5. Ein 21- besser noch 90-Tage-Experiment

Entscheiden wir uns für Fülle und verpflichten wir uns für 90 Tage den Fokus auf das zu richten, was in Hülle und Fülle bereits vorhanden ist und tun wir zugleich mehr von dem, was uns Erfüllung verschafft.

Erfüllung erlangen wir, wenn wir das, was wir tun, lieben. Daher ist es wichtig, dass wir unserem Herzen und unserer Freude folgen und immer mehr das tun, was uns erfreut.. Es gilt sich konsequent auf das auszurichten, was uns innerlich erfüllt und diesen Dingen nach zu gehen – privat und auch beruflich.

Das bewusste Ausrichten auf die äußere, bereits vorhandene Fülle und die innere Erfüllung, verändert das Bewusstsein und damit auch unsere Lebenssituation. Wir werden wacher, lebendiger und zuversichtlicher. Und mit jedem Tag kreieren wir mehr Fülle und Erfüllung – für uns und andere.

„Gib das auf, was Du zu sein scheinst, um ganz das zu sein,
was du deiner wahren Natur gemäß bereits bist”

 

P.S. Kennst du schon den neuen Mini-Ratgeber
mit Fragen- und Übungsteil? Er inspiriert dich dazu ins Reine
mit dir selbst zu kommen.
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Innere Freiheit Teil 2 – Die Schritte 4 bis 7

Im ersten Teil dieses Artikels habe ich über die ersten 3 Schritte

  • Selbstgewahrsein
  • Selbstverantwortung
  • Selbstempfindung + -annahme

geschrieben. Falls du diesen Beitrag noch nicht gelesen hast, kann du dies hier nachholen.

In diesem Beitrag geht es heute um die Schritte 4 bis 7 mit den Themen

  • Selbstverzeihung
  • Selbstachtung + -würdigung
  • Dankbarkeit
  • Selbstzeit

4. Selbstverzeihung

Manche Erlebnisse und Erfahrungen wiegen schwer und belasten uns über lange Jahre hinweg. Wir halten oftmals unbewusst daran fest, weil wir anderen und vor allem auch uns selbst unsere Handlungen und Entscheidungen nicht verziehen haben. So tragen wir oftmals zentnerschwere Lasten mit uns herum und wundern uns, dass um uns so viele Menschen sind, die sich beschweren. Dabei spiegeln sie uns und das, was auf uns lastet.

Selbstannahme geht der Selbstverzeihung voraus oder zieht sie nach sich. Dabei liegt die Betonung darauf sich im ersten Schritt selbst zu verzeihen. Denn oftmals sind wir wütend über uns selbst, weil wir uns falsch verhalten haben und daher so leicht zu verletzen waren. Oder weil wir zu leichtgläubig, zu gutmütig, zu bescheiden, nicht schlagfertig genug, nicht schlau genug, etc. gewesen sind. Das gilt es sich selbst zu verzeihen, damit wir in den Frieden gelangen mit uns selbst. Erst im nächsten Schritt geht es dann darum auch dem oder der anderen zu verzeihen für das was längst vergangen ist. Auf diese Weise wird unser Herz wieder leichter und wir fühlen uns freier.

Frage dich selbst:

  • Wem habe ich noch nicht verziehen?
  • Was trage ich mir noch nach?
  • Wie schwer wiegt das?
  • Wie lange geht das schon?
  • Welchen Vorteil habe ich daraus, solange an dieser Situation festzuhalten?

Übung: 

Beginne mit dem Verzeihen bei dir selbst. Überlege dir, was du dir noch nicht verziehen hast. Dann spüre in dein Herzchakra und öffne es. Dies geschieht, indem du es beabsichtigst.

Lege deinen Groll dir selbst gegenüber in dein Herzchakra. Das geschieht, indem du spürst, wo im Körper dieser Groll sitzt und du dann mit jedem Ausatmen dein Herzchakra vergrößerst bis der Groll darin umfangen ist. Bleibe solange damit, bis sich der Groll aufgelöst hat und du frei bist von dieser Last.

 

5. Selbstachtung + Selbstwürdigung

Im 5. Schritt achte dich und würdige dein Sein. Dabei geht es weniger darum, was du alles tust und was du bereits erreicht hast. Vielmehr geht es darum, dass du dich dafür achtest und auch würdigst, dass du einfach bist – also für dein Sein.

Erst diese Würdigung deines Seins bewirkt, dass du dich umfassender erfährst. Dass du in Einklang kommst mit den unsichtbaren Ebenen deiner Selbst. Im Sein ist es leichter möglich deine Seele zu spüren, ebenso wie deine Anbindung an deine geistige Familie, deine wahre Herkunft – somit dein Höheres Selbst zu erfahren.

Da das Sein in unserer modernen Gesellschaft erst in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewinnt, ist es von großer Wichtigkeit im vermehrt in unserem Alltag Raum und Zeit zu schenken damit sich die Waagschalen von Sein und Werden gut die Balance halten.

Frage dich selbst:

  • Achte und beachte ich mich oder bin ich immer nur für die anderen da?
  • Würdige ich mich für mein Sein, oder muss ich etwas leisten um einen Wert zu haben?

Übung: 

Stelle dich vor einen Spiegel und betrachte dich darin. Dann sage folgende Worte zu dir:

„Ich achte und beachte mich. – Ich würdige mein Sein.“

Schau, wie es dir damit geht. Was ruft das in dir hervor? Wie fühlst du dich? Fällt es dir leicht oder kommen diese Worte schwer über deine Lippen?

Entscheide dich dafür dich tagsüber mehr zu beachten – deine Befindlichkeit, deine Gefühle, dein Denken, dein Sprechen und Handeln – jedoch ohne es zu bewerten.

 

6. Dankbarkeit

Dankbarkeit ist ein Schlüssel zur Fülle unseres Daseins. Dankbarkeit öffnet unser Herz. In diesem Zustand ist es uns nicht möglich zu bewerten und zu urteilen. Wir sind dankbar für das was wir in unserem Leben vorfinden, für das, was wir sind, was wir haben, für all die Herausforderungen die Möglichkeiten zu wachsen, die sich uns tagtäglich bieten.

Es gibt so vieles für das wir dankbar sein können, wenn wir die Brille der Selbstverständlichkeit ablegen. Wenn wir die Welt wieder staunend und unvoreingenommen betrachten dann entdecken wir dabei die Fülle unseres Daseins, die Fülle des Lebens, der Schöpfung, der Natur, die uns immer umgibt. Statt uns diese Fülle zu zer-denken, wie wir es als Kopffüssler gerne machen, können wir diese Fülle fühlend erfahren und sie genießen – von Augenblick zu Augenblick und sie dadurch mehren.

Frage dich selbst: 

  • Bin ich dankbar für das, was ich in meinem Leben habe?
  • Zer-denke ich mir die Fülle, die mich umgibt, statt sie wertzuschätzen und dafür dankbar zu sein?
  • Wofür bin ich dankbar?
  • Wie sieht mein Leben aus, wenn ich für alles, was ich vorfinde, dankbar bin – auch für die Herausforderungen?

 

7. Selbstzeit

Die meisten Menschen verbringen Zeit mit anderen Menschen. Zeit mit sich selbst zu verbringen löst bei vielen sofort eine Abwehr hervor. Es scheint als hätten wir vor dem Angst, was uns in unserem Inneren begegnen könnte. Daher scheuen und vermeiden viele Menschen diese Art der Selbstbegegnung und gehen damit auch an ihrem inneren Goldschatz unwissend vorbei. Denn die Antworten auf unsere wichtigsten Lebensfragen liegen in uns selbst. Das hatte von vor vielen Jahrhunderten Sokrates gesagt. Erinnern wir uns. In unserem Inneren finden wir auch unseren eingewickelten Wesenskern, der die Verbindung zu unseren höheren Ebenen hat.

Hier finden wir auch unsere schlummernden Potenziale und das Wissen und die Weisheit unserer Seele.

Stellen wir uns daher täglich einer spirituellen Praxis wie Meditation oder auch Yoga und erfahren wir die Wohltat in unserem Leben, die sich dadurch einstellt. Ähnlich einem Stein, der ins Wasser fällt und Wellen schlägt, wirkt sich die Selbstzeit wohltuend in unserem Alltag aus, so das wir gelassener sind und immer mehr Raum und Zeit zur Verfügung haben, um das Leben und unsere neu gewonnene innere Freiheit zu genießen.

Frage dich selbst:

  • Nehme ich mir ausreichend Zeit für eine Begegnung mit mir selbst?
  • Was hält mich davon ab?
  • Wie könnte ich mir so eine tägliche Selbstzeit einrichten?
  • Wie sähe mein Leben aus, wenn ich die Antworten auf meine wichtigen Fragen in mir selbst finden würde?

Übung: 

Nimm dir eine Woche lang morgens 10 Minuten Zeit für deine Selbstbegegnung. Setze dich an einen ruhigen Ort, wo du ungestört bist und dich wohl fühlst.

Sitze aufrecht, die Beine nebeneinander. Schließe die Augen und atme tief. Lass bei jedem Ausatmen Anspannung und Gedanken los. Schalte vom Denken in den Modus Fühlen und fühle dich selbst mit allem, was auftaucht. Lass geschehen, was geschehen mag und sinke immer tiefer in dein Sein. Nach 10 Minuten kehre wieder in dein Tagesbewusstsein zurück – Strecke und recke dich und starte dankbar in den neuen Tag.

 

Frei werden für unser inneres, strahlendes Wesen

Wenn wir uns von den Mustern unserer Konditionierung befreien, legen wir dabei Schicht für Schicht den Kern unseres Wesens frei, der in seiner Natur strahlend ist. Wir legen ein Korsett ab, das uns einst Halt und Sicherheit schenkte.

Darunter kommt unsere nackte Haut zum Vorschein, unser fühlendes Wesen, unsere Lebendigkeit. Hieraus antworten wir dem Leben, drücken es durch uns aus und bezeugen damit unsere Liebe zu uns selbst, zu allen Geschöpfen, zur Schöpfung und ihrer Quelle.

Nehmen wir daher die Kraft zu uns zurück. Kommen wir ins Reine mit uns selbst. Versöhnen wir uns mit unseren Projektionen und vergeben wir uns selbst für das, was wir als Täter und Opfer irgendwann in der Vergangenheit hervorgerufen haben.

So gelangen wir in einen tiefen Frieden und in eine innere Freiheit, von der wir bisher nicht einmal zu träumen gewagt haben.

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Jetzt wünsche ich dir erhellende Momente beim Beantworten der Fragen und beim Ausprobieren der Übungen. Bleib am Ball, wenn du spürst, dass sich in dir dadurch etwas zum Positiven verändert.

 

Möchtest dich noch mehr mit deiner inneren Freiheit beschäftigen und innerlich noch freier werden? 

Natürlich lässt sich in so einem Blogbeitrag nur die Spitze des Eisbergs zeigen. Wenn du also daran interessiert bist tiefer in das Thema Innere Freiheit einzusteigen, dann braucht es schon mehr an Engagement und Hinwendung. Gerne unterstütze ich dich dabei. Nutze mein Angebot für ein kostenfreies 30-minütiges Erstgespräch zur Orientierung.

Schreib mir einfach eine Mail an [email protected] mit dem Betreff: kostenfreies Orientierungsgespräch.

Außerdem entsteht gerade ein neuer Online-Kurs, der im Herbst 2017 gelauncht wird. „Er-Finde dich neu! Mit sich selbst ins Reine kommen“

 

P.S. Alle wichtigen Informationen im Vorfeld teile ich dir  in meinem Newsletter mit, so dass du dich rechtzeitig anmelden kannst und auch den Bonus nutzen kannst.

Hier kannst du nochmals Teil 1 dieses Artikels nachlesen.

Die 5 wichtigsten Schritte zur Stärkung der weiblichen Kraft

Mit dem heutigen Teil endet diese Artikelserie, in der ich im ersten Teil über den Energiekreislauf zwischen Mann und Frau berichtet und damit aufgezeigt habe, wie dieser gestört ist und was es zur Heilung braucht. Falls Sie diesen 1. Teil noch nicht gelesen haben, können Sie ihn hier nachlesen. In Teil 2  konnten Sie lesen wie es zu den Verletzungen der Yin-Pole bei Mann und Frau in der Vergangenheit kam und wie das weibliche Prinzip in der jetzigen Zeit wieder an Bedeutung und Wertschätzung gewinnt.

Im heutigen 3. und letzen Teil dieser Serie lesen Sie über praktische Vorgehensweisen, um das weibliche Prinzip in unserem individuellen Leben und auch in die Gesellschaft zu integrieren, zu stärken und zu leben.

 

Vom Opfer zur schöpferischen Kraft

Das Erwachen hinein in die ursprüngliche Weiblichkeit bedingt zugleich den Schritt heraus aus dem Opfersein, mit dem sich Frauen über die Jahrhunderte identifiziert hatten. Im kollektiven Feld hat dies zur Bildung eines Schmerzkörpers geführt, von dem vielen Frauen noch bestimmt sind, wenngleich auch unbewusst. Eckart Tolle schreibt darüber ausführlich in seinem Buch “Jetzt – Die Kraft der Gegenwart”.

Die Heilung alter emotionaler Wunden bedingt im ersten und wichtigsten Schritt, dass wir die Verantwortung für all die unerlösten Gefühle übernehmen, die verdrängt in den dunklen Kammern des Unterbewusstseins kauern, viel Energie rauben und oftmals die Stimmung auf den unteren Oktaven halten – von freudlos bis hin zu depressiv.  Es braucht ein Innehalten und dann den Mut hinzuschauen und hinzuspüren, um Licht in diesen Schmerzkörper zu bringen und die noch wirkenden Muster zu erkennen und  zu transformieren.

 

Hier die 5 wichtigsten Schritte im Überblick

  1. Innehalten – hinschauen – hinspüren – fühlen
  2. Eigenverantwortung übernehmen
  3. Heilung der alten emotionalen Wunden
  4. Aussöhnen mit dem inneren Mann und somit das Männliche und das Weibliche in sich selbst harmonisch vereinen
  5. Die weiblichen Prinzipien wertschätzen und vermehrt leben

Weiter unten beschreibe ich sie ausführlicher.

 

[bctt tweet=”Die Lösung der Probleme zwischen Mann und Frau liegt in jedem Individuum” username=”Biankamaria”]

 

Der Konflikt zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen, zwischen den Geschlechtern, ist ein innerer Konflikt im Individuum und kann daher auch hier gelöst werden. Wir finden im Außen im gegen-geschlechtlichen Partner einen Spiegel für unseren im Verborgenen liegenden gegengeschlechtlichen Anteil.

In der Annahme des gegengeschlechtlichen Anteils im Inneren kann die Aussöhnung geschehen, können die Schatten der Vergangenheit durchlichtet und aufgelöst werden. Die Verdunkelungen des inneren Himmels verziehen sich und das Licht der Seele kann aus den höheren Seineebenen wieder durch das Herz der Frau strahlen.

In dem von mir entwickelten integralen Coaching-System „Über die Wurzeln zur Krone©“ beginne ich die Arbeit mit meinen Klienten immer im Bereich der Herkunft, bei  ihren Wurzeln. Dabei geht es um die bewusste Wiederanbindung, um das Klären und somit auch Stärken der eigenen Wurzeln und das Bereinigen und Abschließen der Vergangenheit. So steht die freigesetzt Energie als Kraft für das Hier und Jetzt zur Verfügung und kann gezielt für die Entfaltung ausgerichtet werden.

Auf dieser Entwicklungsebene öffnet sich der Mensch für Inspiration und Offenbarung und wird zum Empfänger kosmischer Energien. Er richtet sich auf und aus und fühlt sich gerufen die Werte seiner höheren Seineebenen seiner Seele zu verwirklichen.

 

weibliche Schöpferkraft

 

Hier meine Anregungen zu den einzelnen 5 Schritten:

1. Innehalten, hinschauen und wahrnehmen

Ich empfehle Ihnen eine tägliche spirituelle Praxis des sich nach Innenwendens. Für diese Zeit der Selbstbegegnung in Form einer Meditation reichen anfangs 10-15 Minuten. Halten Sie tagsüber zwischendurch inne und nehmen Sie wahr, wo sich Ihre Lebensenergie hauptsächlich befindet. Sie werden feststellen dass dies im Kopf ist. Mittels Bauchatmung und einer bewussten Fokussierung auf das Becken bringen Sie Ihre Energie wieder in den Schoß – ins Hara sozusagen, wie es in den asiatischen Kampfkünsten praktiziert wird, um Kraft zu sammeln.

 

2. Verantwortung übernehmen

für das was ist. Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihre eigenen Gefühle des Verletztseins, des Minderwerts, der Scham und Schuld, sowie auch für Ihre Gedanken, Worte und Taten – ohne wenn und aber. Hören Sie auf den “Schuldigen” im Außen dafür zu suchen und zu benennen. Auf diese Weise gelangen Sie zu sich selbst und nur hier können Sie etwas verändern.

 

3. Im Hier und Jetzt wach sein

Seien Sie präsent im Augenblick. Erkennen Sie, wenn Begegnungen und Ereignisse alte Wunden bei Ihnen triggern und damit das Unerlöste ans Licht bringen. Nehmen Sie sich  in diesen Momenten mit diesen Gefühlen an, durchleben Sie sie, ohne es zu bewerten. Bleiben Sie solange mit diesen Gefühlen, bis sie sich aufgelöst haben. Lassen Sie sich von nichts dabei ablenken. Auf diese Weise findet eine Integration der vorher verdrängten Anteile statt und das setzt Lebenskraft frei.

 

4. Den Kontakt zum inneren Mann/zur inneren Frau herstellen

Der gegengeschlechtliche Anteil zeigt sich in Form von Projektionen im Außen bei der Begegnung. Im Falle der Frau sind es die Männer, die ihr begegnen und bei den Männern sind es die Frauen im Außen. Treten Sie in einen achtsamen Dialog und ermöglichen Sie die Begegnung auf Augenhöhe. Sollten Sie feststellen, dass dies nicht möglich ist bedarf es der Vergebung und Aussöhnung mit dem inneren Mann, der inneren Frau.  Auch dies geschieht im Inneren doch oftmals braucht dieser Prozess im Außen eine zielsichere Begleitung in Form eines Seelen-Coachings.

[bctt tweet=”Das Herz integrieren und öfters schweigen – Reden ist Silber – Schweigen ist Gold” username=”Biankamaria”]

 

5. Weibliche Prinzipien beachten und vermehrt leben

Schenken Sie den weiblichen Prinzipien und Werte vermehrt Ihre Aufmerksamkeit. Wertschätzen Sie sie und integrieren Sie sie in ihr Leben. Gönnen Sie sich öfters Zeiten der Muse, des Verweilens und Genießens im Augenblick. Fühlen Sie mehr statt zu denken und schweigen sie öfters, statt zu reden. Wenn jemand das Herz auf der Zunge trägt, zeugt das von einem nicht integrierten Herzen. Darum heißt es im Volksmund auch Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

 

Das Wichtigste für die Frauen in der jetzigen Zeit ist, dass sie darauf achten, wessen Willen Sie verwirklichen und dass sie sich Inspiration und Vision suchen, die sie berührt und bewegt.

Hier ein paar essentielle Fragen, die Sie sich immer wieder stellen sollten. Damit hinterfragen Sie Ihre Komfortzone.

  • Wem diene ich mit dieser Entscheidung?
  • Ist es mein Wille, den ich verwirkliche?
  • Entspricht dies meinen Werten?
  • Will ich das wirklich?
  • Was wünscht sich meine Seele?
  • Was bringt mich in Bewegung?
  • Was mache ich mit meinen Zweifeln, mit meinen kleinmachenden Gedanken, mit meinen Minderwertsgefühlen, meinen Anspruch an Perfektion, es allen Recht machen zu müssen?
  • Was sind meine Werte?
  • Wie und wodurch kann ich sie in meinem Leben und in meinem Business verwirklichen?
  • Was kann ich kreieren, sodass ich meine Werte leben und damit mein Leben und das Leben der Gemeinschaft bereichere, es lebenswerter mache?

 

Ein altes Kulturgut neu beleben

Noch etwas zum Schluss: Beenden Sie Ihren Tag und Ihr Tagwerk mit einer Reflexion über den Tag. Das war früher ein Stück Kulturgut und das können auch wir wieder einführen, wenngleich auf eine andere Art und Weise. Während es früher in der Großfamilie so war, dass der Abend über den Tag mit all seinen Herausforderungen aber auch mit all dem Schönen und Guten gesprochen wurde und man anschließend den Tag bei Hausmusik ausklingen ließ, ist es in der modernen Welt heute so, dass die Menschen vor den Unterhaltungskisten sitzen – sei es der Fernseher, das Display eines Tabletts oder eines Handys. Da bleibt keine Zeit für Reflexion und die Ereignisse des Tage. Die Informationen, die während des Tages aufgenommen wurden, werden größtenteils mit ins Bett genommen. Dort wälzt sich der Mensch und findet nicht in den erholsamen Schlaf. Vielmehr plagen ihn all die Dinge, die er tagsüber auf der Überholspur ausgeblendet hat.

 

Kleine Rituale stärken im Alltag

Viel besser ist es, wenn wir den Abend mit einem kleinen Ritual beenden. Legen Sie sich ein Schreibbuch zu und reflektieren Sie abends Ihren Tag. Widmen Sie sich zuerst den Dingen, die unangenehm waren. Denken und fühlen Sie sich nochmals in die einzelne Situation hinein. Versetzen Sie sich auch in Ihr Gegenüber und überlegen Sie sich dann, was diese Situation von Ihnen erfordert hätte, damit sie optimal gewesen wäre. Damit überschreiben Sie in Ihrem Unterbewusstsein diese schwierigeren Erlebnisse und entlasten sich damit. Anschließen notieren Sie 5 Dinge, wofür Sie dankbar sind und auch 5 Dinge, die Sie an diesem Tag gut gemacht haben, wo Sie erfolgreich waren. Achten Sie dabei vor allem auf die kleinen Dinge des Alltags. Vor allem für uns Frauen ist so vieles selbstverständlich, was wir zwischendurch im Vorbeigehen noch so alles erledigen. Das geht oft auf Kosten der eigenen Wertschätzung und hier können wir viel für uns selbst tun, statt darauf zu warten, dass es die anderen bemerken und uns dafür anerkennen.

 

Die weibliche Kraft leben heißt mit dem Leben fließen

Je mehr wir uns in unser tiefes Sein hinein entspannen, je tiefer wir uns mit unseren Wurzeln und unseren weiblichen Quellen verbinden, desto mehr erblüht unsere Kraft.

Wenn wir unsere alten Verletzungen geheilt haben, fällt es uns leicht von Kontrollieren, Funktionieren und sinnentleertem Machen loszulassen. Auch lösen sich hier die Untugenden wie Vergleich, Neid und Konkurrenz auf. Wir erfreuen uns vielmehr an der gegenseitigen Unterstützung im Wachstum und bei der Entfaltung unserer Potenziale und es entstehen Gemeinschaften, in denen wir genährt, inspiriert und auch bereichert werden.

Statt weiterhin die Sehnsucht und Bedürftigkeit nach Liebe im Außen zu suchen, finden wir die Quelle dieser Liebe in uns selbst. Wir werden wach und sehen, dass wir die Liebe sind, nach der wir suchen – meist unbewusst. Wir sind die Fülle, nach der wir uns sehnen. All das ist in uns und wir können es in Hülle und Fülle verströmen und damit alles, was unser Herz begehrt zum Wachsen und Gedeihen bringen und damit auch die Gemeinschaft stärken. Jetzt erkennen wir: Wir sind die, auf die wir gewartet haben!

Falls Sie Teil 2 noch nicht gelesen haben, finden Sie diesen Teil hier .
und Teil 1 finden Sie hier.

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