,Die Würde hat ihre verschiedenen Abstufungen und wird da, wo sie sich der Anmut und Schönheit nähert, zum Edeln, und wo sie an das Furchtbare grenzt, zur Hoheit. Der höchste Grad der Anmut ist das Bezaubernde, der höchste Grad der Würde ist Majestät.”  Friedrich Schiller – Über Anmut und Würde, 1793

 

Wie oft lesen wir in in den modernen Medien über Bloßstellung, Kompromittierung und Blamage. Peinlichkeiten und Schande sind an der Tagesordnung und füllen die Boulevard-Blätter des Landes. Gierige Leser und Leserinnen laben sich daran, dass andere bloßgestellt werden und dabei ihr Gesicht verlieren. Es ist, als würden sie sich dadurch erheben können über ihre empfundene Kleinheit und Würdelosigkeit, nicht wissend, dass Schadenfreude und Zynismus ihreHerzen vergiften.

 

Ohne Selbstbewusstsein keine Würde

Solange der Mensch sich seiner einzigartigen Seinsbestimmung nicht bewusst ist, kann er sie auch nicht in Besitz nehmen und sie auch in anderen Lebewesen nicht wahrnehmen. 

Das Gefühl für die eigene Würde ist vielen Menschen abhanden gekommen. Und manche haben es nie kennen gelernt. Wen wundert es da, dass das Gefühl für die persönlichen Rechte nicht mehr lebendig ist. Es fällt daher vielen schwer gesunde Grenzen zu setzen und selbst auch die persönlichen Grenzen anderer zu wahren. Ohne Bewusstsein für die eigenen Würde lebt der Mensch wie in einem Tierstall.

In seiner empfundenen Kleinheit erhebt er sich über andere, statt sich aufzurichten und aufrichtig zu sein – in erster Linie zu sich selbst. Diese angstgetriebene Überheblichkeit führt nicht selten in die Dominanz bis hin zu diktatorischen Strukturen. Das innere Ohnmachtsgefühl treibt in die äußere Macht. Statt das Wohl des Ganzen im Sinn zu haben, gilt nur der persönliche Vorteil. 

 

Würdenträger haben Vorbildfunktion – wir alle tragen Würde

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, so steht es im Grundgesetz geschrieben. Doch Papier ist geduldig. Der Mensch selbst muss beginnen sich seiner Würde wieder bewusst zu werden, sie in Besitz nehmen und im Umgang miteinander leben.

Vor allem Menschen im öffentlichen Leben und in führenden Positionen haben eine Vorbildfunktion. Indem sie ihr Leben, die ihnen anvertraute Aufgabe, oder das übertragene Amt in Würde leben, werden sie zum Leuchtturm in Zeiten, in denen durch den Verlust der bisherigen äußeren Ordnung und Sicherheit große Unsicherheit und Orientierungslosigkeit herrscht. Konfuzius schrieb schon vor langer Zeit:

“Der edle Mensch ist würdevoll, ohne überheblich zu sein; der niedrig Gesinnte ist überheblich, ohne würdevoll zu sein.“

 

König/in im eigenen Reich – aufrichtig und erhobenen Hauptes

Doch wir holen wir uns unsere Würde ins Bewusstsein, so dass wir sie besitzen und leben können? Nun, es gilt sich vom uralten Opfer-Täter-Spiel zu verabschieden und die Verantwortung für unser Handeln, Sprechen und Denken zu übernehmen. 

Es braucht  die Ehrlichkeit zu sich selbst und die Bereitschaft uns und anderen zu vergeben für Fehler, die wir oder andere aus einem Fehlen an Information heraus gemacht haben. Denn wenn wir Fehler machen, dann nur, weil Information fehlt.

Je ehrlicher wir dabei mit uns und anderen sind, desto mehr richten wir uns wieder auf. Diese Aufrichtigkeit verleiht uns die natürlich Würde, die in jedem Menschen angelegt ist. Kopf hoch, heißt es im Volksmund. Damit ist gemeint, dass der Mensch sein Haupt erhebt, nach vorne schaut und sich auch behauptet, wenn es darum geht gesunde Grenzen zu setzen, um seine Werte und das, was ihm wichtig ist, zu schützen.

Nur ein erhobenes Haupt kann eine Krone tragen, als Ausdruck des höchsten Grades der Würde. In der jetzigen Zeit ist uns allen die Möglichkeit gegeben König und Königin im eigenen Reich zu sein. Richten wir uns daher auf, geben wir die alten Ego-Spiele der  der vergangenen Jahrhunderte auf, zugunsten eines Jetzt in dem wir erhobenen Hauptes einer Zukunft entgegen blicken, in der wir würdevoll und achtsam dem Leben und allem Lebendigen begegnen, im Bewusstsein unserer Verbundenheit.

 

 

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„In 7 Schritten ins Reine kommen mit dir selbst” unterstütze ich Menschen dabei sich aus den alten Rollenspielen zu verabschieden, um frei zu werden für das, wovon sie schon lange träumen

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